Im Auge des Schalters

3.jpg
Es hätte so schön werden können. Schon einige Wochen vorher haben wir uns alle das Wochenende frei gehalten. Und nun machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Ein Ausflug in die Alpen hätte es werden sollen, geworden ist es dann eine Materialschlacht im heimischen Gebiet. Aber beginnen wir von vorne…..

Morgens um kurz vor 10.00 am S-Bahnhof. Ich warte auf die rote Bahn, die sich bereits mit einem leisen Summton ankündigt. Die anderen winken schon aus Wagen Nummer 1. Schnell rauf aufs Bike um den Anschluss zum Einstig ins Abteil nicht zu verpassen. Gerade noch geschafft. Das kommt davon wenn man letztes Abteil ausmacht, und dann alle im ersten sitzen lol

10.14 erreichen wir den Zielbahnhof, dort werden wir bereits von unserem heutigen Guide empfangen. Kurze Lage Besprechung und ab geht´s auf groben Reifen durch noch gröberes Gelände. Es reihte sich ein Singletrack an den anderen. Immer auf der Jagd nach einem stück blauen Himmel, mogelten wir uns an den dunklen Wolken vorbei. 13.00 pünktlich wie bestellt erreichten wir die Pflugsmühle. Dort erwartete uns eine ausreichende Stärkung um auch den Heimweg ohne Verluste zu bewältigen. Doch es sollte anders kommen.

Etwa nach 2/3 des Heimwegs sprang auf einem wundervollen Singletrack ein böser dicker Ast in das hintere Schaltwerk eines Mitfahrers. Ein kurzes Zögern und dann hörte man schon das Geräusch des klackens. Es war kein blick nötig um zu erkennen was nun vom Rad abgefallen war. Das Schaltwerk hing nur noch an der Kette, das Schaltauge hat es komplett zerbröselt. Kurzum entschieden wir uns, Ich als eingefleischter Singlespeeder sowieso, den Schalter kurzerhand in ein Singlespeed Bike umzuoperieren.

2.jpg

Nachdem die OP soweit erfolgreich beendet werden konnte, fuhren wir weiter. Aber schon wieder wanderte die Kette wohin sie nicht wandern sollte. So mussten wir erneut operieren. Der Gang wurde nun zum leide des Fahrers noch dicker gewählt. Mit unseren motivierenden schreien, peitschten wir aber den Fahrer weiter voran. Damit aber auch alle Familienangehörigen auf gleiches Niveau rutschten, manipulierte Blacksurf kurzerhand ihren rechten Shifter zur Deko um und legte diesen lahm.

Als ausgebildete Op Schwester, konnte ich das Spiel nicht weiter anschauen. Und so entschloss ich mich am Rückweg in der S-Bahn dem leiden ein ende zu machen. Ich packte beide Patienten sofort in den OP-Saal, wo sie nun auf ihre Operationen warten. Der kleine Silberpfeil ist bereits vom schadhaften Teil befreit und neues an Bord verschraubt. Der schwarze Blitz wartet noch auf die passende Schiene für das hintere Geläuf ;-) Alles wird gut.

Resümee: 55 Km, ein paar Hm, Käsereiche Varianten, kaputtes Schaltauge und 1 demolierter Shifter.

1.jpg

Suchbegriffe

5 Antworten auf “Im Auge des Schalters”


  • Das ist doch alles Klapperkram! Würde gern wissen, ob sich eine 7gang Nexus für harten Geländeeinsatz eignet? Irgendwie ist es wie ein Wunder, wenn man auf dem ungefedertem SS bergab rast und nur das Abrollgeräusch zu hören ist. Herrlich, kein Kettenschlagen, kein Schaltwerksklappern, kein Gabelschlackern. Insofern baue den Jungs einfach das Teil, also das Schaltwerk ab… menis

  • Zum Thema Schaltung kann der Muschifix auch was erzählen…

    Mist mit dem Wetter, wir hatten in Mecklenburg übrigens drei Tage Riesenglück und sind nur im trockenen unterwegs gewesen.
    dd

  • menis, ich find toll das du nun auch deine schaltung an deinen räder abgebaut hast *gg*

    es war einfach pech an diesem tag, aber ich helfe gerade schon den beiden alurössern damit sie wieder auf die beine kommen ;-)

  • Ich soll dazu was sagen? Mir fällt zu Schaltungen nur eines ein: Überbewertet!

  • Greetings! Very helpful advice in this particular post! It’s the little changes that will make the biggest changes. Thanks for sharing!

Hinterlasse eine Nachricht