II. Fränkisch-Hessischer Aktionstag – Weißwurstrennen in Külsheim

Von langer Hand geplant war der Auftritt beim Weißwurstrennen in Külsheim, welches traditionell am 1. Advent stattfindet. Anwesend waren Lokalmatador Tom:-), sein langjähriger Radspochtkamerad Rieni und der ESK-Hesse darkdesigner, daneben natürlich noch zahlreiche andere Fahrer/innen aus nah und fern.

Von langer Hand geplant war der Auftritt beim Weißwurstrennen in Külsheim, welches traditionell am 1. Advent stattfindet. Anwesend waren Lokalmatador Tom:-), sein langjähriger Radspochtkamerad Rieni und der ESK-Hesse darkdesigner, daneben natürlich noch zahlreiche andere Fahrer/innen aus nah und fern.

Beißen!!!

Der Wintereinbruch in der vergangenen Woche hatte die Streckenverhältnisse komplett gewandelt. Aus schlammigen Feld- und Waldwegen wurden teils gefrorene, teils schneebedeckte Pisten. Während die Asphaltstücke zum Teil gestreut wurden und das Eis sich langsam auflöste, waren die Feldwege hart gefroren und zum Teil mit Schnee bedeckt. Der Kurs erstreckte sich auf 5,5km und hatte etwas mehr als 100hm pro Runde, insgesamt waren in der Herrenklasse 4 Runden zu absolvieren. Wie viele Leute am Start waren kann ich nicht genau sagen, jedoch ließen sich wohl einige von den frostigen Temperaturen und den Schneeverhältnissen abhalten.

Wir drei waren jedoch pünktlich am Start und klassisch in den ESK-Trikots gekleidet. Da es lediglich um ein paar Weißwürste ging, gab es am Start kein hektisches Gedränge wie sonst so oft bei anderen Veranstaltungen. Ich verschlief das ganze dann auch noch und Tom und Rieni gingen an mir vorbei. Während Tom mit Spikes ausgestattet war, haderte ich mit meinen abgefahrenen Mythos XC und ging sehr behutsam in die ersten Kurven. Weit vorne an dritter Position konnte ich Rieni unschwer am Trikot erkennen . Die ersten 10-15 Fahrer hatten schon ein kleines Loch auf den ersten leicht ansteigenden Metern auf freiem Feld herausfahren können. Ich schickte mich zur Aufholjagd an und überholte nach und nach einige Leute darunter auch Tom. Nachdem der höchste Punkt der Runde erreicht wurde, ging es zunächst schnell über Feldwege talwärts, Feldweg das letzte Stück bestand dann aus einem Waldweg. Dieser hatte es in sich, außen klassische Spurrillen und so wurde in der Mitte eine Fahrlinie gespurt. In der ersten Runde war diese noch wenig ausgeprägt und gerade als ich mich an der Spitze der Verfolgergruppe (ca. 10.- 15. Position) befand, platze just in diesem Streckenabschnitt mein hinterer Schlauch.

Verdammt, ausgerechnet jetzt… Fast hätte ich mich noch mit dem wegschleudernden Hinterrad abgelegt und konnte gerade so an den Streckenrand den nachfolgenden Fahrern ausweichen. Zum Glück hatte Tom, der kurz nach mir den Abschnitt passierte, seinen Ersatzschlauch, Pumpe und Abzieher mit und warf mir die Sachen im Vorbeirauschen zu. Nagut, CC-Rennen und Reifenschaden beheben ist eigentlich dämlich und für die Katz, aber sollte ich 240km für gerade mal 3km Renndistanz gefahren sein. Nö, dachte ich mir, aufgeben ist nicht und bei noch dreieinhalb zu fahrenden Runden konnte ich wenigstens gegen das Erhalten der Roten Laterne kämpfen. Also begann ich den Schaden zu beheben. Anschluß finden...

Erstaunlicherweise wurde ich nach dem nötigsten Aufpumpen noch nicht überrundet und das gab mir Hoffnung. Leider hatte ich nicht mehr wie 0,8 bar in den Reifen bekommen und eierte ziemlich mühsam und schwammig den Rest der Runde ab. Es ging eigentlich nur hoch und die kurzen aber fiesen Stiche waren eine Qual. Endlich bei Start und Ziel angelangt, mußte der Organisator erst die Pumpe aus dem Auto holen, was er aber in Windeseile erledigte (Danke!). Er pumpte was das Zeug hielt und als der Führende die zweite Runde geschafft hatte, stieg ich hinter im wieder ein. Er sah mich und legte an Tempo zu, dachte wohl ich könne ihm gefährlich werden ;-) Ich versuchte sein Tempo zu halten und am Ende meiner zweiten Runde hatte ich die ersten (eher die letzten) wieder überholt und damit die Rote Laterne wieder abgegeben.

Die bereits erwähnte (für mich schicksalhafte) Waldabfahrt wurde zunehmend schlammiger, die „Mittelspur“ ausgefahrener und amüsanter. In meiner dritten Runde fuhr auf diesem Abschnitt der zweitplazierte (dachte ich zumindest) auf mich auf. Am Ende der Abfahrt wartete eine scharfe Linkskurve, ich wollte ihn innen durchlassen und schleuderte außen rum. Er lenkte jedoch zu hart ein und legte einen Abgang auf die Schulter hin. Zum Glück passierte ihm nichts und er schloß kurz später wieder zu mir auf. Duell mit dem SiegerIch informierte ihn kurz über meinen Rundenrückstand und das er sich nicht an meinem Tempo orientieren sollte. Bei den folgenden Stichen war ihm der Kräfteverschleiß aber deutlich anzumerken und kurz vor dem Ziel ging ich am Schlußanstieg wieder an ihm vorbei. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wußte, er war Sieger des Rennens, denn der andere Sportskamerad war ein Junior der U19-Klasse.

In meiner letzten Runde überholte ich wieder einige Leute und fuhr nach 1:22h ins Ziel, letztendlich erreichte ich damit den 19. Platz von 39 in der Herrenklasse. Tom Tom wurde erkältungsgeschwächt irgendetwas zwischen 10. und 15. mit 1:19h und Rieni fuhr auf den sehr guten 5. Platz der Hauptwertung. Die anschließende Weißwurst schmeckte lecker und das Weizenbier natürlich auch. Wir unterhielten uns noch eine Weile und nach der Siegerehrung traten wir die Heimreise an.

Fazit: Gelungene familiäre Veranstaltung, ausgewogene Strecke, tolles Preis-Leistungsverhältnis, leckere Verpflegung und das Wetter hat auch prima mitgespielt. Wenn der Schlauch nicht geplatzt wäre, hätten Rieni und ich zusammen bestimmt noch mehr Druck ausüben können und vielleicht wäre dann auch ein Podiumsplatz rausgesprungen. Tja, hätte wenn und aber ist eben nicht und so gilt es nun neue Kraft und Motivation für das kommende Jahr zu tanken.

Profil der Strecke gibt es hier: Profil.

Rieni beim Bezwingen des Zielanstiegs Rieni, Du Tier!
Und gleich nochmal:

darkdesigner

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