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		<title>Erbeskopfmarathon 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Jul 2010 07:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heiße Hölle Hunsrück, so hieß schon einmal der Titel eines Berichts über den Erbeskopfmarathon. Dieses Jahr traf das auf jeden Fall erneut voll und ganz zu! Doch daneben gibt es noch eine Menge anderer Dinge zu erzählen. Zum ersten Mal bin ich alleine zum schönsten und wahrscheinlich auch schwersten Mittelgebirgsmarathon angereist. Es fanden sich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heiße Hölle Hunsrück, so hieß schon einmal der Titel eines Berichts über den Erbeskopfmarathon. Dieses Jahr traf das auf jeden Fall erneut voll und ganz zu!<br />
Doch daneben gibt es noch eine Menge anderer Dinge zu erzählen. Zum ersten Mal bin ich alleine zum schönsten und wahrscheinlich auch schwersten Mittelgebirgsmarathon angereist. Es fanden sich aus den verschiedensten Gründen leider keine Mitstreiter oder Unterstützer, die mich traditionell am 2. Sonntag im Juli in den Hunsrück begleiten wollten. Deswegen, aber auch wegen meiner mangelnden Fitness (Krankheit &#038; Unfall) entschied ich mich kurzfristig am Morgen auf die Mitteldistanz umzumelden. 70km anstatt 110km (ja liebe Veranstalter, es sind 70 und nicht 65 ;-) ), 1700 Höhenmeter anstelle von 3050, bei tropisch-schwülen 34°C auch so mehr als ne Kaffeefahrt.<span id="more-1790"></span></p>
<p>Trotzdem bekam ich erstmal ein schlechtes Gewissen, hatten die Veranstalter mir doch die schicke Nummer 11 zugeteilt und dem Moderator einige Infos für ein Interview zukommen lassen. Im Nachhinein bin ich über meine Entscheidung heilfroh!!!</p>
<p>Nach der Ummeldung hatte ich eine Stunde mehr Zeit bis zum Start und traf in aller Ruhe meine Rennvorbereitungen. Völlig entspannt und beim 8. Start in Thalfang auch schon ein wenig routiniert brachte ich die Zeit bis zur Startaufstellung hinter mich. Den Start der 110er verfolgte ich natürlich mit Wehmut, im nächsten Jahr möchte ich unbedingt das 6. Mal finishen! Irgendwann ging es endlich für uns los, einreihen und warten auf den Startschuss. Plötzlich hörte ich meinen Namen über die Lautsprecher und der Moderator verlangte nach einem Interview. Puh, jetzt war ich doch nervös und versuchte seine Fragen eloquent zu beantworten. Auf die Frage nach meinen Zielen antwortete ich wahrheitsgemäß &#8220;Top 100&#8243;, ob das ein gutes Omen war?</p>
<p>Und Peng, da fiel auch schon der Startschuss, ich versuchte mich entsprechend meines Ziels einzureihen und heizte mit den anderen in die Einführungsrunde. In der Abfahrt bemerkte ich plötzlich mein schwammiges Hinterrad &#8211; Schleicher, oh nein. Mit enormer Kraftanstrengung fuhr ich die 5km Runde mit dem Rest an Luft in den Start-Ziel-Bereich und der nächstgelegene Messestand half mir umgehend. Danke an Monz-Trier an dieser Stelle!!! Hinterrad wieder rein und weiter, doch nach 5 Umdrehungen machte es einen Riesenschlag &#8211; Schlauch geplatzt, Mantel aufgerissen. Verdammt, was nun? Zurück zu den netten Jungs am Stand und diesmal neben Schlauch auch den Mantel gewechselt. </p>
<p>Jetzt lag ich wirklich am Ende des Feldes mit einigen Minuten Rückstand. Mein Ziel &#8220;Top 100&#8243; war in unereichbare Ferne gerückt, aber egal, ein schönes Rennen fahren und die Landschaft genießen. Wenn ich das blos mal könnte, der verdammte Ehrgeiz war beim Anblick der ersten Teilnehmer geweckt. Und so startete ich eine fatale Aufholjagd. Einen nach dem anderen konnte ich überholen, lediglich die Topfahrer der 110er zeigten mir immer wieder beim kreuzen der Strecken meine Grenzen auf. Langsam aber sicher merkte ich auch die Anstrengung und mein Akku wurde schwächer. Bei mangelnder Konzentration passierten mir zwei Anfängerfehler, einmal rutschte ich auf einer nassen Holzbrücke weg und in einem Wurzeltrail hielt ich eine Pedale nach unten &#8211; die Folge ist ein schmerzhafter Bluterguss am Knie. In der Abfahrt vom Erbeskopf über die Skipiste dachte ich, dass mein M5 sein letztes Stündlein erlebt und ich dazu&#8230; </p>
<p>Bei Km 51 platzte ich grandios auf, keine Power mehr, die Atmung machte mir in der drückenden Luft Probleme und mein Kreislauf schwindelte mir ordentlich was vor. Mehrfach musste ich kurz laufen, wenigstens die Mitteldistanz wollte ich zu Ende bringen. Mehr schlecht als recht konnte ich meinen Körper davon überzeugen, dieses Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Vor mir ereignete sich noch ein kleiner Sturz, wie die Ergebnisliste verriet, ist aber auch Helena gut im Ziel angekommen. Nach einem letzten großen Schlammloch erreichte ich dann abgekämpft das Ziel in 4:25:08 auf Platz 191. Für die Umstände mit den beiden Defekten bin ich damit mehr als zufrieden, Platz 100 wäre sonst bestimmt drin gewesen. </p>
<p>Auf der Langstrecke kam der Seriensieger Ad de Brabander aus den Niederlanden etwas überraschend nur auf Platz 6, Sieger wurde sein Landsmann der Champion von 2005 Ramses &#8220;der Pharao&#8221; Bekkenk in phänomenalen 4:51:39 für 110km! Respekt und Gratulation!!!</p>
<p>Den Veranstaltern ist auch in diesem Jahr wieder ein Riesenlob auszusprechen. Der Duschtruck ist genial, Verpflegung klappte sowohl an der Strecke, als auch im Ziel gefühlt noch besser. Die Moderation, die Bikemesse, Massagezelt, Betreuung, alles spitze! Zur Strecke braucht man nichts zu sagen, ein Traum, besser ausgeschildert geht kaum, die Wiesenwege minimal und gut fahrbar. Selbst ein paar umgestürzte Bäume vom nächtlichen Gewitter wurden noch am Morgen weggeräumt. Aber damit ihr auch im nächsten Jahr noch etwas zu verbessern habt, gibts eine Anregung: Mehr Waschplätze für die Bikes!!! Vier statt einem Schlauch, ist mein Vorschlag. </p>
<p>Der Erbeskopfmarathon 2011 kann kommen, ich freue mich schon jetzt!!! </p>
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		<title>Fluch und Segen auf der Transalp</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 23:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Menis hat ein kurzes aber packendes Stimmungsbild zu der täglichen Hitzeschlacht bei der diesjährigen Jeantex Transalp vefasst, dass sich lohnt der geneigten Leserschaft nahe gebracht zu werden. Lesst selbst: &#8220;Wasser läuft an den Beinen hinab, sammelt sich in schneeweissen Sidis. Klatschnass liegt das Trikot am Rücken, Schweiss tropf auf schwarzes Carbon, auf den Vorbau und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menis hat ein kurzes aber packendes Stimmungsbild zu der täglichen Hitzeschlacht bei der diesjährigen Jeantex Transalp vefasst, dass sich lohnt der geneigten Leserschaft nahe gebracht zu werden. Lesst selbst:</p>
<p><em>&#8220;Wasser läuft an den Beinen hinab, sammelt sich in schneeweissen Sidis. Klatschnass liegt das Trikot am Rücken, Schweiss tropf auf schwarzes Carbon, auf den Vorbau und auf das kleine, mit Höhenprofilen versehene Bildchen auf dem Oberrohr. &#8220;1600Hm&#8221; am Stück steht darauf, aber von 40° im Schatten war nichts zu lesen. Der pechschwarze Flüsterasphalt wird zum Spiegel des Todes. Gluthitze steigt auf. Die langsam mahlenden Umdrehungen der Kurbel halten die Zeit an. Schier endlos schraubt man sich, Kurve, um Kurve der brennenden Sonne entgegen.<span id="more-1786"></span></p>
<p>Panorama &#8211; was ist das? Ich erkenne verschwommen das Trikot meines Passmannes am Horizont. 20, 25 Meter vor mir schlingert er die Wand empor. Salzwasser rinnt durch meine Augen; ich schließe sie, hoffe auf Erlösung, hoffe auf kaltes Wasser, hoffe auf den Gipfel&#8230; . Immer wieder passiere ich schnaufene Mitstreiter. Rythmisch rasselnd, bis hektisch hechelnd versuchen die Fahrer die Hürde zu nehmen. Fragen bedrängen mich. &#8220;Warum?&#8221;, &#8220;Wielange?&#8221; oder gar zweifelnde Ängste, dass Kreislauf, Beine oder Rücken den erbarmungslos eingeforderten Dienst quitieren.</p>
<p>Plötzlich bin ich von Luft umhüllt. Bergluft. Es richt nach Schnee. Wie ein Freund kühlt sie die Schläven, dringt durch die nassen Maschen der Funktionswäsche, legt sich &#8211; wie ein Lebenselixier &#8211; auf die glutheisse Haut. Ich hebe den tonnenschweren Kopf, Wasser topft aus dem verhassten Helmpolster, doch ich erkenne eine Kuppe, das Ende des lavaheissen Asphaltbandes!</p>
<p>Langsam erreichen mich Bilder von schoffen Felsen, hunderte Meter hoch, Schnee bedeckt und gottesnah. Die Kurbel dreht sich schneller, die Hände lösen den verkrampften Griff, fassen nach, leben. &#8220;Ja&#8230;&#8221;, denke ich &#8220;jajajajajaaa!!&#8221;. Das Ende der Qual öffnet ein atemberaubendes Panorama! Die Dolomiten! Die Sellagruppe! Giganten der Alpen!</p>
<p>Wie von Geisterhand gezogen rolle ich über den Pass, Menschen jubeln, klatschen, schieben, drücken mir Nahrung in die Hand &#8211; doch ich stürze kopfüber, frei fallend, schwerelos in das Kilometertiefe Tal. Mein Atem stockt &#8211; schwindelnde Höhe, hunderte von engen Kurven, soweit das Auge wieder reicht. 60, 65 zeigt die emotionslose Digitalanzeige, ich fasse den Lenker unten. 70, 80, 85 &#8211; kalter Sturm rüttelt mir das Wasser aus der Kleidung. Ich reisse den Mund auf, geniesse die frische Luft. 90 &#8211; Wind knattert in meinen Ohren, berauschendes Tempo! Berge &#8211; wie geil ist das denn!&#8221;</p>
<p>menis</em></p>
<p>Danke!</p>
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		<title>Sommer in Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 05:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>twobeers</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Juli in Berlin. Endlich Sommer, die Mauern und Straßen der Großstadt werfen einem unbarmherzig die gespeicherte Kraft der Sonne noch bis in den späten Abend entgegen. Also werden die Wintersportgeräte des Kaders (nein, nicht Ski) aus dem Keller geholt und eine Oase wird in rasanter Fahrt angesteuert. Die im Winter gut fahrbaren Wege sind in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Juli in Berlin. Endlich Sommer, die Mauern und Straßen der Großstadt werfen einem unbarmherzig die gespeicherte Kraft der Sonne noch bis in den späten Abend entgegen. Also werden die Wintersportgeräte des Kaders (nein, nicht Ski) aus dem Keller geholt und eine Oase wird in rasanter Fahrt angesteuert. Die im Winter gut fahrbaren Wege sind in einem Dschungel aus Brennesseln, Robinien und Brombeeren verborgen ansonsten führen sie durch feinsten Brandenburger Sand, in dem man bis zur Nabe versinken oder aber vortrefflich aufschwimmen kann. Die Sonne will gerade abschied von uns nehmen, als wir am tosenden Gestade eines trefflichen Sees eintreffen. Vier Körper schälen sich alabastergleich aus ihren Kunstfaserkokons, neidvolle Blicke der herumliegenden Aufstocker und HartzIV-Empfänger, schmachtende Verzückung der dazugehörenden Jungfrauen. Schon schlagen die Wellen über den die Wellen durchpflügenden Körpern zusammen, schnell entschwinden sie am Horizont, als der längste von ihnen Krämpfe in den Fußspitzen bekommt. Da Krämpfe nur überschnelle Muskelkontraktionen sind, wirbelt plötzlich eine Heckwelle auf, wie sie Schaufelraddampfer nicht größer erzeugen können. Trockentücher werden am Ufer bereit gehalten, Lotionen und duftende Öle werden dargereicht und Kräuter werden verbrannt, die den Erlebnishorizont erweitern. Doch die Recken reagieren nicht auf die Vernebelung ihrer Sinne, auch der Chor der schmachtenden Weiber und der lautstark geäußerte Wunsch nach einem sofort zu vollziehenden Zeugungsakt findet weniger Gehör als der Gesang der Sirenen bei den antiken Helden. Schnell werden die gekühlten Leiber wieder auf Höchsttemperatur gebracht und in wabernden Staubwolken ziehen die Unerschrockenen der Heimat entgegen. Zur Dorfschenke kommt auch ein weiterer fahrender Ritter, der gerade einen Kreuzzug in den Alpen glücklich überstanden hat. Den heiligen Gral fand er dort nicht, doch von zahlreichen Abenteuern konnte er berichten, die im Laufe der lauen Nacht immer haarsträubender wurden. Und so netzte kühles Nass ihre Lippen, spülten zahllose Eimer feinsten Gerstensaftes den Staub des Tages aus ihren Kehlen und es wurde beschlossen, dass solche Veranstaltungen noch öfter stattfinden sollten. Immerhin eine Verdopplung der Teilnehmerzahl zu letzter Woche schon bei der zweiten Austragung, wo soll das hinführen?</p>
<p>Twobeers</p>
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		<title>20-10-20 &#8211; und was aus langen Plänen alles werden kann&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 20:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2010, genauer am 25. Mai feierte ich mein 20jähriges MTB-Jubiläum. Anläßlich dieses Ereignisses und der 20 Jahre währenden Deutschen Einheit hatte ich eine Tour zu den 16 höchsten Erhebungen der Bundesländer geplant. Leider gestaltete sich der Winter länger und zäher als gedacht, viele Trainingskilometer wurden laufend und nicht radelnd verbracht. Als das Wetter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2010, genauer am 25. Mai feierte ich mein 20jähriges MTB-Jubiläum. Anläßlich dieses Ereignisses und der 20 Jahre währenden Deutschen Einheit hatte ich eine Tour zu den 16 höchsten Erhebungen der Bundesländer geplant. Leider gestaltete sich der Winter länger und zäher als gedacht, viele Trainingskilometer wurden laufend und nicht radelnd verbracht. Als das Wetter dann endlich besser wurde, meinte eine Halsentzündung mich für fast den gesamten Mai aus dem Verkehr ziehen zu müssen. Meine Pläne waren dahin und neue mussten her.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50357-3/Sommerbiketour2010+005.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50545-2/Sommerbiketour2010+005.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+005 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><span id="more-1767"></span></p>
<p>Zunächst dachte ich an eine Vogesen-Fortsetzung von 2009, dann kam ich aber mit zwei Freunden auf die geniale Idee, vier Tage in der Fränkischen Schweiz bei Bike &#038; Bier zu verbringen. So wurden Touren geplant, Übernachtungen gebucht, Zugtickets gekauft, etc.<br />
Aber irgendwie schien auch diesmal das Pech an meinen Hacken zu kleben. Ein Kumpel sagte am Tag vor unserer Abfahrt wegen dickem Zeh ab und die Wetterprognose verschlimmerte sich von Stunde zu Stunde. </p>
<p>Da standen wir also nur noch zu zweit am Dienstag ein halbe Stunde vor Abfahrt unseres Zuges am Bahnhof in Ffm bei bestem Wetter und hatten so gar keine Lust auf drei Tage Regen im Süden Deutschlands. Es dauerte ungefähr 15 Sekunden bis wir uns gegenseitig überredet hatten, kurzerhand nach Kassel in die nordhessische Bergwelt umzuschwenken. Da wir nun noch ne Stunde Zeit hatten, holte ich schnell von zu Hause das entsprechende Kartenwerk. Den Abend ließen wir dann in Kassel bei Pils und Salmonellen-Peters Bohnensalat ausklingen. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50351-2/Sommerbiketour2010+002.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50349-1/Sommerbiketour2010+002.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+002 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a></p>
<p><strong>Mittwoch 16.06.2010</strong>:<br />
Der Tag begrüßt uns mit herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel, der Wind weht allerdings frisch aus Osten. Nach dem Frühstück brechen wir auf gen Hessisch-Sibirien. Unser Quartier für die nächsten Tage haben wir in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Wilhelmshöhe in Kassel. Das bedeutet, dass es nun erstmal runter an die Fulda geht. Ein erster Fotostop in der Karlsaue vor der Orangerie. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50360-1/Sommerbiketour2010+006.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50362-2/Sommerbiketour2010+006.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+006 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Orangerie</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50370-1/Sommerbiketour2010+010.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50372-2/Sommerbiketour2010+010.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+010 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Fuldaromantik am Morgen</p>
<p>Irgendwann lassen wir Kassel hinter uns und entlang des Niestetals sammeln wir erste Höhenmeter. Durch die südlichen Ausläufer des Kaufunger Waldes steuern wir zielstrebig auf Grossalmerode zu. Leider sind wir einen Tag zu früh wie uns die hübsche Bäckerin mitteilt, morgen beginnt das nur alle 5 Jahre stattfindende Heimatfest. Na vielleicht besser für die Einheimischen, denke ich mir&#8230;  </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50385-1/Sommerbiketour2010+013.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50387-2/Sommerbiketour2010+013.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+013 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Anstieg zum Sensenstein</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50395-1/Sommerbiketour2010+017.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50397-2/Sommerbiketour2010+017.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+017 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Empfang in Grossalmerode</p>
<p>Nach einer zünftigen Stärkung geht es nun an die Erklimmung unseres eigentlichen Tageszieles, der Meissner. Mit über 750m ü. NN eine der höchsten Erhebungen Nordhessens, das mächtige Basaltplateau ragt imposant in der Landschaft heraus. Für die Erbsenzähler unter uns, der &#8220;Hohe Meissner&#8221; mit seinen Rundfunk-Sendemasten und den Gasthöfen ist nur mit 721m ü. NN ausgewiesen. Die etwas nördlicher liegende &#8220;Kasseler Kuppe&#8221; ist mit 754m ü. NN jedoch der höchste Punkt des Basaltkegels. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50400-1/Sommerbiketour2010+022.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50402-2/Sommerbiketour2010+022.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+022 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Blick zurück auf Grossalmerode</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50405-1/Sommerbiketour2010+024.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50407-2/Sommerbiketour2010+024.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+024 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Basaltabbau am Meissner</p>
<p>Wir schuften jedenfalls seit Uengsterode ununterbrochen, unbarmherzig geht es Meter um Meter nach oben. Die Sonne brennt uns auf den Pelz und der fehlende Fahrtwind macht sich unangenehm bemerkbar. Eine kurze Erholung bietet die Abfahrt vom Heiligenberg nach Bransrode. Kurz nach dem Basaltwerk haben wir es dann endlich geschafft und rollen von der Kasseler Kuppe zu den Sendemasten am Hohen Meissner. Die Fernsicht ist umwerfend, am Horizont ist der Kamm des Rothaargebirges zu sehen und irgendwo da unten die zwei Röhren des A44-Neubaus. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50415-1/Sommerbiketour2010+029.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50417-2/Sommerbiketour2010+029.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+029 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Stärkung auf dem Meissner</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50420-1/Sommerbiketour2010+033.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50422-2/Sommerbiketour2010+033.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+033 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Blick zurück auf den Hohen Meissner</p>
<p>Wir genießen lecker Schinkelpils und stärken uns. Irgendwann heißt es dann aber doch Aufbruch, was ne Abfahrt!! Nachdem der Trail hinter uns liegt, geht es auf dem Lossetal-Radweg über Hessisch Lichtenau weiter gen Kassel. Bei Walburg wartet eine Welle, ebenfalls nehmen wir noch mal bei Lohfelden eine mit (völlig unnötig wie sich rausstellt). Als wir endlich in Kassel sind und die Fulda überqueren, fühlt sich mein Sattel plötzlich so komisch weich an. Ein Blick genügt, Bruch der Streben&#8230;</p>
<p>Nun heißt es vor der Dusche und Nahrungszufuhr noch einen Ersatz auftreiben. Zum Glück ist Kassel kein Dorf und es gibt genügend Radläden die Abhilfe leisten können. Mit neuem Sattel geht es am nächsten Tag weiter. Insgesamt hat der erste Tag 100km bei 1400 Höhenmeter zu bieten gehabt und die Erkenntnis: Meisser, steil und traumhaft schön!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50335-1/160610_Meissner.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50337-2/160610_Meissner.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | 160610 Meissner 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Profil</p>
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		<title>Ergebnisse: ESK-Team-Zeitfahren</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 20:53:05 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/esk_teamzeitfahren.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1778 colorbox-1777" title="esk_teamzeitfahren" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/esk_teamzeitfahren.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | esk teamzeitfahren Ergebnisse: ESK Team Zeitfahren" width="800" height="662" /></a></p>
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		<title>Geschichtliche Wirrungen und Änderungen im Reglement</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 22:06:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J-CooP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Postamp – 23. Juli 1230 Am Horizont verschwimmt im abendlichen Dunst die Grenze zwischen Himmel und Erde. Die sinkende Sonne verwandelt die Havel in einen Fluss aus Flammen. In das sonore Summen der Mücken und das Glucksen der Wellen mischt sich ein kratzendes Geräusch. Es kommt aus einer kleinen Hütte am Ufer des Stroms. Hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Postamp – 23. Juli 1230</em></p>
<p>Am Horizont verschwimmt im abendlichen Dunst die Grenze zwischen Himmel und Erde. Die sinkende Sonne verwandelt die Havel in einen Fluss aus Flammen. In das sonore Summen der Mücken und das Glucksen der Wellen mischt sich ein kratzendes Geräusch. Es kommt aus einer kleinen Hütte am Ufer des Stroms. Hinter dem offenen Fenster sitzt ein alter Mann und schreibt.<br />
Immer wieder taucht er den Gänsekiel in den zähen blauen Rest, den die sommerliche Hitze am Boden seines großen Tintenfasses zurückgelassen hat und fügt mit fester Hand Seite für Seite seinem Werk hinzu.<br /><span id="more-1755"></span><br />
Daran wie er die Feder führt, sieht man sofort, dass er in seinem Leben schon viele Seiten gefüllt hat – Gedichte, Lieder, Lyrik – geschrieben einzig dazu, den Leser vom Tatsächlichen, der Wahrheit abzulenken. Doch jetzt lässt die sinkende Sonne seine von den Jahren getrübten blauen Augen aufblitzen; denn er schreibt für sich, für die Nachwelt; schreibt vom Tatsächlichen, der Wahrheit. Die dicke Tinte und die Worte fließen aus der Feder und mit den letzten wärmenden Strahlen beschließt er die Seite. Sein letztes, sein wichtigstes Werk ist vollendet.<br />
Der Abend ist der Nacht gewichen, das Zwielicht der Dunkelheit. Das Funkeln in den Augen des Alten jedoch ist geblieben. Aber die Lieder sind ihm schwer geworden und so kommt er neben seinem Manuskript zur Ruhe. Sein letztes Werk, sein Leben, seine Geschichte, die wahre Geschichte seiner Mitstreiter spielen sich im Traum noch einmal ab.<br />
Als sich am nächsten Morgen die Sonne durch den morgendlichen Nebel kämpft, ist der alte Mann tot. Neben ihm stehen das leere Tintenfass und ein Stapel weißer Blätter.</p>
<p><em>Langerwisch – 18. Juni 2010</em></p>
<p>Du strahlst ja so mein Junge meint meine Mutter, als ich nach einer anstrengenden Arbeitswoche nach Hause komme. Wieso auch nicht, es ist ja schließlich Wochenende.<br />
Abends surfe ich noch ein wenig durch die Weiten des Weltnetzes und schlafe dabei ein. Als es  morgens um kurz nach vier zu dämmern beginnt, erwache ich aus einem unruhigen Schlaf und mein Blick fällt durch die verquollenen Augenlider auf den Bildschirm vor mir. Der blendend weiße Hintergrund eines Textdokumentes krallt sich schmerzhaft in meine Augen und ich habe meine liebe Mühe das X in der rechten oberen Ecke zu finden und den Computer runter zu fahren.<br />
Als dann um kurz nach sieben der Hund zum ersten mal bellt, wache ich endgültig auf und beschließe nach dem Frühstück das merkwürdige Textdokument nochmal zu öffnen.<br />
Was da geschrieben steht erschließt sich mir nicht bis ins Detail, da es mittelhochdeutsch zu sein scheint. Deshalb ist das was ich daraus wiederzugeben vermag vermutlich nur ein mattes Abbild des ursprünglichen Werkes.</p>
<p><em>Zurück im Hier und jetzt</em></p>
<p>Nun hat sich der geneigte Leser dieses Beitrags sicher schon Gedanken gemacht, um wen es sich bei dem Alten wohl gehandelt haben könnte. Ich mache es kurz, es war Walther von der Vogelweide. &#8220;Moment mal&#8221; höre ich jetzt einige sagen, &#8220;der ist in Potsdam gestorben?&#8221; Und &#8220;ja das ist er&#8221; kann ich darauf antworten, nachdem ich sein Werk gelesen habe.<br />
Bei diesem Werk handelt es sich um die Geschichte Deutschlands oder dessen, was Deutschland werden sollte mit dem Schwerpunkt Brandenburg. Dabei gibt es einige Diskrepanzen mit der gängigen Geschichtsschreibung und Lehrmeinung. Allerdings möchte ich an dieser Stelle nur auf einen Absatz näher eingehen und gebe vom Gesamtwerk nur eine kurze Zusammenfassung:<br />
Es beginnt mit dem Niedergang des weströmischen Reichs und der damit einhergehenden Abwanderung der Germanen aus Brandenburg. Die nunmehr vakanten Gebiete werden in den folgenden Jahrhunderten von Slawen besiedelt. Im achten Jahrhundert müssen die freien brandenburger Slawen zusehen, wie Karl der Große immer weitere Teile Europas annektiert und christianisiert. Nicht bereit sich dem christlichen Glauben anzuschließen, beschließen die Brandenburger einen Guerillakrieg zu führen, was scheinbare Kooperation, Überraschungsangriffe und Maulwurfstaktiken beinhaltet. Dieses Vorgehen führt schließlich zur Gründung der Mark Brandenburg, die als Mark zwar formell zum Reich gehört, tatsächlich aber ihren autonomen, heidnischen Status behält. Um dies nach außen hin zu verschleiern, sendet man auch Dichter und Sänger aus. Diese sollen außerdem die Trennung von Kirche und Staat vorantreiben und so die Gesinnung der Brandenburger im ganzen Reich durchsetzen. Und einer dieser Lyriker war eben unser guter Walther.</p>
<p>Der Absatz auf den ich näher eingehen möchte handelt von ungleichen Gegnern und wie Walther deren Zwist auf seine Weise beendete:<br />
<em>&#8220;Da stât en stolzen ritter und owê en jæmerliche junge luit. Diu wilden vogellîn betrüebet daz di zwên woln sich schlågn. So brâhte ich der kugeln tri, een klên und zweeje groze und legt da klên ende mite von den mârkt. Die annan krikt een jêder een. Nu werfet jêder nâh wi mœglich an dî klêne Kugel. Wer nâhest ist hât gewonn.&#8221;<br />
</em><br />
Walther hat die zwei ungleichen Gegner also Boccia spielen lassen und so einen Kampf entschärft. Davon habe ich mich inspirieren lassen und mir folgendes Reglement für den am 30. Juli stattfindenden Walther von der Vogelweide Gedächtnis Cup ausgedacht:</p>
<p>Nach der ersten Runde wird der Führende vor der Trinkzone abgefangen und wirft seine Kugel möglichst nah an die kleine Zielkugel heran. Anschließend wartet er auf den Zweiten und lässt auch diesen eine Kugel werfen. Wer der kleinen Kugel näher kommt, gilt als Gewinner.<br />
Jetzt geht es in die Trinkzone. Der Verlierer des Wurfspieles darf sein Bier erst anfangen, wenn der Gewinner seines ausgetrunken hat. Der Gewinner muss aber nach seinem Bier auch noch ein Schnäpschen trinken.<br />
Nach der nächsten Runde wiederholt sich das Ganze natürlich.</p>
<p>Dieses Reglement sollte die Siegeschancen gut durchmischen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Erstes ESK-Team-Zeitfahren</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 13:07:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>twobeers</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Nice Things]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wettkämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstes ESK-Team-Zeitfahren. 16. April 2010. Der Morgen ist grau, die Sonne scheint nicht, dafür ist es kalt. Die schönen Ausfahrten auf der Sonneninsel Mallorca sind vorbei, viele geben sich der intensiven Vorbereitung auf ein Ereignis im Sommer hin und sind für gemeinsame Ausfahrten kaum noch zu erreichen. Meine Gedanken sind deshalb fast so trüb wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object style="width: 580px; height: 340px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vUfAWTOtdJ4" /><embed style="width: 580px; height: 340px;" type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="340" src="http://www.youtube.com/v/vUfAWTOtdJ4"></embed></object><br />
Erstes ESK-Team-Zeitfahren.</p>
<p>16. April 2010. Der Morgen ist grau, die Sonne scheint nicht, dafür ist es kalt. Die schönen Ausfahrten auf der Sonneninsel Mallorca sind vorbei, viele geben sich der intensiven Vorbereitung auf ein Ereignis im Sommer hin und sind für gemeinsame Ausfahrten kaum noch zu erreichen. Meine Gedanken sind deshalb fast so trüb wie der Morgen.<br />
Es muß doch etwas geben, was mal wieder eine größere Horde zusammenbringt, etwas legendäres mit Spaß.<br />
<span id="more-1738"></span></p>
<p>Und so fanden folgende Worte ihren Weg in einen kleinen Teil des Weltnetzes: &#8220;Wenn die Nächte kurz und lau sind, wäre es da nicht schön, sich mal zum abendlichen Sport zu verabreden? Und die geworfenen Fehdehandschuhe der letzten Monate aufzuheben? All die Großsprecher und Zwergpiraten bei der Umsetzung ihrer lauthals verkündeten Mindestanforderungen zu beobachten?</p>
<p>Ich denke an ein Einzelzeitfahren auf Berlins bekanntester Strecke. Der Meile der Poserräder. Dem Laufsteg der Radsportbekleidung von gestern und morgen. Von der Tanke an der Spinnerbrücke die Havelchaussee entlang und den Postfenn hoch. Wenns beliebt auch wieder zurück. Start ab 21:00 oder 22:00, wenn kein Verkehr mehr herrscht. Und danach in Ampels Geburtstag reinfeiern und den Alpenüberfahrern bei den Berichten von Vorfreude und Verdauungsschwierigkeiten lauschen.&#8221;</p>
<p>Der Gedanke wurde skeptisch aufgenommen. Und da es schon ein Einzelzeitfahren gibt, wurde ein Zweier-Teamzeitfahren ins Leben gerufen.<br />
Verschiedene Modi wurden ins Spiel gebracht und verworfen, beide zusammen oder nacheinander, mit Zwischenprüfung, geloste Paare etc. Letztendlich hieß es aber: 2 Mann finden sich und fahren zusammen auf knapp19km. Von diesem Gedanken wurde hier und da etwas geplaudert und am Tag vor dem Rennen standen auch schon 5 Paarungen bereit. 5 Paare, knapp 20km, also müssen 2 Kisten Bier besorgt werden.</p>
<p>17. Juni. Der Tag ist lang, hell und warm. Die Vorfreude greifbar. Ich treffe mich mit Boom 2 Stunden vor dem Start im Biergarten am Friedrichshain. Er wählt schadstofffrei, ich ein Alkoholbier. Zu fünft fahren wir zum Grunewald, unterwegs lesen wir ein weiteres Starterpaar auf. An der Havelchaussee erwartet uns schon ein aufgeregter Mob. Leider werden die Planungen für die Streckenposten über den Haufen geworfen, der eine will filmen, der andere erscheint nicht. Doch Meckx und Bo übernehmen die Aufgaben und meistern diese auch grandios.</p>
<p>Schwaden von Testosteron wabern durch die laue Abendluft. Verschiedenste Materialstudien werden an den Start gerollt. Einzelfahrer werden schnell noch zu Teams zusammengeschlossen. Da einige auf schwergewichtiges Blendwerk verzichten wollen, wird auf einen frühen Start gedrängt. Und 21:20 ist es soweit. Boom und ich stehen am Start. Wer soll als erster in die Führung? Wann und wie oft soll gewechselt werden? Und wie schnell sollten wir fahren, um das Ziel lebend aber vielleicht nicht als letzte zu erreichen? Fragen über Fragen, die dringend geklärt werden sollten, doch das Startkommando kommt und es geht los. Noch vor 3 Tagen habe ich die Hälfte der Strecke in 15Minuten 30Sekunden hinter mich gebracht, mit Boom und Adrenalin wären 30 Minuten für die gesamte Strecke eine schöne Sache.</p>
<p>Es geht vom Start weg erstmal etwas aufwärts. Trotzdem schiebt sich die Kette wie von Zauberhand auf immer kleinere Ritzel.<br />
Boom fährt kompakt und deshalb noch kleinere Ritzel als ich. Beide haben wir auf Bergkassetten verzichtet und fahren zeitfahrtypische 11-21er Ritzel. Schon nach wenigen hundert Metern rudern Booms Ellenbogen, soll ich jetzt etwa in den Wind?<br />
Na gut, ich versuchs mal. Allerdings sind wir uns uneinig (auch das haben wir vergessen zu besprechen), wie der Führungswechsel ablaufen soll. Läßt man sich links oder rechts zurückfallen? Nach mehreren Versuchen pendelt es sich ein, daß links überholt wird.<br />
Es geht sanft bergab, die Lunge fängt an ihr rasselndes Lied zu singen, die Tachonadel führt die polizeilich angeordnete Tempobegrenzung ad absurdum. Flach gehts am Ufer entlang, da uns Autos entgegen kommen, werden die Laternen angeknipst.<br />
Kurz vorm Willi bitte ich Boom etwas rauszunehmen, damit wir bei der Auffahrt nicht verrecken. Er fährt auf dem großen Blatt in den Hang, ich kette 39-12. Und erstaunlich leicht geht&#8217;s bergauf. Tempo 30 kann ich allerdings nicht lange halten, doch eigentlich soll der aus dem bergigen Thüringen stammende Boom hier das Tempo machen. Doch undefinierbare Geräusche in meinem Rücken und ein kleiner werdender Lichtkegel lassen mich weiter rausnehmen. Gut so, gleich gehts mir wieder besser. Boom ist wieder dran, es kann wieder stärker Fahrt aufgenommen werden. Oben stehen Sprotte und Oldboy, frenetisch jubelnd. Den Willi runter, ein Schluck aus der Pulle und in den linksgeschwungenen Gegenhang mit 53-12.<br />
Heijeijei, das schmerzt doch gleich ist&#8217;s vorbei und es rollt sanft auf den Postfenn zu. Bo steht in der Kurve, kaum zu erkennen, da er die Warnweste aus Angst vor der Polizei ausgelassen hat. Und dann durch die Kurve gekratzt und in den Postfenn.<br />
Mal sehen, wie lange ich durchhalte. Die Farben ringsum werden fahler, Lichtblitze zucken. Noch ein paar hundert Meter. Gleich müsste Meckx zu sehen sein. Wo ist der nur? Sitzt im Auto. Ich will lauf pfeifen, doch die Lippen sind zu trocken. Ich will rufen, doch ich habe keine Luft. Doch er sieht uns und springt als Wendemarke auf die Straße. Endlich eine längere Strecke bergab. Warum nicht einfach ducken und rollen lassen? Das Leben könnte doch schön sein.</p>
<p>Was ist das? Wir nehmen gerade wieder Fahrt auf, als Menis und Staubi uns schon entgegen kommen! Das ist weniger als die Minute Abstand beim Start! Also wieder rein isn Pedal getreten. Am Fuße des Postfenn kommen uns gleich mehrere Teams entgegen. Und alle geben alles.<br />
Am Schildhorn wartet Boverhannes auf uns, um unsere schmerzverzerrten Visagen auch noch für die Nachfahren auf Zelluloid zu bannen. Während wir keuchend alles geben, fährt er locker und einhändig nebenher und filmt uns! Arschkrampe! Wo ist eine ordentliche Rahmenpumpe, wenn man sie braucht?<br />
Und schon wieder den Willi hoch. Geht schon besser als beim ersten Mal, vielleicht weil ? Ja warum? Klare Gedanken gehen nicht mehr. Sprotte und Oldboy jubeln immer noch. Auf der Abfahrt vom Willi fahren wir auf ein Auto auf. Boom will in der ersten Kurve überholen, überlegt es sich aber Gott sei Dank anders. Und der Autofahrer spielt Spielchen mit uns. Bleibt immer kurz vor uns, egal wie wir fahren. Immer deutlich über 40 Stuckies. Die letzte Welle, S. rollt Richtung Ziel und feuert uns nochmal an. Die Kurve und damit das Ziel sind in Sicht, ein letztes Flackern im Maschinenraum, eine verzweifelte Kette wandert ein letztes Mal nach rechts. Geschafft! Nicht eingeholt worden! Zeit? Deutlich unter einer halben Stunde!<br />
Zufriedener kann man nicht sein.</p>
<p>Als die Beine langsam aufhören zu zittern und das warme Bier seine beruhigende Wirkung zeigt, steigt wohliges Lehnstuhlbehagen auf. Die Euphorie ist allen ins Gesicht geschrieben, eine Wiederholung fürs nächste Jahr fest eingeplant.</p>
<p>Mein Glückwunsch an die Sieger, wegen Euch in den Alpen ist mir nicht Bange. Zwock behauptet weiterhin, er sei Sieger. Alle anderen hätten wegen Geschwindigkeitsübertretungen disqualifiziert werden müssen.</p>
<p>Twobeers</p>
<p>Danke Boverhannes, für das wirklich coole Video!</p>
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		<title>Tour de Mur &gt; von der Quelle bis zur Mündung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>coffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Austia 2010 – kühle Brise, die Frisur sitzt. Das Aufwärmtraining im schönen Kärnten zeigt sich als hilfreich. Auch wenn das Wetter nicht 100% mitgespielt hat so konnten wir doch bereits vor dem täglichen Frühstück eine kleine Trainingsradrunde unter die Stollen nehmen. Nach dem Frühstück bewegten wir dann unser Fußwerk die Berge hinauf und wieder hinunter. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/8562.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1735 colorbox-1729" title="856" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/8562.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 8562 Tour de Mur > von der Quelle bis zur Mündung" width="1024" height="768" /></a><br />
Austia 2010 – kühle Brise, die Frisur sitzt. Das Aufwärmtraining im schönen Kärnten zeigt sich als hilfreich. Auch wenn das Wetter nicht 100% mitgespielt hat so konnten wir doch bereits vor dem täglichen Frühstück eine kleine Trainingsradrunde unter die Stollen nehmen. Nach dem Frühstück bewegten wir dann unser Fußwerk die Berge hinauf und wieder hinunter. Wobei unsere Ausgangshöhe bereits auf über 900 Metern lag und man könnte sagen wir haben uns bereits hier unser heimliches Höhentraining abgeholt. <span id="more-1729"></span></p>
<p>Nach 7 Tagen Aufwärmphase bewegten wir uns zu neuen Ufern. Ein kleiner Ortswechsel und eine Gepäckoptimierung standen nun auf dem Programm. Dann ging es endlich los, die Erwartungsphase hatte ein Ende und die Tatenphase konnte nun in Gang gesetzt werden.</p>
<p>Erste Etappe 9:00 Start in St. Michael im Lungau. Wer denkt der Mur Radweg sei eine einzige Flachetappe hat sich getäuscht. Schon am ersten Tag legten wir dann doch einige Höhenmeter zurück. Auf 54 Km wurden es dann doch 629 hm. Wir passierten mehrmals die Mur die stetig an Wasser gewann. Und an der ein oder anderen Stelle sabberte ich still das Wort „Kajak“ vor mich hin. Aber wer weis, vielleicht mache ich die Mur das nächste mal per Boot :-) Zielpunkt auf der ersten Etappe war Murau.</p>
<p>Die Startzeiten glichen sich jeden Morgen aufs neue. Pünktlich um 9:00 oder mal ein paar Minuten früher sattelten wir erneut auf und fuhren wieder in die schöne Steiermark hinein. So folgten die Wege von:</p>
<p>Murau &gt; Weißkirchen : 55 Km / 613 hm<br />
Weißkirchen &gt; Oberaich: 55 Km / 550 hm<br />
Oberaich &gt; Graz: 73 Km / 1050 hm<br />
Graz &gt; Mureck: 65 Km / 550 hm<br />
Mureck &gt; Bad Radkersburg: 30 Km / 300 hm</p>
<p>In Bad Radkersburg an der slowenischen Grenze endete dann unsere Tour. Aber nach 6 Tagen bei 35 – 40 Grad in der prallen Sonne war das auch gut so. Wir kamen uns das ein oder andere mal schon vor wie ein waschechtes Brathändel, welches ja in der Steiermark zuhause ist.</p>
<p>Als Aussenposten hatte ich natürlich jeden Meter der Tour genau unter Beobachtung und kann berichten daß das Land in Festen ESK Händen ist. Und wie ihr alle wisst ist nach der Tour schon vor der Tour. Und so geht es in 12 Tagen bereits wieder los. Diesmal als Betreuung &#8230;..</p>
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		<title>Unter einem schwarzen Himmel- Heimkehrerdrama um den Velothon 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 10:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>onkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem ich kürzlich ein bisschen was zur Göttinger Tour d´Energie geschrieben hatte, will ich auch zum Velothon in die Tasten hauen. Allerdings verzichte ich dieses mal gänzlich darauf, den werten Leser mit meinen Heldentaten zu langweilen. Nur so viel: Es war beschissenes Wetter, ich war nass wie ein ersoffener Puma, habe natürlich diverse Lücken höchstselbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich kürzlich ein bisschen was zur Göttinger Tour d´Energie geschrieben hatte, will ich auch zum Velothon in die Tasten hauen. Allerdings verzichte ich dieses mal gänzlich darauf, den werten Leser mit meinen Heldentaten zu langweilen. Nur so viel: Es war beschissenes Wetter, ich war nass wie ein ersoffener Puma, habe natürlich diverse Lücken höchstselbst zugefahren, mich tief über den Lenker gebeugt, war fast in einen Massensturz verwickelt, habe die Windkante auf dem Tempelhofer Rollfeld erlitten und war am Ende so richtig kaputt. Wenn ich das schreibe, dann nur, um auch dem weniger erfahrenen Leser &#8211; er wird auf dieser Seite ein Exot bleiben, soll aber nicht ausgeschlossen werden &#8211;  einen Einblick in die Leiden bei so einem Spaßevent zu geben. </p>
<p>Mit dem vorausgesetzten Einverständnis des Lesers beginne ich meine Schilderung auf der Zielgeraden. Auch dies noch, um ein wenig Atmosphäre aufzunehmen: mit brennenden Oberschenkeln versuche ich, den Kontakt zu meinem Vordermann nicht abreißen zu lassen, es wird nochmal richtig schnell. Das Sehfeld hat sich ziemlich verengt, aber das ist seit dem Flughafen Tempelhof so und ich habe beschlossen, dass es sich bei diesem Phänomen um kein Alarmsignal meines Körpers handelt, sondern um einen Nachweis absoluter Konzentration auf das Wesentliche. Ein Ritter hatte schließlich auch nur einen Sehschlitz im Helm und war trotzdem bei Freund und Feind gefürchtet! Der letzte Kilometer ist eigentlich halb so schlimm, ich hätte sogar noch einen Sprint um die Ehre eingelegt, aber die zwei Jungs unmittelbar vor mir wollen sich lieber ausrollen lassen und zwingen mich damit, es ihnen gleich zu tun. Auch gut, also juckel ich unter der großen Uhr durch und folge dem Rest um ein paar Ecken zu Transponderrückgabe.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/schwarzer-himmel.jpg"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/schwarzer-himmel.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | schwarzer himmel Unter einem schwarzen Himmel  Heimkehrerdrama um den Velothon 2010" title="schwarzer himmel" class="alignnone size-full wp-image-1716 colorbox-1709" /></a></p>
<p><span id="more-1709"></span></p>
<p>Und prompt fängt es wieder an zu regnen. Der Himmel ist schwarz. Klar, wir waren alle schon unterwegs tüchtig nass geworden, aber jetzt, nachdem die Muskelbeanspruchung weggefallen ist, wird es richtig kalt. Wenigstens habe ich nicht wieder diesen Ziegenkäsegeschmack im Mund, der hervorgerufen wird, wenn sich alter Schweiß und Regenwasser im Helmpolster zusammenfinden und beschließen, mal zu gucken, ob die Welt unterhalb meiner Nase noch weitergeht. Mit meinem Kumpel stelle ich mich unter einen Baum und will das Gröbste abwarten. Nochmal entspannt all die Eindrücke sacken lassen, sich gegenseitig über das eigene Befinden auf der Strecke berichten, über Momente der Erschöpfung, über die Strecken, wo es gut lief. Wie nötig die Pinkelpause war und wie schade es ist, deswegen aus einer einer guten Gruppe ausgescheert zu sein. </p>
<p>Mitteinhinein nervt ein &#8220;Mitbewohner&#8221; unter dem Baum mit seinem telefonischen Rapport nachhause: &#8221; Drei Stunden fünf und fett gestürzt. Ja, mein Schaltwerk ist voll kaputt, echt voll kaputt, ja, muss ich dir mal zeigen. Krasses Rennen, habe mich voll abgeledert, echt, mein Schaltwerk&#8230;&#8221; Ich könnte ihm gleich eine klatschen, weil er uns mit dem Zeugnis seiner schlechten Fahrtechnik auf den Geist geht.</p>
<p>Beim Lesen meiner Zeilen fällt mir auf, dass man meistens nach solchen Events den unsagbaren Drang hat, seine Umwelt mit Details der eigenen Erlebnisse zu beglücken. Ob ich für die anderen genauso nervis bin, wie der Mitbewohner mit dem Handy für mich? Die ganz Kranken beschäftigen sich so sehr damit, dass sie Tage später noch darüber schreiben müssen. Die haben wahrscheinlich nix zu tun und keine Freunde!</p>
<p> Wir beschließen, nachhause zu gehen. Zu gehen, wohlgemerkt, denn Radfahren ist im Moment eine ziemlich unattraktive Form der Fortbewegung. Denn jetzt nicht nur ist es kalt und die Muskeln schreien nach Ruhe, auch macht sich bemerkbar, dass ich mir in der durchnässte Radhose wohl einen Wolf gefahren habe. Außerdem zwicken Abschürfungen, die die Reißverschlüsse der Überschuhe an meinen Achillesversen verursacht haben. Insbesondere letzteres hatte ich schon beim Kauf am Vorabend für 3 € vermutet, aber während der Fahrerei nicht bemerkt. War ja klar, dass die Teile nicht so günstig waren, weil die so heiß begehrt worden waren.</p>
<p>Ein paar Schritte später quäle ich mich doch auf den Hobel, ich habe Hunger, ich friere, sind wir bald da-a, und rolle heimwärts. Dort angekommen baue ich erstmal einen Klumpen dreckiger Wäsche und lasse mir eine Wanne mit heißem Wasser volllaufen. Währenddessen lasse ich lustlos ein wenig Öl auf die Kette laufen und stelle das Rad dann in die Ecke. Zur richtigen Pflege habe ich heute keinen Bock mehr. Das gilt nicht für meinen Körper. Als ich den in der Wanne versenke, brennen die abgeschürften Stellen ganz herrlich. Vor allem Herr Wolf lässt grüßen! Als ich aufheule, weiß ich, warum man das Wolf nennt. Um mich herum schwimmen sofort allerlei Erdklumpen, Pflanzenreste und tote Tiere, die von ungeschützten Rennreifen auf mich abgefeuert worden waren. Egal. Ich schnappe mir eine Fahrradzeitschrift und träume von Materialverbesserungen für kommende Jahre. </p>
<p>Fast wäre ich eingeschlafen, aber mein Magen knurrt mich an, als wollte er sich gleich selbst verdauen. Also beende ich meinen Tauchgang mit einer kalten Dusche und gehe in die Küche, wo ich aus 300 g Nudeln, 2 Wiener Würstchen, 2 Scheiben Gouda und einem Rest Pesto das leckerste Essen aller Zeiten mache. Immerhin war meine letzte Nahrung ein widerwärtiges Gel gewesen. Diese Dinger sind sowieso der Knaller und üben auf mich eine morbide Faszination aus. Die sind eklig!!! Alle!!! Die Konsistenz schwankt nach Hersteller zwischen Käsefondue und Pornofilmfinale und der Geschmack hat meistens was von Tofu mit Zitronensoße &#8211; das passt auch nicht, aber wer schon einmal einen probiert hat, weiß was ich meine. Trotzdem glaube ich daran, dass die gut für mich sind. Zurück zum Thema, ich esse, bis nichts mehr reingeht und wäre jetzt eigentlich reif für ein Schläfchen. Aber es ist Sonntag und da sollte man doch mal einen Spaziergang mit seiner Liebsten machen. Ich bin froh, als ich Treppen nach unten geschafft habe (Aua!), von jetzt an muss ich nur noch aufpassen, dass ich die Füße richtig setze. Rechter Fuß, linker Fuß&#8230; Wie ein Zombie trotte ich neben ihr her und werde nur wach, als wir die Eisdiele ansteuern. Für drei Kugeln ist noch Platz. </p>
<p>Wieder zuhause angekommen (Treppe hoch, nochmal Aua!) döse ich auf dem Sofa, als sich alle möglichen Muskelschmerzen melden. Nicht sehr unangenehm, aber alle teilen sie mir mit, dass sie einen harten Tag hatten. Immerhin halte ich mich noch über den Tatort wach, lange genug, um noch eine weitere Mahlzeit zu rechtfertigen. Dann schlurfe ich ins Bett und bevor ich in Morpheus Arme sinke, plane ich noch den nächsten Start. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Thüringens finest</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 17:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yo gomez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feldzüge]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der diesjährige Harzsturm ja bei teilweise recht kalten und feuchten Bedingungen am Rennsteig bestritten wurde, kam uns der Plan am folgenden Wochenende eine neue Chance zu suchen. In der Woche dazwischen kamen zwar erhebliche Zweifel beim Blick aus dem Büro auf den anhaltenden Dauerregen, aber der Wetterbericht versprach ja Besserung. Also machten wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der diesjährige Harzsturm ja bei teilweise recht kalten und feuchten Bedingungen am Rennsteig bestritten wurde, kam uns der Plan am folgenden Wochenende eine neue Chance zu suchen. In der Woche dazwischen kamen zwar erhebliche Zweifel beim Blick aus dem Büro auf den anhaltenden Dauerregen, aber der Wetterbericht versprach ja Besserung. Also machten wir uns auf, am Samstag von Hörschel aus den Rennsteig seiner Länge nach zu befahren. Ein gewagter Plan, bedenkt man die voraussichtlichen Bodenverhältnisse und die Tatsache, dass es die erste Mehrtagestour meiner Begleitung werden würde und alleine die erste Etappe ihre bisher maximal am Stück gefahrenen Höhenmeter um den Faktor zwei übertraf&#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0400.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1681 colorbox-1676" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0400.jpg" alt="Rennsteig" width="800" height="600" title="EISENSCHWEINKADER | Thüringens finest" /></a><br />
<em>Rennsteig am vorherigen Wochenende, der erste Schnee mischt sich in den Regen.</em><br />
<span id="more-1676"></span></p>
<p>Allerdings gab es dann doch eine gravierende Planänderung, da uns der Rücktransfer von Blankenstein abhanden gekommen war. Nach der Hälfte der Strecke auf dem Rennsteig und unserer Übernachtung ebendort sollte einfach links abgebogen werden und es von der Ilmquelle ab bis zur Haustür unseres Gastgebers entlang der Ilm zurück gehen. Also schnell einen Stein aus dem Garten genommen (das traditionelle Werra-in-die-Saale-Getrage entfiel ja eh), und in aller Frühe ab ins Auto, um zum Startpunkt zu shutteln, den wir dann allerdings auch noch an die Frankfurter Straße gelegt haben (wie es sich für Wahl-Frankfurter anbot).</p>
<p><em>Den Verlauf unserer Tour lest aber nun aus der Feder meiner Begleitung, auf dass die Erinnerungen geweckt werden an das eigene erste große Abenteuer auf dem Rücken eines Drahtesels:</em></p>
<p>Die erste &#8220;Mehrtages&#8221;-Tour entpuppte sich ja auch nur als eine 2 Tages Tour, aber als notorischer Ablehner von Zelten, Camping und permanente Verfechterin des Reisens mit Schminkköfferchen und Vollausstattung war dies für mich schon ein großes Wagnis, was andere wahrscheinlich müde belächeln &#8211; und dann auch noch 2 Tage auf so einem ungemütlichen schmalen Ding, &#8220;Sattel&#8221; genannt. Nunja. So ein ganz gewiefter Radfahrer hatte ja seine Gesäßcreme bei uns vergessen und ich ahnte langsam für welchen Gebrauch diese gut sei. Aber von Anfang an:  Als alter Wettkampfhase aus dem nassen Element war es mir ja nicht ganz fremd sich auf ein sportliches Grossevent vorzubereiten, aber die Aufregung stieg schon ins Unermessliche &#8211; zumal mein Begleiter zum wohl 10. Mal alles kontrollierte. Ich schaffte es sogar, mich nur mit Duschgel und Zahnbürste bewaffnet den Naturgewalten zu stellen. Es konnte also losgehen &#8211; und das um 6 Uhr morgens. Blödes Hobby &#8211; da will man sich doch erholen. Aber nein, unser Gastgeber fuhr uns zum erklärten Startpunkt und da waren wir auf uns selbst gestellt. In der Wildnis des Thüringer Waldes, völlig ohne Orientierung, mit Angstschweiß vor den unbekannten Höhhenmetern und zu fahrenden Kilometern stand ich da und wollte dann mal endlich los &#8211; bis mein Begleiter endlich seine Technik im Griff hatte und doch die wichtigsten Handgriffe unterliess &#8211; Kette ölen gehört zu den überbewerteten Dingen des Lebens. <em>(Anm.: Ist halt nicht meine Uhrzeit!)</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0402.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1689 colorbox-1676" title="Wartburg" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0402-300x225.jpg" alt="Wartburg" /></a><br />
<em>Erster Blick auf die Wartburg am frühen morgen.</em></p>
<p>Und da flitzten schon die ersten halbbekleideten anderen Vollstrecker dieses Hobbies an mir vorbei. Diese waren wohl an dem ursprünglichen Start in Hörschel um gefühlte 3h früher gestartet und brüllten mir ein fröhliches und munteres &#8220;Guten Morgen&#8221; entgegen. Wie kann man nur so fit sein zu so früher Stunde?</p>
<p>Die erste Tour ging dann wirklich gemächlich durch fast bekannte (auch den Schlamm erkannte ich wieder) Wege und Wälder. Man muss es ja mal neidlos zugeben &#8211; so Natur am frühen morgen wenn alles noch nett und friedlich ist, kann einem schon das Herz erwärmen. Die Wartburg im Blick bahnten wir uns die ersten Schlammlöcher und Wege bis zur Hohen Sonne. Der Wiedererkennungswert nach dem Kennenlernen dieser netten Stätte nach himmelfahrtlicher Besetzung testosterongesteuerter Horden von menschenähnlichen Objekten war kaum da. Hier schaffte ich es das erste Mal, mich von den Ärmlingen zu trennen &#8211; nachdem ich noch mind. 1 Lage drunter trug. Naja, ist halt kalt morgens.</p>
<p>Nach weiteren 4km und bei Blicken über das tolle Thüringer Land einschliesslich eines motivierenden Überholmanövers eines Tourenradlers legte mein Begleiter eine Vollbremsung hin. Was war denn jetzt passiert? Ah&#8230; die gute Brille war nicht da. Vergessen an der hohen Sonne, die für mich gefühlte Lichtjahre entfernt war. Und obwohl ich ahnte, dass noch viel mehr Kilometer und Höhenmeter auf mich zukamen, radelte ich als treuer Gefährte den Weg wieder mit zurück. Angebote auf sonnige Rastplätze lehnte ich vehement ab &#8211; bin doch kein Weichei. Sehr positiv dabei, weitere Sportler zu sehen, die Ihren Sport lieben und fröhlich einen guten Morgen wünschten. <em>(Anm.: Damit war dann auch der erschlichene Vorsprung vom Start wieder dahin.)</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0421.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1702 colorbox-1676" title="yo gomez" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0421-300x225.jpg" alt="yo gomez" /></a><br />
<em>Impressionistische Fahrerkunst.</em></p>
<p>Gegen Mittag motivierten mich dann so Aussagen wie: &#8220;es sind nur noch 2km&#8221; und &#8220;durch dieses Waldstück dann sind wir da&#8221;&#8230; &#8211; &#8230;genausowenig, wie mein kurzer Schlenker mit gefühlten 15% Steigung um mich dann doch wieder vor der Brotteroder Hütte zu sehen. Aber eines muss man dem Ganzen lassen &#8211; die Landschaft ist super schön, einzigartig und sehr erbauend. Toll da durch zu radeln und nach jeder Ecke was neues zu entdecken. Das lenkte doch von den müden Beinen etwas ab. Irgendwann war es geschafft &#8211; der Inselsberg, gefüllt mit dicken  bratwurstgefrässigen Touris war da. Ich nickte natürlich mutig die Entscheidung ab, eine nettere Mittagspausen-und ich-leg-die-Beine-mal-hoch-Stätte zu suchen und wurde extrem positiv überrascht vom Heuberghaus. Sehr nett gelegen und die Hefeklösse sind einfach nur lecker. Jetzt hatte ich die Km erreicht, die ich sonst an einem Tag fahre &#8211; aber es ging ja weiter. Studien der Karten und des Navis sollten mir vermitteln, was auf mich zukommt. Böhmische Dörfer tuen das auch! Aber erstmal mussten wir einen Muntermacher zu uns nehmen. Dieser Cappuccino hat die Kaffeewelt revolutioniert: Filterkaffee+Kaba+Sahne ist einfach eine richtige Ossi-hier-bleibt-die-Zeit-stehen-Variante.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0411.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1692 colorbox-1676" title="IMG_0411" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0411-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0411 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0415.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1693 colorbox-1676" title="IMG_0415" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0415-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0415 300x225 Thüringens finest"  /></a></p>
<p>Nach diesem Genuss juckte es mir dann doch in den Beienn und ich wollte weiter dem Ziel entgegen. Wir arbeiteten uns Richtung Oberhof vor. Von da aus -ich hatte doch beim Kartenlesen ein bißchen aufgepasst- waren es wohl nur finale 15km. Also, Oberhof kann nicht so weit sein. Ich vermied den Blick aufs Navi um mich nur den Kilometern vor mir zu widmen. Immer geradeaus schauen &#8211; hilft ja bekanntlich. Und ich bin es ja gewohnt, manchmal nur auf eintönige Striche im Schwimmbecken zu schauen. Aber die Landschaft war eigentlich viel zu schön dafür. Es gab unglaublich viel zu entdecken &#8211; super schöne alte knorrige Bäume; Waldstücke, die voller Blumen waren. Schön.</p>
<p>Aber das Stück nach Oberhof zog sich dann doch. Unmerklich passte sich die Landschaft ironisch meiner Müdigkeit an und ging immer wieder mit leichter aber anstrengender und zehrender Steigung bergauf. Da sind mir doch knackige kurze Berge lieber.  Irgendwann stand da ein Schild mit freundlichem &#8220;Oberhof 5km&#8221; &#8211; JUHU &#8211; fast geschafft. Und mein Bgeleiter meinte nur: warte ab, wir machen PowerBar-Pause. Was auch immer dies ist &#8211; es versprach Wunder&#8230; In Oberhof öffnete sich das Stadion der Biathleten vor uns. WOW &#8211; ist das gross. Im Fernsehen ist dies ja nie ersichtlich &#8211; ich war schon sehr beeindruckt ob der Kulisse dort. Und dann der besagte Wunderriegel &#8211; ich hätt es ja nicht für möglich gehalten, aber das geht ja wirklich direkt in die Beine. Der nächste &#8211; eigentlich als unüberwindbar vermutete Hügel wurde erklommen. Ja, ich verstand so langsam um was es hier geht und hatte auch noch Spass dabei.</p>
<p>Nach der Bezwingung des letzten Feindes ging es leider ausserhalb des Waldes auf der Strasse weiter. Und ich stelle hiermit fest: ich bin nicht zum Rennradler geboren. Wieviel verschiedene Abgasdüfte existieren in Deutschland? Das wäre doch mal eine Wette für &#8220;Wetten, dass&#8230;&#8221;? Puuhh. Stinkerei, und dazu noch wegrasierte Begrenzungspfosten. Die Motorradler haben ganze Arbeit geleistet. Aber eine Alternative über den Wanderweg zu Großen Beerberg schlug ich kategorisch aus &#8211; nein, angesichts meines Hinterns (wenn der Schmerz zur Normailtät erklärt wird, wird alles gut) und meiner Beine wollte ich auf dem kürzesten und hoffentlich einigermassen schnellsten Wege gen Herberge. Wider Erwarten ging das auch gut, obwohl mir angesichts meiner Schneckengeschwindigkeit vs Endspurt meines Begleiters Windschattenfahren nicht vergönnt war. Und irgendwann die erlösenden Worte: am nächsten Abzweig nur noch 2km bergab. Und dann stand ich tatsächlich vor der Herberge  &#8220;Zur Henne&#8221; &#8211; ich war angekommen. Nach 95km und 2.000hm hatte ich es geschafft. Der Rest des Abends ist schnell erzählt, weil schnell vergangen. 2 Hefe und eine ordentliche Mahlzeit haben schon andere ausgeknockt. Selbst der Feierabendspaziergang durch den Ort wurde zum müden Gang nach Canossa. So früh sah mich ein Bett selten &#8211; aber ich schlief selig und glücklich den Schlaf der Gerechten.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0436.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1696 colorbox-1676" title="Ilmquelle" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0436-300x225.jpg" alt="Ilmquelle" /></a><br />
<em>Nächster Morgen: die Ilmquelle. Sie fließt&#8230;</em></p>
<p>Mit sehr beruhigter Stimmung angesichts der mir vorliegenden, meist bergab angesetzten Tour ging es am nächsten Morgen weiter. Zum Frühstück verspeisten wir dann mal eben den Finsterberg und setzen uns mit Nacktschneckenrutschpartien auseinander. Aber es geht ja nur bergab &#8211; is klar, ne! Und als bei meinem Begeleiter ausser der nichtgeölten Kette auch noch die Lufttechnik versagte, war die Stimmung am kippen. Aber als positiver Mensch lernt man ja mit so etwas umzugehen. Wir schlugen uns zur Ilmquelle &#8211; ja der wahren Quelle des Flusses &#8211; durch und ab da ging es immer schön an derselbigen entlang. Was für tolle Landschaften und Natur dort am Ursprung der menschlichen Siedlungen. Einfach toll.</p>
<p>Und die Strecke war auch super &#8211; es ging tatsächlich meist bergab, die Beine waren wieder fit, der Po nicht. Aber ich bemerkte, Aufstehen ist nicht gut, denn das Wieder-auf-den-Sattel-Setzen war einfach nur doof. Aber das hat jeder bis jetzt überstanden &#8211; ich beiss die Zähne zusammen. Nochmals versagte die Luft meines Begleiters und die Kette versprach einen spassigen Tag mit tollen Knackgeräuschen. Und dabei hing demselbigen Begleiter auch im Nacken, dass er evtl. durch diese technischen Zwangspausen von 2 Tourenradlerinnen eingeholt werden könnte, die nach uns aus dem Gasthof aufbrachen. Das wäre ja ein übler Kratzer in der Ehre gewesen! Das Luftsproblem lösten wir nach Einfuhr in Ilmenau an der Tankstelle. Dann ging es weiter am schönen Ilmradweg.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0438.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1697 colorbox-1676" title="Ilmtal" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0438-300x225.jpg" alt="Ilmtal" /></a><br />
<em>&#8230;durch traumhafte Wiesen und&#8230;</em><br />
<a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0458.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1698 colorbox-1676" title="Ilmtal" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0458-300x225.jpg" alt="Ilmtal" /></a><br />
<em>&#8230;später durch verträumte Dörfer in schönen Tälern; &#8230;</em></p>
<p>Die Anzahl der schönen Landschaften stieg an und das Auge hatte was zu entdecken. Aber leider stieg exponential die Anzahl der Touris mit miesepetrigen Gesichtsausdrücken. Mein Plan, jedem mir entgegenkommenden und überholtem &#8211; ja ich war mal schneller als manch andere &#8211; freundlich zu grüßen, gab ich nach 2h auf. Wieso können Menschen beim Sporteln so wenig Spass haben?! Nach immer mehr angstrengenden Knackgeräuschen der Begleiter-Kette griff ich zum extremsten  Mittel &#8211; und opferte meine Gesäßcreme zugunsten des ruhigen Genusses und zur Abwendung beziehungsbeinflussender negativer Stimmungen. Und es half &#8211; die Kette blieb ruhig, es konnte weiter gehen an der schönen Ilm. Dann war es auf einmal schon nach Mittag &#8211; der Magen meldete sich, die Beine blieben ruhig. Ein gutes Zeichen. Hier im schönen Osten hatte nur noch niemand die kommerziellen Möglichkeiten von Leistungspsortlerverpflegung erkannt und ein nette Stätte der Speisung solchiger eröffnet. Da ich aber nahe an heimatlichen Gefilden war, konnte ich meine lokalen Scoutkenntnisse einwerfen und ein nettes kleines Restaurant mit Radlsichtparkerei finden.</p>
<p>Nun hatte ich Oberwasser, denn ich kannte die Entfernung nach Weimar und zu unserem Zielpunkt und trat -fröhlich aus Kindertagen erzählend- weiter in die Pedale. Das Wetter spielte mit, aber gut gemeinte Ratschläge an sommersprossige, rothaarige sonnensensible Haut, die Ärmlinge überzuziehen wurden ignoriert und am nächsten Tag mit dem Ergebnis gehadert. Wir näherten uns Weimar. Die Kette bekam noch 2x Gesäßcreme geschmiert und auch sonst lief alles nach Plan. Wir erreichten Weimar ungestört und mit diversen netten Sozialstudien bereichert angesichts des Publikumverkehrs auf dem Radweg. Nach Weimar wurde ein leises &#8220;Mama&#8221; einfach ignoriert und es ging die letzten 7km ans Ziel. Da war ich aber auch schon sehr froh, dass die Kirche des Dorfes so gross und weit zu sehen war. Juhu &#8211; ich hatte es fast geschafft. Der letzte Hügel erschien mir unterbittlich steil &#8211; aber das kleine Kettenblatt ignorierte ich geflissentlich. Und dann waren wir da. Das erste Weißbier war isotonisch &#8211; danach keine Ahnung. Aber ich weiß jetzt, wie sich knapp 200km mit 2.700Hm anfühlen und was für ein tolles Gefühl das ist. Die Natur hautnah zu erleben, an seine eigenen Leistungsgrenzen heranzukommen und doch geht es immer weiter. Und wie toll Biken ist. Wann kommt die nächste Tour? Ich kann es kaum erwarten. <em>Gretli</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0445.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1699 colorbox-1676" title="IMG_0445" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0445-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0445 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<em>&#8230;sie wird gequert von alten Triebwagen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0448.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1700 colorbox-1676" title="IMG_0448" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0448-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0448 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<em>&#8230;und etwas surrealem neumodischem ICE-Gedöns.</em></p>
<p><em>PS: Den Stein habe ich dann nach 195km und 2.700hm am nächsten Tag wieder in den Garten geschmissen &#8211; auch schön&#8230;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>In jedem verdammten Frühjahr – Göttingen, mein Göttingen</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2010/04/27/in-jedem-verdammten-fruhjahr-%e2%80%93-gottingen-mein-gottingen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 15:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>onkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht liegen die besten Jahre hinter mir. Aber ich werde weiter in die Pedale treten solange das alte Herz noch pumpt. Nachdem ich die Laufräder eingebaut hatte, drehte ich eine Proberunde auf meiner Maschine. Ich fühlte mich unsicher, obwohl wir zusammen so viele Stunden schon geritten waren. Seit 1997 waren wir ein Team. Ein Satz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht liegen die besten Jahre hinter mir. Aber ich werde weiter in die Pedale treten solange das alte Herz noch pumpt.</strong></p>
<p>Nachdem ich die Laufräder eingebaut hatte, drehte ich eine Proberunde auf meiner Maschine. Ich fühlte mich unsicher, obwohl wir zusammen so viele Stunden schon geritten waren. Seit 1997 waren wir ein Team. Ein Satz neue Laufräder,  ab und an neues Lenkerband, ein Sattel, viele Ketten und ein paar Ritzelpakete, das sind die Änderungen, die ich vorgenommen hatte. Vater Chronos schickte Narben: Tiefe Kratzer und Schläge im empfindlichen Nasslack des Rades &#8211;  aber auch auf der Haut und, mehr noch, der Seele des Reiters.<br />
In dieser Zeit hatte ich oft 4, vielleicht auch 5 Tage in der Woche auf diesem Rad gesessen. In diesem Jahr aber war es die Premiere.  Und es war eine Stunde vor dem Rennstart zur diesjährigen Tour d´ Energie in Göttingen.</p>
<p><span id="more-1663"></span></p>
<p>Meine Vorbereitung? Ein bisschen Joggen, Fußballspielen und seit drei Wochen ein paar Radtouren auf dem Mountainbike. Dazu ein chronisches Nebenhöhlenleiden, dass mich im Winter dreimal eingeholt hatte.</p>
<p>Wenigstens die Handgriffe saßen, acht bar auf den Schläuchen, zwei gut gefüllte Flaschen, eine mit Wasser, eine mit Zaubertrank,  etwas zu Naschen und Flickzeug in den Taschen.</p>
<p>Der Start erfolgte aus einem der hinteren Blöcke, war ich doch in den Vorjahren nur auf der Kurzstrecke aktiv gewesen. Ich war nicht nervös, eher empfand ich die Anspannung des Patienten vor einer Magenspiegelung. Es würde harmlos, aber unangenehm werden. Wir waren zu dritt und wollten vor allem zusammen durchkommen. Neben meinem ewigen Begleiter Kreuzpeilung war da noch T., der jedes Jahr ein bisschen mehr Lust auf Radsport hatte und nach seiner Premiere im Vorjahr dieses Mal richtig hungrig war.</p>
<p>Ich nehme mir nicht die Zeit, euch mit Details zu nerven. Die erste Steigung war bestimmt von unseren Wunsch, zu dritt zu fahren und so ging es relativ entspannt bergan, wer vorbei wollte (es wollten viele vorbei), den ließen wir vorbei. Es war abartig heiß und so blieb es auch!</p>
<p>In der zweiten Steigung waren Kreuzpeilung und ich plötzlich nur noch zu zweit. In der langen Abfahrt nach Hann Münden ließen wir es rollen und bremsten sogar, um T. wieder herankommen zu lassen. Leider lagen in einigen Kurven erste Opfer der Tour – einen Radler  sah ich auf einem Acker, gute zehn Meter von der Straße entfernt. Muss irgendwie nicht mitbekommen haben, dass da eine Kurve kam. In der nächsten Linkskurve wieder ein Opfer. Hoffentlich blieb es bei ein paar Prellungen….</p>
<p>Auf dem Weg zum Bramwald, wir hatten erkannt, dass unser Team nicht mehr zusammenfinden würde, offenbarte mein Mitstreiter mir seinen Harndrang. Wir einigten uns, dass ich langsam den langen Anstieg hochfahren würde und bei  der Verpflegungsstelle warten würde. Außerdem kam es zu folgendem Dialog, der trotz seiner Einfachheit einen tiefen Blick auf unseren Zustand zulässt: </p>
<p>„…bin jetzt schon platt.“<br />
„Ich auch. … keine Ahnung, wie ich noch die Berge hochkommen soll.“<br />
„Tritt für Tritt!“</p>
<p>Ungeschminkte Erschöpfung, gepaart mit Fatalismus.<br />
So fuhren wir auch in den Berg, fanden unseren Tritt und schraubten uns auf der sechs Kilometer langen Steigung langsam nach oben. Ich hatte einen Moment nur die Bremse meines Vordermannes angestiert als ich plötzlich realisierte, dass K. mit dickem Gang losgefahren war, schon lagen 20 Meter zwischen uns. Und er gab richtig Gas, mit jeder Umdrehung war er weiter weg. Keine Chance da ranzukommen, ohne über die Grenze des in dieser Phase sinnvollen hinauszugehen. War ich frustriert!<br />
Aber halt, er wollte doch mal austreten. Sicher würde er an der nächsten Biegung stehen….</p>
<p>Keine Spur mehr von ihm. Auch nicht an der Verpflegung. Sicher hatte es ihn gepackt und er wollte es doch wissen. Man, ich war also richtig mies, hatte ihn nur aufgehalten.</p>
<p>Hilft nix, weiterkeulen!</p>
<p>Ich suchte mir ein Hinterrad und freute mich, dass diese Pfeifen, die mit mir zusammen unterwegs waren, davon sprachen, dass sie in diesem Jahr schon auf Malle „im Trainingslager“ gewesen waren.  Und dann eierten sie auf ihren Lightweightfasern bei mir rum, bei Häuptling Kalte Hose? Na ja, Klasse kannste nich kaufen. Meine Laune besserte sich. Nochmehr tat sie dies, als sich Mitfahrer darüber austauschten, ob der Anstieg, den wir zusammen hochlullerten der Hohe Hagen sei. „Nee, Jungs, wenn ihr am Hagen seid, werdet ihr es sicher wissen, der tut weh!“ Jetzt hatte ich echt gute Laune! Die hielt auch an, bis ich tatsächlich am Hagen war. Das Ding ist echt anstrengend und machte mir klar, das starke Hüften und schwache Beine keine gute Kombi sind.   </p>
<p>Irgendwie ging es drüber, irgendwie fand ich eine gute Gruppe. Allerdings bekam ich erstmals Krämpfe. Also in den Windschatten gehängt und gelutscht wie Popeye an seiner Pfeife. Die Laune stieg wieder. Und so wurde ich übermütig. Es ging mir nicht schnell genug. Höchstselbst animierte ich meine Mitstreiter und machte dann die Lokomotive. So weit so gut. Nach einer Weile ging ich raus und als ich mich gerade wieder einreihen wollte machten die Jungs vorne ernst. Ich ging aus dem Sattel und…. Krampf links, Krampf rechts, Adé Gruppe! Also war ich allein auf weiter Flur. Sammelte zwei andere ein, die aber nichts vom Kreiseln hielten, sondern lieber alleine nach vorne fuhren. </p>
<p>Die nächste Gruppe, kurz beschleunigt und rein in den D-Zug. Die anderen beiden wurden auch eingesackt. Ich erholte mich, bekam wieder Luft, fühlte mich stark, fuhr in den Wind ließ mich zurücksacken und nach der nächsten Verschärfung flog ich wieder raus. </p>
<p>Wieder allein im Wind, die nächste kleine Gruppe konnte ich gar nicht erst erhaschen, nachdem die ersten Krämpfe jeweils die Quadrizepse lahmgelegt hatten, machten nacheinander nun der linke Biceps und der Musculus gastrocnemius in der rechten Wade zu. </p>
<p>Also nahm ich wieder raus, fuhr ein paar Minuten locker und die nächste Gruppe erwischte ich wieder. Die Hitze hatte mich völlig dulle gemacht und vor meinen Augen erschienen schwarze Punkte. Das ist alles kein Alarmsignal, sondern  zeigt, dass du deinen Körper effektiv belastest, sagte ich mir. Und ließ mich vom D-Zug ins Ziel schleppen, kein Sprint mehr. War froh, dass ich irgendwie dranbleiben konnte.</p>
<p>Etwas später nach mir kam K, der doch gepinkelt hatte und mir den Rest des Tages vorwarf, dass ich nicht gewartet hatte. T. kam wieder später und war glücklich. </p>
<p>Und ich? Aß zwei Teller Nudeln, trank ein Bier und meldete mich am nächsten Tag zum nächsten Rennen an. Scheiß Form, Scheiß Zeit, aber es macht wieder Spaß!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ribbeck zu Ribbeck im Havelland</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2010/04/25/ribbeck-zu-ribbeck-im-havelland/</link>
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		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 20:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jockel</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu den Gipfeln des Eyjafjallajökull Was kaum einer weiß, der von den Presse-Lügenbolden stets in Island verortete Eyjafjallajökull befindet sich in Brandenburg. Genauer gesagt im Havelland und noch präziser in der Dalgow-Döberitzer Heide. Diese für die internationale Luftfahrt überaus wichtige Entdeckung wurde am Rande einer als Alibi gedachten Tour durch besagtes Havelland gemacht. „Warum Alibi“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Gipfeln des Eyjafjallajökull</p>
<p>Was kaum einer weiß, der von den Presse-Lügenbolden stets in Island verortete Eyjafjallajökull befindet sich in Brandenburg. Genauer gesagt im Havelland und noch präziser in der Dalgow-Döberitzer Heide. Diese für die internationale Luftfahrt überaus wichtige Entdeckung wurde am Rande einer als Alibi gedachten Tour durch besagtes Havelland  gemacht. „Warum Alibi“ könnte man sich fragen und: „Wieso Eyjafjallajökull?“ oder: „Havelland. Geht’s noch reibungsärmer?“. Aber der Reihe nach:</p>
<p><center><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46975-1/IMG_5022+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46977-2/IMG_5022+_1024x768_.JPG" alt="Blick vom Eyjafjallajökull zum Schäferberg" width=450 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a></center><br />
<em>Blick vom Eyjafjallajökull zum Schäferberg</em><br />
<span id="more-1642"></span></p>
<p>Eigentlich war ja Gestern durch den unermüdlichen Twobeers die inzwischen schon traditionelle Fahrt zur Ostseeküste anberaumt. Und tatsächlich fanden sich hierfür auch diverse Mitfahrer. Und zwar so viele, dass man die Veranstaltung in einem Atemzug mit bspw. dem Berlin-Marathon oder auch der Völkerwanderung nennen muss. Im Unterschied zur Völkerwanderung dringen jedoch nicht die Germanen ins Römische Reich ein, sondern die Berliner ins Herz der Insel Usedom. Da J-Coop sein Rennrad im heimischen Keller nicht finden konnte und ich der Meinung bin, schon viel zu viele Leute zu kennen, bot es sich an, eine gemeinsame Runde in trauter Zweisamkeit zu drehen. Das Heft des Handelns hatte J-Coop in der Hand. Gründlich vorbereitet erschien er am vereinbarten Startort Potsdam, am Lenker ein eigenartig aussehendes Geschwür. Es handelte sich – so wurde ich sofort aufgegleist – um ein 1a Navigationsgerät aus dem technischen Museum des Ortes Langerwisch, südlich von Potsdam, dessen oberster Archivar J-Coops Vater zu sein scheint. Schien die Sonne mal nicht senkrecht aufs Display, konnte man die Gestalt der Erde erahnen, auf welcher ein klitzekleiner Pfeil die gegenwärtige Position in Raum und wahrscheinlich auch Zeit angab. Toll.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46729-2/03.jpg"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46729-2/03.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 03 Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Auf dem Weg</em></p>
<p>J-Coop hatte eine Runde ausbaldowert, welche uns von Potsdam zunächst in nördlicher Richtung führen sollte. Hierbei galt es die schon erwähnte Dalgow-Döberitzer Heide zu queren. Dieses ca. 40 km² große Gebiet zeichnet sich in erster Linie dadurch aus, dass es – abgesehen von den klimatischen Bedingungen – der sibirischen Taiga äußerst ähnlich ist. Diese Ähnlichkeit bezieht sich natürlich auf den Bewuchs, herrschen doch hier wie dort niedere, anspruchsarme Gewächse vor, welche aufgrund des enormen Nährstoffmangels jedoch nur bodennahe Krüppelkulturen ausbilden. Der Rest der Landschaft wird von schütteren Flechten und Moosen mühsam in Form gehalten. Einer der Gründe für diese Art Flora besteht wohl in der über Jahrzehnte anhaltenden intensiven militärischen „Bewirtschaftung“. Nach den Militärs (Kaiserliche, Wehrmacht, Russen) war es eine Zeit lang auf sich alleine gestellt , bevor die Sielmann Stiftung auf die Idee verfiel, hier Tiere – selbstverständlich zu ihrem eigenen Vorteil – zu internieren. Das dergleichen nie und nimmer ohne ausreichende Reglementierung vonstatten gehen kann ist klar. Wir hätten uns garantiert auch an alle Bedingungen gehalten, wenn wir die diversen Piktogramme hätten deuten können:</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46990-1/IMG_5039+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46992-2/IMG_5039+_1024x768_.JPG" alt="Hier haben die österreichischen Schildermaler ihren Meister gefunden" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Eine kleine Auswahl (unser Favorit war der Hinweis an die Inlinerfraktion)</em></p>
<p>Die Karten weisen in der Heide einige „Berge“ aus, und diesen galt selbstverständlich unsere Aufmerksamkeit. Und so kam es zur Entdeckung des Eyjafjallajökull in der brandenburgischen Steppe. Ein unzweifelhaftes Indiz, dass es sich bei einem der Vorgipfel des Krampnitzer Berges um den in letzter Zeit zu einiger Berühmtheit gelangten Eyjafjallajökull handeln muss ist die tonnenweise vorhandene Vulkanasche. Bis zu den Knöcheln wateten wir in ihr umher. Die Suche nach dem eigentlichen Krater gestaltete sich schwieriger als erwartet. Letztendlich brachen wir sie ergebnislos ab, ist doch zu vermuten, dass dieser von seiner eigenen Asche verschüttet wurde.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46894-1/IMG_5017+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46896-2/IMG_5017+_1024x768_.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Asche soweit das Auge reicht</em></p>
<p>Als weiteres Indiz für die Richtigkeit unserer Behauptung möchte ich noch auf die kärglichen Hütten der Vulkanologen verweisen, welche von hier aus ihre jahrzehntelangen Forschungen betrieben. Letztendlich ebenfalls erfolglos, konnte sie der entfesselten Naturgewalt doch nichts entgegensetzen als ihr lausiges Leben.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46935-1/IMG_5023+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46937-2/IMG_5023+_1024x768_.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Was die Asche übrig ließ</em></p>
<p>Irgendwie verwirrt irrten wir noch eine Zeit lang in der Dallgow-Döberitzer Steppe umher und fühlten uns an des Schicksal des fliegenden Holländers erinnert, welcher ja dazu verdammt war, auf immer und ewig die Weltmeere zu befahren. Kurz bevor wir verdammt waren, den Rest unserer Tage Rad fahrend in der Heide zu verbringen, fanden wir aber wieder auf den rechten Weg zurück. Gerettet!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46862-1/26.jpg"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46864-2/26.jpg" alt="Im Märchenwald" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Schnurstracks durch den Märchenwald</em></p>
<p>Weiter ging die Fahrt über Priort, Karpzow, Etzin, an Neugarten vorbei, durch die Ribbecker Heide in jenen Ort, in welchem – schenkt man den Aussagen Fontanes Glauben – einst ein gewisser Ribbeck von Ribbeck Minderjährigen vermittels der Zuteilung von Kernobstes nahe zu kommen suchte. Nun, da sich die Aufregung gelegt hat, ehren seine Nachkommen sein Andenken, indem sie die noch vorhandenen Hinterlassenschaften auf eine penetrant barbyhafte Weise aufhübschen und so einiges an Schaulustigen in den ansonsten verschlafenen Weiler locken. Da wir zwei inzwischen etwas Appetit hatten, uns aber die Preisgestaltung des in den Erlebnisbereich integrierten Restaurantbetriebes sauer aufstieß, kehrten wir stattdessen bei den ausgewiesenermaßen netten Leuten von Ribbeck ein. Gutes Essen zum fairen Preis ohne Wenn und Aber. Sehr verlockend war zudem, dass das Essen einem guten Zweck dienen sollte. Und das nahmen wir natürlich gerne an, ist es doch inzwischen eher so, dass man fast nur noch mit schlechtem Gewissen isst. Sind es nicht die Armen der Welt, ist es der Cholesterin-Spiegel oder ganz allgemein die drohende Fettleibigkeit. Dank Euch ihr netten Leute von Ribbeck..</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46950-1/IMG_5072+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46952-2/IMG_5072+_1024x768_.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" width=60 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a><em>Essen für einen guten Zweck</em></p>
<p>Auch die schönste Pause geht einmal vorbei und so schwangen wir uns irgendwann wieder auf die Drahtesel, setzten Kurs Süd und flogen noch einige Kilometer durch die Heide in Richtung Beetzsee, welchen wir bei Ketzür erreichten. Wunderbar brach sich das reichlich vorhandene Sonnenlicht im Wasser des Sees. Sehr schön. Entlang des Beetzsees ging es zügig voran ins schöne Brandenburg an der Havel. Dort am Bahnhof zeigte ein gleichfalls an diesem Wochenende stattfindendes Großereignis seine hässliche Fratze. Das „Baumblütenfest Werder“ zieht Jahr für Jahr die Jugend des Landes in seinen Bann. Offeriert es doch etwas Abwechslung im tristen Einerlei der ländlichen Wochenenden. Statt im aufgemotzten Golf zur Tanke am Ortsausgang geht es per Bahntransport nach Werder, um dort mal richtig die Sau rauszulassen.</p>
<p><center><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46924-1/IMG_5087+_1024x768_.JPG"><img class="colorbox-1642"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46926-2/IMG_5087+_1024x768_.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" width=450 title="EISENSCHWEINKADER | Ribbeck zu Ribbeck im Havelland" /></a></center></p>
<p>Was kurz vor Priort am Elektrozaun geschah, warum ich in Brandenburg nicht ins Heck eines blauen PKW&#8217;s geknallt biin, wie es der ersten Schicht der Baumblütenfestler auf der Fahrt von Werder nach Erkner erging und vieles mehr werdet ihr nie erfahren, da ich jetzt Schluss mache.</p>
<p>Weitere Bilder gibt es hier: <strong><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100424/J-CooP_20100424/">Hier</a></strong> und <strong><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100424/Jockels+Bilder/">Hier</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Critical Dirt: Dresden-Leipzig (oder) A Study in Crossification</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 20:41:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am ersten Wochenende im Juli sollte der geneingte Radfahrer sich nichts anderes Vornehmen, denn dann gibt es eine neue Auflage des Critical Dirt in Leipzig. Die zweitägige Veranstaltung setzt sich zusammen aus einer Cyclocross-Fernfahrt mit Start in Dresden und Ziel in Leizpzig am Sonnabend (&#8220;Langstreckenetappen-orientierungscross Deluxe&#8221;) und einem klassischen Rundstreckencross-Rennen in Leipzig am Sonntag. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft colorbox-1628" src="http://farm3.static.flickr.com/2561/4152400761_4a73684bca.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Critical Dirt: Dresden Leipzig (oder) A Study in Crossification" alt="EISENSCHWEINKADER | 4152400761 4a73684bca Critical Dirt: Dresden Leipzig (oder) A Study in Crossification" />Am ersten Wochenende im Juli sollte der geneingte Radfahrer sich nichts anderes Vornehmen, denn dann gibt es eine neue Auflage des Critical Dirt in Leipzig.<br />
Die zweitägige Veranstaltung setzt sich zusammen aus einer Cyclocross-Fernfahrt mit Start in Dresden und Ziel in Leizpzig am Sonnabend (&#8220;Langstreckenetappen-orientierungscross Deluxe&#8221;) und einem klassischen Rundstreckencross-Rennen in Leipzig am Sonntag. Auf jeden Fall wird es ein sportliches und geselliges Highlight im Jahr 2010.</p>
<p>Das Langstreckenrennen am Samstag startet um 9 Uhr in Dresden und führt über 130 Kilometer quer durch tiefstes Mitteldeutschland auf Aphalt, Kopfsteinpflaster und Feldwegen. Es gibt ein Roadbook und vier Verpflegungspunkte, die mit besonderen Köstlichkeiten aufwarten. Über den Abend wird man mit Verpflegung, Teilemarkt, Film und Musik versorgt.<span id="more-1628"></span></p>
<p>Am Sonntag gibt es für alle knallharten Racer ein klassisches Crossrennen. Zitat Veranstalter: <em>&#8220;Klassisches Rundstreckenrennen auf urbanem Geläuf. Schwitzende Körper und brennende Lungen. Barrieren und Treppen, Asphalt- und Go-Kart-Passagen. PowerBar und Soljanka, Tofuschwein und Bionade.&#8221;</em> Jede Menge Sport ist garantiert und wenn ich an das Critical Dirt von 2008 denke, darf man von den Streckenplanern viel erwarten.</p>
<p><img class="colorbox-1628"  src="http://farm3.static.flickr.com/2775/4380566658_609dba12cc.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Critical Dirt: Dresden Leipzig (oder) A Study in Crossification" alt="EISENSCHWEINKADER | 4380566658 609dba12cc Critical Dirt: Dresden Leipzig (oder) A Study in Crossification" /><br />
(Mit bestem Dank an <em>Nikita</em> aus Leipzig, der dieses und andere <a href="http://criticaldirt.com/?p=236">Plakate</a> im Rahmen seiner Diplomarbeit entworfen hat.)</p>
<p>Das Wochenende verspricht so Einiges und wer neben sportlichem Ehrgeiz noch eine gehörige Portion Spass und freie Gedanken mitbringt, wird zwei tolle Tage erleben.<br />
Meine Teilnahme steht jedenfalls fest. Ich werde in Leipzig nächtigen und Samstagmorgen mit dem Zug zum Start nach Dresden gondeln. Die Anmeldung wird am kommenden Wochenende online erfolgen und man sollte sich wahrscheinlich ranhalten, einen der 70 Startplätze zu ergattern.</p>
<p>Weitere Infos und interessante Nebensächlichkeiten gibt es auf der Homepage: <a href="http://criticaldirt.com/?page_id=28">Critical Dirt</a>!</p>
<p>rob</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Liebe schöne Polizistin&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 14:53:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;danke, dass gerade Du mich rausgezogen hast. Danke, dass Du mir nicht den Tag versaut hast. Danke, dass ich mir keine Reflektoren an meinen Crosser bauen muß und keine Lampen vorzeigen. Danke, dass Dir meine Musik auch nicht wirklich zu laut war. Danke, dass ich einfach weiterfahren durfte. Schöne Grüße auch noch einmal an Deinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;danke, dass gerade Du mich rausgezogen hast. Danke, dass Du mir nicht den Tag versaut hast. Danke, dass ich mir keine Reflektoren an meinen Crosser bauen muß und keine Lampen vorzeigen. Danke, dass Dir meine Musik auch nicht wirklich zu laut war. Danke, dass ich einfach weiterfahren durfte.<br />
Schöne Grüße auch noch einmal an Deinen rennradfahrenden Kollegen.<br />
Küßchen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 03:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Als meine Arbeitskollegen am Gründonnerstag im Büro die große Radtasche stehen sahen, erwarteten viele eine der legendären Abenteuerreisen von mir. Wenigstens ein sagenumwobenes Mittelgebirge sollte auf dem Tourenplan stehen, gespannt sahen sie mich an. Als ich ihnen als Ziel meiner Reise lapidar &#8220;Wolfsburg&#8221; entgegnete, blickten mich ratlose Augen an. Das meiste war noch ein erstauntes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als meine Arbeitskollegen am Gründonnerstag im Büro die große Radtasche stehen sahen, erwarteten viele eine der legendären Abenteuerreisen von mir. Wenigstens ein sagenumwobenes Mittelgebirge sollte auf dem Tourenplan stehen, gespannt sahen sie mich an. Als ich ihnen als Ziel meiner Reise lapidar &#8220;Wolfsburg&#8221; entgegnete, blickten mich ratlose Augen an. Das meiste war noch ein erstauntes &#8220;Aha?!&#8221;&#8230;<span id="more-1613"></span></p>
<p>Von Wolfsburg aus soll meine Tour am Karfreitag bei herrlichem blauen Himmel und Sonnenschein starten. Der Wind bläst kräftiger als vorhergesagt, dafür stimmt die Windrichtung &#8211; Süden &#8211; frontal von vorne.<br />
Die ersten 90 Minuten quäle ich mich gegen die Windwand. Der erste Hügel wartet nach Flechtdorf im Forst Lehre, ein schöner Schotterweg im Wald führt hoch zum Hülsenberg. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46581-2/IMG_2652.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46583-2/IMG_2652.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2652 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
Am Horizont der Elm</p>
<p>Über Rothenkamp und Scheppau erreiche ich den Fuß des Elm in Bornum. Jetzt endlich Kantenwind, ich stoße westlich um den Kamm herum über den Galgenberg nach Erkerode. Dort befindet sich der Einstieg ins Reitlingstal, der Kader Onkel hatte sich anno 2008 bereits um die Unterjochung dieses Landstriches gekümmert. Mir bleiben lediglich die Sicherung des Territoriums und Erkundungen in weiter östlich liegende Landschaften übrig. </p>
<p>Im Reitlingstal tümmeln sich zahlreiche Zweiradfahrer, sowohl motorisiert, als auch ohne maschinelle Unterstützung. Der Bärlauch spriest an allen Ecken und Kanten, man bekommt den Duft kaum aus der Nase. Sportlich gesehen ist die Anfahrt von Erkerode nicht wirklich eine Herausforderung, aber nach den ersten zwei Stunden und bei entsprechend hohem Tempo komme ich auf Temperatur. Oben am Tetzelstein entschließe ich mich zur Abfahrt nach Sampleben und weiter nach Eitzum, um von dort erneut die Elm-Hochstraße zu erklimmen. </p>
<p>Auch die zweite Erstürmung läßt die Steigungsprozente nicht in große Höhen ausufern und kontinuierlich trete ich die Kurbel Umdrehung für Umdrehung. Schlußendlich wartet die Abfahrt nach Schöningen. Ich kann  die Umschreibungen von Onkel analog zu denen für Königslutter nur bestätigen: Die letzten 50 Jahre scheint auch dort die Zeit stehen geblieben zu sein. </p>
<p>Was der Osten kann, kann der Westen mindestens genauso gut. Ein riesiger Braunkohletagebau wie früher auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs wird lediglich von Förderbändern, Schienenstrang und einem Asphaltband geteilt. Ich fahre weiter nach Reinsdorf und überquere die Bundeslandgrenze Niedersachsen nach Sachen-Anhalt bei Hohnsleben. Schlagartig ändert sich der Untergrund, wo eben noch sanfter Asphalt unter meinen Pneus war, ist nun der real existierende Kommunismus in Form fiesen Kopfsteinpflasters. </p>
<p>Auf den nun folgenden Kilometern kann man 20 Jahre Deutsche Einheit und die blühenden Landschaften mal wieder vom feinsten aus der Nähe betrachten. Zum 80. Geburtstag auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank und Glückwunsch an die Birne aus der Palz&#8230;<br />
Wenigstens die Stücke um Harbke sind asphaltiert und die Landschaft im ehemaligen Sperrgebiet entschädigt für Schmerzen in den Unterarmen. Nach einem kurzen Stop zwecks Kuchenzufuhr in Harbke, erreiche ich den Ortsteil Autobahn an der A2 in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte Deutsche Teilung. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46591-2/IMG_2653.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46588-5/IMG_2653.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2653 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
An Kreativität kaum zu überbietender Ortsname&#8230;</p>
<p>Nördlich der Autobahn schlage ich mich in den Wald und finde einen direkten Weg (Forstautobahn) nach Bad Helmstedt. Hier erwartet mich nochmal eine kleine Herausforderung mit den beiden Walbecker Warten im Lappwald. Anschließend knalle ich runter nach Walbeck, dort empfängt mich erneut fieses Pflaster. Ich ahne welche Qualen die Frühjahrsklassiker zu bieten haben. Zum Glück wird die Straße wenigstens ab Ortsmitte wieder asphaltiert (Flickenteppich), über den Drachenberg nach Weferlingen und weiter bis Döhren. Ich kehre endgültig nach Niedersachsen zurück und ab Mackendorf heißt es bis Rhode wieder Wind von vorne, bzw. Kantenwind. </p>
<p>Garniert mit nicht asphaltierten Feld- und Waldwegen macht mir das ganze mittlerweile langsam zu schaffen. Meine Verpflegung habe ich dummerweise zu Hause vergessen und 5 Stunden liegen auch schon hinter mir. Wenigstens ist die Trinkflasche noch gut gefüllt. Aber ab Rhode ist wieder Asphalt und meinen Rädern und der Wind schiebt endlich von hinten. Mit konstantem Tempo von ca. 35 Stuckis sind die letzten Wellen und Kilometer bis VW-City erstaunlich schnell zurückgelegt. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46592-2/IMG_2650.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46572-3/IMG_2650.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2650 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
Niedersäschsische Alleenlandschaft</p>
<p>Am Ende des Tages habe ich 135km mit über 1000 Höhenmetern auf der Uhr. Seit einem halben Jahr die erste erwähnenswerte Ausfahrt, ich hab mich fast schlechter als nach HH-B gefühlt. Der Frühling kann und muss jetzt kommen, sonst sehe ich an Himmelfahrt echt alt aus. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Grenzverläufe und Landgewinne</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 10:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr durch einen Zufall stolperte Expeditionär J-CooP vor einiger Zeit beim Kartenstudium über diverse Merkwürdigkeiten bezüglich des Grenzverlaufs im Südwesten der Provinz Brandenburg. Der angrenzende Schurkenstaat &#8211; im offiziellen Sprachgebrauch hat sich &#8220;Sachsen-Anhalt&#8221; als Name eingebürgert &#8211; schien völlig unbemerkt den Grenzverlauf zu Ungunsten unserer Provinz um einiges Richtung Norden verschoben zu haben. Gebiet, welches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr durch einen Zufall stolperte Expeditionär J-CooP vor einiger Zeit beim Kartenstudium über diverse Merkwürdigkeiten bezüglich des Grenzverlaufs im Südwesten der Provinz Brandenburg. Der angrenzende Schurkenstaat &#8211; im offiziellen Sprachgebrauch hat sich &#8220;Sachsen-Anhalt&#8221; als Name eingebürgert &#8211; schien völlig unbemerkt den Grenzverlauf zu Ungunsten unserer Provinz um einiges Richtung Norden verschoben zu haben.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/grenzgebiet_original.png"><img class="colorbox-1587"  src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/grenzgebiet_preview.png" alt="EISENSCHWEINKADER | grenzgebiet preview Grenzverläufe und Landgewinne" title="Gebietsgewinne" /></a><br /><small>Gebiet, welches durch die Verschiebung der Grenze Sachsen-Anhalt anheim gefallen ist.</small></p>
<p>Seit dem Abzug unserer sowjetischen Befreier Mitte der neunziger Jahre ist gerade das Grenzgebiet im Süden nur noch außerordentlich dünn besiedelt. Es gibt Landstriche, welche seit einer Dekade kein menschliches Wesen mehr zu Gesicht bekommen hat. Der Feind™ hat sich diese Tatsache nun offenbar zu Nutze gemacht.<br />
<span id="more-1587"></span><br />
Da sich niemand an den Unglaublichkeiten zu stören schien, musste &#8211; wie bereits so oft &#8211; der Eisenschweinkader übernehmen.</p>
<p>J-CooP und rik wollten den Karfreitag nutzen, um wieder für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Der Anhaltiner verbringt diesen Tag eingeschlossen in seinen Behausungen und lässt sich nicht an der frischen Luft sehen &#8211; optimale Voraussetzungen für das geplante Manöver.</p>
<p>Die Zielsetzung des Tages war folgende:</p>
<p>(i) Verifizierung der Grenzverschiebung und<br />
(ii) Verschiebung der Provinzgrenze nach Süden und damit Flächengewinn für Brandenburg</p>
<p>Start der Mission war Jüterbog, ein friedlicher Ort noch weit genug hinter den eigenen Linien. Jüterbog wurde von zwei Seiten mit der Eisenbahn angesteuert. Um Punkt 10.00 Uhr war der Trupp komplett und setzte sich in Bewegung.</p>
<p>Es ging recht zügig voran an diesem sonnigen Tag, der Wind meinte es sehr gut. Hier und da hatten gab es sogar etwas Asphalt unter den Stollenreifen (&#8220;Fläming-Skate&#8221; heißt dieser Weg wohl in einschlägigen Kreisen). Nach und nach verschlechterte sich der der Untergrund &#8211; das untrügliche Zeichen, dass man sich der schwarzen Zone näherte.</p>
<p>Nach der Durchquerung eines Stücks Heide war es dann soweit. J-CooP und rik standen an der verschobenen Grenzlinie. Verdammt! Dass <em>die</em> soweit gegangen sind, konnte niemand ahnen! Wie bereits erwähnt, war es unwahrscheinlich, heute einen Anhaltiner zu Gesicht zu bekommen. Diese Tatsache sollte nun ein Vorteil bieten!</p>
<p>J-CooP erklomm einen heute unbesetzten Wachturm (siehe Bild), welcher direkt an der Grenzlinie errichtet wurde. Das Bild was sich ihm von dort oben bot bestätigte die Vermutungen bezüglich des neuen Verlaufs der Grenze.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2124_DSC_3891.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/01_wachturm.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 01 wachturm Grenzverläufe und Landgewinne" title="Wachturm" width="345" height="520" class="alignnone size-full wp-image-1588 colorbox-1587" /></a><br /><small>Besetzung eines feindlichen Wachturms direkt am Grenzverlauf</small></p>
<p>Die feindlichen Linien wurden überquert und man begann mit dem schnellen Vorrücken Richtung Süden. Kurze Zeit später: Jemand muss Lunte gerochen haben! Ein Flugzeug, welches sich im Tiefflug näherte! Was passiert jetzt? Ist das der Gegenangriff? Oder nur die Feindaufklärung?</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2128_DSC_3895.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/02_flugzeug.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 02 flugzeug Grenzverläufe und Landgewinne" title="Feindlicher Flieger" class="alignnone size-full wp-image-1589 colorbox-1587" /></a><br /><small>Feindlicher Flieger im Tiefflug</small></p>
<p>Man wusste es nicht. Es blieb also nur das, was so oft geübt wurde: Der Sprung in die Deckung. Luft anhalten, Kopf nach unten, nur kein Aufsehen erregen. Was wäre die Alternative? Ein abgeschossenes Flugzeug würde sicher Verdacht wecken. Er ging nach zwei geflogenen Schleifen wieder in den Steigflug über und nach einer Minute war nichts mehr von ihm zu hören. Das ist gerade noch mal gut gegangen!</p>
<p>Nach einigen Kilometern wurde dann klar, <em>wie</em> der Anhaltiner es geschafft hatte, den Grenzverlauf unbemerkt so weit nach Norden zu verschieben. Er besitzt mobile Grenzverschiebungsmaschinen!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2137_DSC_3904.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/03_granzverschiebungsmaschine.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 03 granzverschiebungsmaschine Grenzverläufe und Landgewinne" title="Grenzverschiebungsmaschine" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1590 colorbox-1587" /></a><br /><small>selbstfahrende Grenzverschiebungsmaschine</small></p>
<p>Diese können sich sogar aus eigener Kraft fortbewegen. Dabei bewegen sie sich dermaßen langsam, dass es für Menschen nicht möglich ist, den Prozess der Verschiebung zu beobachten. Lediglich Zeitrafferaufnahmen offenbaren was passiert. Technisch vergleichbar ist nur die <a href="http://www.kronos-projekt.de/index-start-rech.html" title="Kronos-Projekt">Steglitzer Entschleunigungsbahn</a>.</p>
<p>Die Maschinen wurden für die heimische Auswertung genau dokumentiert und danach manipuliert. Der Antrieb wurde umprogrammiert, so dass die Maschinen sich ab sofort rückwärts bewegen. Man wird sich sehr wundern!</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Tages bewegte sich der Trupp immer weiter nach Süden, musste dabei sogar Minenfelder durchqueren.</p>
<p>Es ist dem Anhaltiner wohl wirklich Ernst.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2143_DSC_3910.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/04_minenfeld.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 04 minenfeld Grenzverläufe und Landgewinne" title="Minenfeld" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1592 colorbox-1587" /></a><br /><small>Minenfeld</small></p>
<p>Endlich. Die Querung der Schwarzen Elster.</p>
<p>&#8220;Das wäre ein schöner Grenzfluss&#8221; sagte J-CooP.<br />
&#8220;Dann soll er das ab jetzt auch sein!&#8221; erwiderte rik.</p>
<p>Ein Stück flussabwärts erreichten die Helden den Ort Jessen. Ein kleines, schönes Städtchen, in dem es noch Widerständler gab! Offen zeigten sie ihre Verbundenheit mit Berlin und Brandenburg (siehe Bild). Es tat sehr gut, das zu sehen. Das war genau der richtige Ort für eine Stärkung! Das Hotel &#8220;Stadt Berlin&#8221; hielt allerlei Getränke und Speisen bereit und das wundervolle Wetter sorgte dafür, dass man bereits draußen in der Sonne sitzen konnte. Unglaublich schön!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402/09.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/06_berlin.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 06 berlin Grenzverläufe und Landgewinne" title="Verbundenheit" width="512" height="342" class="alignnone size-full wp-image-1593 colorbox-1587" /></a><br /><small>Widerständler zeigen subtil ihre Verbundenheit mit uns</small></p>
<p>Das Ziel des Tages war den Grenzverlauf bis vor Wittenberg wiederherzustellen. J-CooP und rik folgten der Schwarzen Elster flussabwärts bis zur Mündung in die Elbe. Dort kam ihnen die Idee!</p>
<p>Was, wenn Brandenburg nicht nur im äußersten Süden und im Nordwesten die Elbe als Grenzfluss haben würde, sondern auch noch hier?</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2202_DSC_3969.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/07_elbe.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 07 elbe Grenzverläufe und Landgewinne" title="07_elbe" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1603 colorbox-1587" /></a><br /><small>An der Provinzgrenze</small></p>
<p>Die Augen der beiden Helden glitzerten bei dieser Vorstellung wie die feinen Strahlen der heutigen Sonne. Irgendwann würde dann womöglich sogar Wittenberg wieder zu uns gehören?</p>
<p>So leicht, wie man es sich vorgestellt hatte, wurde es leider nicht. Aber es gewinnt immer der, der genug Zähigkeit besitzt. Das war heute oft genug der vom Hochwasser getränkte Untergrund aber schlussendlich obsiegte doch wieder nur einer.</p>
<p>Der Eisenschweinkader.</p>
<p>Rechts von Elster und Elbe wurde der Grenzverlauf zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt neu definiert. Brandenburg ist seit dem 2. April 2010 dank zweier Unerschrockener Kämpfer um 549 km<sup>2</sup> größer. </p>
<p>Wer weiß, ob wir es irgendwann schaffen, den linkselbischen Flächenbesitz unseres Landes auf mehr als die aktuellen 0,5 km<sup>2</sup> zu vergrößern.</p>
<p>(<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402/">Bilder</a> und <a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/">Bilder</a>)</p>
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		<title>[cikago bude] Kleene Sause zur Eröffnung</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2010/04/02/cikagobude-kleene-sause-zur-eroffnung/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 10:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anomalie des Wassers bzw. das komische Quecksilber! Seid eingeladen und habt teil. rob und bob]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46323-1/flx0410.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1581"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46323-1/flx0410.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | flx0410 [cikago bude] Kleene Sause zur Eröffnung" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [cikago bude] Kleene Sause zur Eröffnung" /></a><br />
Die Anomalie des Wassers bzw. das komische Quecksilber! </p>
<p>Seid eingeladen und habt teil. </p>
<p>rob und bob</p>
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		<title>Schlittenralley &#8211; Erinnerungen an einen Winter</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 23:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nice Things]]></category>

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		<description><![CDATA[Es begab sich vor ein paar Wochen, als der Winter noch sein jungfräuliches Schneekleid über Berlin deckte, dass, in Ermangelung einer geeigneten Anzahl an Schlitten, neue Ideen gefragt waren. So machten sich Robert und Tobi in der Werkstatt von Pedalum Mobile ans Werk (natürlich in der Pause) und versahen den gelben Kasten einer matehaltigen Brause [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es begab sich vor ein paar Wochen, als der Winter noch sein jungfräuliches Schneekleid über Berlin deckte, dass, in Ermangelung einer geeigneten Anzahl an Schlitten, neue Ideen gefragt waren. So machten sich Robert und Tobi in der Werkstatt von Pedalum Mobile ans Werk (natürlich in der Pause) und versahen den gelben Kasten einer matehaltigen Brause mit zwei breiten, modischen Zaunlatten. Die Rodelpartie in den Püttbergen wurde filmisch festgehalten und aus dem zahlreichen Material von Roberts Feundin ein kurzweiliger Kurzfilm geschnippelt. Die Kiste ging ab wie ein xxxtra-hottes Chilizäpfchen. Feine Fahrtechnik war gefragt, gelenkt wurde am besten per gekonnten Driftens und in Sachen Topspeed war der Kasten unschlagbar.<br />
Zum Winterausklang viel Spass bei der Schlittenralley.</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/xW_9rNaS9i0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/xW_9rNaS9i0&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;color1=0x3a3a3a&#038;color2=0x999999" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
<p>rb</p>
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		<title>Staubi erklärt die Welt Teil 52</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 21:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Staubi erklärt die Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Staubi über die Härte des Geländeradfahrens im Tegler Forst: &#8220;Bevor ich zwei Stunden im Tegler Forst fahre, fahr ich lieber einmal die L&#8217;Eroica.&#8221; [Pause] &#8220;Das ist mir lieber!&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Staubi über die Härte des Geländeradfahrens im Tegler Forst:</p>
<p><em>&#8220;Bevor ich zwei Stunden im Tegler Forst fahre, fahr ich lieber einmal die L&#8217;Eroica.&#8221;</em><br />
[Pause]<br />
<em>&#8220;Das ist mir lieber!&#8221;</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Klaus-Störtebeker-Gedächtnis-Cup 4. Lauf</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 22:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ackebua</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen Mond nur ist es her, daß er uns den Rücken kehrte. Der Schwerter Klirren und der Ketten Rasseln kaum verstummt, das Blut der Schwachen noch mahnend vom eisigen Grund des Plänterwaldes dampft, sucht er die Seinen ein letztes Mal heim. Beißende Kälte und eisige Winde ersticken jeden noch so kleinen Funken Hoffnung auf des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Mond nur ist es her, daß er uns den Rücken kehrte. Der Schwerter Klirren und der Ketten Rasseln kaum verstummt, das Blut der Schwachen noch mahnend vom eisigen Grund des Plänterwaldes dampft, sucht er die Seinen ein letztes Mal heim. Beißende Kälte und eisige Winde ersticken jeden noch so kleinen Funken Hoffnung auf des Frühlings Wärme, und so werden auch beim letzten Kampf um den begehrten Becher Eis und Schnee, Dunkelheit und Stille die Bühne für das Spektakel bereiten. Seid bereit, wenn des alten Meisters Kommando die zitternde Meute treibt:</p>
<p><strong>&#8220;So fahrt denn um meinen Becher, oder fahrt zur Hölle. Den Kopf des Letzten will ich meinem Schwerte geben.&#8221;</strong></p>
<p>Erscheint zahlreich zum scharfen Start um <strong>1300 in der Schönholzer Heide</strong>, <a href="http://maps.google.de/maps/place?f=q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=KSGC+2.+Lauf&#038;sspn=0.006129,0.013733&#038;ie=UTF8&#038;mrt=kmlkmz&#038;ei=sAgwSaqOH5u6oAOh_4SnAw&#038;sig2=ngVc9g3AxfDBqL4AaKDKWg&#038;cd=1&#038;li=lmd&#038;t=m&#038;fb=1&#038;cid=4326355314653879896">Treffpunkt</a> alte Treppe am südöstlichen Ende der Heide.</p>
<p><img class="colorbox-1567"  src="http://www.stoertebeker-cup.de/gallery/d/12603-2/20081206_d300_lr_0127_7118.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 20081206 d300 lr 0127 7118 Klaus Störtebeker Gedächtnis Cup 4. Lauf"  title="EISENSCHWEINKADER | Klaus Störtebeker Gedächtnis Cup 4. Lauf" /></p>
]]></content:encoded>
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