Spionage – was passiert in Kempers Werkstatt?

Eben erreichte ein unbeschrifteter Umschlag die Poststelle der Redaktion von IRN International. Die unten stehende Lichtbildaufnahme befand sich in dem Umschlag. Blitzschnell wurde diese anonym zugespielte Information unserem Spezialisten für alle Themen rund um den interantionalen Profi-Radsport, Didi Senftenberg, vorgelegt.

Hier sein Gutachten:

Quer-Pedale
Modifizierte Pedale in Kempers Werkstatt

Diese Aufnahme zeigt die an Kempers Ru-Fa montierten Pedale. Folgende Besonderheiten sind dabei heraus zustellen:

1. Die Pedalhaken sind aus doppeltem Stahl! Kemper lies das Material verdoppeln und vernieten. Offensichtlich rechnet er mit exorbitanter Belastung an den Körben.
2. Die Standfläche der Pedale wurde durch geschmiedete, gebogene und verspannte Speichen deutlich verstärkt. Kemper klagte schon in der Vergangenheit über die enormen Kräfte, die während der Rennen auf die Standfläche wirken. Dieses scheint nun seine Antwort zu sein.
3. Zum schnelleren Einstieg wurden Schrauben montiert. Nun kann der Rennfahrer mit einer schnellen Bewegung die Pedale richten und einsteigen.
4. Schnellverschluss mit verschraubtem Griff. Offensichtlich plant Kemper häufiger ein- und auszusteigen. Jedenfalls wurden die Pedalriemen mit gut greifbaren Schnellverschlüssen ausgestattet.

Tatsächlich ist auf einen Strategiewechsel des Teams „Ru-Fa Rennsport“ zu schliessen. Statt, wie in den vergangen Jahren, mit 42/25 die steilen Anstiege der Toskana zu erklimmen, wird Kemper bei der diesjährigen Ausgabe des „Rennens durch die Hölle“ seine Erfahrung aus dem Quer-Sport mit einbringen und laufen! Nur so sind die Quer-typischen Modifikationen an seinem Material zu verstehen.

Wir bleiben dran!

Didi Senftenberg – Im Februar für IRN International – exklusiv

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4 Antworten auf “Spionage – was passiert in Kempers Werkstatt?”


  • Skandal!

    Wie kommt diese Aufnahme an die Öffentlichkeit? Herr Semfenburg – ich verlange eine sofortige Erklärung!

    D. Kemper

  • Eine sehr interessante Pedalstudie. Die vielen Vorteile für den Einsatz im Rennsport liegen auf der Hand. Und das einzige Pedalpaar dieses speziell modifizierten Modells hat Kemper seinem eigenen Mannschaftskollegen Staub vor der Nase weggeschnappt und höhnisch gegrinst. Ich hoffe nicht, dass das vor und im Rennen Einfluss auf die Mannschaftsstimmung hat.

    Vorteil bei Punkt (4) ist auch, dass sich durch die starke Kürzung des Riemens in Verbindung mit dem verschraubten Anschlag eine sehr definierte Position des Riemens beim Öffnen ergibt. Auf zu auf zu auf zu.

    Kemper, haben wir bei Deinem Erwerb neulich in der cikago bude getestet, ob die Franzosenpedalen auf Pedalgewinde italienischer Kurbeln passen?

  • Immer wieder faszinierend, wie solche Aufnahmen ohne jegliches Wissen an die Öffentlichkeit gelangen..

  • Gut, daß das mal aufgedeckt wurde.

    Ist doch langsam schon pervers, was da in den Forschungslaboren ersonnen wird.
    Mit ehrlichem Sport hat das mittlerweile nichts mehr zu tun.

    Eine Schande!

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