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Berichte vom Klassik-Downhill in Dresden

**Kurzgeschichte: Wie baue ich mir einen Rohloff-Singlespeeder im Wald?**

*von G-Punkt*

nachdem ich ja bekanntermaßen meine Schaukel wegen Schwächeerscheinungen bei unserem Händler des Vertrauens zur Verschrottung abgeliefert hatte, bekam ich zum glück ein Leihrad der Marke Nöll. dieses wurde wie berichtet schon ausgiebig getestet und für gut befunden. nun sollte also die zeit kommen es in den bergen des noch neutralen Sachsenlandes zu testen. angesetzt war eine kleine anreise von Dresden per rad zum Klassik-Downhill-Rennen in Pillnitz.

Die Anreise ansich und die Späße mit der Polizei in Berlin gehören schon wieder zu einer anderen Kurzgeschichte, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Besten gegeben werden. jedenfalls, hatte es Frau Nöll samt Herrn Rohloff über stock und Stein zum Startpunkt geschafft.

Nachdem sich etwa 120 meister des Downhills, geordnet nach Federweg und Gangschaltung, angemeldet hatten erfolgte der start alle 30 Sekunden. und so stürzte sich Starter um Starter mutig den breiten Forstweg gen Tal herunter. keine Drops, stufen, Querrillen standen dem puren herunterfahren im Wege. nachdem ich die erste hälfte geschafft hatte verspürte ich wie Herr Rohloff selbständig den gang wechselte. nichts bösen ahnend fuhr ich weiter und versuchte darauf zu achten, nicht dauernd den Gripschift zu berühren und somit die Gänge nicht zu wechseln. kurze zeit später rollte ich durchs ziel – nein, nicht mit 2:40 min – und sah auf mein rad. Herr Rohloff hatte die schwarze Befestigung der nabe – die Fachwörter werden von rikman nachgereicht – also dieser Querausleger stand nach hinten wech. mein erster Gedanke war, dass der Verschluss mit dem der “Querausleger” am rahmen befestigt wir aufgegangen war. aber falsch, dieser war an seinem platz und auch in der richtigen Position. nur fehlte das Gegenstück dazu. durch die Drehung, ganz logisch, warum sollte etwas halten was ich benutze, hatten sich die Züge verabschiedet und Herr Rohloff, so entmannt, schmollte auf dem kleinsten “Ritzel”.

Da wir natürlich von Pillnitz wieder zurück nach Dresden mussten, stand für mich ein singlespeed Erlebnis der extraklasse bevor. kleinere Rampen im Wald drückte ich nat. hoch und auch auf der Straße kann ein singlespeeder spaß bringen. man sollte jedoch unbedingt auf das Übersetzungsverhältnis achten. jeder der die strecke von Pillnitz nach Dresden kennt, weiß das sich kleine lustige Rampen den Radler erwarten. da der normale Tross etwas geschafft vor sich hinrollte, aber zu langsam für mein Übersetzungsverhältnis, führ ich mein tempo, wartete, fuhr wieder vor usw. Rob, schon völlig dehydriert und an einer durch mineral- und Schlafmangel hervorgerufenen Sponatdemenz leidend, lobte mein Ausreißversuche und schlug mir vor doch ein specialized Rennrad zu holen, da es mir ja offensichtlich soviel spaß bereite, auf der Straße. kurz überlegte ich ihm die Schaltung zu rauben und ihm auch das Gefühl zugeben auf dem kleinsten Ritzel fahren zu dürfen. da er aber mit seinem Kantenklatscher unterwegs war und somit auch singlespeedete, bloß in einer besseren Übersetzung hielt ich den mund und setze meine “ss-spasstour” fort.

es gibt also alternativen eine Rohloff zum Singlespeeder umzubauen. die Schaltung zu kappen ist etwas preiswerter, Schaltung kappen 0 Euro vs. Bauschaum etwa 5 Euro, als das ganze ding auszuschäumen. konsequenter ist nat. alternative zwei. da sich mein Händler des Vertrauens, dem das rad gehört, ja bekanntlich im urlaub befindet, denk ich darüber nach, auch alternative zwei zu probieren.

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