Es begab sich vor ein paar Wochen, als der Winter noch sein jungfräuliches Schneekleid über Berlin deckte, dass, in Ermangelung einer geeigneten Anzahl an Schlitten, neue Ideen gefragt waren. So machten sich Robert und Tobi in der Werkstatt von Pedalum Mobile ans Werk (natürlich in der Pause) und versahen den gelben Kasten einer matehaltigen Brause mit zwei breiten, modischen Zaunlatten. Die Rodelpartie in den Püttbergen wurde filmisch festgehalten und aus dem zahlreichen Material von Roberts Feundin ein kurzweiliger Kurzfilm geschnippelt. Die Kiste ging ab wie ein xxxtra-hottes Chilizäpfchen. Feine Fahrtechnik war gefragt, gelenkt wurde am besten per gekonnten Driftens und in Sachen Topspeed war der Kasten unschlagbar.
Zum Winterausklang viel Spass bei der Schlittenralley.
Einen Mond nur ist es her, daß er uns den Rücken kehrte. Der Schwerter Klirren und der Ketten Rasseln kaum verstummt, das Blut der Schwachen noch mahnend vom eisigen Grund des Plänterwaldes dampft, sucht er die Seinen ein letztes Mal heim. Beißende Kälte und eisige Winde ersticken jeden noch so kleinen Funken Hoffnung auf des Frühlings Wärme, und so werden auch beim letzten Kampf um den begehrten Becher Eis und Schnee, Dunkelheit und Stille die Bühne für das Spektakel bereiten. Seid bereit, wenn des alten Meisters Kommando die zitternde Meute treibt:
“So fahrt denn um meinen Becher, oder fahrt zur Hölle. Den Kopf des Letzten will ich meinem Schwerte geben.”
Erscheint zahlreich zum scharfen Start um 1300 in der Schönholzer Heide, Treffpunkt alte Treppe am südöstlichen Ende der Heide.
Schnee, Schnee und noch mehr Schnee. Die Stimmung in der Bundesrepublik ist auf dem Gefrierpunkt angkommen ist, Familie Pichelmayr in Rosenheim traut sich seit Wochen nicht mehr aus ihrem Reihenhaus heraus, Postmann Hein Jansen aus Flensburg kuriert seinen sechsfachen Oberschenkelbruch – ans Bett gefesselt – zu Hause bei Ostfriesentee und Labskaus aus, und Kevin Kasuppke aus Angermünde bekommt seinen schicken 2er Golf mit der zu Weihnachten erst frisch drangefrickelten Remus-Tüte nicht mehr aus der zugeschneiten Wellblechgarage des Vaters heraus. Doch da im mittleren Osten, fernab jeglichen zivilierten Lebens, hat sich im Laufe des diesjährigen Todeswinters eine kleine nordische Sporttruppe formiert, die von der weißen, unheilbringenden und für alle alljährlich völlig überrraschend über uns hereinkommenden Seuche nicht genug bekommen kann. ‘Ostdeutschland – ein Wintermärchen’ weiterlesen …
Solange ich lebe, und das sind nun auch bald 30 Jahre, lag in Berlin nicht so viel Schnee. Das Umland zeigt sich schon seit Wochen in ein paradisch weißes Kleid gehüllt. Der Schnee lässt einem mit dem Geländerad kaum voran kommen. Aber wer auch immer sie erfunden hat – der alte Norweger oder Ötzis Urenkel – für Zeiten wie diese gibt es zum Glück zwei lange Bretter und zwei lange Stöcke, um sich in unwegsamen Terrain fortzubewegen. Für den selten von viel Schnee verwöhnten Berliner eine tolle Gelegenheit, das Umland ganz neu zu entdecken. ‘[Tourbericht] Skilanglauf-Paradies Berlin’ weiterlesen …
Die Weihnachtszeit ist längs vorüber und das neue Jahr hat rasant begonnen, schnell ist auch so manche Unannehmlichkeit aus dem Vorjahr vergessen. Den Weihnachtsbaum als eine solche “Unannehmlichkeit” zu bezeichnen, das käme uns in Deutschland nicht in den Sinn. Viel zu alt ist die Tradition, viel zu verwurzelt in den weihnachtlichen Gebräuchen und natürlich viel zu schön. Der geschmückte Baum mit den Geschenken darunter als ein Sinnbild des Festes der Liebe, des Miteinanders, ja der Menschlichkeit. Doch welche Qualen die Weihnachtsbäume auf sich nehmen müssen, welchen Schrecken diese Tradition eigentlich in sich birgt, das findet in dieser Gesellschaft keine Beachtung. ‘Über den wahren Schrecken des Werdegangs eines Weihnachtsbaumes’ weiterlesen …
Der Mythos lebt! Während der Verkehr auf den Straßen zusammenbrach, die Bahn kapitulierte und die Medien Schneesturmwarnungen hinausposaunten, traf sich ein Haufen Besessener, um dem Ruf zu einem Kräftemessen zu folgen. Als wären die äußeren Bedingungen nicht schlimm genug, fand sich auch kein Kocher, um die reichlich vorhandenen Wein- und Metvorräte zum Glühen zu bringen. Die Bildreporter steckten auf unterschiedlichen Wegen im Verkehr fest, so daß das Schiedsgericht zu immer mehr Aufwärmrunden im Tiefschnee aufrufen mußte. Dies wurde voller Hochachtung von einer letzten rodelnden Familie bewundert.
Insgesamt schrieben sich 11 Fahrer in die Starterliste. Die Aufwärmrunden wurden in 3 Minuten absolviert (zumindest vom später siegenden), so daß der Modus auf 11 Runden festgelegt wurde. ‘KSGC 3. Lauf – ESK rühmt Schneekönig’ weiterlesen …
Die lauten Johler sind verstummt. Während die Letzten Ihre Schlitten erschöpft nach Hause ziehen, versammeln sich fahle Gesichter auf der glitzernden Piste.
Nur die – ohne Furcht vor dem Morgen und dem schwarzen Eis – brechen auf zum 3. Lauf des KSGC! ‘KSGC 09/10 – 3. Lauf Plänterwald 09.01. 19:00 Uhr’ weiterlesen …
Wer bei jedem Wetter ganzjährig mit dem Fahrrad zur Arbeitsstelle fährt, kennt die Probleme, die sich da auftun.
Wenn es regnet wird man nicht nur von oben nass, sondern auch von vorne, hinten und unten. Dagegen bieten Schutzbleche Abhilfe, doch im Laufe der Zeit bemerkt man, dass all das was der Markt so hergibt nur Schrott ist. Die Dinger sind zu schmal und umschließen den Reifen nicht ausreichend, so dass an den Seiten der Schlamm vorbei spritzt. Sie sind zu kurz, so dass man nasse Füße bekommt und je nach Straßenverhältnissen sind sie nach spätestens einem Jahr völlig zerrüttet.
Folglich hieß es wieder einmal SELBERMACHEN! ‘Kotflügel aus Kohle’ weiterlesen …
Dieses historische Ereignis verlangt nach einem Bericht, auch weil die Erinnerungen wegen des grandiosen Abschlusses auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu verschwinden drohen…Doch von vorn. Der Aufruf erfolgte zu einer Zeit, als der Winter noch weit weg war und laue Lüfte wehten. Doch Boerge fand einen Termin am letzten Tag des Herbstes und ohne weitere Recherche -auch dazu später mehr- wurde eine Flämingbefahrung angesetzt. Da die Tour ordentlich ausgeschrieben war, meldeten sich im Vorfeld insgesamt 12 Mitfahrer, nichtahnend, was die Zukunft bringen würde. Und dann kam er, der Winter. Erstaunlich früh und mit unerbittlicher Härte. Wegen der öffentlichen Teilnahmebekundung ging zwar allen der Arsch auf Grundeis, wurden doch Tageshöchsttemperaturen von -12°C erwartet, doch alle kamen! ‘Glühweintour nach Belzig – Der ESK gegen Väterchen Frost’ weiterlesen …
Der ESK ruft zur Glühweintour in den Fläming!
Am kommenden Sonntag geht es nochmal in die Gegend, wo die Norddeutsche Tiefebene am höchsten ist.
Wiedereinmal stehen Körperertüchtigung und natürlich das Überleben in unwirtlichen Gegenden unter extremen Bedingungen in aussichtslosen Situationen im Vordergrund dieser wagemutigen Expedition.
Es gibt jede Menge Schnee und Eis und zum Schluss wird auch noch für wenigstens eine Stunde im Dunkeln gefahren.
Leuchtmittel sind angezeigt! Die Tour findet nach ca 95Km ihren Abschluss auf dem Bad Belziger Weihnachtsmarkt.
RE 38873 – erster Wagen, Berlin Alexanderplatz, Abfahrt 8.47Uhr bis Brück(Mark)
Die Tage sind kurz, der Wind kalt und erste Schneeflocken bedecken den Boden. Großmütter sitzen strickend auf der Ofenbank und erzählen den -sich an heißer Schokolade und süßen Plätzchen labenden- begierig lauschenden Kindern Geschichten. Geschichten, wie das Leben früher war, als der Ofen kalt und das Brot hart war. Damals in der guten alten Zeit, als es noch ein allgemeiner Spaß war, sich der Körperertüchtigung hinzugeben, der Gemeinschaft zu frönen, das Leben zu genießen. ‘KSGC 09/10 – 2.Lauf: Anton-Saefkow-Park – 12.12.’ weiterlesen …
Nach dem unterhaltsamen aber kurzen Prolog vor zwei Wochen wird am kommenden Wochenende zum ersten Mal beim diesjährigen Störtebeker-Cup so richtig ins Horn geblasen. Auserkoren für den ersten Lauf wurde das grüne Dach des Velodroms, einer flachen Insel gleich, direkt neben den reißenden Strömen der Blechflut auf dem Landsbeger Kanal. Wie zuletzt vor zwei Jahren wird auf einen mit reichlich Untiefen und Stromschnellen gespiktem Rundkurs der Sieger im Kampf ermittelt werden.
Wenn die Bäume ihr letztes Laub fallen lassen und das Licht am Abend spärlich auf den Boden trifft, wenn es kalt herniederregnet und des Nächstens der Frost alles ringsherum mit seinem ersten eisigen Schleier umhüllt, wenn man die Fellmützen tief ins Gesicht zieht und der Wind laut heulend um den Schornstein kreist – erst dann beginnt die Jahreszeit, in denen es in den Berliner Parks wieder heiß hergehen wird. Bevor jedoch die ersten regulären Wettstreite anstehen, soll ein Prolog wie jedes Jahr die Parksaison eröffnen und alle unerschrockenen Kämpfer zusammenbringen.
IRN Frankfurt. Beim Stöbern auf dem Dachboden fand der Frankfurter Radsportler Turgau kürzlich eine verstaubte Kiste mit altem Kartenmaterial und Bildern. Das Studium selbiger brachte erstaunliches zu Tage, so sei es möglich an einem Tage sieben deutsche Bundesländer per Pedale zu bereisen. Einst hatten die bekannten Heroen Siggi Staub und Dieter Kemper diese abenteuerliche Tortur auf sich genommen. In diesem Jahr hatten die zwei ihre Körner bereits im toskanischen Gaiole verschossen, so dass der Weg frei schien für zwei unerschrockene Fahrer aus dem Team Schwalbe International. ‘7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer’ weiterlesen …
Wieder einmal zog es einen Teil des Kaders um den Einheitstag herum ins Böhmische Gebirgsland. Eine Hütte oberhalb Tanvalds entlang der Grenze zwischen Iser- und Riesengebirge war Heimat für eine Woche. Eingebettet in die herrliche Gebirgslandschaft bietet das Domizil eine perfekte Basis für Touren in die Umgebung. ‘Besuch in Böhmen’ weiterlesen …
Die L’Eroica war seit Beginn an, bis auf einige ausländische Individualisten, eine rein von italienischen Rennfahrern geprägte Veranstaltung. Doch im Jahr 2008 ging zum ersten Mal eine lose um den mehrmaligen Teilnehmer Dieter Kemper herum zusammengestellte Truppe deutscher Rennfahrer an den Start. In diesem Jahr sollte demnach als Novum der L’Eroica eine offizielle deutsche A-Auswahl in Italien präsent sein. Zu der recht kleinen Mannschaft zählten neben Dieter Kemper noch Siegfried Staub und Robert Stelzenacker. ‘L’Eroica 2009 – Die deutsche A-Mannschaft mit Anfahrtsschwierigkeiten’ weiterlesen …
Es wird Herbst. Bunte Blätter rascheln um die Füße, der Geruch von frischem Gebäck zieht durch das Haus und nie schmeckt warmer Tee mit italienischem Kastanienhonig besser! Stollenreifen werden geklebt, der Crosser bekommt eine neue Übersetzung und die ganz eifrigen studieren den Kalender, um die vielen bunten Ereignisse unter einen Hut zu bekommen. Eine schöne Jahreszeit, doch wenn dann der Herbst unendlichen Regen schickt und selbst die hartgesottenen nur ungern das Haus verlassen, dann führt gelegentlich der Weg hinab in die tiefen Gefilde unaufgeräumter, längst in Vergessenheit geratener Kellerräume.
So stiess ich vor einigen Tagen auf eine Holzkiste, die auf dem untersten Regalbrett, hinter verstaubten Rotweinflaschen, ihr ruhiges Dasein fristete. Die Scharniere öffneten sich reibungslos, obwohl sie bereits von der doch feuchten Kellerluft leicht angelaufen und entsprechend schwergängig waren.
Eine zartrote Zeitung verdeckte den Inhalt und als ich sie vorsichtig entfaltete, hatte ich eine jahrzehnte alte “Gazzetta dello Sport” in den Händen! Auf der Titelseite waren die Portraits zweier ehemaliger Sportstars, offensichtlich Radfahrer einer früheren Epoche.
Berlin, 25.September:
Nunmehr ist es nurnoch eine gute Woche hin bis zum Start der zwölften L’Eroica, jenen bewunderswerten wie furchteinflößenden Klassikers in der italienischen Toskana. Nur wenige Gerüchte um die deutsche Radmannschaft sind bisher nach Außen gedrungen und selbst die dem Kader nahestehende Journalie vermochte es nicht, an genauere Informationen zu gelangen. Doch nun scheint Gewissheit zu herrschen: die Mannschaft um den letztjährigen Sieger Dieter Kemper, seinen treuen Begleiter Siggi Staub und den unerschrockenen Robert Stelzenacker wird in letztjähriger Formation an den Start gehen. ‘L’Eroica 2009: Blick hinter die Kulissen’ weiterlesen …
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