Home » Touren » Multiple Höhepunkte – Mit Cpt. Love im nördlichsten Mittelgebirge der Republik

Multiple Höhepunkte – Mit Cpt. Love im nördlichsten Mittelgebirge der Republik

Im Gegensatz zur letzten offiziellen ESK-Glühweinveranstaltung im November lagen die Temperaturen am vergangenen Sonntag schon fast im winterlichen Bereich und ohne die Schneezäune hätte ich es womöglich nicht mal bis Zum Bahnhof geschafft.

 

Im Zug warteten schon S-Punkt, Pda, Rifli, Staubi, Cpt. Love und der Weihnachtsmann. Die Strecke von Wilhelmshorst nach Brück war schnell geschafft und beinhaltete auch schon den ersten Höhepunkt. Denn es kam ein Servicemitarbeiter der Deutschen Bahn mit seinem Wagen durch die Abteile und fragte freundlich, ob man etwas essen oder trinken möge.

In Brück angekommen folgten wir einem schmalen Pfad entlang der kleinen Plane nach Südwesten bis Trebitz, wo wir die Richtung änderten und nach Süden Richtung Niemegk vor stießen. Mal ging es auf breiten Feldwegen und mal auf alten Pflasterstraßen der tiefstehenden, goldenen Wintersonne entgegen, die ihre Strahlen deutlich sichtbar in die Kiefernwälder projezierte

 

Bald war Niemegk erreicht und die dortige “Rummelrunde” wurde in Angriff genommen. Doch anstatt des erhofften Autoscooters fanden wir nur sandige, tief eingeschnittene Täler. Trotzdem ein weiterer Höhepunkt

 

Nachdem wir diese Täler hinter uns gelassen hatten, machten wir erstmal ein Päuschen um uns für die folgenden Kilometer zu stärken. In weiser Voraussicht ließ ich mir noch ein Stück meiner Pizza für schlechte Zeiten stehen.

 

Durch endlos weite Landschaften leitete und der Captain nach Rädigke.

 

Von Rädigke folgten wir dem Lauf der noch jungen Plane nach Raben, wo sogleich die Burg im Sturm genommen und um ihre Vorräte beraubt wurde. Höhepunkte hier waren der heiße Holundersaft mit Honig und der beste Tierdresseur der Welt, der mit seinen Albinofrettchen und eingängiger Flötenmusik die Massen verzauberte.

 

Nach der Stärkung wurde der Kurs auf Nordwest Richtung Grubo gesetzt. Kurz vor dem Ort bogen wir nach Norden ab und durchquerten die Brautrummel, an deren Ende eine Straße nach Belzig lag. Hier wurde Pda verabschiedet und der Rest der Truppe setzte die Fahrt mit Ziel Wiesenburg fort. Das Vorankommen gestaltete sich mitunter etwas zäh:

 

Doch die Ausblicke die einem die tiefstehende Nachmittagssonne bot entschädigten einen immer wieder.

 

Recht bald war auch Wiesenburg erreicht und wir kümmerten uns noch etwas um die Enten und Schwäne im Dorfteich

 

Anschließend wurde der Schloßturm erklommen von woaus Rifli seine bewegende Rede an die Nation hielt

Auch sonst war in dem Turm viel interesantes zu sehen. Vom Uhrwerk über die Leiche bis hin zu Pufferküsserdevotionalien. Definitiv ein Höhepunkt!

 

Durch die Schlamauer Rummel führte uns der Captain weiter Richtung Schlamau, wo unser aller Orientierungssinn durch kartographische Meisterwerke und schizophrene Beschilderungen gewaltig auf die Probe gestellt wurde:

 

Diesen Tatsachen und der einsetzenden Dunkelheit geschuldet verpassten wir unser nächstes Ziel Verlorenwasser und fanden uns irgendwann kurz vor den Toren Wollins wieder. Nach einer Kurskorrektur um knappe 180° fanden wir das Dorf in dem Boerges Opa krumme Geschäfte mit den Russen gemacht hatte dann doch noch und stellten uns darauf ein wohl einen Zug später zu nehmen.
Kurz vor Weitzgrund kamen wir dann noch an den Mittelpunkt unseres sozialistischen Vaterlandes. Für jeden Kader selbstverständlich ein Höhepunkt!

 

Nach weiteren anstrengenden Kilometern Richtung Süden und ersten Unterzuckerungserscheinungen wurde schließlich um 17:52 noch ein Eintrag im Gipfelbuch den Hagelberges hinterlassen.

 

Da unser Zug um 17:56 im etwa fünf Kilometer entfernten Belzig fahren sollte, war es uns nicht mehr möglich ihn zu schaffen. Aber so bot sich uns die Möglichkeit noch den Weihnachtsmarkt in der beschaulichen Belziger Altstadt zu besuchen und unseren ausgemergelten Körpern den ein oder anderen Kirschglühwein mit Schuß zuzuführen. Um später im Zug einen Wagen für uns zu haben wurden zudem noch Unmengen Knobibrot konsumiert. Also noch ein Höhepunkt.

 

Kundig führte uns Boerge durch die Belziger Gässchen zum Bahnhof, wo wir noch genug Zeit fanden in der Bahnhofskneipe ein Bierchen an der Theke zu zischen und uns mit Flaschen für die Zugfahrt einzudecken. Diese Kneipe ist auf jeden Fall auch ein Höhepunkt der Gastronomie!

 

Draußen stand schon unser Zug bereit und so okkupierten wir wie gewöhnlich den ersten Wagen.
Die Tour war einer der Höhepunkte des Jahres 2006 und wer sie verpasst hat, der hat was verpasst!
Am Ende hatten wir übrigens gute 110km auf der Uhr zu stehen.

20 Kommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  • Boerge ohne Jockel ist ein begnadeter Tourführer. Der einzige Unterschied besteht in der Tatsache das Boerge noch keine Kinder hat und deswegen nicht so früh zu Hause sein muss! Was wiederum den Vorteil für einige nicht begnadete Laktatschlampen hat, dass sie doch etwas mehr von ihrer Umgebung mitbekomme haben.
    Also, Boerge, lass dir das nächste Mal nicht das Heft aus der Hand nehmen.

    Ritzelflitzer

  • Ob Cpt. Loveboat Boerge tatsächlich so ein Guter ist, möchte ich hier mal bezweifeln. Seine – durch ihn selbst aufgestellte – Marschtabelle missachtend, trudelte er und die Seinen, weitestgehend losgelöst von zuvor getätigten Zeitvorgaben durch die Pampa. Woher ich das weiß? Ganz einfach, ich war pünktlich 14:30 auf Burg Raben. Nach Cpt. Love’s Aussage, sollte das Hauptkontingent der ESK-Streitmacht eben zu dieser Stunde dort eintreffen. Aber was war das? Keiner zu sehen, nur rauchende Trümmer und verstörte Eingeborene. Eines dieser – sonst eher verstockten – Exemplare klärte mich – wohl um weitere Bestrafungen abzuwenden – sogleich und ungefragt auf, dass die ESK-Kohorten bereits eine knappe halbe Stunde zuvor den Ort des Geschehens verlassen hätten. Abreise mit unbekanntem Ziel so hieß es…

    Da ich kurzfristig zur Verfügung stehende Zeitkontingente sinnvolle nutzen wollte, setzte ich mich 9:54 in den Zug in Richtung Süden und war kaum eine Stunde später in Brück. Euren Spuren an der kleinen Plane bis Trebitz folgend, wendete ich mich dort aber in Richtung Baitz, um von dort, in einen eleganten Bogen über Schwanebeck, Wendoche, Ragösen, Bullenberg, Juliushof, Egelinde, Werbig, Benken, Ahrensnest, Schlamau, Wiesenburg, Welsigke und Mützdorf nach Raben zu gelangen. Dort sollte sich – so mein Kalkül – aufgrund Eurer zu erwartenden niedrigen Marschgeschwindigkeit – die zeitliche Deckung ergeben, die eine gemeinsame Weiterfahrt möglich machen würde. Aber wie bereits gesagt, Ihr wart schon weiter gezogen.

    Egal, ich steuerte nunmehr durch das Planetal, über Buchholz, in Richtung Preußnitz, um über die „Steile Kieten“ den Belziger Bahnhof zu erreichen. Wieder kein ESK da. Also noch mal schnell zur Tanke geradelt, eine Bierchen geholt und bereits 15.56 saß ich wieder im Zug in Richtung Heimat. Und jetzt ratet mal, wen ich dort getroffen habe? Richtig, den Weihnachtsmann. Und was wusste dieser zu berichten? 5 meiner, wie er sich ausdrückte, „Brüder“ (die Schwester unterschlug er kurzerhand) hätten gedröhnt, sie würden heute nicht unter 120km Schluss machen…

    Aber Schwamm drüber, so konnte ich bereits 17:00 wieder im Kreise meiner Liebsten, den 3. Advent begehen und hatte mit 95km auch nur unwesentlich weniger abgerissen als Cpt. Love auf seiner Schunkelkreuzfahrt.

    PS: Ihr hättet meine Spuren ein ums andere Mal sichten können. Zumindest unter der Bahnbrücke bei Borne sollten sie sich tief genug eingeprägt haben.

  • Ich lach’ mich scheckig! Deine Reifenspuren bei Borne haben wir in der Tat bemerkt – Rifli und ich flachsten noch: “Wenn das mal nicht der Oberst war…!”

    Da mir aber dein Tour-Highjacking der letzten Zeit echt auf den Zünder ging, habe ich deinen, in Alkohol konservierten Bregen während der Weihnachtsfeier einfach mal mit falschen Zahlen und Zielen gefüttert. 🙂

    Cpt. Love

  • Naja, so falsch können zumindet die Ortsdaten nicht gewesen sein. Aber ich sehe schon, meine Touren werden demnächst – um sich von Deinen Kuscheltouren zu unterscheiden – als “Hass und Gewalttouren” firmieren. Mal sehen, was für eine Klientel man auf diese Weise erreicht.

  • Zitat Jockel: “… – um sich von Deinen Kuscheltouren zu unterscheiden – als “Hass und Gewalttouren” firmieren. Mal sehen, was für eine Klientel man auf diese Weise erreicht.”
    Nun, ich werde an diesen Touren genauso partizipieren wie du an meinen, denn eines haben sie gemeinsam: Es sind amtliche ESK-Touren!!!

    In tiefer Liebe und Respekt, Cpt Love

  • Von Süden kommend fiel uns die Spur zum ersten mal an einer Kreuzung einige hundert Meter vor der Brücke auf. Hinter der Brücke sind wir dann links Richtung Wiesenburg abgebogen. Da kam dann ein holpriger Anstieg im Wald an dessen Ende die Eiche vom obigen Bild stand. Hier war die Spur noch mal deutlich zu erkennen.
    Allerdings hatte sah sie ehr nach Conti als nach Schwalbe aus.

  • Allerdings hatte sah sie ehr nach Conti als nach Schwalbe aus.

    Was ist das den für ein Gestammel? Klar, Dir wird bei der langsamen Runde die Zunge am Gaumen festgefroren sein. Und das löst sich eben nur langsam.
    Um es kurz zu machen, es handelt sich bei der durch Euch gelesenen Fährte, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, um die Spur meines “neuen” Hinterradreifens. Das ist, dem Aufdruck zu Folge, irgendwas von Specialized, und ich habe ihn in Arthur Dents Müllkiste gefunden. Zum Wegwerfen war er mir irgendwie zu Schade und so trage ich eben die alten Sachen des Zweiradhändlers auf.

  • Ach oberst da macht sich jemand auf an deiner seite 1. offizier des obersten zu sein und DU verhämst ihn!!!

    tu dies nicht!!! Gute führungskräfte wie Böge einer ist sind selten gesäht.

    Ach ist der Fläming ein echtes Mittelgeberge?? wow

    beste Grüsse und bis dann

    eL

  • Jockel, ich bin froh, dass wir Dich an diesem Tage nicht gesehen haben. Du magst mir das bitte verzeihen, aber schon auf der Anreise mit dem Zug warst Du ein Thema. Auf dem Zielbahnsteig angekommen, dann allgemeines aufatmen: kein grinsender Oberst! Ich erinnerte dann kurz an die Eröffnungssequenz von “Spiel mir das Lied vom Tod” und erwartete Dein grinsendes Anlitz auf der anderen Seite des Bahnsteigs, freigegeben vom abfahrenden RE. Aber nichts! Der Tag schien gerettet. Dann diese Spuren….
    Ein wirklich gelungener Tag!

    Staubi

  • Schon klar wen du mit der H&G-Tour hinter dem Ofen hervor locken willst, aber VIELLEICHT KANNST DU ARSCH JA MAL ZU DEM NEUMODISCHEN, BANANENFÖRMIGEN KUNSTSTOFFTEIL AUF DEINEM TISCH GREIFEN! Mit freundlichen Grüssen… menis

  • Oh man das muß Liebe sein.

    Ansonsten schöne Bericht und super Bilder. Bei sowas bekomm ich auch ma wieder lust auf ner Tour nach dem Motto weit is das Land.

Archiv

Archive

Folgt uns auf