13. Juli, Cannes. Wir betrachten erstaunt dekadentes Geschmeiss in teuren Limousinen oder Yachten, welche in der Größe kaum von den Kreuzfahrtschiffen zu unterscheiden sind. Der Himmel verdunkelt sich, es grollen Donner in der Ferne. Über den Bergen dräut Furchtbares. Ein Unwetter lässt uns in Sekunden komplett durchweichen und Straßen im Nichts versinken.
Nein, nicht furchtbares, reinigende Katharsis. Es muss geputzt werden, denn morgen:
14. Juli – Nationalfeiertag; Grasse; 0600 Uhr Aufstehen!
Um sieben Uhr rasten Schuhe in Pedale und es geht in die Berge. Berge! Naja, die Alpes Maritimes, besseres Mittelgebirge. Aber immer schön von Meereshöhe aufwärts. Mit dem Grenouille im Kopf erklimme ich die steilen Straßen von Grasse in Richtung Himmel, immer Enfleurage, Mazerazion und solch Zeug in den Gedanken. Der Gallier in Gestalt von Gendarmen richtet die Stadt mit Flaggen und Blumenschmuck her, aber irgendetwas fehlt. Ahja, die Trillerpfeife! Louis de Funès als Polizist hatte immer eine solche im Munde und wies damit delinquente Personen zurecht. Heutzutage wird aber alles in Ruhe und Gelassenheit geregelt.
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