Monatliches Archiv für Juni, 2011

Ich gegen die Bahn

„Willst Du nicht mitkommen zum Baden?“ fragte mein Weib.
„Och nö, laß mal, ich setz mich lieber aufs Rad. Vielleicht komm ich an einem See vorbei und springe da rein.“
„Aber es wäre sehr schön, wenn wir mal wieder zusammen etwas Zeit verbringen würden…“
Diese Sätze fallen am frühen Mittwochnachmittag, der für die nächste Zeit letzte heiße Tag. Ich muß noch eine zwei Sachen erledigen und als ich wieder nach Hause komme, ist die Familie schon weg. Die S-Bahn würde um 12 abfahren, mit Umsteigen ist die Ankunft für 46 in Wandlitz geplant. Ob ich die Familie überraschen könnte? ‚Ich gegen die Bahn‘ weiterlesen …

Von Tanke zu Tanke 2

Wer hätte das gedacht? Gestern gab es gerade mal die zweite Auflage des Paarzeitfahrens von Tanke zu Tanke, und schon ist dieses Sportereignis eine Institution! Die ursprüngliche Idee von TwoBeers, dem Zeitfahrtier schlechthin, fruchtete ja schon im vergangenen Jahr und sorgte für eine solide Basis, um ein weiteres Großereignis des ESK zu etablieren. Der Abend war rundum gelungen: Das Organisationskomitee perfekt besetzt und zahlenmäßig ideal aufgestellt, Kaltgetränke direkt am Start/Ziel-Bereich, feinstes Rennwetter und eine beinahe leere Havelchaussee. Ich möchte nun als Teil des Siegerteams gern ein paar Impressionen aus meiner eigenen Wahrnehmung heraus – sofern überhaupt vorhanden – preisgeben.

Überpünktliches Erscheinen sollte mir die Möglichkeit geben, mich mit der Strecke und meinen verkümmerten Gliedmaßen vertraut zu machen. Radfahren kenne ich seit Monaten nur von der regelmäßigen Fahrt zum Bäcker und von 3 mordsanstrengenden Touren beim Harzsturm. Hinzu kommt, daß ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung Husten fragte, ob er nicht mit mir ein Team bilden wolle. Er sagte natürlich ja! Kurze Zeit später sah ich Husten bei einem Kriterium in Lichterfelde und muß gestehen, bereits dort nach Ausreden gesucht zu haben, warum ich leider absagen muß. Scheiße, sah der Mann schnell aus! ‚Von Tanke zu Tanke 2‘ weiterlesen …

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Bimmich

Rhönmarathon 2011 in der Ultra-Ausgabe, 240km über 4000hm.

Traumhafte Landschaft, Berge, Kuppen, Höhenmeter satt. Das Wetter begann kühl und steigerte sich nach Regentropfen auf der Wasserkuppe zu sonnigen 20°. Die Verpflegung wie immer top, die Helfer hilfsbereit und freundlich. Die Highlights der Erweiterung sind die Rother Kuppe und der Boxberg, mit spektakulärer Abfahrt.
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Fränkische Brauereitour

Viele wissen aus eigener SfdW-Erfahrung: betrunken Radfahren ist zwar nicht erlaubt, geht aber meistens gut. Meistens nun impliziert: nicht immer. Fast jeder aus dem Kader kann Narben vorzeigen von unkontrollierten Abstiegen oder zumindest Geschichten von den unheilvollen Folgen. Man soll es einfach nicht übertreiben. Das jedoch ist einfacher gesagt als getan, wenn man sich in der Fränkischen Schweiz befindet.
Franken gilt als Wiege der Braukunst, das hiesige Bier als eines der besten überhaupt und sowieso gibt es hier Regionen mit den höchsten Brauereidichten pro Einwohner auf der ganzen Welt. Fast jedes Dorf besitzt hier mindestens eine Brauerei mit angeschlossenem Biergarten. Was also liegt näher, als diese regionale Besonderheit der Fränkischen Schweiz, das eigene Interesse an den Ergebnissen der lokalen Braukünste und das für die Entfernungen zwischen den einzelnen Brauereien perfekt geeignete Fortbewegungsmittel Mountainbike miteinander zu kombinieren. Heraus kommt Darkdesigners Idee der Fränkischen Brauereitour, der sich Mischiflix und ich gerne anschlossen. Die Hinweise bezüglich der besten Brauereien und schönsten Biergärten kamen von Darki’s fränkischen Kumpels Tom und Rieni.

Der eigentliche Plan sah vor fünf Brauereien zu besuchen, angefangen mit der am weitesten entfernten. Aber wie das nun einmal mit dem Übertreiben so ist: wenn denn mehr als fünf Brauereien auf dem Heimweg ansässig sind, warum dann eine links oder rechts liegen lassen. Und so bekam eine Brauereitour mit ansich sehr entspanntem Charakter nicht nur wegen der 62 Kilometer eine durchaus sportliche Note.
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Das war der Frankensturm 2011

Der erste Fahrer macht eine knappe Handbewegung nach rechts, biegt vom Kiesweg ab und verschwindet zwischen Brennnesseln und Sträuchern. Die folgenden Radler schalten und drücken nach. Auf einem trockenen Trail geht es abwärts, klappernde Ketten,verbrannte Bremsbeläge. Hinter einer Kurve plötzlich wieder Steigung, krachende Gangwechsel, mit Druck über Wurzelbollwerke. Stollen krallen sich in glatte Steine und loses Holz. Links rechts links um ein paar Findlinge gezirkelt, kurz in die Abfahrt beschleunigt, mit 120 Umdrehungen in den nächsten Anstieg. Dann am Rand eines Abgrundes balancierend durch trockenes Gras, Schotterabfahrt, über die Schienen, ein kurzes Stück Straße und ab auf die Wiese. Ein Helles, eine Dusche und dann zu Tisch! Sterneküche für müde Recken. Eine Runde Huckepack mit dem Nachwuchs, dann ab ans Lagerfeuer. Das Leben ist schön!