Die BSG Empor Karlshorst Süd hatte sich mit ihrer Ausschreibung zur 1. Kaderfernfahrt 2012 ja weit aus dem Fenster gelehnt. Und so wurden 3 verschiedene Wertungsklassen nach Bauarten ausgeschrieben (voll-, halb und ungefedert), weiter wurden 5 Altersklassen getrennt zum Start gerufen und diese auch noch nach Geburtsbundesländern getrennt gewertet. Deshalb steht eine abschließende Wertung noch aus. ‘Betreutes Radfahren in der Uckermark’ weiterlesen …
Ausschreibung zur Fahrt in den Mai gemäß der Wettkampfregeln des BDR
2.5 MTB-Marathon (XCM)
2.5.1 Definition
Ein MTB-Marathon-Wettbewerb ist ein (CC) XCO-Wettbewerb im Ausdauerbereich.
Er soll dem geübten Mountainbike-Fahrer mit dem Willen zur Ausdauer und Leistung
Startmöglichkeiten bieten. Klingt gut. ‘Fahrt in den Mai’ weiterlesen …
Die legendären Twobeers-Heringsatt-Ostseefahrten sind ein wichtiger Meilenstein im frühen ESK-Radsportkalender, nicht zu Letzt wegen der noch bestehenden Ungewissheit über Formtief oder Formhoch. Sind Ü200 zu dieser Jahreszeit machbar oder blanker Illusionismus. Sind Kurz-Kurz Trikotagen verfrüht oder Lang-Lang verspätet. Gibt es Regen oder Schnee, Sonne oder Wind. Fragen über Fragen, die in einer präzisen Endvorbereitung am Abend durchdacht werden müssen. Mit der Überprüfung des rechtzeitigen Weckrufes werden die Augen geschlossen in der Gewissheit an Alles gedacht zu haben.
Diese Gewissheit kann einem mit einer roten Kelle in den dunklen Morgenstunden schnell genommen werden, wenn einem auf dem Weg über eine rote Fussgängerampel und einem nicht entzündeten Rücklicht die Zivilstreife Gesprächsbedarf sieht. ‘Usedomer Badejungs’ weiterlesen …
Wir wussten, wir hatten uns ein hohes Ziel gesteckt. Oder ein weites. Über 100 Kilometer an nur einem Tag! Moargus, Pda und ich – das waren wir. Die Strecke unserer Radwanderung sollte uns vom Startpunkt Eberswalde, durch das Freienwalder Massiv und die Märkische Schweiz bis nach Erkner führen. So wollten wir demSachsen zum ersten Mal die schönsten und bergigsten Ecken nördlich von Berlin vorführen. Und es wurde ein wahrer Wohlfühltag für die Wandererseele.
Der Zug spuckte uns in Eberswalde dreiviertel Zehn raus. Wir nahmen unsere Räder an die Seite und stiefelten forschen Schrittes los. Möglichst schnell wollten wir die Stadtgrenze hinter uns bringen, schließlich war es ja unser Anliegen, durch die Natur zu radwandern und nicht auf dem monotonen städtischen Asphalt. Auch hatten wir ja noch viel vor uns an diesem Tag. ‘Eine Radwanderung’ weiterlesen …
1. Lage
2. Lage
3. Lage
Und manchmal ist es gut, wenn man noch eine coole Adresse hat. Oder eine richtig knorke Hausnummer. Wer die oben nicht erkennen kann, hier in groß:
Der Rest der Tour war nicht weiter erwähnenswert. Bestes Frühlingswetter, blühender Huflattich, Adonisröschen, Wälder voller Buschwindröschen, eben einfach ein gelungener Tag.
1.April: der Wetterbericht und das Wetter sind sich uneins. Die Sonne lacht, ich habe nur 2-3 Stunden am Morgen, also ab in de Wald. ‘(Eisen-)Schweine im Wald’ weiterlesen …
Vor ein paar Jahren -ich war jung, Birne war Kanzler und alle zahlten mit der D-Mark- lernte ich die Tiergartenquelle kennen. Damals nichts besonderes, Alleinstellungsmerkmal war der Ausschank von Schultheiss in Steingutkrügen. Eine Zeitung hatte gerade Berlins Kneipen in einer Serie abgehandelt und titelte “Wo Riesen satt werden”. ‘Die Tiergartenquelle: “Alta , inhallierst Du die Dinga?”’ weiterlesen …
Am letzten Donnerstag wurde der Sonnenuntergang im Gelände bewundert, die eigentliche Strecke stand beim Start noch nicht fest, nur das Ziel war schon ausgegeben. Umso erstaunlicher war die Tatsache, daß mitten in der Nacht ein weiteres ESK-Trikot in unserer Mitte auftauchte. In den Tiefen des Tegeler Forstes sah der Oberst ein paar Lichter durchs Unterholz huschen und schon pirschte er sich an. ‘Bornholmer Hütte – Eine Insel im “Latte au lait”-Meer’ weiterlesen …
Eben erreichte ein unbeschrifteter Umschlag die Poststelle der Redaktion von IRN International. Die unten stehende Lichtbildaufnahme befand sich in dem Umschlag. Blitzschnell wurde diese anonym zugespielte Information unserem Spezialisten für alle Themen rund um den interantionalen Profi-Radsport, Didi Senftenberg, vorgelegt.
Hier sein Gutachten:

Modifizierte Pedale in Kempers Werkstatt
Diese Aufnahme zeigt die an Kempers Ru-Fa montierten Pedale. Folgende Besonderheiten sind dabei heraus zustellen:
1. Die Pedalhaken sind aus doppeltem Stahl! Kemper lies das Material verdoppeln und vernieten. Offensichtlich rechnet er mit exorbitanter Belastung an den Körben.
2. Die Standfläche der Pedale wurde durch geschmiedete, gebogene und verspannte Speichen deutlich verstärkt. Kemper klagte schon in der Vergangenheit über die enormen Kräfte, die während der Rennen auf die Standfläche wirken. Dieses scheint nun seine Antwort zu sein.
3. Zum schnelleren Einstieg wurden Schrauben montiert. Nun kann der Rennfahrer mit einer schnellen Bewegung die Pedale richten und einsteigen.
4. Schnellverschluss mit verschraubtem Griff. Offensichtlich plant Kemper häufiger ein- und auszusteigen. Jedenfalls wurden die Pedalriemen mit gut greifbaren Schnellverschlüssen ausgestattet.
Tatsächlich ist auf einen Strategiewechsel des Teams “Ru-Fa Rennsport” zu schliessen. Statt, wie in den vergangen Jahren, mit 42/25 die steilen Anstiege der Toskana zu erklimmen, wird Kemper bei der diesjährigen Ausgabe des “Rennens durch die Hölle” seine Erfahrung aus dem Quer-Sport mit einbringen und laufen! Nur so sind die Quer-typischen Modifikationen an seinem Material zu verstehen.
Wir bleiben dran!
Didi Senftenberg – Im Februar für IRN International – exklusiv
März. Der Winter ist vorbei und nach Wochen ohne sportliche Aktivitäten konnten sich die Kader nicht einigen und so wurden das Feld geteilt. Der Oberst zog mit seinen unerschrockenen Mannen zu später Stunde durchs Unterholz während die Freunde des glatten Geläufs schon kurz nach Sonnenaufgang in Pankow starteten. Für die Fahrer mit Trainingsrückstand wurde ein Treffpunkt in Oranienburg ausgegeben, wohin ein Zug aus Berlin pünktlich kam. Letzte Wolken ließen einige wenige Tropfen fallen, doch im Löwenberger Land herrschte eitel Sonnenschein und die Kumpanei der Schwucken zog laut schwätzend auf menschen- und autoleere Strassen ihre Spur. Getrieben von einem auf den Punkt ausgearbeiteten Strecken- und Zeitplan, der die Befindlichkeiten der Ehefrauen, den Wind in Richtung und Geschwindigkeit und auch das Leistungsvermögen der Mitfahrer berücksichtigte, wurden herrliche Kilometer abgespult. Vom Hohen Timpberg aus wurde der Rand der Erdscheibe gesehen und die Route für die nächste Huschke-Fahrt gedanklich überarbeitet. Doch dies sind alles Nebensächlichkeiten….
Dank des unermüdlichen Einsatzes aller wurde der Getränkeausschank zu einer Zeit erreicht, daß alle sich entspannt setzen konnten, Getränke wurden geordert und fast entwickelte sich eine Unterhaltung, als ein mit den modernsten Kommunikationsgeräten ausgestatteter Athlet ausrief “Um 13:20 ist Massenstart! Wir müssen los.” Schon war die Zurückhaltung einiger Mitfahrer auf dem Stück Lehnitz-Summt erklärt, sie würden jetzt noch ein Rennen fahren. Doch nein, es handelte sich -wie ich auf Nachfrage erfuhr- um die Weltmeisterschaft der schießenden Skiläufer, wovon bewegte Bilder in die heimischen vier Wände übertragen würden. Und so blieb die Rechnung klein und das Weib freute sich über die frühe Heimkehr.
Didi Senftenberg für IRN International – exklusiv
Schnell dreht sich das Profikarussel und wieder einmal kocht die Gerüchteküche über! Nach den nun mehrfach aus autorisierten Kreisen bestätigten Gerüchten, das der umworbene Klassikerspezialist und Haudegen Siggi Staub Anfang diesen Jahres zu dem von R. Fauss gegründeten Team “Ru-Fa Rennsport” wechselte, konnte IRN International kürzlichst eine Aufnahme des extra für ihn gefertigten Renngeräts erwerben.

Federleicht hängt die Maschine in der Montagehalterung
Spektakuläres Material, gebohrtes Aluminium, feinst gezogenes Rohr und liebevoll zisilierte Muffen sind nur einige der hochexklusiven Zutaten dieses Feinschmecker Gerichts aus der Küche R. Fauss! Staub weiss um die Last auf seinen Schultern: “Es wird härter denn je. Wir werden siegen, oder auf den staubigen Straßen Italiens sterben!” – mit diesen Worten unterstrich der seit Jahren in der Toskana berühmt berüchtigte S. Staub die Ambitionen des Teams “Ru-Fa Rennsport”.
Gleichzeitig gehen Gerüchte um, dass der ehemals gefürchtete und zwischenzeitlich in Zwangsruhestand versetzte Kemper auf Krücken gesehen wurde! IRN International konnte diesbezüglich noch keine weiteren Details aufspüren, jedoch scheint Kemper im Rahmen eines Alpentrainings verletzt worden zu sein. Ist der Mann noch für die Belastungen in der Toskana geeignet?
Wir bleiben dran!
Didi Senftenberg – Im Februar für IRN International – exklusiv
Kaum hatte Kemper seine alten Hände wieder auf einem von Fauss eigenhändig gelöteten Rahmen, wurde dieser auch schon in der Werkstatt eingespannt und modifiziert. Fieberhaft und gründlich werkelte Kemper – das Kellerlicht brannte die Nacht hindurch. Hier erste Eindrücke:

Offensichtlich experimentiert Kemper mit handgeschnittenen Profilen

Vorderrad und Hinterrad unterscheiden sich im Profil. Kann das gut gehen?

Seitenansicht des alten RuFa Sport.
Wir bleiben drann und hoffen, dass wir demnächst weitere Aufnahmen von Siggi Staubs Gerät veröffentlichen können. Es gibt Gerüchte, nach denen die beiden ihr Material demnächst gemeinsam testen wollen.
Didi Senftenberg – Im Februar für IRN International – exklusiv
Auszug aus der Masterarbeit von Alice Schwarzbache im Studiengang Geschlechterstudien / Gender Studies, Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt Universität zu Berlin.
Schwarzbache, Alice: Zwischen Macht und Gebärdruck: Frauen in Geheimgesellschaften des frühen 21. Jahrhunderts am Beispiel des Eisenschweinkaders Berlin. Bad Belzig: Verlag Eber und Ferkel, 2023.
Wie jede traditionsreiche Geheimgesellschaft in den Jahrtausenden der Menschheitsgeschichte, so ist auch der Berliner Eisenschweinkader durch Verschwiegenheit, Disziplin, seine über Generationen weitergegebenen Rituale und ein für Außenstehende eher mysteriöses Regelwerk gekennzeichnet. Selten nur erhält man Einblick in Machtstrukturen und Entscheidungsprozesse dieser Gesellschaften, viel seltener noch in die Rolle der Frauen innerhalb dieser Organisationen. Die in 2020 in einem privaten Nachlass entdeckten tagebuch-artigen Aufzeichnungen eines nur unter ihrem Pseudonym “Jen*” bekannten weiblichen Mitglieds des Eisenschweinkaders Berlin (im Folgenden ESK) erlauben einen raren Blick in das Innere einer solchen Geheimgesellschaft aus der Perspektive einer Frau. Ziel dieser sich verschiedener qualitativer Methoden (siehe dazu Kapitel 2) bedienenden Arbeit ist es, die von Hartmut Schweinsbichl in seinem Pionierwerk “Harte Kerle mit dicken Schenkel. Identitätskonstruktionen im frühen virtuellen Raum zwischen Mythos und Fiktion” entwickelten Thesen zur Konstruktion von Identität mittels medialer Inszenierungen weiterzuführen und auf die Konstruktion von Geschlecht zu erweitern. [...] ‘Zwischen Macht und Gebärdruck’ weiterlesen …
Anlässlich der öffentlichen Verlautbarung der sensationellen Neugründung des Teams „Ru-Fa Rennsport“, unter der herrschenden Hand des Titanen, Teamchefs und Konstrukteurs R. Fauss, traf unser Hans-Dampf und Starreporter Didi Senftenberg den ehemaligen Radfahrer und mehrfachen L`Eroica-Teilnehmer Dieter Kemper zu einem Gespräch.

R. Fauss – Autogrammkarte aus der Sammlung von D. Kemper
Kemper, der seit einigen Jahren dem internationalen Rennzirkus fern blieb, befand sich zwischenzeitlich in einem regelrecht desolaten Zustand. Die Aufkündigung aller Verträge durch Fauss, sowie der Entzug von Rennmaschine und Material, stürzten den mental stark angeschlagenen Kemper in eine regelrechte Lebens- und Schaffenskrise.
Es schien, als ob der ehemalige Protegé Rudolph Fauss seinen Freund Kemper buchstäblich fallen ließ, nachdem dieser sich im Anschluss an die L`Eroica 2010 kritisch über die Stabilität des von Fauss gestellten Rahmens äußerte. Doch nun scheint das Herz des stählenden Titanen der Deutschen Radsportindustrie zu erweichen: Fauss übergab am vergangenen Wochenende in einer feierlichen Geste dem zitternden Kemper eben jenes Sportgerät, welches Kemper 2010 auf einen zweiten Platz, hinter dem mit fragwürdigen Methoden arbeitenden Italiener Gianni Motta, trieb.
Ein sichtlich bewegter Kemper gab sich kämpferisch und nannte dieses die „größte Chance seines Lebens“. Er würde sich des Teams würdig erweisen, besonders weil sein treuer Wegkumpane, Freund und Kupferstecher Siggi Staub mit von der Partie sei. „Durch die Hölle“ würde er für Staub gehen und „alles tun was getan werden müsse, um Siggi nach vorn zu fahren!“.
Offensichtlich wurde damit auch die Stallorder: Staub wird 2012 im Team „Ru-Fa Rennsport“ als Siegesanwärter gehandelt, Kemper fährt als Domestik nach Italien.
Es gilt abzuwarten, ob diese emotionale Ladung Sprengstoff, die Fauss für die diesjährige Austragung der L`Eroica zusammen stellt, den Erwartungen entsprechen wird. In jedem Fall ist mit epischen Ereignissen, mit aggressiven Attacken und einem Rennen voller Hingabe und Herzblut zu rechnen.
IRN wird die akribische Vorbereitung des Teams weiter mit verfolgen. Es war zu hören, dass Kemper den ersten Teil seines Trainings auf der spanischen Insel Mallorca, Staub hingegen im nasskalten Belgien absolvieren wird. Sollte dieses bereits ein Fingerzeig sein? Ist Kemper zu alt für derartige Belastungen? Kann er die Herausforderungen einer L`Eroica überhaupt noch bestehen? IRN zweifelt.
Didi Senftenberg – Im Februar für IRN International – exklusiv
IRN Berlin exklusiv.
Wie uns in den letzten Tagen bekannt wurde, kam es bei der traditionellen Bestimmung des ESK-Kohlkönigs 2012 zu einem eklatanten Betrugsversuch eines Teilnehmers.
Der bekannte ESK-Grande Rifli wurde von Wettkampfteilnehmern dabei beobachtet, wie er sich beim traditionellen Eingangswiegen vor dem Kohlverzehr, Barfuß und nur spärlich in dünner Seide gekleidet, auf die geeichte Präzisionswaage stellte.
Nach dem festlichen Gelage stieg, der bisher als Ehrenmann bekannte, Ritzelflitzer aber in umfangreicher Winterbekleidung auf die Waage. An den Füßen wurden Filzstiefel aus den Depots der aufgelösten NVA gesehen. Manche Beobachter sprechen sogar von einem im Tauchsport üblichen Bleigurt, welcher in einer, dem Betrüger zuzuordnenden Tasche, gesehen wurde.
Zorn und Unmut breitete sich aus, die Menge ließ sich nur mit Hinweisen auf ein gerechtes Sportgerichtsverfahren, welches jedem zusteht, beruhigen. Im Normfall werden solche Vergehen mit einem 24 Monate währendem Ausschluss von Wettkämpfen geahndet. Das hieße in diesem Fall, dass der Betrüger für die folgenden zwei Saisonen gesperrt wäre.
Ob dieses ungeheuerlichen Vorfalles wollen wir hier nur die Ergebnisse veröffentlichen, ohne weiter über das Ereignis zu berichten. Dies ist für uns eine schwere Entscheidung, bestraft es doch die ehrlichen Sportsfrauen und Sportsmänner.
‘IRN exklusiv – Sportvergehen im ESK / skandalöses Eilurteil des CAS’ weiterlesen …
IRN Berlin. Die Zündschnur dieser Neuigkeit ist lang, viele Monate lang. Mit großem Zischen wurde sie heuer entfacht, in acht Monaten, genauer gesagt am 07. Oktober 2012, wird die dazugehörige Bombe explodieren. Die Zündschnur trägt den Namen RU-FA Rennsport und die beiden Heroen, die Selbige von neuem hochhalten, sind alte Bekannte. Unverkennbar verbunden mit RU-FA und L’Eroica ist der Rennfahrer und Meister seines Fachs Dieter Kemper. Viele Male beehrte er die Italiener mit seiner Anwesenheit, mehrere Male konnte er diesen Saisonhöhepunkt für sich entscheiden. Doch vor zwei Jahren war das Ausscheiden dieses Ausnahmerennfahrers besiegelt und damit auch der Abschied von RU-FA Rennsport. Maschinist Kemper und Kapitän Faust gingen getrennte Wege. Der einst eiserne und gar sagenumwobene Verbund schien für immer zerschlagen.
Doch IRN Berlin hat bei einem konspirativen Schraubertreffen brisante Neuigkeiten ans Tageslicht befördern können. Die alten Tage wurden beschworen, von Blut, Schweiß und gar Massakern war die Rede. Die Mannschaft RU-FA Rennsport wird dabei eine wichtigere Rolle spielen dennje. Denn nunmehr ist auch der Klassikerspezialist Siggi Staub teil dieser 2012 aus Ruinen auferstandenen Mannschaft. ‘RU-FA Rennsport zurück bei der L’Eroica’ weiterlesen …
Vierter und letzter und finaler Lauf des Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cups.
Unweit der holprigen Marschwiesen des erst jüngst begehbar gemachten Tempelhofer Feldes liegt eine Anhöhe, deren zugewucherte, ja beinahe unter dichtem Grün versteckte Spitze den Austragungsort des letzten Laufs des Klauscups darstellen wird. Schwindelig wird selbst dem erfahrensten Pirate zu Roß, wenn er die vielen Kurven hinauf auf die Rixdorfer Höhe erklimmt. Durch das Meer aus Busch und Baum winden sich schmale Pfade. Rau bricht sich der kalte Wind an den Flanken des Berges wie das Gestade bei Sturm am Kliff. Nur dem kräftigsten und ausdauensten Zweiradmatrosen wird es vergönnt sein, den Becher unterm Staunen der versammelten Mannschaft zu Stürzen.
Und sollte dies nicht noch genug sein, so wird am Ende dieses Finals der Sieger des Winters gekürt. Um das Ereignis gebührend zu begießen, verlassen wir die schützende grüne Insel und nehmen Kurs auf eine nahegelegene Wirtschaft, damit niemand ohne gehörigen Seegang den Heimweg antreten muss.
Treffpunkt: Oben auf der Rixdorfer Höhe in der Hasenheide.
Zeitpunkt: 11. Februar 2012; 12:30 Uhr.
Mein eigentlicher Plan sah einen frostigen Spreewald vor. Die langfristige Wetterprognose gab dazu Anlaß, doch mit jedem Tag, mit die Tour näher kam, sollten die Temperaturen höher und der Niederschlag stärker werden. Findet man aber bei 25°C und Sonnenschein kaum Mitfahrer, so lassen Aussichten auf epische Abenteurer bei widrigsten Bedingungen so Manchen mit den Füßen scharren. Statt des frostigen Spreewaldes wurde die matschige Umgebung von Königs Wusterhausen als Ziel auserkoren und Rennschnecke als Reiseleiterin verpflichtet. ‘Spreewaldtour’ weiterlesen …
Samstagmittag, die Sonne scheint über dem Tempelhofer Flugfeld, ein kalter Wind weht ungehindert über das weite Gras. Zwei Dutzend Radfahrer prügeln ihre Räder um den Rennkurs, während Stelzenacker, von der Härte des Rennens und der Schwächung durch die zurückliegende Krankheit, die Hände vorm Gesicht seinen Kopf stützend abseits sitzt. Entkräftet und enttäuscht. Was er in diesem Moment, in dem das Rennen noch läuft, nicht weiß, ist, dass dieser dritte Lauf des legendären Klaus-Störtebeker-Gedächtniscups im Januar 2012 Erschreckendes zutage treten lässt, was keiner in diesem ehrlichen Kampf Mann gegen Mann für möglich gehalten hätte. Sportbetrug beim KSGC! Geheime Absprachen, Intrigen, Hinterlist bei einem Radrennen, für das Fairness, Sportsgeist und unverkrampfte Freude am Wettstreit einst ein hohes Gut und Synonym zugleich war. Mit journalistischem Ehrgeiz und im Sinne der Wahrheit will dieser Artikel versuchen, offenzulegen, was anscheinend keiner wahrhaben will. ‘Sportbetrug beim KSGC’ weiterlesen …
Bericht vom Teilnehmer mit der weitesten Anreise Janibal (dafür sollte er auch mal einen Preis bekommen):
Wir schreiben den 14. Januar 1392 und wieder Ehren wir unsere Helden, die da draußen gegen die Macht des Geldes kämpfen.

’3. Lauf Klaus Störtebeker Gedächtnis Cup (KSGC) 2011/2012 in Berlin-Tempelhof’ weiterlesen …
Das neue Jahr will begrüßt werden. Der Winter will nicht kommen. So kann
der Kaperzug des „Roten Teufel“ weitergehen. Die Schwerter sind geschärft,
der Wind steht günstig. Kommt alle und lasst uns die Kräfte mit den
Gezeiten messen, zur Ehre von Gottes Freund und aller Welt Feind. ’3.Lauf KSGC: Das Flugfeld’ weiterlesen …
Unterm Baum lag für mich ein Buch von Robert Penn “Das Glück auf zwei Rädern”. Eine angenehm zu lesende Dokumentation eines Engländers, der sich sein Traumrad bauen lassen möchte.

Zum Buch entstand auch eine filmische Dokumentation, die auf dem Weg zu mir ist und hoffentlich demnächst in der Cikago Bude einen Filmabend abrundet.
„Wenn Sie auf dem Fahrrad jemals das Gefühl der Ehrfurcht oder Freiheit empfunden haben; wenn Sie jemals versucht haben, ihren Problemen einfach davonzuradeln oder gemerkt haben, wie ihr Optimismus zurückkam, als Sie mit Schweiß auf der Stirn eine Steigung hinauffuhren; wenn Sie sich, als Sie wie ein Vogel einen langen Hügel hintersausten, jemals gefragt haben, ob die Welt gerade stillsteht; wenn Sie auch nur ein Mal auf einem Rad saßen und Ihr Herz zu singen begann und der Himmel sich auftat – dann teilen wir etwas Elementares. Wir wissen vom Glück auf zwei Rädern.“
Unverhofft und im allerletzten Augenblick habe ich es doch noch geschafft und bin ein wenig auf dem Rennsteig unterwegs gewesen. Am 30.12.11 ergab sich die Gelegenheit, welche unverzüglich und rücksichtslos genutzt wurde. Es traf sich dabei, das ich dabei den ersten und vorerst einzigen Schneetag in diesem Teil Thüringens, in diesem Winter erwischte. Bereits 48 Stunden später habe ich mir auf genau diesen Wegen das Eiswasser um die Ohren gespritzt. Aber wie schon gesagt, am 30. war die Welt dort oben in Ordnung, was bedeutet: Ruhig und menschenleer.
Bei Schlegel ‘Rennsteig…’ weiterlesen …
Moarkus, der Motor der Karlshorster Zelle des ESK, hatte Geburtstag. Da er schon (fast) alles hat und er nach eigener Aussage: „ich kenne die Müggelberge, die Kranichsberge sowie die beiden mächtigen Flusstäler der Wuhle und der Erpe“ kaum etwas von der Weite vor den Toren Berlins ahnt, bot es sich an, eine Tour im klassischen Stil zusammenzustellen. Start war in Karlshorst und in Richtung Osten sollte es gehen. Dort liegt irgendwo Frankfurt an der Oder.
‘Nach Osten…’ weiterlesen …
Vor nunmehr 6 Jahren kauften sich zwei (damals) junge Männer unabhängig von einander fast identische Räder und lernten sich kurze Zeit später kennen. Viele Stunden verbrachten sie gemeinsam auf dem Rad, ferne Gegenden bereisten sie, dem Gegenwind trotzend. Über die Jahre veränderten sich die die häuslichen Gemeinschaften durch Zuwachs, so daß die gemeinsamen Stunden weniger wurden. Doch ab un dzu muß es sein.
Und so auch am vierten Advent. Ein Anruf bei Schosse, die Abfahrt wird auf 8:30 terminiert, Pünktlichkeit ist eine Zier, los gehts. Die Wege sind voller Pfützen, das Geläuf ist tief, die Temperatur wohl für die Jahreszeit zu mild, die Stimmung bestens. Dazu noch die erste Fahrt mit dem neuen Bock im Gelände, herrlich. Über Summt und Gorinsee wieder nach Pankow, den Frauen wurde die Heimkehr für 12:00 mittags versprochen. Doch wir sind schon früher da, und so bleibt noch Zeit für eine Molle in der Weinstube.
Ach wie herrlich ist die Stätte der Gastlichkeit, eine Zeitreise in die Wochenenden unserer Väter und Großväter. Die Schankstube ist voller Menschen, Männer und Frauen. An mehreren Tischen wird Skat gespielt, kalte Spirituosen fließen ölig in befrorene Gläser. Der Dunst von kaltem und neuen Tabakrauch schwängert die Luft, der Oldiesender reicht dazu die passenden Weihnachtslieder. Blubbernd steigt der Husten aus geteerten Lungen von Menschen, die seit einem halben Jahrhundert rauchen. Daheim würde ich nicht erklären müssen, daß ich in der Kneipe war, man würde es sofort und unmißverständlich riechen. Und keine Spur von Brunch, Teelichtern oder Kaffeespezialitäten mit unaussprechlichen Namen. Nach 3 Runden Bier rückt die Mittagszeit näher, “Neun sechzig, bitte!” “Für jeden?” fragt Schosse ungläubig. “Für allet.” kommt die Antwort.
Fazit: Radfahrn wird überbewertet, Frühschoppen ist eine grandiose Erfindung, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät.
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