Flandern in Flammen

Positive und negative Fakten zur Ronde van Vlaanderen

Zunächst einmal muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der Jedermannveranstaltung um kein Rennen, sondern um eine klassische RTF (Marathondistanz) handelt.

Fangen wir mit dem guten an:
– Freundliche Menschen und Helfer
– Kreuzungsbereiche sind fast überall mit Helfern besetzt
– Ampelanlagen werden meistens durch Polizisten vor Ort ersetzt
– Verpflegung, es gibt eine
– Hellingen en kasseien

Negativ empfanden wir:
– Chaos am Start
– Radwegebenutzungspflicht bei gefährlichen und desolatem Zustand der Wege
– Hohe Anzahl der Teilnehmer, führt in den großen Gruppen zu Stress und Unfällen
– Position der Verpflegungsstellen, bei warmen Wetter sind mehr Getränkepunkte wünschenswert
– Art der Verpflegung, aber bei der Masse wohl nicht besser zu leisten
– langweilige Landschaft, vorallem auf den ersten 80km
– unentwegter Güllegestank
– Stau in und um Ninove, in Belgien allgemein

Gut, jeder muss es selbst wissen, aber weniger ist manchmal mehr. Eine Begrenzung der Teilnehmer auf 2500 je Strecke würde deutlich zu einer Entzerrung beitragen, ebenso Startfenster für die schnellen und langsamen Teilnehmer ähnlich wie in Hamburg. Die Landschaft kann mit der Toskana nicht mithalten, aber das muss sie vielleicht auch nicht. Letztenendes muss jeder selbst entscheiden, ob er sich Flandern „antut“ oder lieber etwas anderes. Ich persönlich bin froh es einmal gesehen zu haben, bevorzuge aber Veranstaltungen ähnlichen Charakters wie zum Beispiel den Rhönmarathon oder die L’Eroica eindeutig.

Auf der nächsten Seite werfe ich noch einen Blick auf das Profirennen am Sonntag.

darkdesigner

13 Kommentare

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  • Schön das es wenigstens be Euch geklappt hat und schade, das wir uns nicht vor Ort treffen konnten. Ich habe mir das noch nicht durchgelesen. Dazu fehlt mir noch die innere Stärke aber wenn diese kleine Phase überwunden ist, werde ich mit Freude Deine Zeilen lesen um aus erster Hand zu sehen, was wir so alles verpasst haben…

  • Eule, das las sich wie ganz großer Radsport. Damit bist Du der erste Kader, der eines der Radsportmonumente in den gesegneten Knochen hat. Ich will mindestens 10 Kinder von Dir. Toller Bericht übrigens!

  • Hammergeil, Herr Eule! Schade, dass es nicht geregenet hat, aber scheinbar ist das auch so schon gaaanz schön anstrengend. Will auch mal machen! Klasse! Grüße die beiden anderen Penner! Also die Italiener und den Amerikaner. Bis bald…D.K.

  • es war nicht nur eine freude, es war FEST deine zeilen zu lesen, eule. toll, dass ihr das zu dritt durchgezogen habt. ich habe zwar nur bahnhof (hellingen) und bahnhof (kasseien) verstanden, aber es scheint schon etwas sehr besonders gewesen zu sein.
    und nicht unerwähnt scheint mir, dass sich die ganzen fiesen stiche auf den 255 kilometern immerhin zu fast 2000 höhenmetern summierten. ein hartes stück arbeit und ein sehr schöner bericht. respekt!

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