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Regenrennradrundfahrt auf der Krone

Ein feucht fröhliches Vergnügen auf schmaler Spur

OnkelW rief zur Beinglatzen-HEW-Lagebesprechung und alle kamen. Unter den vielen Optionen die zur Verfügung standen fiel die Wahl auf Mutti-Krone-Mutti, soll heißen: Treffpunkt Schmetterlingsplatz, eine oder zwei Runden auf der Krone, und zurück, Einkehr bei Mutti. Gesagt getan und so traf ich gegen 18:45 bei strahlendem Sonnenschein am Treffpunkt ein. Ein kurzer Abstecher führte mich noch zum Bau von Menis wo bereits der Ackebua seine letzten Vorbereitungen traf. Menis packte die Gelegenheit gleich beim Schopf um uns seinen neusten Stolz, einen Baustellenblauen LKW, den er in liebevoller Kleinarbeit komplett in ein gemütliches Wohnmobil verwandelt hatte, vorzuführen.

Nach kurzer Inspektion machten wir uns dann auf den Weg zum Treffpunkt wo nach kurzer Zeit Husten auftauchte. Zu unserem Entsetzen verdunkelte sich der Himmel und drohende Gewitterwolken zogen sich bedrohlich über uns zu einem gewaltigen Gebirge zusammen. Erinnerungen an den letzten Donnerstag wurden geweckt und Donnergrollen in der Ferne ließ nichts gutes erahnen. Und dann brach die über uns herein. Der Himmel öffnete seine Schleusen und wahre Sturzbäche ergossen sich auf die Straße. Aus der geborgenen Sicherheit unter der BAB-Brücke beobachteten wir wie sich Rifli todesmutig, in seiner ihm typischen Aerohaltung, durch die Fluten auf uns zubewegte. Aus der entgegengesetzten Richtung näherte sich Staubi in seiner Luxus-Karosse und schoß mit einem Feuerwerk aus Schimpfwörtern auf mich da ich ihn nicht über den anstehenden Regen, der laut Wetterbericht anstand aufgeklärt hatte.

Mitlerweile gesellte sich auch zu uns, der mit der S-Bahn dem gröbsten entkommen war. OnkelW kam aus Richtung von Menis Behausung und teilte mit das Nautilus seine Rennhose vergessen hatte und eine ebensolche von ihm auszuleihen gedenke. Der Regen ließ langsam ein wenig nach und es wurde auch etwas heller trotzdem ließ Staubi sich nicht von seinem Vorhaben abbringen, die Flucht zu ergreifen und nach Hause zu fahren. PDa und Rifli kündigten ebenfalls an nicht mehr auf das Rad steigen zu wollen und eine Anfrage bei Acke und Nauti ergab ähnliche Ergebnisse. So blieben von den einst neun mutigen Recken noch vier übrig die bereit waren den Kampf gegen die Unbillen der Natur auf sich zu nehmen. PDa, Nauti und Rifli verzogen sich unterdessen bereits in die Scheune wo sie bis zu unserer Rückkehr auf uns warten wollten.

Un so fuhren Husten, Menis, OnkelW und ich los. Die Reifen wirbelten das frische Wasser vom Boden auf und so war bald der obligatorische nasse Streifen auf der Hose bis auf die Haut durchgedrungen. Es ging in einem sehr gemächlichen Tempo voran und OnkelW fuhr konsequent sein REKOM-Tempo, so das ich mich schon bald von seiner Seite löste und mich an Husten und Menis hängte um wenigstens ein bisschen warm zu werden. Immer wieder kamen uns vereinzelte Fahrer entgegen, die wie die begossenen Pudel aus den durchnässten Klamotten blickten. Und so zog sich die Krone dahin, ohne die sonst zu hunderten vorhandenen Skater und Rennradler.

Schon bald hatten wir die erreicht und wir glitten zu dritt über den nassen Asphalt, wobei mich die Abfahrten schon eine wenig ängstigten mit so schmalen Gummi auf rutschigen Belag verlangt eine gehörige Porton Vertrauen ins Material. Wir kamen trotzdem gut voran und am Postfenn trennten sich unsere Wege, ich fuhr auf direktem Weg in Richtung Scheune zurück, war ich doch mitterweile untenrum koplett durchnässt. gegen 21:00 erreichte ich dann die Gaststätte ind der die drei oben erwähnten auf uns warteten. Ein Alster und eine Portion deftige Hausmannskost stellten mein Wohlbefinden halbwegs wieder her. Nach einer weiteren dreivirtel Stund kamen dann auch die Nachzügler.

Bei einer weiteren Runde Alster wurden dann die Fahrgemeinschaften für die HEWs gebildet und diverse Strategien besprochen, aber das ist eine ganz anderer Geschichte und nicht meine Baustelle.

4 Kommentare

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  • na also wenn das die LAGEBESPRECHUNG bzw. ein teamtest fuer HEW war, dann gute nacht ESK. wegen etwas nieselregens ein verlust von merklich ueber 50% der streitkraefte – ganz schaches ergebnis, leute. dennoch meine anerkennung an die kaderkraefte die den wetterunbillen trotzden – an die garde der ESK-schmalspureinheit!

    rb

  • Querido Don Roberto,

    ein recht beachtlicher Teil der Kaderschaft, der es vorzog, sich feige und mädchenhaft unter trockenen Dächern vor der regenflut zu drücken, war bereits zu früher Stunde seiner Pflicht nachgekommen und hat Kilometer um Kilometer unter seinen Pneus begraben können. Weiterhin muß ich ja nicht erklären, was dauerhafter Wassereinfluß an Sitzbereich und Immunsystem anrichten kann, und das wenige Tage vor dem H-Day. Kader mit Kopf riskieren da nichts mehr.

    Muchos recuerdos del mundo viejo a Sudamérica.

  • @zwock: nur die liste oder die kneifer gleich dazu¿¿ (also auf- und nicht aushaengen)

    acke, gracias por los recuerdos y mucho suerte para la cerretera de ciclismo de routa en hamburgo. éxitos de lucha maximos!!

    rb

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