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Mit Rentier Rudolf alias Elch-Diabolo unterwegs im Weihnachstland

von jockel

Da alle Mitfahrer unserer heutigen offensichtlich noch an den Spätfolgen laborieren, liegt es wohl wieder bei den Alten, den Rest der Gemeinde mit den dringend benötigten Informationen zu versorgen. Hier nun also mein Bericht:

Winter im Land, des Frostes strenger Griff hielt nun schon ein paar Wochen des Land der Brandenburger und ließ jegliches Leben erlöschen… So schien es zumindest. Doch was war das? Ein Franke, welcher schon des öfteren auf sich aufmerksam gemacht hatte und ein Ex-Brandenburger, welchen eine wirtschaftliche Notlage in die Fremde verschlagen hatte meldeten sich zu Wort. Ihr Sinn stand danach, dem glorreichen auf den Zahn zu fühlen. Nun, so sollte es geschehen.

Ich durfte mal wieder ausbaldowern, wohin die Reise gehen sollte und der Rest wollte sich dann anschließen. Sozusagen Pauschalreisen zu Jim Knopf Preisen. Na das mache ich doch gerne. Außerdem wollten wir ja auch sicher gehen, dass uns die Fremdlinge den zu Gebote stehenden Respekt zollen sollten. Geht doch in den Köpfen einiger Unbelehrbarer immer noch die Sage, man könne im Land der Brandenburger nie und nimmer auf kommen. Da Altitude, das war der Franke, aus Richtung Norden anreisen wollte und zudem noch der ein- oder andere Neubrandenburger stoßen wollte (…was leider nicht geschah) wurde der Start wieder mal nach Fürstenberg gelegt (Onkel wird sich erinnern, wo das ist). 6 Recken (Nicolai, Rob, Schotter, El, Rikman und ich) entsprangen 09:42 behend dem Zug, um sogleich die am Bahnhof wartenden Kfz-Leute (Menis Kuss, Altitude, Ackebua und Helgeg) in die Arme zu schließen. Um festzustellen, was ein Jeder während der Tour so mitzuführen gedenkt, stellte Menis die zweideutige Frage: �…hast Du auch was Warmes hinten drin????� Na also bitte meine Herren, was sollte man dazu sagen?

Nachdem alle der Meinung waren, ihre Marschbereitschaft wäre hergestellt, begab man sich bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen knapp unter Null in die zunächst vereiste Spur. Menis nutzte die Gunst der Stunde, um mit einem hervorragend gekrachten Rittberger, seine Härte zu demonstrieren. Die vereiste Piste schien das aber nicht zu beeindrucken. Flott wurde Fürstenberg in Richtung Nordosten verlassen und durch den verschneiten Winterwald gelangten wir an den Großen Kastavensee, welcher sich zur Feier des Tages ein weißes Glitzerkleid übergeholfen hatte. Rikman, hatte in der Bahn, auf meine Anmerkung: �…heute geht es über den See.� Noch großmäulig angemerkt: �Eh, vergiß es du Pe…., ich fahre nicht übers Eis.� Er führte nun noch einige dramatische Erlebnisse aus seiner zerrütteten Kindheit an, welche den Rest der Zuhörerschaft das Fürchten lehren sollten. Nun, so war mir zu diesem Zeitpunkt schon klar, müsste es, so es sich ergab, erst recht übers Eis gehen. Am erwähnten Großen Kastavensee schien die Chance gekommen. Eine schöne Eisdecke, bedeckt mit 2-3cm Schnee, das Ganze leicht verharscht � Wunderbar. Und los ging es… (übrigens ist auch Rikman mitgefahren.

Die Kilometer vergingen, da stellten wir wieder mal fest, dass sich das Feld der Getreuen schon längst nicht mehr als solches bezeichnen könne. Und richtig, Altitude, nach den werten Befinden befragt, gab zu Protokoll, dass es mit dem Knie nicht so recht ginge und erbat die Erlaubnis an Land gehen zu dürfen. Da das ESK für seine Entlassungsfreude bekannt ist, wurden an Ort und Stelle die Papiere klar gemacht, ein als entbehrlich eingestuftes Beiboot zu Wasser gelassen und Altitude darin seinem Schicksal überlassen. Der Gute hat es aber offensichtlich an den Ursprung geschafft, wie wir an seiner netten Gabe erkennen konnten (Ich liebe Nürnberger Lebkuchen – Danke).

Und weiter ging es im Text. Einzelne Leidensgenossen, gezeichnet von den Strapazen des bisherigen Tourverlaufes, hielten sich aber dennoch wacker auf ihren treuen Mulis, immer darauf vetrauend, ich würde den rechten Weg, zur rechten Zeit weisen. Rob, hatte heute einen ganz schlechten Tag erwischt. Mit bleichem Gesicht schleppte er sich am Ende der Karawane durch die eisigen Weiten. Zeitweise schien der Glanz seiner Augen bereits gebrochen. Doch was war das? Ein besonders fieses Stück des Weges (welches Helgeg zu der spontanen Äußerung: �..schei* Weg, nimmt der überhaupt kein Ende?�, ich drehte mich mal gerade wieder um, erschien es mir, als hätte ich Robs Helm unmittelbar hinter mir erspäht und richtig er war es auch. Hatte wohl seinen zweiten Frühling, unser tapferer Rob.

Aber es half alles nichts. Einige Kilometer vor Erreichen des Etappenzieles musste sich die Spreu vom Weizen trennen. Eine Truppe begab sich auf direktem Weg zurück, der verbleibende Rest wollte es noch einmal wissen und sprengte fortan zu fünft durch den Tann. An dieser Stelle noch mal Respekt an El, der, obwohl die letzten Kilometer wohl kaum noch von ihm wahrgenommen wurden, trotzdem die lange Runde fuhr und dafür an dieser Stelle belobigt wird: KLASSE EL!

Bis zur Abfahrt des Zuges blieb noch etwas Zeit, die dazu genutzt wurde, der örtlichen Bahnhofsgastronomie, einen noch nie dagewesenen Umsatzrekord zu bringen (Ja meine Herrschaften, dass ESK kann mit Fug und Recht behaupten, im brandenburger Land, ein Wirtschaftsfaktor, ach was sage ich ein Wirtschaftsmotor zu sein). Alsbald stieg die eine Hälfte in die Bahn, die andere in die Straßenfahrzeuge und alle zogen zurück an ihre heimischen Feuerstelle, um den Ihren von ihren unglaublichen Abenteuern in der Eiswüste Kunde zu tun.

Besondere Erwähnung sollen hier noch mal unsere Gäste Altitude und Helgeg finden. Solltet Ihr mal wieder im Lande weilen, meldet Euch, es wird sich immer ein Platz an unserer Tafel finden.

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