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Sudeten-Cross mit Skiern – eine Tour in 11 Etappen

Mittwoch, 08.03. – 11. Etappe: Kurzovni – Na Skritku

Dies sollte die letzte Etappe unseres Sudeten-Treks sein – und eine von der eher kurzen Sorte. Nach reiflichem Kartenstudium am Vorabend hatten wir uns dafür entschieden, nicht auf Skiern bis in die nächstgrößere Stadt, nach Sumperk, zu fahren, da die Strecke zum Ende hin lange in niedrigen Höhen mit sicher nicht sehr guten Schneeverhältnissen verlaufen wäre. Wir entschieden uns also, denn Hauptkamm des Altvater weiter gen Südwesten zu folgen und später dann einen Bus für die restliche Kilometer zu nehmen. Somit hatten wir es an diesem Morgen nicht eilig.
Das Frühstück war spärlicher als es hätte sein müssen, denn viel zu spät registrierten wir, dass das Frühstück nicht nur aus dem einen Hörnchen und der portionierten Marmelade bestand, sondern aus einem reichhaltigen Buffett. Doch wir wurden an unserem letzten Tag dafür mit bestem Kaiserwetter entschädigt.

Nach ersten zwei flachen Kilometern bis Ovcarna, wo weitere Hotels und Skipisten angelegt waren, ging es zunächst stramm an den Berg. Einer Skipiste folgend und später quer über den verschneiten Hang ging es zunächst zirka 200hm bergan. Angesichts des offenen, baumlosen Terrains war es natürlich nur von Vorteil, dass und das Wetter mit Weitsicht und Windstille verabschiedete. So boten sich allerorts tolle Blicke in die Umgebung.

Wir waren mittlerweile wieder auf deutlich über 1400m Höhe angekommen und folgtem dem Auf und Ab des Kammweges. In unserem Rücken verschwand langsam der Praded, höchster Berg des Altvater, mit seinem Fernsehturm aus unserem Sichtfeld. Dafür gab es andere Ausblicke zu bestaunen und unsere lockere Zeitplanung ließ die ein oder andere Pause zu.


links von dem Holzschild zeichnet sich der Kamm des Altvater ab, den wir am gestrigen Tag abgelaufen sind. Noch weiter links (ca. 5cm von linken Rad entfernt) ist ganz weit im Hintegrund der Glatzer Schneeberg zu erahnen, welchen wir zwei Tage zuvor überquert hatten.

Nach etwa fünf Kilometern erreichten wir die letzte Abfahrt unserer Tour. Und diese sollte es in sich haben. Auf drei Kilometern ging es über 450hm bergab. Der erste Teil davon war sehr steil und an einer Stelle aufgrund von umgestürzten Bäumen sogar unfahrbar. Die Anzahl der Arschbremsen zu zählen wäre in jedem Fall zu aufwendig gewesen. Späterhin wurde der Weg deutlich breiter und schlängelte sich in weiten Kurven durch den Wald bergab, sodass man den Ski richtig laufen lassen konnte.

Dann ging es noch etwa einen halben Kilometer flach bis zur Straße, unser letzter halber Kilometer. Wir waren an der Straße zwischen Bruntal und Sumperk angekommen. Dort befand sich auch ein Restaurant namens Na Skritku. Da der Bus noch anderthalb Stunden auf sich warten lassen sollte, machten wir es uns in dem Restaurace bequem, aßen etwas, tranken lecker Bier und resümierten die Tour. Auch wenn wir elf großartige Etappen hinter uns hatten, war ich doch froh angekommen zu sein. Die Anstrengungen waren doch sehr groß. Aber wie so oft: wenn man sich direkt am Ende der Tour sagt, dass man sowas nicht so schnell wiederholen muss, hat man doch kurz später (und erst recht jetzt, wo ich den Bericht hier schreibe) Lust gleich wieder loszuziehen.

Daten: 13km, 390hm bergauf, 850hm bergab, 3h Laufzeit
Route: Kurzovni – Ovcarna – Jeleni studanka – Na Skritku

Wir schnappten uns also den Bus nach Sumperk, wo wir eine halbe Stunde später ankamen. Nun mussten wir uns noch in diesem Städtchen eine Unterkunft suchen. Nach einigem Umherirren mit Skiern in den Händen und Rucksack auf den Rücken fanden wir das Grand Hotel mitten im Stadtzentrum. Von dem ruhmreichen Namen ist aber nurnoch der verblasste Schriftzug übrig geblieben. Trotzdem war das Hotel ordentlich und die Frau an der Rezeption unglaublich freundlich. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir in der kleinen, aber teilweise sehr schön restaurierten Innenstadt mit ihrer netten Fussgängerzone.
Nun fehlt ja nurnoch die Rückfahrt zum Ausgangspunkt, wo das Auto steht. Dass das auch ganz spannend sein kann und oftmals anders kommt als man denkt, das werde ich im nächsten und letzten Beitrag zu unserer Trekkingtour durch die Sudeten schildern.

6 Kommentare

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  • Endlich hast Du es geschafft, Deine Reiseabenteuer hier zu veröffentlichen. Ich musste mir gestern schon anhören, hier würden nur noch Rennberichte gepostet. Danke Rob.

  • Robsen, alter Schneehase, mich würde die Sache doch eher im Winter und dann auf Skiern locken. Wirklich klasse!

    @Jockel: Buxe wieder ganz… 😉

  • danke danke.
    wenn wir nächsten winter eine tour unternehmen, dann wird es sicher nicht eine so lange werden, da ich dann mit meiner siplomarbeit beschäftigt sein werde.

    was ich aber viel interessanter fände, wäre eine skihüttentour im kreise des esk über ein langes wochenende im kommenden januar/februar. das würde sich aber aufgrund der unsicheren schneeverhältnisse eher spontan ergeben. ich weiß aber, dass einige kader auch langlaufskier ihr eigen nennen.

    rob

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