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Rhönland 2006

Verdammt, ich habe eine Schreibblockade. Mir will partout nichts einfallen, was den zurück liegenden wilden Tagen gerecht wird. Ich werde im Folgenden versuchen, auch weil es getan werden muss, einfach zu diesem und jenen Thema in freier Assoziation herum zu schwadronieren. Der Rest der coolen Gang kann dann seinen Senf dzugeben und so werden wir wohl über kurz oder lang ein Sittenbild des Rhönlandfeldzuges zusammen bekommen.

1. Rhönland 2006
Fakt ist, dass es auch auf der inzwischen 5,. Himmelfahrtsveranstaltung unter dem Motto:


wieder mal voll zur Sache ging. Und das in jeder Hinsicht. An- und Abreisetag eingeschlossen, 5 Tage Dauerparty, Hämotome, Knochenbrüche und Zerrungen, eine ganz feine Sache. Das alles gepaart mit dem Wunsch, es im nächsten Jahr mindestens gleichzutun.

2. Kaderzugänge:
Wie tief der Wunsch nach Aufnahme ins ESK verwurzelt sein kann, demonstrierte auf eindrucksvolle Weise Yo Gomez, welcher sich auf eigenen Wunsch, mit Rad, stumpf vom Tisch stürtzte, nachdem man ihm hierfür eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in den Reihen des ruhmreichen Kaders in Aussicht gestellte hatte:


Was hier gleich passiert, weiß man auch ohne Studium. Yo Gomez wusste es zu diesem Zeitpunkt wohl auch schon.

Aprospos Neuaufnahmen, ich freue mich mitteilen zu können, dass das ESK auch im 6. Jahr seines Bestehens weiter auf Wachstumskurs ist. Zugegeben, es gab hin und wieder etwas Geschmolle, doch diejenigen, welche im ESK ausschließlich jenen Verein edler Männer sehen, als welcher wir groß geworden sind, sollten sich ernsthaft fragen, ob sie sich heutzutage ein ESK ohne Frauen überhaupt noch vorstellen können. Gerade dieser Personenkreis, welcher aufgrund seiner strikten Kaderfixierung kaum noch Außenkontakte pflegt, sollte sich der Chancen bewußt werden, die ihm aus der Mitgliedschaft schöner, erfolgreicher, radfahrender und nicht zuletzt gut riechender Damen erwächst. Außerdem sei an dieser Stelle die Erinnerung an den ersten Harzsturm beschworen, an welchem es außer Bier und Fleisch an sonst allem mangelte. Besonders die Abwesenheit jedweder Kultur, blieb hierbei haften.

Hier noch mal alle Neuzugänge, in der Reihenfolge, in welcher sie mir einfallen ;):

Mädchen:

    Catharina:
    Fährt wie ein Uhrwerk, wie ich mich überzeugen konnte und ist schneller die “Wasserrutsche of Death an Darkness” runter, als ich mit aller Spezialtechnik (na gut, die Angst vor was auch immer, rutschte wahrscheinlich mit…)
    Lenka:
    Im zweiten Jahr dabei, stets ein Sonnenschein und bereit, uns im nächsten Jahr als Organisatorin den Weg nach Osten zu öffnen.
    Blacksurf:
    Wenn diese Drehzahlen menschlich sind, fress ich meinen Helm: Respekt und pass mir immer schön auf Coffee auf!
    Steffi:
    Sechs Stunden aufm Mopped bei Dauerregen – Respekt. Außerdem brauchen wir ihre psychololgischen Fähigkeiten
    Jenny und Suse:
    Was wären wir ohne Spielerfrauen?

Kerle:

    Phillip:
    Ganz der Vater, zähes Eichsfelder Gewächs.
    Yo Gomez:
    Ohne Worte, wer sich von der Tischkante stürtzt, ist drin
    Frenkhenk:
    Na das wurde aber auch Zeit, stete Anwesenheit gepaart mit dem unbedingten Willen zur Leistungssteigerung führten zum Ziel.

Sollte ich noch einen vergessen haben, so seht es mir bitte nach, denn auch an mir sind die fünf wilden Tage in Rhönland nicht spurlos vorbei gegangen.

3. Ort:
Dietges. Die Hessische Provinz ist nicht das Schlechteste, um ein paar Tage mit Freunden und Außenaktivitäten zu verbringen. Die Versorgungslage mit allem Notwendigen ist gut, die Landschaft, wenn man sie mal sehen kann, sehenswert.

4. Wetter:
Davon hatten wir reichlich. Und das war auch gut so, denn merke: Eisenschweine schmiedet man nicht auf Malle bei 25°C, sondern daheim, unter belgischen Verhältnissen.

5. Leute:
Ohne Wort. Das ESK ist und bleibt die Macht. 4 Tage Atemlosigkeit. Die planmäßige Erweiterung des Kaders wurde, trotz kleinerer Widerstände, vorangetrieben.

6. Radfahren:
Auch das gab es (…und sicher nicht zu knapp). Im Folgenden ein Versuch, die alte ESK-Tradition des “Tourberichtes” wieder aufleben zu lassen (…in einer ganz grottigen Form aber mir fehlen einfach die Worte):

1. Tag/ Mittwoch, der 24. Mai 2006
Es ist früher Morgen. Die große Stadt schläft noch. Zwei einsame Gestalten streben, jeder für sich, dem Berliner Ostbahnhof zu. Der eine, ein bärtiger Finsterling, der andere frisch rasiert und stets höflich zu seinen Mitmenschen. 05:21 soll die Reise losgehen. In letzter Minute erreicht der Bärtige den Zug und hechtet durch die offen gehaltene Tür. Klapp! Tür zu und ab geht die Fahrt. Beim Systemhalt in Brandenburgs Landeshauptstadt wird noch einem Vertreter einer brandenburgischen Problemstadt (Ihr wisst schon: „…kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo…“) Zutritt gewährt. Somit ist das Erkundungsteam komplett, welches bereits am Mittwoch, von Osten her, über die sieben Berge kommend, in der hessischen Rhön einzufallen gedenkt. Die braven Rhönbewohner haben ihrerseits Vorsorge getroffen, alle in Richtung Westen führenden Wege sind mit kryptischer Symbolik „gekennzeichnet“. Doch wo ein Wille, ist auch das Ziel nicht mehr weit. Im Unklaren wo man sich befand, wurde flugs ein einsamer Wandersmann verhaftet und mittels viel „guten Zuredens“ wurden dem verstockten Eigenbrödler die benötigten Informationen entlockt. Schon wenige Minuten später konnte die ehemalige Zonengrenze überrollt werden.

Gleich in Hilders, dem ersten Ort im Hessischen, wurde meine gute Laune auf eine harte Probe gestellt, in dem sich uns – ungefragt – ein Ortskundiger andiente, um uns den seiner Meinung nach günstigsten Weg – nur raus aus seinem Ort – weisen wollte. Nur mit Mühe gelang es mir, meinen spontanen Wunsch, das Elternhaus des guten Mannes niederzulegen, zu unterdrücken. Bereits wenige Kilometer weiter wurde ich gewahr, dass der eingeschlagene Weg zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, aber dennoch nicht zielführend war. Nun hieß es, die Mitreisenden bei Laune zu halten. Dies geschah – wie üblich – auf zweierlei Art: Einerseits väterlicher Freund, anderseits aber auch keinen Zweifel an meiner Entschlossenheit, dass erklärte Ziel zu erreichen, lassend.

Wie zu erwarten wurde kurze Zeit später das Kreisjugendheim Dietges erreicht, wo bereits eine kleine Schar Getreuer zu Gange war. Hier sind insbesondere Pda und Luzi zu nennen, welche sich, unterstützt von S-Punkts logistischer Erfahrung, der Mühe unterzogen, dass diesjährige Himmelfahrtskommando zu organisieren. Und das perfekt! Danke… blablabla…

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21 Kommentare

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  • Die Rhön kannte ich bisher nur von der Landkarte und auf der ersten Tour war ich erstaunt über die abwechslungsreiche Landschaft und den eigenen Charakter dieses Landstriches. Leider hatte ich nicht sehr viele Gelegenheiten um die Gegend weiter zu erkundschaften……Am Freitag starteten wir zu einer von Pda organisierten Tour rund um die Wasserkuppe. Es war wirklich eindrucksvoll wie sich Moorlandschaften, geniale Trails und steinige Abfahrten abwechselten. Von der Wasserkuppe sollte uns ein letzter Trail Richtung Tal hinunterführen. Die Abfahrt war eigentlich nicht sehr anspruchsvoll, aber in einer ausgewaschenen Bodenrinne erwischte es mich dann plötzlich. Das Vorderrad rutschte auf dem Schlamm weg und ich geriet ins straucheln. Das Rad zog es nach rechts und mich (inkl. des eingeklickten linken Fußes) nach rechts. Irgendwie geht mir dieser Moment noch nicht aus dem Kopf und ich habe immer noch das Geräusch, als der Knochen brach, im Ohr. Minuten, die mir als Ewigkeit vorkamen, lag ich da nun im Schlamm und dachte nur…wir sage ich Carl und Boerge, dass es mit den AlpenX im Juli nichts wird?

    Einen kurzen Augenblick später stand dann Onkel neben mir…was war ich froh! Als angehender Jurist überzeugte er mich sogleich davon, dass alles halb so schlimm ist und ich erstmal nach unten auf den befestigten Weg kommen müsste. Ich rief mir also die alten ESK Tugenden ins Bewusstsein zurück und machte mich humpelt auf den Weg. Noch nie war mir ein Weg so lang vorgekommen. Als wir dann an der Straße ankamen hieß es noch mal Zähne zusammenbeißen um die letzten KM erhobenen Hauptes (aber nicht eingeklickt) auf dem Rad in die Kommandozentrale zurückzukehren.
    Die nächsten Stunden verbrachte ich dann mit einem kleinen Ausflug im Uniklinikum in Fulda, was ich übrigens nur loben kann. Die Diagnose war niederschmetternd – Wadenbein 2 x gebrochen.
    Wenn jetzt jemand denkt, boahr was ist für ein armes Schwein, dann liegt er aber völlig falsch! Was man in dieser Situation nie unterschätzen sollte ist das Mitleid, welches man produziert – ok, es wurden auch immer wieder Späße und Witze über den Unglückstölpel gemacht – aber größtenteils wurde ich doch von netten Frauen umsorgt und brauchte mir für den Rest des Wochenendes keine Gedanken über die Beschaffung von Bier, Chips oder Bionade machen….

    Es war wirklich ein unvergessliches Erlebnis und das meine ich im Positiven!

  • Harz ist überall. Dieses Jahr in der hohen Rhön, und auch hier hat er seine Reize.
    Leuchtenden Auges beobachtete mein Filius Philipp (11) seit Wochen meine genüsslichen Startvorbereitungen (Bikebasteln, Klamottenbügeln, Biertrinken…) und ein wenig Neid auf meine abenteuerliche Expedition war in seinem Jungengesicht deutlich zu sehen.
    Ich fasste den Entschluß, seine Mutter und den Kader um Erlaubnis zu fragen, ob ich ihn mitnehmen dürfe. Beim Kader war das ziemlich leicht …
    Dann belehrte ich ihn über die wichtigsten Regeln: Radfahren ohne zu jammern, Alkohol nicht heimlich trinken und zuhause über alles die Schnauze zu halten.

    Bei herrlichem Wetter rollten wir also Mittwoch abend an. Erster Eindruck: Ideale Landschaft, klasse Hütte und Himmelfahrt fängt mittlerweile einen Tag früher an.
    Arthur hatte unsere neuen ESK-Trikots mitgebracht. Ich glaube Philipp hat seins die drei Tage nicht wieder ausgezogen. :o)

    Am nächsten Vormittag die erste naßkalte Tour. Dass ich Philipp hier und da etwas unterstützen mußte, war mir ja vorher schon klar, doch daß ich ziehend, auf diesem Matschanstieg alle 10m seine blockierenden Felgenbremsen befreien mußte, war kein wirkliches Vergnügen. Doch durch die Hilfe weiterer Kader kam alles wieder in Gang. 🙂
    Wir kürzten dann etwas ab und machten eine kleinere Runde als die schnelle Truppe und kamen so dreckig und glücklich heim.
    Philipp war erst mal geschafft, doch ich wollte noch mal schnell rauf zur Wasserkuppe. Kathi, Lenka, Micha und Spezi schlossen sich an.
    Oben gab es außer Nebel und Regen noch schöne heiße Getränke, so daß auch dieser Teil des Tages als gelungen angesehen werden konnte.

    Freitag machten Philipp und ich vernüftigerweise gleich die Spaßtour und nicht die harte das A-Teams (wehe es unterstellt mir einer eiskalte Berechnung!).
    Mit Micha und Spezi fuhren wir bei einigermaßen Sicht und nur ganz vereinzelten Regenschauern über und rund um die Wasserkuppe, Pferdekopf und Fuldaquelle.
    Zwei mal hab ich Philipp am Berg gezogen. Doch immerhin hatten wir 700Hm auf dem Tacho, was für einen Jungen in seinem Alter nicht schlecht ist.
    Nachmittags in der Rhöntherme gab’s Spaß und Entspannung pur und ich konnte den Bengel in die letzten großen Geheimnisse des ESK ordinieren. 😉

    Spät abends kam dann ein Moment, der dem völlig überraschtem und unvorbereitetem Vater die Tränen der Rührung in die Augen trieb: Jockel erklärte Philipp zum jüngsten Eisenschwein aller Zeiten und gründete damit die ESK-U12-Sektion.
    … ich bin immer noch ganz sprachlos …

    Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei, auch weil wir Samstag schon heim mußten. :’-(
    Doch es war wieder einmal eine rundum gelungene Sache. Danke an alle die dabei waren!

    sketcher

    p.s.: Philipp hat sein ESK-Trikot trotz mütterlicher Proteste am Montag zur Schule angezogen. :-))

  • Zitat: p.s.: Philipp hat sein ESK-Trikot trotz mütterlicher Proteste am Montag zur Schule angezogen. :-))

    Wieviel Nachbestellung kommen jetzt noch aus seiner Klasse hinzu?
    @Philipp – korrekt, immer schön durchsetzen. Sonst schreibt dir deine Mutter mit 20 noch vor, welche Schlüppa du anzuziehen hast.

  • Danke für die netten Worte, sketcher. Auch ich werde nun unmittelbar die Entwicklung meines Jüngsten weitertreiben und ihn auf die Pflichten, die eine ESK-Mitgliedschaft mit sich bringt, schrittweise vorbereiten. Vielleicht sehen wir schon in 2-3 Jahren einer “Jugendtruppe” ins Auge, die anläßlich derartiger Veranstaltungen und unter Phillips Leitung nahezu selbstständig im freien Raum agiert.

    Ich selbst konnte mir mal wieder den Traum erfüllen und wurde von jeder Verantwortung freigesprochen, um dem Harzsturm 2006 beizuwohnen.

    “Donnerstag früh, gegen 0430 Uhr, breitete sich eine bisher nicht näher zu spezifizierende Dieselwolke über die nordwestlichen Gebiete des Grunewalds aus und wenig später wurde ein langsames, kastenförmiges Fahrzeug in Höhe Spanischer Allee mit Fahrtrichtung West verzeichnet.

    Was keiner wissen konnte: Am Steuer saß ein bunt gekleideter Paradiesvogel, dem ein dummdreistes Lächeln in sein steinerndes Antlitz gemeißelt war. Steif war sein Blick auf einen fernen Punkt fixiert und wie ferngesteuert lenkte er das unbeholfene Ersatzfahrzeug durch die Mitte der Republik, bergab mit weit über 90km/h, bergauf mit nicht weniger als 20 km/h. Ohne jemals zu einem vernünftigen Gedanken fähig gewesen zu sein, bugsierte der Kasper das blaue Behältnis rücklinks in eine große, teichartige Matschgrube.

    Mit blechernem Scheppern schloß sich die klapprige Fahrertür und der weiterhin blöd Lächelnde gesellte sich in eine Gruppe ähnlich bunt gekleiderter Lemminge, die am Abgrund, am unmittelbaren Übergang von Erde zu Wasser, auf ihr gemeinsames Ende hinzudrängen schienen.”

    Es war super euch alle mal wieder gesehen zu haben! Die Leichtigkeit mit der alles abging, die unkomplizierte Umgangsform, das nicht endende Gelächter und die schiere Lebensfreude ist einmalig und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Wiedersehen. Sicherlich sollte hinsichtlich der Wetterplanung, eventuell auch bei der Waffenwahl das Eisenschwankader ein Wörtchen mitzureden haben, aber das sind Details und heute nicht der Rede wert.

    Also, ihr Nulpen, auf bald und alles Gute… menis

  • Auch der aussenposten Franken meldet sich erfolgreich zurück. Blickend auf die vergangenen Tage die wohl kaum einer von uns in wirklich passende Worte fassen kann möchte ich es dennoch versuchen.

    Beginnend unser erster Kampf um die Milseburg, kaum die Hand vor augen sichtbar bogen sich die Bäume beriets im Wind. “wer nicht da war, war nicht da” brüllte Oberst in die Runde um uns nocheinmal an der Weggabelung zu motivieren. Die letzten Meter waren steil und steinig, dennoch wir mussten hinauf auf den höchsten Posten. Dort angekommen war nur eine gebückte haltung möglich um nicht Opfer des Sturms dort oben zu werden.

    Zeitsprung>>>Das Rote Moor lag noch weit vor uns. Zuerst mussten wir die Wasserkuppe erklimmen. Die anschließende Abfahrt durch den Märchenwald und die Kaskadenschlucht zeigte uns allen die grenzen der Moosbewachsenen Steine. Aber auch ein reissender Fluss konnte uns nciht schrecken. Und so erreichten wir das Rote Moor ohne Verluste. Der Heimweg zeigte sich dann aber nochmals von seiner besten Seite, und so schoss uns Richtung Wasserkuppe bereits das Wasser entgegen. “Der Himmel muss ein Loch haben” waren meine gedanken. Doch wir mussten hinauf. Prasselnd peitschte uns der Regen bei der abfahrt ins Gesicht. Zitternd und die Beine kaum mehr spürbar legten wir die letzten Kilometer zurück, nur noch ankommen…..

    Auch die für mich letzte Tour dieser Tage war ein Erlebnis. Die Sprengung des Tunnels, und damit abschneiden des einzigen Schienenweges der Fremden, war unsere Aufgabe. Vor uns lag das dunkle Loch durch welches wir noch hindurch mussten um jegliches risiko zu entgehen, ausserdem mussten wir im inneren die Sprengsätze anbringen. In Hilders trafen wir auf die zweite Gruppe die von Osten kam, und berichteten unsere erfogreiche Mission. Leider wollte uns dann die Italienische Mafia einnehmen. Doch dank unserer Übermacht konnten wir auch hier siegen. Der Rückweg war nur ein patrillieren bereits gesicherter Stellungen. Und so kamen wir auch an diesem Tage ohne große Verluste im Hauptquartier an.

    Mein dank an dieser Stelle gilt nochmals den Organisatioren und der Guids die so ein Erlebnis möglich gemacht haben 😉

  • Wie bereits in den vergangenen 25 Jahren waren die Truppen des ESK auch diesmal zu Christi Himmelfahrt wieder unterwegs um für eine bessere Welt zu kämpfen – eine Welt mit den Normen und Werten des Kaders (sofern noch vorhanden). Der diesjährige Feldzug führte in die Rhön an den Fuß der Wasserkuppe.
    Hier wartete bereits ein bestens ausgestattetes Lager, das den mutigen Helden nach gefochtenen Schlachten Unterschlupf gewähren sollte. Außerdem war für alles lebensnotwendige und auch einiges darüber hinaus gesorgt.

    Bereits am Mittwoch Abend war fast der gesamte Kader vor Ort und sofort nach Inspektion der Herberge und dem Aufbau einiger Wacht-Zelte im Außenbereich begann die Planung der Aktivitäten für den nächsten Tag. Doch zeigte sich bereits hier, dass in jüngerer Vergangenheit die Werte und Tugenden, die den ESK einst in seiner wilden Jugend prägten, etwas in Vergessenheit geraten waren. So stillten einige der Recken ihren Durst nicht mehr mit herbem Gerstensaft, sondern mit lieblichen Brauereierzeugnissen ohne jeglichen Alkoholgehalt und andere gar mit Tee. Und so war es am Ende ein Außenstehender, nämlich Yo Gomez, der mit einem eleganten Drop vom Tisch den rechten Schein wiederherstellte. Da er auch vorher schon vom Saufkopp beobachtet worden war, wurde er sofort in eins der neuen Trikots gesteckt und war somit die erste offizielle Aufnahme im Rahmen des Sturms.

    Am Donnerstag war Himmelfahrt, doch der Himmel nahm das ganze vor lauter Ehrfurcht etwas zu ernst und kam direkt zu uns hinab gefahren. Um etwa sechs Uhr in der Frühe prasselten die ersten Tropfen auf die Zelte und es sollten nicht die letzten sein. Doch von so ein paar Tropfen lässt sich ein Eisenschwein nicht schrecken und so wurden nach einem hervorragenden Frühstück die Vorbereitungen für die erste Tour gestartet. Wie immer am ersten Tag handelte es sich um eine gemeinsame Gruppenausfahrt um die Einheimischen durch die schiere Anzahl der Truppen in Verlegenheit zu bringen. Pda als ehemals Einheimischer führte das Feld an und geleitete es zu manch vermutlich wunderbarem Ausblick. Doch trotz des Sturms war außer einer weißen gleichmäßigen Masse nichts zu sehen. Aber die glitschigen Steinabfahrten forderten ohnehin die gesamte Konzentration.
    Am Abend wurden dann Coffee’s Nürnberger Würste gerillt, die nochmal besser waren als im Vorjahr. Und so klang der Tag gemütlich aus.

    Am Freitag war verriet das Prasseln auf dem Zelt bereits, dass sich am Wetter nichts geändert hatte, an der Taktik hingegen schon. Heute brachen mehrere Gruppen auf um in verschiedene Richtungen vorzudringen und überall Präsenz zu zeigen. Dabei wurde kein Anstieg ausgelassen. Kurz vor Schluss erfolgte die Abfahrt von der Wasserkuppe, doch unten angekommen fehlten Ampdul und Onkel. Ampdul war in einen Hinterhalt geraten und vom Gerät abgegangen. Unter Schmerzen und einem stetigen Knirschen und Knacken meisterte er dennoch den Heimweg. Die Geräusche und Schmerzen rührten, wie sich später herausstellte von einem doppelt gebrochenen Wadenbein her, welches in Fulda provisorisch eingegipst wurde. Währenddessen schritt die Verweichlichung großer Teile des Kaders fort, denn die so getauften Thermentucken frönten der Wellness im Spaßbad. Nur ein kleiner harter Kern blieb zurück um zu grillen und zu saufen.
    Am Abend ging es dann mit der gesamten Mannschaft zum gemeinsamen Essen in eine örtliche Lokalität.

    Der Sonnabend ähnelte dem Freitag sowohl vom Wetter, als auch vom Vorgehen her. Wieder war die Rhön schwarz von den ausgeschwärmten Truppen. Eine kurzzeitige Wetterbesserung wurde bei Pizza und Eis in einem Kaffee abgewartet.
    Am Nachmittag fuhren viele zum “Giro gucken” in eine nahegelegene Kneipe, während die Gesellschaft für Normen und Werte wieder den Grill anheizte und das ein oder andere Bierchen zischte.
    Welche Gefälligkeiten im Spaßbad am Tag zuvor dann zu der abendlichen, nicht mit Saufkopp abgesprochenen, Aufnahmewelle führten blieb im Dunkeln. Jedoch folgte die erste Reaktionen sofort beim anschließenden Gruppenfoto. Nachts gab es dann wieder die Mittlerweile legendäre ESK-Disco.

    Sonntag stand dann noch ein letzter Kontrollritt bei strahlendem Sonnenschein ins Haus und überall steckten die Leute ihre Köpfe zusammen und man hörte sie leise über die Trikots plaudern als man sie passierte.
    Um etwa 13:00 war dann auch schon wieder alles vorbei, doch im Kopf, sowie in Wort und Bild lebt die Erinnerung fort und bei jeder Gedanke daran verzerrt das Gesicht wieder zu dem von Menis beschriebenen breiten Grinsen.

  • Zitat J-Coop:….doch im Kopf, sowie in Wort und Bild lebt die Erinnerung fort und bei jeder Gedanke daran verzerrt das Gesicht wieder zu dem von Menis beschriebenen breiten Grinsen.

    Das ist glaube ich ziemlich treffend formuliert…mir tut es schon langsam weh!

    Bis dann
    Staubi

  • Mein erster Feldzug unter dem Banner des ES-Kaders hat mir auf eindrucksvollste Art und Weise klargemacht: Der ESK ist die krasseste Konzentration von korrekten Typen, geilen Schweinen und harten Säuen im ganzen Universum! Nicht mehr und nicht weniger.
    Es macht mich froh, ein Eisenschwein zu sein und hatte das Privileg, dem Härtesten begegnet zu sein: Ampdul! Respekt für was du ausgehalten hast und wie du die Sache nimmst! Es wird mir eine Ehre sein, dich auf zukünftigen Ausritten zu begleiten! Und diese Zeit wird schneller kommen als Du glaubst!
    Und an alle anderen Schweine: Überall und jederzeit wieder!

  • Noch immer und das noch drei Tage nach dem Sturm kreisen die Gedanken zurück an die Tage in der Rhön die ich mit euch verbringen durfte. Ich wusste ja noch nicht was mich erwartet, habe nur immer eifrig die legendären Geschichten des Esk förmlich in mich aufgesogen und dachte mir schon immer was für ein geiler Haufen. Überhaupt kam ich zum mtb-Forum und somit auch zur Freundschaft mit Coffee über das Esk, das muss hier mal gesagt werden. Ich hatten den ersten Austausch mit Zzzzzorro ich las den Tourenbericht “Zzzzzorro´s Sehnsucht” und war überwältig und blieb hängen. Schade Zzzzorro, das du nicht mit in der Rhön warst ich hätte dich gerne persönlich kennengelernt, aber es wird hoffentlich noch einige Gelegenheiten dazu geben, ich freue mich drauf!

  • Sven-Arne: Man kann es oder man kann es nicht. Heute abend z. B. konnten wir sogar noch mit der ganzen Mannschaft richtig einen saufen gehen …

  • Tja Sven-Arne, gerade gestern hatten wir es wieder auf der Tagesordnung. Das ESK ist eben mehr als Radfahren. Es stellt sozusagen die “Leitkultur” der Zweiradtouristik dar. 😉
    Grüße nach Hannover, der stolzen Stadt an der mächtigen Leine.

  • @rikmann. Das mit dem SFDW hört sich hochinteressant an. Was denkst Du über ein Koppelgeschäft so etwa wie Luxusbett zur nächsten CeBIT gegen eine klitzekleine Einladung zur nächsten Veranstaltung SFDW? 🙂 Sven trinkt gern ein kleines Weizenbier beim Biken…?
    @jockel. Was ist den die Leine………? 🙂
    @Eisenschweinkader. Immer noch gilt mein Respekt dem ESK und ich schaue voller Ehrfurcht und Bewunderung auf Eure Taten. Sind den die Damen eigentlich Ehren- oder Vollmitglieder?

  • @jockel. Was ist den die Leine………?

    Na jetzt machst Du mich aber schwach ;-). Ich dachte, wir Bewohner einer Stadt mit wenig bis kaum wahrnehmbaren Wasserläufen müssen zusammenhalten. Naja, wir haben wenigstens die Havel, welche zumindest stellenweise als Fluss bezeichnet werden kann.
    Zum Thema Hannover und Leine, fällt mir natürlich gleich ein gewisser ein Herr Haarmann ein. Netter Kerl, kommt mir irgendwie vor, als wenn er eine Berliner Hauptschule besucht hätte.

    Zu den Mädels: Hättet Ihr wohl auch gerne? Natürlich sind das Vollmitglieder. Gut aussehen reicht nicht.

  • Was denkst Du über ein Koppelgeschäft so etwa wie Luxusbett zur nächsten CeBIT gegen eine klitzekleine Einladung zur nächsten Veranstaltung SFDW? 🙂 Sven trinkt gern ein kleines Weizenbier beim Biken…?

    Klingt gut, nehme das Angebot gerne an und biete im Gegenzug die gewuenschte Einladung.
    Gute Einstellung, Weizen beim Biken – das passt!

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