Herbstbeginn 2016

September 2016. Twobeers hat den Wetterbericht für die nächsten Tage gelesen und ruft auf zu einer Tour in die Uckermark. Eigentlich eine sichere Bank, schöne Wege, saubere Seen, unkomplizierte Anreise. Doch wie so viele Aufrufe zuvor ging auch dieser ins Leere. Der Oberst fährt nur noch zur Arbeit, alle anderen bitten um Entschuldigung oder reagieren gar nicht. Ein paar Telefonate später ist mit den Nichtkadern Mod31, Eispickel und Runterrauf der Start auf 9:16 in Templin festgezurrt, die Strecke soll entlang der Seen von Templin, Lychen und Feldberg gehen.

Der Morgen ist noch kühl, doch die Sonne scheint, als sich das Quartett in Bewegung setzt. Nach wenigen Kilometer kommt es zur einzigen Panne des Tages, als ein Dorn Eispickels Schlauch perforiert. Nicht etwa die komplett abgefahrenen hinteren, sondern den noch mit einigen Stollen versehenen vorderen. Doch ein halber Flicken reicht aus. Erfahren, wie er ist, hat er Wasser in der Flasche zum Händewaschen dabei, das Trinkwasser führt er im Rucksack mit. Runterrauf nutzt die Pause für einen ersten Griff in die mitgeführte Feldbäckerei, gefühlt alle 17 Minuten kramt er über den Tag etwas aus seinem Rucksack, um es mit immer größer werdendem Hunger zu vertilgen. Der Kolibri ist dagegen ein Hungerkünstler.

 

Eispickel hat die letzten Monate in einem Trainingslager verbracht, seine Waden sind nur noch sehnige Muskelstränge und sein Mut und Können auf den schmalen Wegen, gespickt mit Findlingen und Wurzeln, lassen die Abwesenheit des Oberst vergessen. Auf dem Hauptmannsberg kommen Erinnerungen an das Treffen mit Zzzzorro vor einigen Jahren, als der ESK noch als geschlossener Verband fuhr.

Eine Badepause am Schmalen Luzin Ende September.

Riesige Stücke Blechkuchen in Carvitz.

Den ganzen Tag Sonne. Und noch ein Eis zum Abschluß in Templin, bevor uns der Zug mit Einbruch der Dunkelheit zurück nach Berlin bringt.

Im Zug erreicht mich noch der Anruf von Rob. Er hatte extra viele Nudeln am Vorabend gegessen, die Schrippen schon geschmiert und 2 Wecker gestellt. Am Morgen jedoch, in der Dunkelheit und Kälte, konnten sich weder Körper noch Geist aufraffen….

 

 

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