Monatliches Archiv für Oktober, 2013

Senftenbergs Notizen vom Streckenrand

Als Pfandflaschensammler getarnt schlich sich Senftenberg am Freitag ins für die Presse gesperrte Fahrerlager des Störtebeker-Cups. Dabei wurde er Zeuge folgender Worte:
„Wo warste gestern?“
„Ich hatte schon fast überlegt zu kommen, dann aber doch nicht.“

Senftenberg mußte in sich hinein schmunzeln, hörte er doch genau die Worte von den Frauen in seinen frühen Liebesnächten, wenn er sich besonders viel Mühe gegeben hatte…

[KSGC 2013/2014] Prolog

Und schon ist der Prolog Geschichte, das erste Scharmützel der Saison ist geschlagen. Tapfer stritten die Mannen im Duell, aus dem jeweils nur einer siegreich hervorgehen kann. Hart im Umgang mit sich selbst und dem Material, wurden auch die härtsten Prüfungen mit Bravour -und trotz partieller Nachtblindheit und Orientierungslosigkeit- bestanden. Doch neben der Härte gegen sich selbst und andere muß auch Fortuna im Bunde sein, um den Sieg erringen zu können. Und dieses Quäntchen mehr Glück, gepaart mit einem unglaublichen Zug an der Flasche, hatte Stefan.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung! ‚[KSGC 2013/2014] Prolog‘ weiterlesen …

Immerzu im „IMMA UFF“

Donnerstag, kurz vor sechs, 2 Stunden vor Sonnenaufgang. Didi A. Senftenberg bekämpft seine senile Bettflucht mit einem Schultheiss. Ist doch egal, ob man vor dem Morgengrauen das erste oder das letzte trinkt. Außerdem muß er sich auf die Zeitumstellung vorbereiten, dieses Jetlag ist jedes Mal furchtbar. Leider weiß er nie, wie die Uhr verstellt wird, das macht die Sache unnötig kompliziert. Er steht auf, nimmt die letzte Münze und steckt sie in die Jukebox. 5:59. „It’s Only Rock ’n Roll…“
„But I like it, like it, like it, yes I do!“

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[KSGC 2013/2014] Prolog im Blankensteinpark

K.S.G.C. Der kalte Herbstwind peitscht prächtig bunte Blätter durch die Luft und das kurze Hemd ist der dicken Kutte schon lange gewichen. Noch sind die Wege und Felder nur nass, doch bald wird Eis die Landschaft bedecken und Schnee auf Wiesen und Wassern liegen. Einsamkeit und Kälte bestimmen Wald und Flur.
Wie jedes Jahr ist dies die Zeit der Unentwegten. Während die meisten zur Mittagszeit in der geheizten Küche sitzen, veranstalten sie Jagden und fechten Kämpfe aus. Sie treffen sich in den entlegensten Ecken und messen ihre Kräfte. Die Parks im Häusermeer sind ihr Revier.

Doch bevor das Spiel beginnt, soll traditionell der Prolog das Bevorstehende vorbereiten. Getreu dem Motto „Immer neu, immer anders“ gilt es auch dieses Mal, im Dunkeln der Nacht bei einem ersten Säbelwetzen, die Schnellste oder den Schnellsten unter uns zu ermitteln. Das klassische Duell eins gegen eins kennt nur Gewinner und Verlierer, Sieger und Gehängte.

Zeitpunkt: 25.10. um 18:00
Treffpunkt: Blankensteinpark (Säulengerüst auf dem alten Schlachthof)
Hinweis: die Wettkampfpferdchen sollten hinreichend Beleuchtung aufweisen

Die weiteren Termine des Klaus-Störtebeker-Gedächnis-Cups:
1. Lauf: Samstag, 16.11.
2. Lauf: Samstag, 14.12.
3. Lauf: Samstag, 18.01.
4. Lauf: Samstag, 15.02.

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Hamburg-Berlin passiv

Didi A. Senftenberg sitzt in einem Weddinger Bierlokal, als er Zeuge eines am Nebentisch geführten Gespräches wird. Sei es seiner leichten Schwerhörigkeit und seiner Liebe für Marschmusik geschuldet, sei es seine Berkiner Unbekümmertheit, sei es seine Vorliebe für exotische Frauen: als er die Worte „Hamburg“ und „fahren“ hört, mischt er sich ein.
Mit einem frischen Schultheiss in der Hand steuert er auf die winzige freie Tischecke zu und begrüßt die dort sitzenden Gäste mit den Worten: „Wann gehts los? Ich bin aber sowas von dabei!“
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Hamburg – Berlin aktiv

Seit 23 Jahren ist es möglich, zwischen den Hauptstädten zu fahren. Seit 13 Jahren veranstaltet, wenig betreut und das ist excellent so. So excellent wie der www.audaxclub-sh.de

Wir starten von der Hauptstadt der Liebe im Dunkeln und munkeln von Feuchtgebieten. Die sind des Nachts etwas ausgeblieben, recht nüchtern stehen Teile des Eisenschweinkaders bei ihren Stahlrädern. Zum ersten Mal komplett auf Stahl, aus Stahl. Das ist auch der Grund, warum Twobeers nicht mit darf. Er hat Titan in der Schulter. Die Regeln sagen, Zahngold ist ausgeklammert, andere Implantate nicht. Etwas grenzwertig sind die Karbonspeichen in einem Vorderrad. Auch Alufelgen sind nicht gerne gesehen, doch liegt das Herstelldatum vor der Grenzöffnung 1989.
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Herkules ging es am Arsch vorbei!

An einem warmen Herbstmorgen des Jahres 2013 saß ich auf dem Balkon vor meiner Penthousewohnung und frühstückte. Es duftete nach frisch gebrühtem Alamid-Kaffee, Jamón Ibérico und geröstetem Brot. Zwischen den Orchideen flatterten Kolibris, aus dem Tivoli klang die 89er- Aufnahme der Wiener Philharmoniker von Bruckners 7. Symphonie und die Kolumne von Dr. Dr. Rainer Erlinger animierte mich dazu, ein Zwischenrésumé über den Lauf meines Lebens zu ziehen. Das Schicksal hatte es gut mit mir gemeint. Während ich den Geist über die bestellten Felder meines Wirkens streifen ließ, entdeckte ich … einen Kornkreis! Eine kahle Stelle! Ärgerlich zerknüllte ich die Brüsseler Spitze meiner Serviette und eilte in die Bibliothek. Nachdem sich meine Augen an das Halbdunkel gewöhnt hatten, zog ich eine Deutschlandkarte aus ihrem ledernen Köcher und breitete sie auf dem alten Mahagoni des Stehpults aus, der einst William Bligh so gute Dienste geleistet hatte. Rastlos zog mein Finger auf dem Pergament seine Bahnen, um dann in der Mitte zu verweilen. Natürlich! Es war so leicht. Ich eilte sofort in den Salon und holte mir Darkdesigner auf das Interface. Es bedurfte nur weniger Worte, um uns zu verständigen. Darki ließ den Learjet betanken und ich eilte in den Keller, stopfte das Bike in den Bertone und kurz darauf trafen wir uns in Göttingen. Nun kann die Geschichte nicht so weiter gehen, ohne mich ohne Not in den Verdacht der Schummelei zu bringen(Treue Leser wissen, dass der ESK nicht nur gefürchtete Zweiradrecken hervorgebracht hat, sondern auch Barden, die die Heldentaten angemessen mit einigen Münchausenkunstgriffen für die Nachwelt aufarbeiten). Der geneigte Leser möge sich vorstellen, dass ich den Wagen für ein angemessenes Salär in einem bewachten Parkhaus in einem klimatisierten Zelt zwischenlagern ließ und Darki den Learjet in Kassel-Calden landen ließ, um die letzten Kilometer mit dem ICE zurück zu legen. Wir trafen uns auf dem Bahnhofsvorplatz. Darki baute sein Reiserad zusammen und schickte dann ganz professionell dessen Reisemäntelchen per Post zurück nach Frankfurt. ‚Herkules ging es am Arsch vorbei!‘ weiterlesen …

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