[Eilmeldung] rob gesteht langjähriges Doping

BERLIN, 25.5. – Berliner Eisenschwein rob gesteht als erster Freizeitfahrer systematisches Doping

Nach den sturmflutartigen Dopinggeständnissen rund um das Team Telekom in den letzten Tagen erreicht der Dopingskandal nun auch den Freizeitradsport. Laut einer Pressemitteilung vom heutigen Nachmittag gibt das Berliner Eisenschwein rob zu, viele Jahre lang im Radsport verbotene Substanzen zu sich genommen zu haben.

Nach eigenen Verlautbarungen gesteht rob, systematisch vor und während Freizeitausfahrten und Jedermannsrennen die auf der UCI-Dopingliste enthaltenen Wirkstoffe Alkohol und Cannabinoide zu sich genommen zu haben. „Seit den späten Neunziger Jahren habe ich diese Praxis auf eigene Verantwortung hin verfolgt, um sowohl eine leistungssteigernde Wirkung zu erzielen, als auch die Ruhephasen zu intensivieren.“, so rob in der Pressemeldung. Weiterhin räumt er jedoch ein, „dass ich deswegen keine großen Räuegefühlen zeigen kann. Ich habe dies aus vollkommen eigenen Antrieben heraus betrieben. Diese Praxis war und ist in meinem Umfeld des Eisenschweinkaders weit verbreitet.“. rob bekräftigte in seinen Aussagen, dass jeder Radsportler die freie Wahl hat und hier kein im großen Stil organisiertes Doping vorliegt, dass, wer mithalten will, aber oftmals um die Anwendung verbotener Mittel nicht umhin käme.

Die neuen Aussagen erschüttern damit nun auch den Freizeitradsport, der bisher in Dopingfragen immer als rein gegolten hatte. Der wahre Umfang des Dopingsskandals ist nach diesem neuen Geständnis kaum mehr zu überblicken. Die UCI, der BDR unter Herrn Scharping und das Innenministerium unter Herrn Schäuble sind nun gefragt, nicht nur im Profi-, sondern auch im Freizeitsport eine deutliche line zu ziehen. Freizeitradsportler rob hingegen erklärte, weiterhin stolz auf seine vielfachen Radsporterfolge im Privaten (u.a. Alpenbezwingung mit dem Singlespeeder, Jested-Bergankunft, Rennsteigfahrten) und Halboffiziellen (u.a. GBBC-Gesamtsieger 2003, Erfolg bei den HEW-Cyclassics in Hamburg 2006, 2. Platz bei der Singlespeed-WM 2004, 2. Platz bei der Deutschen Singlespeed-Meisterschaft 2003, zahlreiche Treppchenplatzierungen beim KSGC, Sieg beim WvdV-GC 2004) zu sein.

17 Kommentare

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  • Rob, verdammt. Ich hatte sowas vermutet.
    Leider muss auch ich, Eisenschwein den Konsum eben dieser Substanzen zugeben. Jedoch nur im Zeitraum vor 1990-1991, ich war da schon 6 Jahre alt.
    Aber nur der langsame Abbau im Körper kann meine heute Leistungfähigkeit erklären. (Heute Tour über Wurnberg, Achtermann und Brocken, mehr dazu später)
    Demütigst, der Mischi-fix

  • Tja nun auch mein lieber Rob,
    jahrelang habe ich einen sauberen Sport für möglich gehalten. Jahrelang wahren Typen wie Rob, Typen gemacht wie von Kruppstahl, meine Vorbilder. Stets habe ich versucht Ihnen nachzueifern. Bin spät ins Bett gegangen, habe mich nur selten gewaschen und hätte auch Vorlesungen geschwänzt, wenn ich nur Abitur hätte. Und nun sowas. Eine Welt, ach was sage ich, die Welt stürzt um mich herum ein. Ich gehe ins Wasser. Oder vielleicht vorher lieber in die Kneipe. Mal sehen…

    Ich für meinen Teil bleibe dabei. Ich habe nie jemanden betrogen. Ich möchte sogar soweit gehen zu behaupten, dass ich überhaupt kein Fahrrad habe.

  • Menno Rob,
    und das von DIR! des haettsch nich gedacht. grosse sauerei. ganz grosse! also wenn zurueck, denn gibts ordentlich was uff die RadlerWaden. besten Gruss aus Schwitzhuette Ukrainski!
    kris…

  • Ich bin entsetzt, zutiefst erschüttert, mir fehlen die Worte…

    Jetzt heißt es aufräumen, von allen Seiten sollten harte Konsequenzen getroffen werden. Wir müssen den Sport wieder sauber bekommen. Schließlich haben wir eine Vorbildfunktion für den Nachwuchs.

    Für mich kann ich nichts zugeben, weil ich nie jemanden betrogen oder geschädigt habe.

  • Jetzt ist schnelles konsequetes Handeln seitens der Offiziellen des Eisenschweinkaders gefragt. Diesen Rob sollte man so schnell wie möglich zum Ehrenpräsidenten des ESK ernennen. Schließlich steht die Glaubwürdigkeit des „Vereins“ auf dem Spiel.

    JA,auch ich habe es getan. Ich habe jahrelang mit Alkohol gedopt, um den Pulsschlag im Training künstlich hochzutreiben und so die Leidensfähigkeit zu steigern. Wenn mir jetzt jemand meine Erfolge wegnehmen will, nur zu (viel Spaß beim Suchen). Ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen.

  • Ich bin schockiert! Bevor nun mich auch meine Vergangenheit einholt: Ja, auch ich habe vor allem NACH jeder Tour gedopt – mit dem leicht nachweissbaren Alkoholbier. Alle taten das zu dieser zeit des Tourenradsports. Da hies es schlicht: Ex und Hopp!
    Als mir Jockel zum erstenmal nahelegte EPo (EchtPils, oder?) zu benutzen kamen auch mir zweifel an der Ehrlichkeit des Tourenradsports. Aufgrund der fehlenden Nebenwirkungen kam ich manchmal auf bis zu vier Einheiten pro Tourtag. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die ich so durch jahrelanges
    Trinken ge und enttäuscht habe. Ich musste mein Schweigen brechen, damit ich wieder Carl und Ampel in die Augen schauen kann.
    Verzeit mir bitte!

  • Ich habe ein reines Gewissen…
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    … zumindest bis ich dann auf der Pressekonferenz im Jahre 2017 unter Tränen meinen Töchtern diese Lüge eingestehen werde.

  • Ich setz mích dann neben Dich und klopf Dir ab und an mal auf die Schulter nach meinen Bekenntnissen…

    Was sagen eigentlich unsere Sponsoren, ziehen sie sich am Ende der Saison zurück?!?

  • Ich bin erschüttert!Jahrelang wurden wir getäuscht,hielten das ESK für die einzig uns bekannte Radsportgröße an der wir uns messen können.
    Unsere Touren ordneten wir nicht nach Zielen und befahrenen Strecken,oh Nein,uns interessierte nur ob ein Mitglied dieses ruhmreichen Klubs uns die Ehre gab uns zu begleiten.
    Beifallklatschend schauten wir hinterher wenn uns ein Kader auf unseren Wegen überholte und seine Silohouette schnell aus unseren Augen verschwand.
    Erst am vergangenen Samstag fuhr wieder einer dieser Recken eine Tour mit uns und gab der Veranstaltung seinen ganz eigenen Reiz.
    Nun muss ich unter Tränen meinen Kindern gestehen,den falschen Idealen hinterher gejagt zu sein.Ich weiss noch nicht wie es für mich weitergehen wird.Kann man nach solchen Erfahrungen überhaupt noch Rad fahren?
    Wie wird aber auch die Konsequenz für den ganzen Kader aussehen?
    Ist Rob nur ein Einzellfall oder die Spitze des Dopingberges im ESK?
    Hier hilft nur eine brutalst mögliche Aufklärung des Sachverhaltes!!!

    Sport frei!!!

    axl65

  • gerade wir als Aussenposten, weiter weg vom aktuellen Geschehen sind erschüttert „Rob“ wie konntest du uns das nur antun gerade Du noch jung und voller Ideale…
    Wir werden dich jetzt zum nationalen ANTI-DOPING-BEAUFTRAGTEN befördern;)

  • Hallo liebe Gemeinde,

    lasst uns den armen Suender nicht verteufeln, zumal er sich ja gestaendig zeigt. Vielmehr sollten wir ihm die Hege und Pflege unseres eingeschworenen Dr. Sommer-Teams angedeihen lassen. Solche Verfehlungen sind doch offensichtlich ein Hilferuf wg. Vereinsamung o.dgl. und dem laesst sich nicht durch Ausgrenzung begegnen.
    Lieber Rob, wir werden dir alle moegliche Hilfe zur Verfuegung stellen.

    Wer selber ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.*

    Ciao
    Der Frosch
    C.

    *Steine, Steine! Kauft Steine! Runde Steine, glatte Steine,…

  • Gottseidank habe ich das lange hinter mir! Ich fahre sauber, allerdings kein Rad mehr. Rob, bitte bedenke – auch der ehemaligen Bergzeitfahrer Harald Juhnke hat den Drogen lange trotzen können und doch haben ihn schliesslich die Spätfolgen eingeholt… menis

  • alle mann zurück treten. ich fordere konsequente aufklärung über diese neuigkeiten. gerade als drogenbeauftragte und koffeinsüchtige muss ich für einen sauberen sport sorgen. so und jetzt geh ich weinen….

    …wenn ich ausgeheult habe, muss ich euch auch was gestehen

  • Richtig so. Wir müssen aktive Sportler animieren, auszupacken.

    Auch solche, die selbst nicht dopen, aber wissen, wer es tut. Weitermachen!

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