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Didi A. Senftenberg beim Fleischer

Samstag. Didi A. Senftenberg erwartet Gäste zum „Herrenfrühstück“. Bier hat er besorgt, für jeden eine Flasche Mampe Halb&Halb, Rollmöpse sind da, jetzt fehlt nur noch Hackepeter. Also ab zur Fleischerei Kahl um die Ecke.

„Juten Morjen, ick hätt jerne 3 Pfund Hackepeter, unjewürzt. Bitte.“

Renate, die Inhaberin, steht drall und blutverschmiert hinterm Tresen, das Haumesser lässig in der Hand wiegend.

„Ham wa nich! Jibt et ooch jarnich!“

„Wieso?“

„Männeken, Hackepeta is imma jewürzt.“

„Und wat nehm Se da an Jewürze?“

„Sach ick nich.“

„Aba eena von meine Jäste hat da ne Unvaträchlichkeit…“

„Dit jeht ma nüscht an. Hackepeta is imma jewürzt. Hat sich ooch noch keena beklacht.”

“Und nu?”

“Kannst ja Schweinehack nehm…”

„Na jut, denn nehm ick Hack.“

Renate schaufelt 3 Pfund Hack auf die Waage und brummelt vor sich hin.

„Früha kam hier jeden Morjen so’n Spaßvochel rinn. Wollte imma 3 Schrippen mit Hackepeta ohne Zwiebeln. Son bekloppta Radfahra.“

„Jeden Morjen?“

„Ja imma vorm Training. Der lustje Franz war dit.“

„Wann solln dit jewesen sein?“

„Kann ick da sachen. Is jezze 90 Jahre her. Hat imma morjens Schrippen jekooft, denn uffs Rad und abnds bein Magendokta.“

„War dit Hack schlecht?“

„Männeken!“ Die Hand mit dem Haumesser erhebt sich drohend. Didi A.Senftenberg muß schlucken.

„Na wejen Magendokta….“

„Quatsch nich, die Kneipe da drüben, da warn se imma. Der und noch sone Type.“

Didi A. Senftenberg zahlt, nimmt sein Hack und geht in seine Weddinger Wohnung. In seinem Kopf schwirren die Gedanken. Der lustige Franz? Mit noch einem? Schluckauf macht sich breit, er nimmt einen ersten Mampe Halb&Halb und versinkt in Grübelei.

Am 1.September findet die nächste Huschke-Gedenkausfahrt statt.

twobeers

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