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Vier auf weiter Flur

Der von rob

Nautilus hatte gerufen, und kaum einer kommt. Aber eine macht natürlich auch zu viert Spaß, und so haben sich um 1530 auf dem achten Gleise des Ostbahnhofes Nicolai, Mark (der Kumpel von Nicolai mit dem Rohloff-Nöll), Nautilus und ich getroffen. Die Führung der Gruppe hatte ich in die Hand nehmen wollen, jedoch in dem Moment in dem ich im Bahnhof einschlug viel es mir die Schuppen von den Augen: ich hatte die Karte zuhause liegen lassen! Das ist natürlich nicht die beste Vorbereitung, aber ab der Märkischen Schweiz wüsste ich den Heimweg schon – dachte ich. Bloss wie sollten wir nach Buckow finden, hatte ich doch einen direkten, kilometersparenden Weg vor zu fahren.

Gewusst wie: in Strausberg-Nord schauten wir kurz auf eine Touristenkarte am Bahnhof und auf gings. Am Segelflugplatz vorbei wollten wir nach Garzin, mussten aber leider meist Straße fahren (was Nautilus schon ganz kribbelig machte, der wollte nämlich unbedingt durch den Dreck fahren) und kamen auch nicht in Garzin sondern in Hohenstein raus. Das hat man nun davon wenn man keinen Jockel und/oder keine Karte dabei hat… Aber von Hohenstein sind wir so gefahren wie ich es geplant hatte und waren alsbald am Gestade des Schermützelsees angelangt. Wir genossen die Panoramaaussicht über den See, Buckow und auf den gegenüberlegenden Krugberg und bewältigten anschließend zahlreiche Auf und Abs bei der westlichen Umrundung des überaus reizvollen Sees. Der Kulturbeitrag eines Rundgangs durch das Sommerhaus von Brecht und Weigel liess der straffe Zeitplan nicht zu und so nahmen wir den Anstieg zum Teufelsstein und Siegrfried-Wenske-Blick über den Poetensteig in Angriff. Auf der letzten Rampe hoch zum Teufelsstein konnte ich nicht mehr aufs kleine Blatt schalten und musste mit einer üblen Übersetzung hochdrücken – da macht sich das Singlepeedtraining bemerkbar! Während Mark seinen kompletten Körper mit Anti-Mücken-Paste einbalsamierte genossen wir die Aussicht auf den Großen Tornowsee.

Flux ging es weiter die Silberkehle bergab zur Pritzhagener Mühle, wo Nicolai eigentlich seinen nur zu 1/4 vollen Camelbak auffüllen wollte, aber das Gasthaus hatte schon zu und so mussten wir von Dannen ziehen. Wir waren ganz gut in Fahrt und konnten Kilometer machen – über das Stöbbertal und die Einchendorfer Mühle nach Münchehofe und weiter weiter bis hinter Schlagentin. Hier standen wir nun an der Kreuzung und ich wusste nicht ob links oder gerdeaus. Beide Wege waren mir von Bild her unbekannt, aber ich dachte so zu mir, wenn ich hier damals (bei meiner bisher einzigen in der Gegend alleine) abgebogen wäre, dann hätte ich die Wegkreuzung wohl besser in Erinnerung. Und so kam es das wir geradeaus fuhren, was sich als goldrichtig herausstellte. Bis Kienbaum ereignete sich wenig spekakuläres – bis wir auf die Trasse einbogen. Ich hatte den dreien bei Tourstart natürlich schon vorgeschwärmt, das auch ein paar Kilometer Trasse dabei wären. Ich glaub sie waren ganz entzückt.

Nach 66km fand die ihr Ende in Fangschleuse, von wo uns die Regionalbahn nach nur 10min warten nach hinein chauffierte (inclusive 20min sinnlos stehen kurz vor Ostkreuz und einer Kuchenspende einer älteren Dame aufgrund unserer Hungersklagen). Eine wirklich feine Runde war das gewesen, ich fahr sie immer wieder gerne.

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