Archiv für die 'Touren' Kategorie

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Auf die Seelower Höhen

Derzeit jähren sich wieder runde Gedenktage den Zweiten Weltkrieg betreffend. Am 8. Mai ist ja bekanntlich der Tag des Endes des Krieges und der Befreiung vom Hitler-Faschismus. Doch bevor die sowjetischen Rotarmisten Berlin erreichten, mussten sie erst einmal die Oder überqueren. Die große Niederung des Oderbruch war versumpft (Schleusen wurden von den Deutschen geöffnet) und an den Seelower Höhen, hier muss man vom Oderbruch her 50 steile Höhenmeter überwinden, wurden starke Verteidigungslinien errichtet. Vom 16.4.45 an dauerte die letzte große Schlacht vor Berlin ganze vier Tage, obwohl die Rotarmisten mit 1 Millionen Soldaten (!!) deutlich in der Übermacht waren (gegen 120.000 Deutsche).
Zum 70. Jahrestag dieser Schlacht gedachte ich eine Radtour in diese Gegend zu unternehmen, da ich selber noch nicht an diesem geschichtsträchtigen Ort gewesen bin. Jockel, Frö und Moargus begleiteten mich. ‚Auf die Seelower Höhen‘ weiterlesen …

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[1.5.] von Dom zu Dom

Der 1. Mai, der internationale Kampftag der arbeitenden Massen, wird in diesem Jahr für die körperliche Ertüchtigung und die geistige Erbauung genutzt. Treff ist um 9:00 bei der einen schönen Frau, Ziel am späten Nachmittag bei der nächsten. Gefahren wird gemächlich mit chromblitzenden Stahlrädern auf -größtenteils- Flüsterasphalt, der sich ca. 180km an Flüssen entlangschlängelt. Unterwegs werden zwei Gasthäuser bzw. Biergärten angefahren, wo sich die Mitfahrer laben können. Am Start und Ziel sollte es einen Tropfen von den umliegenden Rebhängen geben.

Wer mitkommen möchte, einfach melden.

Start:

(Foto: F.Boxler)

Ziel:

Foto: Weinhold

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Der ESK auf dem Prüfstand

Immer wieder gibt es Diskussionen, beliebte Orte dafür sind Ausschankstätten, in denen Fragen erörtert werden wie
„Welcher Antrieb ist der beste? 3*9, 2*10, 1*11“
„Welche Reifen- und Laufradgröße ist fahrbar, welche nicht?“
„Braucht der Mensch Federweg und wenn ja, wieviel?“
„Stimmt es wirklich, dass man 30% Steigung auf dem großen Blatt fahren kann?“ ‚Der ESK auf dem Prüfstand‘ weiterlesen …

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Geschichten aus dem Pfälzer Wald

Fünf Jahre ist es her, da bereiste ich den westlichen Teil des grenzübergreifenden Biosphärenreservats Pfälzer Wald – Nordvogesen. Nun wollte ich mir endlich einmal die oftmals hochgelobten Trails des Pfälzer Waldes live und in Farbe anschauen. Altweibersommer ist für Ende September, Anfang Oktober vorhergesagt, Rucksack gepackt und ab zum Bahnhof. Von Frankfurt erreicht man die Einstiegsbahnhöfe in knapp zwei Stunden mit RE und S-Bahn.
Mountainbikepark Pfälzer Wald ‚Geschichten aus dem Pfälzer Wald‘ weiterlesen …

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7 auf einen Streich oder Ein Spätsommertraum

Das solls wirklich schon gewesen sein? Der Sommer 2014? Ab jetzt wirds nur noch kälter und dunkler? Da müssen die letzten warmen Tage aber genutzt werden, arbeiten kann man auch später noch genug. So fiel der Zeitplan auf den 17./18. september, nur ein Ziel war gefragt. Was könnte man in zwei Tagen abfahren, wo waren wir noch nicht? Ein Blick auf die Karte der Bismarcktürme und ein Abgleich mit den Etappenzielen der „Unendlichen Rundfahrt“ führte schnell zu folgendem Entschluß: Acht Türme in zwei Tagen! Der Fairness halber benachrichtigten wir den Kreuzbuben von unserem Vorhaben, damit er eine ehrliche Chance hätte. Er allerdings zog es vor, den Turm von Sangerhausen getrennt von uns anzufahren und diesen kampflos zu nehmen. ‚7 auf einen Streich oder Ein Spätsommertraum‘ weiterlesen …

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Westalpen: von Bern ans Mittelmeer

Ernüchterung machte sich breit, als ich an meinem Ziel, der Italienischen Mittelmeerküste, ankam. Doch nicht nur beim Blick auf die Weiten des Wassers und die glitzernden Wogen, auch unterwegs übermannte mich manchmal ein nüchternes Gefühl der Sinnlosigkeit eines solchen Unterfangens. Es hatte etwas mit der Einsamkeit zu tun, denn ich habe diese Strecke ja ohne Begleitung zurückgelegt. Gerne unternehme ich alleine eine Radtour, man ist mit sich und der Umwelt, trifft eigenständig Entscheidungen und kann seine Gedanken in Ruhe schweifen lassen. Was mich aber bei dieser Reise mit der Zeit immer mehr störte, war, dass ich die großartigen Eindrücke nicht mit Gleichgesinnten teilen konnte.

Ich hatte das Gefühl, dass sie dadurch an Bedeutung verloren. Zu jeder Tageszeit wird man von Bergpanoramen überschüttet, von Ausblicken, Einblicken, von tollen Serpentinenanstiegen und atemberaubenden Abfahrten, von begeisternden Details an der Strecke. Doch man wird dessen fast satt. Noch ein heroischer Pass, und noch einer. Und hinzu kommt warscheinlich noch der Fakt, ohne diesem Reisebericht im Vorhinein die Spannung nehmen zu wollen, dass fast alles perfekt gelaufen ist. Obwohl ich eine derartige Tour noch nie gemacht habe und zum ersten Mal auch mit Schlafsack im Gepäck unterwes war, hat alles hingehauen. Die Etappen- und Streckenplanung, das tolle Wetter, die Verpflegung, keine Defekte am Rad oder Stürze, meine Kondition, die Übernachtungen. Nahezu jedes Detail war perfekt. Also gibt es eigentlich kaum was zu erzählen, Leute. Soviel zur ernüchternden Langeweile. ‚Westalpen: von Bern ans Mittelmeer‘ weiterlesen …

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Tour de Vendsyssel – vom Winde verweht

Mein Urlaubsziel 2014 lautet Dänemark, genauer gesagt der nördlichste Zipfel von Jütland.

Ein Land platt wie eine Flunder und trotzdem haben die mal einen Tour de France-Sieger hervor gebracht. Na gut, heute weiß man aber auch warum und wieso alles so kam, wie es kam…

Die höchste Erhebung des Landes ragt gerade einmal 170,86 m über das Meer. Oder besser den Meeren, liegt das Land doch zwischen Nord- und Ostsee. Meine Reise führt mich also auf die Insel Vendsyssel-Thy und dort an die Spitze Skagen – da wo Nord- und Ostsee zusammen stoßen. Zusammen mit Himmerland und den Inseln Mors und Laeso bildet Vendsyssel-Thy die Region Nordjütland.

den tilsandede kirke
den tilsandede kirke ‚Tour de Vendsyssel – vom Winde verweht‘ weiterlesen …

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Von Luschen und fliegenden Fischen / 1. Teil

Da Twobeers immer wenn er mich sieht rumnörgelt (er nennt es „Positiven Druck erzeugen“ oder so ähnlich), dass niemand außer ihm etwas substanzielles schreibt, habe ich meine Schreiblethargie für kurze Zeit überwunden und den unten stehenden, recht sperrigen Text verfasst. Ich hoffe dennoch, das sich der ein oder andere die Zeit nimmt, um die Buchstabensuppe zu entschlüsseln. Viel Spaß dabei!

Es ergab sich in den letzten Wochen, dass ich an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden ins schöne Thüringer Schiefergebirge, genauer gesagt nach Ziegenrück fahren konnte, musste, wollte. Ich hatte um das Jahr 1982, im zarten Alter von 15 Jahren das erste Mal Kontakt mit dieser Gegend. Eine Klassenfahrt führte mich dabei nach Neuenbeuthen, in die heute nicht mehr als solche vorhandene Jugendherberge. Schon damals beeindruckte mich die bisweilen an skandinavische Fjordlandschaften erinnernde Saalekaskade. Aus irgendeinem Grund geriet diese Gegend dann jahrzehntlang aus meinem Fokus und tauchte erst um das Jahr 2001 wieder auf. Seitdem bin ich regelmäßig dort. Mit etwas Glück (Umsteigezeit in Leipzig 4 Minuten) kommt man von Berlin am Wochenende per Bahn mit einem Mal umsteigen in knapp drei Stunden nach Triptis und kann dort direkt aufsatteln.


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Kreditkartentour 2014

„Du, ich fahr mit den Kindern Ostermontag ein paar Tage zu meiner Mutter. Mach doch was schönes, fahr eine Tour!“ sagte meine Frau im Winter. Und schon setzten die Überlegungen ein, das berüchtigte Aprilwetter immer vor Augen.
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Mecklenburger Seenrunde auf dem gemufften Stahlrohr

Eine tolle Runde bei bestem Wetter mit guten Leuten, feinste Fischbrötchen, gut gelaunte Bahnmitarbeiter. Schreit nach einer Wiederholung im nächsten Jahr.


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Wadenteddy im Wind

Da mir der Donnerstag für eine erste Sonnenrunde mit den Herren vergönnt blieb, war ich doch froh, mittels eines Kuhhandels mir doch wenigstens den Freitag für eine ausgiebige Schmalspurrunde bei frühsommerlichen Temperaturen zu verschaffen. Im Groben sollte es über Fürstenwalde die Spree entlang nach Beeskow und einem südlichen Schlenk über Münchehofe und Prieros zurück nach Berlin gehen.

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Auf ein Bierchen nach Torfhaus

Es ist Donnerstag, Markus und ich sitzen in einem Mietwagen mit der Robbe drauf und kurven durch Berlin. „Kommste morgen mit in den Harz, Mountainbiken? Schierke sagt 15°C und Sonnenschein.“ Ich überlege. Neeja, die Arbeit und überhaupt war mein Kopf an diesem Morgen noch wenig entscheidungsfähig. Markus bohrt zwei Stunden später nach. „Und, hast’es dir überlegt?“. „Hab‘ ich nicht, aber ja, lass uns fahren!“. Wir haben noch Frö überredet und so war Markusens privates Vierrad effizient gefüllt. Freitagmorgens um 0700 wurde die Karre beladen und ab ging’s auf die Autobahn. ‚Auf ein Bierchen nach Torfhaus‘ weiterlesen …

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Der Ruf, der Respekt und die Routine

„Hey, auf der Krone wird gemunkelt, Du hättest über den Winter mehr Kilogramm als Kilometer gemacht. Cheers, Oleg“

Bamm, der Haken saß. Kam aus dem Nichts und hätte ich nicht gesessen, dann… doch so wackelte nur die nicht mehr zu übersehende Leibesfülle noch eine Weile nach. So weit ist es also schon gekommen? Du dienst mittlerweile nur noch als Randnotiz in der Rubrik „Panorama“ oder „Leute“ oder „Was macht eigentlich“, wenn der Zug der aktiven Sportler laut parlierend wie an jedem Wochenende ihre Runde dreht? Nichts ist geschwätziger als eine Gruppe bunt gekleideter Kerle auf Rennrädern bei Bummeltempo, kein Kaffeekränzchen betagter Damen kann da mithalten….

„8.März, wir fahren an die Ostsee, wer kommt mit?“ ist die nächste erhaltene Nachricht. Eine Gelegenheit, sich mal wieder bei bestem Wetter der jugendlichen Konkurrenz zu zeigen. Eine Taktik muß her. Weder kann der Diesel noch hoch genug drehen, noch reicht der Tankinhalt, um auf der gesamten Strecke Eindruck zu hinterlassen.

8. März, 6:20, die Straßenlaternen gehen aus. Von Gesundbrunnen geht es nach Oranienburg, wo insgesamt 17 Leute sich zum Startphoto aufreihen. Der routinierte alte Mann sieht wohlwollend die Hochprofiler, die Kunststoffrahmen, die ausgemergelten Leiber. Er weiß, Seitenwind auf der langen Strecke, die Kälte am Morgen, die Angst ums Material sind Trümpfe, die er ausspielen wird. Er selbst ist auf altem Stahl unterwegs, so kann jede Schwäche des Fahrers auf das nicht mehr zeitgemäße Material geschoben werden.

6:20 in Berlin
6:20 in Berlin

Zitternd vor Kälte macht sich der Zug auf den Weg, der alte Mann braucht keinen neumodischen Wegweiser, er ist die Strecke schon oft gefahren und setzt sich an die Spitze. Eine dicke Lage Bioprene schützt seinen Körper vor der morgendlichen Kühle, das vertraute Gefährt nimmt lautlos Geschwindigkeit auf. Bis Lychen würde er die Gruppe begleiten, für gute 2 Stunden sollte der Sprit reichen. Er zeigt sich oft im Wind, immer mit neuen Passmännern. Niemals bittet er darum, aus dem Wind gehen zu dürfen, stets überläßt er das den anderen.

Kurz vor Lychen zeigen sich erste Abnutzungserscheinungen, ein Mitfahrer ist unterzuckert oder fährt im Tunnel oder ist einfach unaufmerksam. Jedenfalls kommt es zu Unruhe und ein Sturz wird nur knapp vermieden. Die ersten 2 oder 3 Höhenmeter müssen überwunden werden, der Passmann bettelt mit Blick auf das Feld um Reduzierung der Geschwindigkeit, ein Lächeln huscht über das gefurchte Gesicht.

Lychen. Schosse und ich verabschieden uns von der Gruppe und wünschen ihnen eine gute Weiterfahrt, wir selbst genehmigen uns ein zweites Frühstück, bevor wir -geschoben vom Rückenwind- wieder gen Berlin fahren. Pünktlich zur angekündigten Stunde erreichen wir Oranienburg und genießen Ruhe, Sonne und Hefeweizen beim ehemaligen Fährmann am Grabowsee. Die Gruppe müßte mittlerweile in Anklam sein, wie wir später erfahren, gab es noch einen Zwischenfall.

Die ersten Mails trudeln über die Verteiler ein.
„Hallo! Fährt heute jemand im Norden, so gegen 10 oder 11 eine Tour? Oder hätte Lust eine leichte Runde zu drehen ? (Ca. 60km, 32er Schnitt) Start in Pankow? “

32er Schnitt und leichte Runde? Zufrieden nimmt er noch einen Schluck, für ihn ist die Welt in Ordnung…

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Dresden sehen und sterben …

Wer zur Adventszeit Glühwein im radsportlichen Umfeld will, fährt entweder den KSGC in Berlin mit oder macht sich auf in die sächsische Landeshauptstadt Dresden und wohnt dem legendären Glühweinrennen bei. Der Aufruf von Rob löste bei Rifli Erinnerungen aus, die 10 Jahre her sind. Und der Sachse, der dieses jeden 2. Advent wiederkehrende Ritual noch nicht kannte, reihte sich in die kleine Riege der Frühaufsteher ein, um gemeinsam den Weg von Ruhland nach Dresden zu bestreiten. ‚Dresden sehen und sterben …‘ weiterlesen …

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Herkules ging es am Arsch vorbei!

An einem warmen Herbstmorgen des Jahres 2013 saß ich auf dem Balkon vor meiner Penthousewohnung und frühstückte. Es duftete nach frisch gebrühtem Alamid-Kaffee, Jamón Ibérico und geröstetem Brot. Zwischen den Orchideen flatterten Kolibris, aus dem Tivoli klang die 89er- Aufnahme der Wiener Philharmoniker von Bruckners 7. Symphonie und die Kolumne von Dr. Dr. Rainer Erlinger animierte mich dazu, ein Zwischenrésumé über den Lauf meines Lebens zu ziehen. Das Schicksal hatte es gut mit mir gemeint. Während ich den Geist über die bestellten Felder meines Wirkens streifen ließ, entdeckte ich … einen Kornkreis! Eine kahle Stelle! Ärgerlich zerknüllte ich die Brüsseler Spitze meiner Serviette und eilte in die Bibliothek. Nachdem sich meine Augen an das Halbdunkel gewöhnt hatten, zog ich eine Deutschlandkarte aus ihrem ledernen Köcher und breitete sie auf dem alten Mahagoni des Stehpults aus, der einst William Bligh so gute Dienste geleistet hatte. Rastlos zog mein Finger auf dem Pergament seine Bahnen, um dann in der Mitte zu verweilen. Natürlich! Es war so leicht. Ich eilte sofort in den Salon und holte mir Darkdesigner auf das Interface. Es bedurfte nur weniger Worte, um uns zu verständigen. Darki ließ den Learjet betanken und ich eilte in den Keller, stopfte das Bike in den Bertone und kurz darauf trafen wir uns in Göttingen. Nun kann die Geschichte nicht so weiter gehen, ohne mich ohne Not in den Verdacht der Schummelei zu bringen(Treue Leser wissen, dass der ESK nicht nur gefürchtete Zweiradrecken hervorgebracht hat, sondern auch Barden, die die Heldentaten angemessen mit einigen Münchausenkunstgriffen für die Nachwelt aufarbeiten). Der geneigte Leser möge sich vorstellen, dass ich den Wagen für ein angemessenes Salär in einem bewachten Parkhaus in einem klimatisierten Zelt zwischenlagern ließ und Darki den Learjet in Kassel-Calden landen ließ, um die letzten Kilometer mit dem ICE zurück zu legen. Wir trafen uns auf dem Bahnhofsvorplatz. Darki baute sein Reiserad zusammen und schickte dann ganz professionell dessen Reisemäntelchen per Post zurück nach Frankfurt. ‚Herkules ging es am Arsch vorbei!‘ weiterlesen …

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Mal schnell durch die Alpen

Weil beim Radfahren ja eigentlich nichts passiert und stundenlanges sinnfreies Dahinpedalieren auf Asphalt wenn überhaupt für den Pedalierenden interessant ist, kaum aber für Unbeteiligte, und daher die vom Radfahren Erzählenden gerne fantastisieren und übertreiben, um es annähernd spannend zu machen, was mir in diesem Fall ausnahmsweise fern liegt, hier meine vier Tage Radfahren in den Alpen als maximal unterhaltsames Fotobuch mit Kommentaren. ‚Mal schnell durch die Alpen‘ weiterlesen …

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In Velo Veritas – oder „Ich muss im früh’ren Leben a Reblaus g’wesen sein“

Ich muss im früh’ren Leben a Reblaus g’wesen sein,
sonst wär‘ die Sehnsucht nicht so gross nach einem Wein;
drum tu den Wein ich auch nicht trinken, sondern beissen,
und hab den Roten grad so gern als wie den Weissen.
Und schwören könnt’ich, dass ich eine Reblaus g’wesen bin,
ich weiss bestimmt, ich hab‘ gehaust in einem Weingarten bei Wien,
drum hab‘ den Gumpoldskirchner ich so vom Herzen gern,
und wenn ich stirb, möcht ich a Reblaus wieder werd’n

Der ESK, von jeher bekannt für seine genuß- und trinkfreudigen Kadermitglieder, erhörte die Rufe der beiden Urwiener Moser Hans und Watzl Horst und entsandte sechs von ihnen, sich am Wein zu laben. Weiterer Auftrag: sich die Hügel und Schotterpisten des Weinviertels mit dem Material und im Gewande der Altvorderen untertan zu machen und der Konkurrenz bei der In Velo Veritas das Fürchten zu lehren.

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Der Kahle, der Einsame, der mythische Berg – Mont Ventoux, ein Kurztrip in die Provence

Bei der Planung der Rückreise aus Sanremo hat meine akute Schweiz-Phobie das Augenmerk auf eine relativ neue Direktverbindung von Marseille nach Frankfurt gelenkt. Warum nicht mit dem TGV direkt nach Hause ohne Umsteigen. Da die einmal am Tag verkehrende Verbindung frühmorgens um 8 Uhr in Marseille startet, benötige ich noch eine Übernachtung. Und wo sollte man auf dem Weg von Sanremo nach Marseille halten? Ich entscheide mich spontan für die Provence, schließlich hält der Zug auch in Aix und Avignon. Aus einer Übernachtung werden drei und Lorenzo schließt sich meinen Plänen an. Die Bezwingung des Mont Ventoux von der klassischen Südseite aus Bédoin ist unser Ziel.
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Einmal Deutschland-Österreich-Schweiz-Italien-Deutschland

Einmal Deutschland-Österreich-Schweiz-Italien-Deutschland

Donnerstag 06.Juni 2013: Dürc und ich treten an, den AlpenX von Füssen zum Gardasee zu bestreiten. Morgens in Hamburg das KFZ beladen und ab nach Füssen. In Füssen angekommen, haben wir zunächst unser vorgebuchtes Zimmer bezogen, um uns dann auf einer ersten Erkundungstour (noch zu Fuß) einen Eindruck von der bergigen Herausforderung zu verschaffen. Anschließend gab`s zünftig Haxe mit Knödel und Bier in der Altstadt. Geschlafen wurde direkt am rauschenden Lechfall. ‚Einmal Deutschland-Österreich-Schweiz-Italien-Deutschland‘ weiterlesen …

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La Primavera – die Fahrt in den Frühling

Nach Flandern 2011 und Paris-Roubaix 2012 steht in diesem Jahr der italienische Frühjahrsklassiker Mailand – San Remo auf dem Speiseplan unserer Monumentetour. Satte 296km soll die Strecke lang sein und durch die malerische Po-Ebene, anschließend entlang der ursprünglichen und romantischen Riviera führen. Vor Genua liegt mit dem Passo del Turchino der einzig nennenswerte Berg (532m ü. NN), dann folgen noch einige Capos und am Ende kurz vor Remo die klassischen Anstiege Cipressa und Poggio. Alles in allem etwa 1600 Höhenmeter, eigentlich kein Problem und lösbar.
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Schwarz auf Eis

Wer den Frühling zwingt, sollte mit dem Winter seinen Frieden gemacht haben. Bevor die Gletscher aus den märkischen Wäldern verschwinden und heißer Sand abwechselnd mit schweißgetränktem Kopfstein in den Vordergrund tritt möchte ich doch noch von unser Skitour bei den lieben Nachbarn berichten.
Nach dem zögerlichen Test im letzten Jahr wollten wir nun den Riesengebirgskamm und das Isergebirge von Südost nach Nordwest durchqueren.

Startpunkt der Tour sollte Trutnov im Tal der Upa sein. Den Kombinationswagen haben wir zuvor sicher in Liberec auf dem Bahnhofsareal zwischen Berufspendlern versteckt und uns dem tschechischen Bahnverkehr anvertraut. Eine durchaus entspannte, günstige und zuverlässliche Institution die die Tradition des Bahnhofsvorstehers noch ausgiebig pflegt.

KRK-1

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Februar, Hornung, Schmelzemond

Februar, Hornung, Schmelzemond, das sind die Namen des Monats, mit dem früher das Jahr endete, der Monat, der für das Unglück steht. Deswegen hat er auch so wenig Tage. Nun, dieses Jahr ist er auch noch besonders dunkel, die Sonne schien bisher nicht mal halb so lange wie sonst. Mittlerweile ist ziemlich viel Material durch die übermäßigen Salzeinsatz auf den Strassen verschlissen worden, viel schlimmer kanns kaum noch werden. Doch ab morgen soll der Schmelzemond seinem Namen gerecht werden, Regen soll fallen und wird alles in Matsch verwandeln. Also rufe ich zu einer letzten Wintertour für diese Saison auf. Nicht lange und weit, aber mit einem oder vielleicht auch zwei Glühwein zwischendurch. ‚Februar, Hornung, Schmelzemond‘ weiterlesen …

Sommer am Westwall – ein Reisebericht aus der Nordeifel

Wie in jedem Jahr, so habe ich auch 2012 wieder eine kleine mehrtägige Tour unternommen. Langsam komme ich meinem Ziel näher, alle Mittelgebirge Deutschlands befahren zu haben. Diesmal sollte es also in die Eifel gehen. Ein kleiner Reisebericht soll dem geneigten Leser einen Einblick geben, viel Spaß dabei. (3 Seiten)
Urfttalsperre
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Cottbus – Riesengebirge und zurück

Bei meiner letzten Mountainbiketour im Iser- und Riesengebirge mit Frö vor drei Wochen passierten wir am westlichen Beginn des Riesengebirges die exponiert auf einer Bergspitze liegende Reifträger-Baude. Wie wir sahen, könnte man diese hochgelegene Baude durch einen gepflasterten Fahrweg erreichen. Noch in der Erinnerung an unsere zurückliegende Adolf-Huschke-Gedenkfahrt mit den alten Stahlrennrädern über Kopfsteinpflasterstraßen schwelgend, ersann ich die Idee eines glorreichen Finales einer langen Fahrradtour mit dem Rennrad hier oben auf dieser Baude. Ein sehr steiler Schlussanstieg auf einem Pflasterweg, 800 letzte Höhenmeter mit direkter Zielankunft in einer zünftigen Bergbaude, die sonst nur Wanderer erreichen – wie irre!

Die Reifträgerbaude liegt auf einer Bergspitze und markiert den ersten wirklich hohen Punkt des tschechisch-polnischen Riesengebirges. Von hier an starten die meisten Wanderer ihre Treks auf dem Hauptkamm des Gebirges gen Osten. Der Reifträger ist 1362 Meter hoch und oben drauf steht die besagte Berghütte. Im Winter pfeift hier meist ein strenger Schneesturm und es ist arktisch kalt. So kannte ich den Reiftäger von unseren Skitouren. Im Sommer, bei Sonnenschein und warmen Temperaturen, wie am vergangenen Wochenende, wirkt dieser über der Waldgrenze gelegene Punkt fast romantisch. Dennoch: von dem Städtchen Szklarska Poreba im Tal bin hoch zur Baude sind es 800 Höhenmeter am Stück. Kurz auf breiter Straße, dann auf einem schmalen kaputten Teerweg, aber die meiste Zeit unglaublich steil ansteigend auf einem aus puren Felssteinen gepflasterten Fahrweg. Genau das richtige für das heroische Finale einer Rennradtour. ‚Cottbus – Riesengebirge und zurück‘ weiterlesen …

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Das blaue Andreaskreuz – Kreditkartentour auf dem Kammweg

Im Februar kündigte ich an, im Sommer ein paar Tage auf dem Kammweg, welcher von Zittau nach Wernigerode führt, zu fahren. Ohne Gepäck, nur mit Kreditkarte und Zahnbürste. Und mit dem Geländerad, wer hätte das von mir gedacht. Doch das Rad war neu und die Fahrt im Gelände machte Spaß. Viele Kader zeigten Interesse, einige sagten stürmisch zu, waren aber schlussendlich verhindert, am Ende fuhren Boerge und ich.

Kreditkartenkammtour
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