Sicherung des Tanngrabens

216 Minuten im Kampf um die Sicherung unserer Stellung. Schon zu früher Stunde machten wir uns auf den Weg ins ungewisse. Denn angesichts des Wetters, wussten wir nicht was uns heute alles auf unserer Fahrt erwarten würde. Die ersten Kilometer rollten wir locker zum gemeinsamen Standort. Dort angekommen trudelten auch schon die restlichen Soldaten ein. Ein kurzes Durchzählen, und schon konnte die Operation „Tanngraben“ beginnen. Wir waren uns nicht sicher welchen Weg wir nehmen wollten, denn wir wollten keinesfalls den Feind aufschrecken. Und so querten wir nach und nach durch das Unterholz. Dick lag das Laub über nassen Wurzeln, und machten jeden Meter zum Abenteuer.


Nachdem wir den ersten Abschnitt hinter uns hatten, fuhren wir den breiten Weg entlang des Flusses. Wir kamen zügig voran. In Doppelreihen bewegten wir uns vorwärts. Und dann plötzlich passierte das unfassbare. Ein kleiner Augenblick, das Hinterrad verabschiedete sich von der Bodenhaftung und ich konnte nur noch das Einschlaggeräusch meines Helmes hören.

Etliche Sekunden später, sortierte ich mich wieder in die Ursprungslage. Nach einem kurzen Check, Rad OK, aber kleinere Personenblessuren. Kurze Lagebesprechung mit den restlichen Mitfahrern, erbrachte die gemeinschaftliche Entscheidung, DURCHHALTEN. Und schon ging unser Truppenzug weiter. Dann erreichten wir den Tanngraben. Unser heutiges Ziel. Wir querten diesen und begutachteten die Lage. Es schien alles ruhig zu sein. Kein Feind in sicht, und so konnten wir uns langsam wieder Richtung Heimat machen.

Nach über der Hälfte unseres Gesamtpensums, hatten wir dann alle Durst und Hunger. Und so machten wir Einkehr in einer kleinen Bäckerei am Wegesrand. Als wir die Vitrinen fast leer geräumt hatten, machten wir uns erneut auf den Weg nach Hause. Die Temperaturen ließen uns erneut den Winter spüren. Im vollen tritt erreichten wir aber vor Einbruch der Dunkelheit unseren Standort von Morgens. Noch ein kurzer Gedanklicher Austausch unter meinen Gefährten danach rollte ich die letzten Kilometer zurück in mein heimatliches Lager. Dort angekommen nahm ich ein warmes Bad im Zuber, säuberte meine Wunden und verspeiste eine Portion Rotkohl mit Rinderbraten. Alles in allem, wieder eine gelungne Kontrollfahrt durch mein Sicherungsgebiet .

4 Antworten auf “Sicherung des Tanngrabens”


  • jesses. da hast du ja nochmal glueck gehabt bei deinem umgeplanten abgang. obwohl, du bist ja aus eisen, du alte sau ;)

    schoene tour. ich hab heute auch mit boerge und frenkhenk einige km abgerissen – 110 an der zahl :) bericht folgt vlt.

    rb

  • JAwohl, kämpfen und durchhalten!!! Mir sind heute fast meine Daumen eingefroren, Bericht gibt es vielleicht nach der morgigen Tour (könnte interessant werden, begebe mich auf Spionagetour)
    dd“eule“

    ps: kannst auch nur einen Auszug des ganzen Berichtes auf die Startseite reinstellen, geht mit der „more“ Funktion ;-)))

  • @ rob + dd,

    glaub riman hat es schon ausgebessert. das nächstemal mach ichs gleich ;-) ja mein wunden gehts schon besser, werd gleich ein lockeres recom nachlegen ;-)

    coffee

  • Mein herzlicher Danke geht heute nach bayrisch Kongo, zu unserer lieben Coffee ;)
    Warum nur, musste ich beim Lesen Deiner Zeilen an eine historische Parallele denken? Die Schlacht bei Tannenberg. Auch damals stand man mit dem Rücken zur Wand, doch dann wendete sich das Blatt… (http://www.dhm.de/lemo/html/wk1/kriegsverlauf/tannenb/)

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