20-10-20 – und was aus langen Plänen alles werden kann…

Donnerstag, 17.06.2010:
Nach einer sternenklaren Nacht beginnt auch dieser Tag mit Sonnenschein und blauem Himmel. Heute wollen wir an den Edersee, wegen der noch längeren Anfahrt beschließen wir zunächst per Bahn ein paar Kilometer zurückzulegen. Von Kassel über Warburg fahren wir also per Bahn nach Bad Wildungen. Das nordhessische Kurstädtchen erinnert ein wenig an Baden-Baden, Rentnergrüppchen und Touristenläden in Hülle und Fülle. Aber schnell verlassen wir über die Reinhardshöhe den Trubel und stoßen in die traumhafte Naturlandschaft des Kellerwaldes vor.


Bad Wildungen

Über Albertshausen und Gellershausen dringen wir in die Kernzone des Nationalsparkes ein. Uralte Bäume, unberührte Natur, schön hier. Dann sehen wir Wasser, viel Wasser, wir sind am Edersee am Südufer angelangt. Entlang des Edersees gibt es verschiedene Möglichkeiten diesen zu umrunden. Neben einer Reiserad- auch die berüchtigte Urwaldsteigvariante. Diese ist zwar nicht immer legal befahrbar, aber zumindest in Teilen ist biken erlaubt. Zwischen Asel-Süd (ein Campingplatz) und Asel gestattet uns eine Minifähre 17km abzukürzen. Wir genießen die kurze Bootsfahrt über den See, als wir am Nordufer wieder etwas an Höhe gewonnen haben, gibts Vesper-Auszeit.

Die Mittagshitze läßt unsere Getränkevorräte schwinden, ein Stop im nächsten Nest ist erforderlich. Zunächst führt der Urwaldsteig auf einem phantastischen Trail entlang der Steilkante. Immer wieder auf und ab auf schmalem Pfad führt der Weg nach Scheid. Dort füllen wir die Flaschen auf und gönnen uns eine Hopfenkaltschale. Anschließend geht es wieder bergauf, bis Nieder-Werbe auf dem Radweg, ab da wieder Urwaldsteig. Wir versuchen irgendwie auf der Höhe nach Waldeck zu kommen. Leider verpassen wir am Katzenstein einen Weg und kommen auf halber Höhe zwischen Edersee und Waldeck an der Seilbahn raus.


Urwaldsteig am Nordufer

Nochmal hoch haben wir keine Lust und so gehts am Ufer zur Staumauer. An der schießen wir ein paar Beweisfotos und weiter nach Affoldern. Dort kehren wir zur Stärkung ein, inklusive kurzem Gedankenaustausch mit dem bestimmt 70jährigem Wirt.


Staumauer

Die nächsten 10km rollen wir gemütlich den Ederauenradweg nach Wega. Da wir noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges haben, wird auch dort die lokale Gastronomie auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. Dem Wirtshaus kann ein positiver Bescheid gegeben werden.


Bierglasromantik

Der Edersee und der Nationalpark Kellerwald sind ein absolutes Highlight, eine Schande das ich als Hesse dort noch nicht gefahren bin. Falls wir mal wieder ein Ziel für Himmelfahrt brauchen und nicht wissen wohin, mein Favorit! Aufgrund erster Ermüdungserscheinungen sind wir nur einen kleinen Teil auf dem Steig unterwegs gewesen, trotzdem zeigte der Tacho am Ende des Tages 70km mit 1000 Höhenmetern.


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4 Antworten auf “20-10-20 – und was aus langen Plänen alles werden kann…”


  • Ach Darki, wenn ich deine Fotos so sehe bekomme ich großes Heimweh nach meinem schönen Nordhessen. Dort, wo meine Ahnen ruhen und wo einst meine Wiege stand hat der liebe Gott wirklich ein schönes Fleckchen Erde geschaffen.

  • schöne tourbeschreibungen, danke für den bericht. in der fränkischen hättet ihr auch viel spaß gehabt, das wetter hat gehalten, wenn auch nicht so sonnig.

    wegen einer zecke nicht zum dienst angetreten? na sowas!
    hohes gras – ist das ein kifferclub?

    weitermachen …

  • Hey Darki, schön sieht es aus auf den Pfaden am Stausee. Danke für Bericht und Bilder!
    Mischi

  • Servus,

    wollte schon die ganze Zeit mal geschrieben haben! Hab gestern den Bericht bei servus tv über den Ötzi gesehen und dann mal wieder auf eurer Seite gestöbert.

    Euer Ausflug nach Kassel ist ja nun schon ne Weile her und vielleicht schaut ihr ja mal wieder hier bei uns vorbei. Falls ihr nun mal wieder hier am Herkules seit könnt ihr euch ja mal bei mir melden oder hier mal reinschauen : http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=266360&page=141
    Es lässt sich sicher ne schöne Runde mit einigen Locals organisieren.
    Ich bin auch ab und an mal in Berlin, spätestens wieder zum Velothon!
    Grüße kasimir

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