ESK-Jubiläumstour 2.0 – Die Dhünntalsperre

Ich fuhr ein paar Meter zurück und schwenkte gen Nordosten ab. Nicht ohne diesen nostalgischen Postkasten zu fotographieren.

Wieder ging es über mehrere dieser kleinen Bergrücken. An einer Stelle macht ich ein Foto dieser pussierlichen Nacktschnecken, die man hier allerorts überfährt.

Ich frage mich, warum diese Tierchen solche großen Löcher an der Seite haben. Wenn es mir jemand sagen kann, nur zu. Habe sie nicht nur bei diesem Exemplar gesehen.

Die 1:50.000er Karte ist in diesem feinreliefierten Gelände manchmal sehr ungenau. Nachdem ich mir über ein paar Hügel gezwungen habe, stehe ich plötzlich an einer Kreuzung die ich schon kannte: der X19. Mist! Die Leute, die dort im Vorgarten saßen, grinsten mich nur an, hatten sie mich doch eine knappe Stunde zuvor schon durchrauschen sehen. So ganz falsch war ich aber nicht. “Zum Stausee immer bergab.”, meinten sie besserwisserisch und lachten. Ich fuhr ein paar Meter zurück und zweigte nach Westen ab. Über Neumühle erreichte ich den östlichsten Zipfel der Großen Dhünntalsperre, die Vorsperre Große Dhünn.
Die Nordseite der Vorsperre wird von dem Wanderweg A1 flankiert, welcher eben am Hang entlangführt. Endlich mal wieder richtig rollen wie in ohne dieses elendige auf und ab. Mit hoher Kadenz sauste ich den kurvigen Schotterweg entlang, der immer wieder in seitlichen Täler hineinführte.

Bald kam ich an dem kleinen Damm an, welcher die Vorsperre vom richtigen Stausee trennte. Hier weitete sich der Blick über den See und auf den Himmel (siehe auch Bild ganz am Anfang). Ich schob mir eine Banane rein, genoss den Blick auf den See und befragte die Karte nach der besten Möglichkeit für den Rückweg, schließlich war es schon 1800. Über 20 Dörfer und Höfe mussten dem Bau des Stausees weichen, wusste eine Tafel zudem zu berichten.

Ich musste einen Kilometer zurück, ehe ich gen Norden vom Stausee wegkam. Steil ging es die Flanken hinauf. Hin und wieder luckten ein paar Sonnenstrahlen durch die dichten Wolken.

Zu meiner großen Überraschung licheteten sich die Wolken immer mehr, sodass irgendwann sogar die Sonne zum Durchschein kam, leider war es schon recht spät, sodass sie nurnoch einige Berghänge mit Licht durchtränke.

Seit einigen Kilometern folgte ich nun schon dem Wermelskirchner Rundweg. Kurz vor dem Ort Dhünn bekam ich auch noch einen dieser in dieser regnerischen Gegend so spärlichen Sonnenstrahlen ab.

Der Rest ist schnell erzählt. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit folgte ich der Landstraße nach Wermelskirchen und stürzte mich hinter dem Ort, immernoch auf dem Rundweg aber wieder abseits der Straße, hinab in das Eschbachtal (der geneigte Leser erinnert sich an den Anfang der Tour). Jetzt war es schon empfindlich kühl, aber die letzten Kilometer würden eh nurnoch bergan gehen. Ich folgte dem R9-Weg steil hinauf nach Remscheid. Ist schon sonderbar mit dieser Stadt auf dem Berg. Überall anders fährt man aus der Siedlung im Tal hinein in den Wald hinauf auf den Berg. Hier fährt man aus dem Tal durch den Wald hinauf auf den Berg in die Stadt. Um 2030 war ich wieder zu Hause – und ordentlich erschöpft. Über Kilometerzahlen kann ich nur spekulieren, vielleicht 70? entsprechend des bergigen Terrains: viele.

Das war es von dieser Seite. Um Anfang Oktober zur L’Eroica halbwegs fit zu sein, muss ich noch ein paar dieser Runden absolvieren. Bei Schwanenwetter würde ich mal gerne ein große Schleife hinein in das Bergische Land gen Osten drehen. Ich werde berichten, so es denn der Spätsommer *hüstel* zulässt.

rob

4 Kommentare

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  • Schöne Geburtstagsrunde,
    auch einen herzlichen Dank für Deine bebilderte Reise durchs Bergische Land. Der geneigte Leser hat seinen Spaß an diesem feinen Bericht.

    Das mit den “westdeutschen” Wegen und Wegsymbolen üben wir demnächst dann hoffentlich gemeinsam 😉

  • Sehr schön, Robsen! Bei dem Anblick der “Zaungäste” wurde mir schlagartig klar, dass wir auch diese schicken (im Bild gelben) Namensschilder im Ohr tragen sollten. Passt einfach toll zu dem schwarz/weissen Trikot und ist echt mal etwas anderes. Werde mal mit Husten darüber sprechen. Bis bald… menis

  • Es ist gut zu sehen, Rob, dass du Freunde gefunden hast. Und das mit den Nacktschnecken ist ganz einfach, die haben das falsche Waschmittel genommen – die kennen Dieter Bürgy nicht – das ist Lochfraß!!!

  • Rob mein Freund, so fern uns doch so nah. Ich hoffe, Du machst Deine Drohung nicht war und kommst irgendwann wieder in die Heimat. Ich – für meinen Teil – werde das ab spätestens ab November auf alle Fälle machen.

    PS: Die scheisendreck Schnecken atmen durch diese Löcher. Wenn Du wieder mal eine siehst: LATSCH DRUFF! (oder fülle das Loch von mir aus mit Pattex)

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