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Von Hütte nach FüWa

Der von rob

Die Zugfahrt war wie immer recht unterhaltsam und so vergingen die mehr als anderthalbstunden wie im Fluge. Menis gab den Gedanken um ein -Dauerdomizil in der Mark ein neues, realistisches Kleid und rechnete des Finanzbedarf pro Kader aus. Demnach können wir uns in einem Jahr ein schickes Häuschen oder Schlösschen irgendwo auf dem Lande kaufen. Vielleicht auch schon zu Weihnachten, vorausgesetzt Santa Claus ist spendabel.

Wie gesagt, nach dem markieren des Terrains ging es los und die ersten 10km gingen auch ohne den, zumindestens nicht leibhaftig in Fahrradkluft anwesenden Oberst geschmeidig voran. Über Möbiskruge gelangten wir recht zügig zum Eingang in das Schlaubetal. Dies verwöhnte uns sogleich mit schnuckeligsten Singletracks, steilen Berghängen, schlängelnden Flüsschen und malerischen Seen. Einige Kilometer vor der Bremsdorfer Mühle verjüngte sich der Weg und führte mit Wurzeln gespickt nur handtuchbreit zwischen Bach und Berg am Hang entlang – unglaublich schön! Auf dem trotz des wunderbaren Wetters fast menschenleeren Trails entlang der Seen bis hinter Kupferhammer ging es weiter, die Fahrt machte großen Spaß. Kurz zuvor hat es mich sogar gemault. Hinter einer Kurve wurde der Weg plötzlich enger und ich war zu schnell, doch angemessenes Verzögern war kaum möglich, da die hinteren Beläge so runter waren, dass ich nur die Vorderbremse ziehen konnte. Das Vorderrad danke es mir auf dem überfrohrenen Laub mit einer schnellen Seitwärtsbewegung und ich stieg blitzschnell vom Gerät ab – au.

Nach kanpp 40km (davon fast 30 im Schlaubetal) verließen wir den Bach und machten uns auf, über Mixdorf, gen Neubrück. Und irgendwo hier fing mein Leidensweg. Die Beine waren kalt und hart, die Finger verfrohen und kaum durchblutet. Die Erkältung kam wieder durch und zog mir alle Kraft aus dem Körper. Das Straßengezuckel um Neubrück wollten Rikman und ich ansich umgehen, aber die anderen waren auf den ellenlangen Forstautobahnen nach vorne entschwunden und an dem eigentlichen Abzweig standen wir allein im Wald, die anderen weit voraus. Die Überlegung, sie ihrem Pech zu überlassen und uns auf den kürzesten Weg gen Bahnhof (Bier und Döner) zu begeben (schließlich hatten wir die Karte) wurde zu Gunsten der Stimmung im Kader verworfen und wir machten uns auf nach Neubrück. Wir schlossen uns wieder zusammen und irrten im Folgenden recht unwissend aber die Haupthimmelrichtung nicht außer acht lassend durch überfrohrene Moore und immerwegs gleich aussehende Kiefermonokulturen.

Mit der Zeit gesellten sich die anderen Halbinvaliden zu Rikman und mir an das immerzu weit zurückliegende Feldende – es wurde auf die Zähne gebissen. Durch das entzückende Drahendorf ging es schnurstracks auf Fürstenwalde zu. Unser eigentliches Ziel war zwar Fangschleuse, das wir von der Zeit her auch erreichen hätten können, aber aufgrund der Leiden der Versehrten wurde darauf verzichtet. Der Knüppelweg nach FüWa schien kein Ende zu nehmen, doch mit letzter Kraft erreichten wir (ich spreche für die Kranken unter uns) den Bahnhof, deckten uns mit Bier, Döner und Kuchen ein und enterten den Zug gen Heimat.

Es war trotz der Anstrengungen eine tolle in toller Runde, Menis hat sie schon treffend charakterisiert. Und das hat all unsere Erwartungen übertroffen. Für die wärmeren Tage hätte ich schon eine neue Touridee…

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