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Sicherung der Mainlinie II

Um die Reihen zu schließen und die Vormachtstellung der herrschenden ESK-Riege zu zementieren, begab ich mich an selbigen November Sonntage in (für Frankenfurter Verhältnisse arg feindliche Gefilde) den Rodgau.

Um die Reihen zu schließen und die Vormachtstellung der herrschenden -Riege zu zementieren, begab ich mich an selbigen November Sonntage in (für Frankenfurter Verhältnisse arg feindliche Gefilde) den Rodgau.

Der, das oder die Rodgau (je nach dörflicher Akzentuierung variierende Aussprache inzestuöser Argrarsippen) gehört politisch zum Sachsenvolke der südlichen Mainseite, kurzum auch verächtlich „plattes Offenbacher Land“ getauft. Es erstreckt sich von Offenbach im Norden bis zum Odenwald im Süden, im Westen begrenzt durch das Ried und im Osten durch den Main. Und eben besagte östliche Grenze entlang des Mains galt es zu sichern.

So fuhr ich von heimatlicher Kommandatur im alten Bockenheim gen Süden, überquerte den Main, kreuzte Sachsenhausen und erklomm die südliche Höhe, den Goetheturm. Durch Frankenfurts Stadtwäldereien stach ich ins Feindesland vor, bei Bieber (Offenbachs höchster Berg liegt hier) mußte ich übers freie Feld (den Todesstreifen). Unter Atelleriefeuer konnte ich in den Staatsforsten des Rodgau entschwinden. Endlose Kilometer auf laubbedeckten Waldböden, hier und da eine tiefe Wildschweinsuhle, ab und an fällt ein Sonnenstrahl durchs lichte Kronendach, Einsamkeit.

Doch zweimal wurde diese stille und erholsame Umgebung jäh unterbrochen, es galt vierspurige Asphaltbänder (Bundesfahrstraßen) zu über- bzw. unterqueren, auch dies gelang ohne Verluste zu erleiden. Nach gut zwei Stunden erreichte ich Hainburg, der östlichste Punkt der Tour, am Ufer des Fluvius Moenus gelegen.

Ein von der Außenwelt unbemerkt gebliebenes CC-Rennen sollte hier ausgetragen werden. Ich fand eine handvoll trauriger Veranstalter und wackere 8 Heißsporne die um Ruhm und Ehre kämpfen wollten. Kurz war die Überlegung da eine Top-Ten Platzierung für den Kader einzufahren, aber für 12,50EUR den Schlamm der hochgezüchteten 200+Puls Schwuppen zu schlucken. Nö, meine Aufgabe war Sicherung der Mainlinie und Spionage im Rodgau, letztere Aufgabe war erledigt und so machte ich mich an die erste.

Das südliche Ufer des Fluvius Moenus war für einen Sonntag nahezu unbevölkert, die sonst hier anzutreffenden Spaziergänger-, Inliner- und Walkingmassen tauchten erst ab der Kommune OF auf. Hier und da eine unmißverständliche Belehrung der Besatzungsmacht an das Fußvolk. O-Ton: „Platz da!!! Lauft gefälligst rechts am Rand!“ gefolgt von einem verächtlichen „Offenbacher…“ Wiederholte Intervalle unter Volllast 48:11 mit >40km/h vermittelten dem gemeinen Volk meinen Durchsetzungswillen der Sicherungsfahrt.

Beim Erreichen der Stadtgrenze war der Auftrag erfüllt und die Vorherrschaft des gewahrt. Schön zu hören, daß auch die Linie Mainaufwärts gesichert wurde,
dd“eule“

darkdesigner

4 Kommentare

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  • Hey Eule,
    wärst Du doch mal das Rennen gefahren. Also ich hätte die paar Kröten ausgegeben, um mal unter den top ten zu sein!

  • sehr schöner bericht! eule – du leistest grosses „dort unten im süden“. man stelle sich vor: millionen von renitenten frankfurtern wehren sich verzweifelt gegen die knechtschaft, doch eule schneidet, wie das warme messer durch die butter, mit eiserner faust durch die massen.

    eule, ich denke es war klug, dass du an der kleinen cc-veranstaltung nicht teilgenommen hast. das volk wird es dir hoch anrechnen, dass du es seinen heidnischen sitten hast nachgehen lassen, ohne dem spiel der acht knechte deinen stempel aufzudrücken. als imperator muss man mit weitsicht und güte handeln. weiter so! bis bald… menis

  • „Platz da!!! Lauft gefälligst rechts am Rand!“ gefolgt von einem verächtlichen „Offenbacher…“
    😆 wunderbar! das kann ich mir nildlich vorstellen. mach sie platt, eule! 😀

    wie ich sehe, sind die suedlichen frontlinien stadnhaft und gut gesichert, um moeglichen einfaellen der barbaren aus dem bayuvarischen geschlossen entgegenzutreten.

    rb

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