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	<title>EISENSCHWEINKADER &#187; Touren</title>
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		<title>20-10-20 &#8211; und was aus langen Plänen alles werden kann&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 20:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahr 2010, genauer am 25. Mai feierte ich mein 20jähriges MTB-Jubiläum. Anläßlich dieses Ereignisses und der 20 Jahre währenden Deutschen Einheit hatte ich eine Tour zu den 16 höchsten Erhebungen der Bundesländer geplant. Leider gestaltete sich der Winter länger und zäher als gedacht, viele Trainingskilometer wurden laufend und nicht radelnd verbracht. Als das Wetter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 2010, genauer am 25. Mai feierte ich mein 20jähriges MTB-Jubiläum. Anläßlich dieses Ereignisses und der 20 Jahre währenden Deutschen Einheit hatte ich eine Tour zu den 16 höchsten Erhebungen der Bundesländer geplant. Leider gestaltete sich der Winter länger und zäher als gedacht, viele Trainingskilometer wurden laufend und nicht radelnd verbracht. Als das Wetter dann endlich besser wurde, meinte eine Halsentzündung mich für fast den gesamten Mai aus dem Verkehr ziehen zu müssen. Meine Pläne waren dahin und neue mussten her.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50357-3/Sommerbiketour2010+005.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50545-2/Sommerbiketour2010+005.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+005 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><span id="more-1767"></span></p>
<p>Zunächst dachte ich an eine Vogesen-Fortsetzung von 2009, dann kam ich aber mit zwei Freunden auf die geniale Idee, vier Tage in der Fränkischen Schweiz bei Bike &#038; Bier zu verbringen. So wurden Touren geplant, Übernachtungen gebucht, Zugtickets gekauft, etc.<br />
Aber irgendwie schien auch diesmal das Pech an meinen Hacken zu kleben. Ein Kumpel sagte am Tag vor unserer Abfahrt wegen dickem Zeh ab und die Wetterprognose verschlimmerte sich von Stunde zu Stunde. </p>
<p>Da standen wir also nur noch zu zweit am Dienstag ein halbe Stunde vor Abfahrt unseres Zuges am Bahnhof in Ffm bei bestem Wetter und hatten so gar keine Lust auf drei Tage Regen im Süden Deutschlands. Es dauerte ungefähr 15 Sekunden bis wir uns gegenseitig überredet hatten, kurzerhand nach Kassel in die nordhessische Bergwelt umzuschwenken. Da wir nun noch ne Stunde Zeit hatten, holte ich schnell von zu Hause das entsprechende Kartenwerk. Den Abend ließen wir dann in Kassel bei Pils und Salmonellen-Peters Bohnensalat ausklingen. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50351-2/Sommerbiketour2010+002.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50349-1/Sommerbiketour2010+002.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+002 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a></p>
<p><strong>Mittwoch 16.06.2010</strong>:<br />
Der Tag begrüßt uns mit herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel, der Wind weht allerdings frisch aus Osten. Nach dem Frühstück brechen wir auf gen Hessisch-Sibirien. Unser Quartier für die nächsten Tage haben wir in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Wilhelmshöhe in Kassel. Das bedeutet, dass es nun erstmal runter an die Fulda geht. Ein erster Fotostop in der Karlsaue vor der Orangerie. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50360-1/Sommerbiketour2010+006.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50362-2/Sommerbiketour2010+006.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+006 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Orangerie</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50370-1/Sommerbiketour2010+010.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50372-2/Sommerbiketour2010+010.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+010 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Fuldaromantik am Morgen</p>
<p>Irgendwann lassen wir Kassel hinter uns und entlang des Niestetals sammeln wir erste Höhenmeter. Durch die südlichen Ausläufer des Kaufunger Waldes steuern wir zielstrebig auf Grossalmerode zu. Leider sind wir einen Tag zu früh wie uns die hübsche Bäckerin mitteilt, morgen beginnt das nur alle 5 Jahre stattfindende Heimatfest. Na vielleicht besser für die Einheimischen, denke ich mir&#8230;  </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50385-1/Sommerbiketour2010+013.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50387-2/Sommerbiketour2010+013.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+013 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Anstieg zum Sensenstein</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50395-1/Sommerbiketour2010+017.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50397-2/Sommerbiketour2010+017.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+017 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Empfang in Grossalmerode</p>
<p>Nach einer zünftigen Stärkung geht es nun an die Erklimmung unseres eigentlichen Tageszieles, der Meissner. Mit über 750m ü. NN eine der höchsten Erhebungen Nordhessens, das mächtige Basaltplateau ragt imposant in der Landschaft heraus. Für die Erbsenzähler unter uns, der &#8220;Hohe Meissner&#8221; mit seinen Rundfunk-Sendemasten und den Gasthöfen ist nur mit 721m ü. NN ausgewiesen. Die etwas nördlicher liegende &#8220;Kasseler Kuppe&#8221; ist mit 754m ü. NN jedoch der höchste Punkt des Basaltkegels. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50400-1/Sommerbiketour2010+022.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50402-2/Sommerbiketour2010+022.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+022 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Blick zurück auf Grossalmerode</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50405-1/Sommerbiketour2010+024.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50407-2/Sommerbiketour2010+024.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+024 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Basaltabbau am Meissner</p>
<p>Wir schuften jedenfalls seit Uengsterode ununterbrochen, unbarmherzig geht es Meter um Meter nach oben. Die Sonne brennt uns auf den Pelz und der fehlende Fahrtwind macht sich unangenehm bemerkbar. Eine kurze Erholung bietet die Abfahrt vom Heiligenberg nach Bransrode. Kurz nach dem Basaltwerk haben wir es dann endlich geschafft und rollen von der Kasseler Kuppe zu den Sendemasten am Hohen Meissner. Die Fernsicht ist umwerfend, am Horizont ist der Kamm des Rothaargebirges zu sehen und irgendwo da unten die zwei Röhren des A44-Neubaus. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50415-1/Sommerbiketour2010+029.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50417-2/Sommerbiketour2010+029.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+029 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Stärkung auf dem Meissner</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50420-1/Sommerbiketour2010+033.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50422-2/Sommerbiketour2010+033.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | Sommerbiketour2010+033 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Blick zurück auf den Hohen Meissner</p>
<p>Wir genießen lecker Schinkelpils und stärken uns. Irgendwann heißt es dann aber doch Aufbruch, was ne Abfahrt!! Nachdem der Trail hinter uns liegt, geht es auf dem Lossetal-Radweg über Hessisch Lichtenau weiter gen Kassel. Bei Walburg wartet eine Welle, ebenfalls nehmen wir noch mal bei Lohfelden eine mit (völlig unnötig wie sich rausstellt). Als wir endlich in Kassel sind und die Fulda überqueren, fühlt sich mein Sattel plötzlich so komisch weich an. Ein Blick genügt, Bruch der Streben&#8230;</p>
<p>Nun heißt es vor der Dusche und Nahrungszufuhr noch einen Ersatz auftreiben. Zum Glück ist Kassel kein Dorf und es gibt genügend Radläden die Abhilfe leisten können. Mit neuem Sattel geht es am nächsten Tag weiter. Insgesamt hat der erste Tag 100km bei 1400 Höhenmeter zu bieten gehabt und die Erkenntnis: Meisser, steil und traumhaft schön!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50335-1/160610_Meissner.jpg"><img class="colorbox-1767"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/50337-2/160610_Meissner.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." alt="EISENSCHWEINKADER | 160610 Meissner 20 10 20   und was aus langen Plänen alles werden kann..." /></a><br />
Profil</p>
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		<title>Tour de Mur &gt; von der Quelle bis zur Mündung</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:57:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>coffee</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Austia 2010 – kühle Brise, die Frisur sitzt. Das Aufwärmtraining im schönen Kärnten zeigt sich als hilfreich. Auch wenn das Wetter nicht 100% mitgespielt hat so konnten wir doch bereits vor dem täglichen Frühstück eine kleine Trainingsradrunde unter die Stollen nehmen. Nach dem Frühstück bewegten wir dann unser Fußwerk die Berge hinauf und wieder hinunter. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/8562.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1735 colorbox-1729" title="856" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/06/8562.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 8562 Tour de Mur > von der Quelle bis zur Mündung" width="1024" height="768" /></a><br />
Austia 2010 – kühle Brise, die Frisur sitzt. Das Aufwärmtraining im schönen Kärnten zeigt sich als hilfreich. Auch wenn das Wetter nicht 100% mitgespielt hat so konnten wir doch bereits vor dem täglichen Frühstück eine kleine Trainingsradrunde unter die Stollen nehmen. Nach dem Frühstück bewegten wir dann unser Fußwerk die Berge hinauf und wieder hinunter. Wobei unsere Ausgangshöhe bereits auf über 900 Metern lag und man könnte sagen wir haben uns bereits hier unser heimliches Höhentraining abgeholt. <span id="more-1729"></span></p>
<p>Nach 7 Tagen Aufwärmphase bewegten wir uns zu neuen Ufern. Ein kleiner Ortswechsel und eine Gepäckoptimierung standen nun auf dem Programm. Dann ging es endlich los, die Erwartungsphase hatte ein Ende und die Tatenphase konnte nun in Gang gesetzt werden.</p>
<p>Erste Etappe 9:00 Start in St. Michael im Lungau. Wer denkt der Mur Radweg sei eine einzige Flachetappe hat sich getäuscht. Schon am ersten Tag legten wir dann doch einige Höhenmeter zurück. Auf 54 Km wurden es dann doch 629 hm. Wir passierten mehrmals die Mur die stetig an Wasser gewann. Und an der ein oder anderen Stelle sabberte ich still das Wort „Kajak“ vor mich hin. Aber wer weis, vielleicht mache ich die Mur das nächste mal per Boot :-) Zielpunkt auf der ersten Etappe war Murau.</p>
<p>Die Startzeiten glichen sich jeden Morgen aufs neue. Pünktlich um 9:00 oder mal ein paar Minuten früher sattelten wir erneut auf und fuhren wieder in die schöne Steiermark hinein. So folgten die Wege von:</p>
<p>Murau &gt; Weißkirchen : 55 Km / 613 hm<br />
Weißkirchen &gt; Oberaich: 55 Km / 550 hm<br />
Oberaich &gt; Graz: 73 Km / 1050 hm<br />
Graz &gt; Mureck: 65 Km / 550 hm<br />
Mureck &gt; Bad Radkersburg: 30 Km / 300 hm</p>
<p>In Bad Radkersburg an der slowenischen Grenze endete dann unsere Tour. Aber nach 6 Tagen bei 35 – 40 Grad in der prallen Sonne war das auch gut so. Wir kamen uns das ein oder andere mal schon vor wie ein waschechtes Brathändel, welches ja in der Steiermark zuhause ist.</p>
<p>Als Aussenposten hatte ich natürlich jeden Meter der Tour genau unter Beobachtung und kann berichten daß das Land in Festen ESK Händen ist. Und wie ihr alle wisst ist nach der Tour schon vor der Tour. Und so geht es in 12 Tagen bereits wieder los. Diesmal als Betreuung &#8230;..</p>
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		<title>Thüringens finest</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 17:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>yo gomez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feldzüge]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der diesjährige Harzsturm ja bei teilweise recht kalten und feuchten Bedingungen am Rennsteig bestritten wurde, kam uns der Plan am folgenden Wochenende eine neue Chance zu suchen. In der Woche dazwischen kamen zwar erhebliche Zweifel beim Blick aus dem Büro auf den anhaltenden Dauerregen, aber der Wetterbericht versprach ja Besserung. Also machten wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der diesjährige Harzsturm ja bei teilweise recht kalten und feuchten Bedingungen am Rennsteig bestritten wurde, kam uns der Plan am folgenden Wochenende eine neue Chance zu suchen. In der Woche dazwischen kamen zwar erhebliche Zweifel beim Blick aus dem Büro auf den anhaltenden Dauerregen, aber der Wetterbericht versprach ja Besserung. Also machten wir uns auf, am Samstag von Hörschel aus den Rennsteig seiner Länge nach zu befahren. Ein gewagter Plan, bedenkt man die voraussichtlichen Bodenverhältnisse und die Tatsache, dass es die erste Mehrtagestour meiner Begleitung werden würde und alleine die erste Etappe ihre bisher maximal am Stück gefahrenen Höhenmeter um den Faktor zwei übertraf&#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0400.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1681 colorbox-1676" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0400.jpg" alt="Rennsteig" width="800" height="600" title="EISENSCHWEINKADER | Thüringens finest" /></a><br />
<em>Rennsteig am vorherigen Wochenende, der erste Schnee mischt sich in den Regen.</em><br />
<span id="more-1676"></span></p>
<p>Allerdings gab es dann doch eine gravierende Planänderung, da uns der Rücktransfer von Blankenstein abhanden gekommen war. Nach der Hälfte der Strecke auf dem Rennsteig und unserer Übernachtung ebendort sollte einfach links abgebogen werden und es von der Ilmquelle ab bis zur Haustür unseres Gastgebers entlang der Ilm zurück gehen. Also schnell einen Stein aus dem Garten genommen (das traditionelle Werra-in-die-Saale-Getrage entfiel ja eh), und in aller Frühe ab ins Auto, um zum Startpunkt zu shutteln, den wir dann allerdings auch noch an die Frankfurter Straße gelegt haben (wie es sich für Wahl-Frankfurter anbot).</p>
<p><em>Den Verlauf unserer Tour lest aber nun aus der Feder meiner Begleitung, auf dass die Erinnerungen geweckt werden an das eigene erste große Abenteuer auf dem Rücken eines Drahtesels:</em></p>
<p>Die erste &#8220;Mehrtages&#8221;-Tour entpuppte sich ja auch nur als eine 2 Tages Tour, aber als notorischer Ablehner von Zelten, Camping und permanente Verfechterin des Reisens mit Schminkköfferchen und Vollausstattung war dies für mich schon ein großes Wagnis, was andere wahrscheinlich müde belächeln &#8211; und dann auch noch 2 Tage auf so einem ungemütlichen schmalen Ding, &#8220;Sattel&#8221; genannt. Nunja. So ein ganz gewiefter Radfahrer hatte ja seine Gesäßcreme bei uns vergessen und ich ahnte langsam für welchen Gebrauch diese gut sei. Aber von Anfang an:  Als alter Wettkampfhase aus dem nassen Element war es mir ja nicht ganz fremd sich auf ein sportliches Grossevent vorzubereiten, aber die Aufregung stieg schon ins Unermessliche &#8211; zumal mein Begleiter zum wohl 10. Mal alles kontrollierte. Ich schaffte es sogar, mich nur mit Duschgel und Zahnbürste bewaffnet den Naturgewalten zu stellen. Es konnte also losgehen &#8211; und das um 6 Uhr morgens. Blödes Hobby &#8211; da will man sich doch erholen. Aber nein, unser Gastgeber fuhr uns zum erklärten Startpunkt und da waren wir auf uns selbst gestellt. In der Wildnis des Thüringer Waldes, völlig ohne Orientierung, mit Angstschweiß vor den unbekannten Höhhenmetern und zu fahrenden Kilometern stand ich da und wollte dann mal endlich los &#8211; bis mein Begleiter endlich seine Technik im Griff hatte und doch die wichtigsten Handgriffe unterliess &#8211; Kette ölen gehört zu den überbewerteten Dingen des Lebens. <em>(Anm.: Ist halt nicht meine Uhrzeit!)</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0402.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1689 colorbox-1676" title="Wartburg" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0402-300x225.jpg" alt="Wartburg" /></a><br />
<em>Erster Blick auf die Wartburg am frühen morgen.</em></p>
<p>Und da flitzten schon die ersten halbbekleideten anderen Vollstrecker dieses Hobbies an mir vorbei. Diese waren wohl an dem ursprünglichen Start in Hörschel um gefühlte 3h früher gestartet und brüllten mir ein fröhliches und munteres &#8220;Guten Morgen&#8221; entgegen. Wie kann man nur so fit sein zu so früher Stunde?</p>
<p>Die erste Tour ging dann wirklich gemächlich durch fast bekannte (auch den Schlamm erkannte ich wieder) Wege und Wälder. Man muss es ja mal neidlos zugeben &#8211; so Natur am frühen morgen wenn alles noch nett und friedlich ist, kann einem schon das Herz erwärmen. Die Wartburg im Blick bahnten wir uns die ersten Schlammlöcher und Wege bis zur Hohen Sonne. Der Wiedererkennungswert nach dem Kennenlernen dieser netten Stätte nach himmelfahrtlicher Besetzung testosterongesteuerter Horden von menschenähnlichen Objekten war kaum da. Hier schaffte ich es das erste Mal, mich von den Ärmlingen zu trennen &#8211; nachdem ich noch mind. 1 Lage drunter trug. Naja, ist halt kalt morgens.</p>
<p>Nach weiteren 4km und bei Blicken über das tolle Thüringer Land einschliesslich eines motivierenden Überholmanövers eines Tourenradlers legte mein Begleiter eine Vollbremsung hin. Was war denn jetzt passiert? Ah&#8230; die gute Brille war nicht da. Vergessen an der hohen Sonne, die für mich gefühlte Lichtjahre entfernt war. Und obwohl ich ahnte, dass noch viel mehr Kilometer und Höhenmeter auf mich zukamen, radelte ich als treuer Gefährte den Weg wieder mit zurück. Angebote auf sonnige Rastplätze lehnte ich vehement ab &#8211; bin doch kein Weichei. Sehr positiv dabei, weitere Sportler zu sehen, die Ihren Sport lieben und fröhlich einen guten Morgen wünschten. <em>(Anm.: Damit war dann auch der erschlichene Vorsprung vom Start wieder dahin.)</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0421.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1702 colorbox-1676" title="yo gomez" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0421-300x225.jpg" alt="yo gomez" /></a><br />
<em>Impressionistische Fahrerkunst.</em></p>
<p>Gegen Mittag motivierten mich dann so Aussagen wie: &#8220;es sind nur noch 2km&#8221; und &#8220;durch dieses Waldstück dann sind wir da&#8221;&#8230; &#8211; &#8230;genausowenig, wie mein kurzer Schlenker mit gefühlten 15% Steigung um mich dann doch wieder vor der Brotteroder Hütte zu sehen. Aber eines muss man dem Ganzen lassen &#8211; die Landschaft ist super schön, einzigartig und sehr erbauend. Toll da durch zu radeln und nach jeder Ecke was neues zu entdecken. Das lenkte doch von den müden Beinen etwas ab. Irgendwann war es geschafft &#8211; der Inselsberg, gefüllt mit dicken  bratwurstgefrässigen Touris war da. Ich nickte natürlich mutig die Entscheidung ab, eine nettere Mittagspausen-und ich-leg-die-Beine-mal-hoch-Stätte zu suchen und wurde extrem positiv überrascht vom Heuberghaus. Sehr nett gelegen und die Hefeklösse sind einfach nur lecker. Jetzt hatte ich die Km erreicht, die ich sonst an einem Tag fahre &#8211; aber es ging ja weiter. Studien der Karten und des Navis sollten mir vermitteln, was auf mich zukommt. Böhmische Dörfer tuen das auch! Aber erstmal mussten wir einen Muntermacher zu uns nehmen. Dieser Cappuccino hat die Kaffeewelt revolutioniert: Filterkaffee+Kaba+Sahne ist einfach eine richtige Ossi-hier-bleibt-die-Zeit-stehen-Variante.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0411.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1692 colorbox-1676" title="IMG_0411" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0411-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0411 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0415.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1693 colorbox-1676" title="IMG_0415" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0415-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0415 300x225 Thüringens finest"  /></a></p>
<p>Nach diesem Genuss juckte es mir dann doch in den Beienn und ich wollte weiter dem Ziel entgegen. Wir arbeiteten uns Richtung Oberhof vor. Von da aus -ich hatte doch beim Kartenlesen ein bißchen aufgepasst- waren es wohl nur finale 15km. Also, Oberhof kann nicht so weit sein. Ich vermied den Blick aufs Navi um mich nur den Kilometern vor mir zu widmen. Immer geradeaus schauen &#8211; hilft ja bekanntlich. Und ich bin es ja gewohnt, manchmal nur auf eintönige Striche im Schwimmbecken zu schauen. Aber die Landschaft war eigentlich viel zu schön dafür. Es gab unglaublich viel zu entdecken &#8211; super schöne alte knorrige Bäume; Waldstücke, die voller Blumen waren. Schön.</p>
<p>Aber das Stück nach Oberhof zog sich dann doch. Unmerklich passte sich die Landschaft ironisch meiner Müdigkeit an und ging immer wieder mit leichter aber anstrengender und zehrender Steigung bergauf. Da sind mir doch knackige kurze Berge lieber.  Irgendwann stand da ein Schild mit freundlichem &#8220;Oberhof 5km&#8221; &#8211; JUHU &#8211; fast geschafft. Und mein Bgeleiter meinte nur: warte ab, wir machen PowerBar-Pause. Was auch immer dies ist &#8211; es versprach Wunder&#8230; In Oberhof öffnete sich das Stadion der Biathleten vor uns. WOW &#8211; ist das gross. Im Fernsehen ist dies ja nie ersichtlich &#8211; ich war schon sehr beeindruckt ob der Kulisse dort. Und dann der besagte Wunderriegel &#8211; ich hätt es ja nicht für möglich gehalten, aber das geht ja wirklich direkt in die Beine. Der nächste &#8211; eigentlich als unüberwindbar vermutete Hügel wurde erklommen. Ja, ich verstand so langsam um was es hier geht und hatte auch noch Spass dabei.</p>
<p>Nach der Bezwingung des letzten Feindes ging es leider ausserhalb des Waldes auf der Strasse weiter. Und ich stelle hiermit fest: ich bin nicht zum Rennradler geboren. Wieviel verschiedene Abgasdüfte existieren in Deutschland? Das wäre doch mal eine Wette für &#8220;Wetten, dass&#8230;&#8221;? Puuhh. Stinkerei, und dazu noch wegrasierte Begrenzungspfosten. Die Motorradler haben ganze Arbeit geleistet. Aber eine Alternative über den Wanderweg zu Großen Beerberg schlug ich kategorisch aus &#8211; nein, angesichts meines Hinterns (wenn der Schmerz zur Normailtät erklärt wird, wird alles gut) und meiner Beine wollte ich auf dem kürzesten und hoffentlich einigermassen schnellsten Wege gen Herberge. Wider Erwarten ging das auch gut, obwohl mir angesichts meiner Schneckengeschwindigkeit vs Endspurt meines Begleiters Windschattenfahren nicht vergönnt war. Und irgendwann die erlösenden Worte: am nächsten Abzweig nur noch 2km bergab. Und dann stand ich tatsächlich vor der Herberge  &#8220;Zur Henne&#8221; &#8211; ich war angekommen. Nach 95km und 2.000hm hatte ich es geschafft. Der Rest des Abends ist schnell erzählt, weil schnell vergangen. 2 Hefe und eine ordentliche Mahlzeit haben schon andere ausgeknockt. Selbst der Feierabendspaziergang durch den Ort wurde zum müden Gang nach Canossa. So früh sah mich ein Bett selten &#8211; aber ich schlief selig und glücklich den Schlaf der Gerechten.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0436.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1696 colorbox-1676" title="Ilmquelle" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0436-300x225.jpg" alt="Ilmquelle" /></a><br />
<em>Nächster Morgen: die Ilmquelle. Sie fließt&#8230;</em></p>
<p>Mit sehr beruhigter Stimmung angesichts der mir vorliegenden, meist bergab angesetzten Tour ging es am nächsten Morgen weiter. Zum Frühstück verspeisten wir dann mal eben den Finsterberg und setzen uns mit Nacktschneckenrutschpartien auseinander. Aber es geht ja nur bergab &#8211; is klar, ne! Und als bei meinem Begeleiter ausser der nichtgeölten Kette auch noch die Lufttechnik versagte, war die Stimmung am kippen. Aber als positiver Mensch lernt man ja mit so etwas umzugehen. Wir schlugen uns zur Ilmquelle &#8211; ja der wahren Quelle des Flusses &#8211; durch und ab da ging es immer schön an derselbigen entlang. Was für tolle Landschaften und Natur dort am Ursprung der menschlichen Siedlungen. Einfach toll.</p>
<p>Und die Strecke war auch super &#8211; es ging tatsächlich meist bergab, die Beine waren wieder fit, der Po nicht. Aber ich bemerkte, Aufstehen ist nicht gut, denn das Wieder-auf-den-Sattel-Setzen war einfach nur doof. Aber das hat jeder bis jetzt überstanden &#8211; ich beiss die Zähne zusammen. Nochmals versagte die Luft meines Begleiters und die Kette versprach einen spassigen Tag mit tollen Knackgeräuschen. Und dabei hing demselbigen Begleiter auch im Nacken, dass er evtl. durch diese technischen Zwangspausen von 2 Tourenradlerinnen eingeholt werden könnte, die nach uns aus dem Gasthof aufbrachen. Das wäre ja ein übler Kratzer in der Ehre gewesen! Das Luftsproblem lösten wir nach Einfuhr in Ilmenau an der Tankstelle. Dann ging es weiter am schönen Ilmradweg.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0438.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1697 colorbox-1676" title="Ilmtal" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0438-300x225.jpg" alt="Ilmtal" /></a><br />
<em>&#8230;durch traumhafte Wiesen und&#8230;</em><br />
<a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0458.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1698 colorbox-1676" title="Ilmtal" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0458-300x225.jpg" alt="Ilmtal" /></a><br />
<em>&#8230;später durch verträumte Dörfer in schönen Tälern; &#8230;</em></p>
<p>Die Anzahl der schönen Landschaften stieg an und das Auge hatte was zu entdecken. Aber leider stieg exponential die Anzahl der Touris mit miesepetrigen Gesichtsausdrücken. Mein Plan, jedem mir entgegenkommenden und überholtem &#8211; ja ich war mal schneller als manch andere &#8211; freundlich zu grüßen, gab ich nach 2h auf. Wieso können Menschen beim Sporteln so wenig Spass haben?! Nach immer mehr angstrengenden Knackgeräuschen der Begleiter-Kette griff ich zum extremsten  Mittel &#8211; und opferte meine Gesäßcreme zugunsten des ruhigen Genusses und zur Abwendung beziehungsbeinflussender negativer Stimmungen. Und es half &#8211; die Kette blieb ruhig, es konnte weiter gehen an der schönen Ilm. Dann war es auf einmal schon nach Mittag &#8211; der Magen meldete sich, die Beine blieben ruhig. Ein gutes Zeichen. Hier im schönen Osten hatte nur noch niemand die kommerziellen Möglichkeiten von Leistungspsortlerverpflegung erkannt und ein nette Stätte der Speisung solchiger eröffnet. Da ich aber nahe an heimatlichen Gefilden war, konnte ich meine lokalen Scoutkenntnisse einwerfen und ein nettes kleines Restaurant mit Radlsichtparkerei finden.</p>
<p>Nun hatte ich Oberwasser, denn ich kannte die Entfernung nach Weimar und zu unserem Zielpunkt und trat -fröhlich aus Kindertagen erzählend- weiter in die Pedale. Das Wetter spielte mit, aber gut gemeinte Ratschläge an sommersprossige, rothaarige sonnensensible Haut, die Ärmlinge überzuziehen wurden ignoriert und am nächsten Tag mit dem Ergebnis gehadert. Wir näherten uns Weimar. Die Kette bekam noch 2x Gesäßcreme geschmiert und auch sonst lief alles nach Plan. Wir erreichten Weimar ungestört und mit diversen netten Sozialstudien bereichert angesichts des Publikumverkehrs auf dem Radweg. Nach Weimar wurde ein leises &#8220;Mama&#8221; einfach ignoriert und es ging die letzten 7km ans Ziel. Da war ich aber auch schon sehr froh, dass die Kirche des Dorfes so gross und weit zu sehen war. Juhu &#8211; ich hatte es fast geschafft. Der letzte Hügel erschien mir unterbittlich steil &#8211; aber das kleine Kettenblatt ignorierte ich geflissentlich. Und dann waren wir da. Das erste Weißbier war isotonisch &#8211; danach keine Ahnung. Aber ich weiß jetzt, wie sich knapp 200km mit 2.700Hm anfühlen und was für ein tolles Gefühl das ist. Die Natur hautnah zu erleben, an seine eigenen Leistungsgrenzen heranzukommen und doch geht es immer weiter. Und wie toll Biken ist. Wann kommt die nächste Tour? Ich kann es kaum erwarten. <em>Gretli</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0445.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1699 colorbox-1676" title="IMG_0445" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0445-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0445 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<em>&#8230;sie wird gequert von alten Triebwagen&#8230;</em></p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0448.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1700 colorbox-1676" title="IMG_0448" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/05/IMG_0448-300x225.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0448 300x225 Thüringens finest"  /></a><br />
<em>&#8230;und etwas surrealem neumodischem ICE-Gedöns.</em></p>
<p><em>PS: Den Stein habe ich dann nach 195km und 2.700hm am nächsten Tag wieder in den Garten geschmissen &#8211; auch schön&#8230;</em></p>
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		<title>Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 03:44:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Als meine Arbeitskollegen am Gründonnerstag im Büro die große Radtasche stehen sahen, erwarteten viele eine der legendären Abenteuerreisen von mir. Wenigstens ein sagenumwobenes Mittelgebirge sollte auf dem Tourenplan stehen, gespannt sahen sie mich an. Als ich ihnen als Ziel meiner Reise lapidar &#8220;Wolfsburg&#8221; entgegnete, blickten mich ratlose Augen an. Das meiste war noch ein erstauntes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als meine Arbeitskollegen am Gründonnerstag im Büro die große Radtasche stehen sahen, erwarteten viele eine der legendären Abenteuerreisen von mir. Wenigstens ein sagenumwobenes Mittelgebirge sollte auf dem Tourenplan stehen, gespannt sahen sie mich an. Als ich ihnen als Ziel meiner Reise lapidar &#8220;Wolfsburg&#8221; entgegnete, blickten mich ratlose Augen an. Das meiste war noch ein erstauntes &#8220;Aha?!&#8221;&#8230;<span id="more-1613"></span></p>
<p>Von Wolfsburg aus soll meine Tour am Karfreitag bei herrlichem blauen Himmel und Sonnenschein starten. Der Wind bläst kräftiger als vorhergesagt, dafür stimmt die Windrichtung &#8211; Süden &#8211; frontal von vorne.<br />
Die ersten 90 Minuten quäle ich mich gegen die Windwand. Der erste Hügel wartet nach Flechtdorf im Forst Lehre, ein schöner Schotterweg im Wald führt hoch zum Hülsenberg. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46581-2/IMG_2652.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46583-2/IMG_2652.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2652 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
Am Horizont der Elm</p>
<p>Über Rothenkamp und Scheppau erreiche ich den Fuß des Elm in Bornum. Jetzt endlich Kantenwind, ich stoße westlich um den Kamm herum über den Galgenberg nach Erkerode. Dort befindet sich der Einstieg ins Reitlingstal, der Kader Onkel hatte sich anno 2008 bereits um die Unterjochung dieses Landstriches gekümmert. Mir bleiben lediglich die Sicherung des Territoriums und Erkundungen in weiter östlich liegende Landschaften übrig. </p>
<p>Im Reitlingstal tümmeln sich zahlreiche Zweiradfahrer, sowohl motorisiert, als auch ohne maschinelle Unterstützung. Der Bärlauch spriest an allen Ecken und Kanten, man bekommt den Duft kaum aus der Nase. Sportlich gesehen ist die Anfahrt von Erkerode nicht wirklich eine Herausforderung, aber nach den ersten zwei Stunden und bei entsprechend hohem Tempo komme ich auf Temperatur. Oben am Tetzelstein entschließe ich mich zur Abfahrt nach Sampleben und weiter nach Eitzum, um von dort erneut die Elm-Hochstraße zu erklimmen. </p>
<p>Auch die zweite Erstürmung läßt die Steigungsprozente nicht in große Höhen ausufern und kontinuierlich trete ich die Kurbel Umdrehung für Umdrehung. Schlußendlich wartet die Abfahrt nach Schöningen. Ich kann  die Umschreibungen von Onkel analog zu denen für Königslutter nur bestätigen: Die letzten 50 Jahre scheint auch dort die Zeit stehen geblieben zu sein. </p>
<p>Was der Osten kann, kann der Westen mindestens genauso gut. Ein riesiger Braunkohletagebau wie früher auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs wird lediglich von Förderbändern, Schienenstrang und einem Asphaltband geteilt. Ich fahre weiter nach Reinsdorf und überquere die Bundeslandgrenze Niedersachsen nach Sachen-Anhalt bei Hohnsleben. Schlagartig ändert sich der Untergrund, wo eben noch sanfter Asphalt unter meinen Pneus war, ist nun der real existierende Kommunismus in Form fiesen Kopfsteinpflasters. </p>
<p>Auf den nun folgenden Kilometern kann man 20 Jahre Deutsche Einheit und die blühenden Landschaften mal wieder vom feinsten aus der Nähe betrachten. Zum 80. Geburtstag auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank und Glückwunsch an die Birne aus der Palz&#8230;<br />
Wenigstens die Stücke um Harbke sind asphaltiert und die Landschaft im ehemaligen Sperrgebiet entschädigt für Schmerzen in den Unterarmen. Nach einem kurzen Stop zwecks Kuchenzufuhr in Harbke, erreiche ich den Ortsteil Autobahn an der A2 in unmittelbarer Nähe der Gedenkstätte Deutsche Teilung. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46591-2/IMG_2653.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46588-5/IMG_2653.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2653 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
An Kreativität kaum zu überbietender Ortsname&#8230;</p>
<p>Nördlich der Autobahn schlage ich mich in den Wald und finde einen direkten Weg (Forstautobahn) nach Bad Helmstedt. Hier erwartet mich nochmal eine kleine Herausforderung mit den beiden Walbecker Warten im Lappwald. Anschließend knalle ich runter nach Walbeck, dort empfängt mich erneut fieses Pflaster. Ich ahne welche Qualen die Frühjahrsklassiker zu bieten haben. Zum Glück wird die Straße wenigstens ab Ortsmitte wieder asphaltiert (Flickenteppich), über den Drachenberg nach Weferlingen und weiter bis Döhren. Ich kehre endgültig nach Niedersachsen zurück und ab Mackendorf heißt es bis Rhode wieder Wind von vorne, bzw. Kantenwind. </p>
<p>Garniert mit nicht asphaltierten Feld- und Waldwegen macht mir das ganze mittlerweile langsam zu schaffen. Meine Verpflegung habe ich dummerweise zu Hause vergessen und 5 Stunden liegen auch schon hinter mir. Wenigstens ist die Trinkflasche noch gut gefüllt. Aber ab Rhode ist wieder Asphalt und meinen Rädern und der Wind schiebt endlich von hinten. Mit konstantem Tempo von ca. 35 Stuckis sind die letzten Wellen und Kilometer bis VW-City erstaunlich schnell zurückgelegt. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46592-2/IMG_2650.jpg"><img class="colorbox-1613"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46572-3/IMG_2650.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2650 Radfahren an Karfreitag oder TourenschELM Eule" /></a><br />
Niedersäschsische Alleenlandschaft</p>
<p>Am Ende des Tages habe ich 135km mit über 1000 Höhenmetern auf der Uhr. Seit einem halben Jahr die erste erwähnenswerte Ausfahrt, ich hab mich fast schlechter als nach HH-B gefühlt. Der Frühling kann und muss jetzt kommen, sonst sehe ich an Himmelfahrt echt alt aus. </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Grenzverläufe und Landgewinne</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 10:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr durch einen Zufall stolperte Expeditionär J-CooP vor einiger Zeit beim Kartenstudium über diverse Merkwürdigkeiten bezüglich des Grenzverlaufs im Südwesten der Provinz Brandenburg. Der angrenzende Schurkenstaat &#8211; im offiziellen Sprachgebrauch hat sich &#8220;Sachsen-Anhalt&#8221; als Name eingebürgert &#8211; schien völlig unbemerkt den Grenzverlauf zu Ungunsten unserer Provinz um einiges Richtung Norden verschoben zu haben. Gebiet, welches [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr durch einen Zufall stolperte Expeditionär J-CooP vor einiger Zeit beim Kartenstudium über diverse Merkwürdigkeiten bezüglich des Grenzverlaufs im Südwesten der Provinz Brandenburg. Der angrenzende Schurkenstaat &#8211; im offiziellen Sprachgebrauch hat sich &#8220;Sachsen-Anhalt&#8221; als Name eingebürgert &#8211; schien völlig unbemerkt den Grenzverlauf zu Ungunsten unserer Provinz um einiges Richtung Norden verschoben zu haben.</p>
<p><a href="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/grenzgebiet_original.png"><img class="colorbox-1587"  src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/grenzgebiet_preview.png" alt="EISENSCHWEINKADER | grenzgebiet preview Grenzverläufe und Landgewinne" title="Gebietsgewinne" /></a><br /><small>Gebiet, welches durch die Verschiebung der Grenze Sachsen-Anhalt anheim gefallen ist.</small></p>
<p>Seit dem Abzug unserer sowjetischen Befreier Mitte der neunziger Jahre ist gerade das Grenzgebiet im Süden nur noch außerordentlich dünn besiedelt. Es gibt Landstriche, welche seit einer Dekade kein menschliches Wesen mehr zu Gesicht bekommen hat. Der Feind™ hat sich diese Tatsache nun offenbar zu Nutze gemacht.<br />
<span id="more-1587"></span><br />
Da sich niemand an den Unglaublichkeiten zu stören schien, musste &#8211; wie bereits so oft &#8211; der Eisenschweinkader übernehmen.</p>
<p>J-CooP und rik wollten den Karfreitag nutzen, um wieder für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Der Anhaltiner verbringt diesen Tag eingeschlossen in seinen Behausungen und lässt sich nicht an der frischen Luft sehen &#8211; optimale Voraussetzungen für das geplante Manöver.</p>
<p>Die Zielsetzung des Tages war folgende:</p>
<p>(i) Verifizierung der Grenzverschiebung und<br />
(ii) Verschiebung der Provinzgrenze nach Süden und damit Flächengewinn für Brandenburg</p>
<p>Start der Mission war Jüterbog, ein friedlicher Ort noch weit genug hinter den eigenen Linien. Jüterbog wurde von zwei Seiten mit der Eisenbahn angesteuert. Um Punkt 10.00 Uhr war der Trupp komplett und setzte sich in Bewegung.</p>
<p>Es ging recht zügig voran an diesem sonnigen Tag, der Wind meinte es sehr gut. Hier und da hatten gab es sogar etwas Asphalt unter den Stollenreifen (&#8220;Fläming-Skate&#8221; heißt dieser Weg wohl in einschlägigen Kreisen). Nach und nach verschlechterte sich der der Untergrund &#8211; das untrügliche Zeichen, dass man sich der schwarzen Zone näherte.</p>
<p>Nach der Durchquerung eines Stücks Heide war es dann soweit. J-CooP und rik standen an der verschobenen Grenzlinie. Verdammt! Dass <em>die</em> soweit gegangen sind, konnte niemand ahnen! Wie bereits erwähnt, war es unwahrscheinlich, heute einen Anhaltiner zu Gesicht zu bekommen. Diese Tatsache sollte nun ein Vorteil bieten!</p>
<p>J-CooP erklomm einen heute unbesetzten Wachturm (siehe Bild), welcher direkt an der Grenzlinie errichtet wurde. Das Bild was sich ihm von dort oben bot bestätigte die Vermutungen bezüglich des neuen Verlaufs der Grenze.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2124_DSC_3891.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/01_wachturm.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 01 wachturm Grenzverläufe und Landgewinne" title="Wachturm" width="345" height="520" class="alignnone size-full wp-image-1588 colorbox-1587" /></a><br /><small>Besetzung eines feindlichen Wachturms direkt am Grenzverlauf</small></p>
<p>Die feindlichen Linien wurden überquert und man begann mit dem schnellen Vorrücken Richtung Süden. Kurze Zeit später: Jemand muss Lunte gerochen haben! Ein Flugzeug, welches sich im Tiefflug näherte! Was passiert jetzt? Ist das der Gegenangriff? Oder nur die Feindaufklärung?</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2128_DSC_3895.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/02_flugzeug.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 02 flugzeug Grenzverläufe und Landgewinne" title="Feindlicher Flieger" class="alignnone size-full wp-image-1589 colorbox-1587" /></a><br /><small>Feindlicher Flieger im Tiefflug</small></p>
<p>Man wusste es nicht. Es blieb also nur das, was so oft geübt wurde: Der Sprung in die Deckung. Luft anhalten, Kopf nach unten, nur kein Aufsehen erregen. Was wäre die Alternative? Ein abgeschossenes Flugzeug würde sicher Verdacht wecken. Er ging nach zwei geflogenen Schleifen wieder in den Steigflug über und nach einer Minute war nichts mehr von ihm zu hören. Das ist gerade noch mal gut gegangen!</p>
<p>Nach einigen Kilometern wurde dann klar, <em>wie</em> der Anhaltiner es geschafft hatte, den Grenzverlauf unbemerkt so weit nach Norden zu verschieben. Er besitzt mobile Grenzverschiebungsmaschinen!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2137_DSC_3904.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/03_granzverschiebungsmaschine.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 03 granzverschiebungsmaschine Grenzverläufe und Landgewinne" title="Grenzverschiebungsmaschine" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1590 colorbox-1587" /></a><br /><small>selbstfahrende Grenzverschiebungsmaschine</small></p>
<p>Diese können sich sogar aus eigener Kraft fortbewegen. Dabei bewegen sie sich dermaßen langsam, dass es für Menschen nicht möglich ist, den Prozess der Verschiebung zu beobachten. Lediglich Zeitrafferaufnahmen offenbaren was passiert. Technisch vergleichbar ist nur die <a href="http://www.kronos-projekt.de/index-start-rech.html" title="Kronos-Projekt">Steglitzer Entschleunigungsbahn</a>.</p>
<p>Die Maschinen wurden für die heimische Auswertung genau dokumentiert und danach manipuliert. Der Antrieb wurde umprogrammiert, so dass die Maschinen sich ab sofort rückwärts bewegen. Man wird sich sehr wundern!</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Tages bewegte sich der Trupp immer weiter nach Süden, musste dabei sogar Minenfelder durchqueren.</p>
<p>Es ist dem Anhaltiner wohl wirklich Ernst.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2143_DSC_3910.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/04_minenfeld.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 04 minenfeld Grenzverläufe und Landgewinne" title="Minenfeld" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1592 colorbox-1587" /></a><br /><small>Minenfeld</small></p>
<p>Endlich. Die Querung der Schwarzen Elster.</p>
<p>&#8220;Das wäre ein schöner Grenzfluss&#8221; sagte J-CooP.<br />
&#8220;Dann soll er das ab jetzt auch sein!&#8221; erwiderte rik.</p>
<p>Ein Stück flussabwärts erreichten die Helden den Ort Jessen. Ein kleines, schönes Städtchen, in dem es noch Widerständler gab! Offen zeigten sie ihre Verbundenheit mit Berlin und Brandenburg (siehe Bild). Es tat sehr gut, das zu sehen. Das war genau der richtige Ort für eine Stärkung! Das Hotel &#8220;Stadt Berlin&#8221; hielt allerlei Getränke und Speisen bereit und das wundervolle Wetter sorgte dafür, dass man bereits draußen in der Sonne sitzen konnte. Unglaublich schön!</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402/09.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/06_berlin.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 06 berlin Grenzverläufe und Landgewinne" title="Verbundenheit" width="512" height="342" class="alignnone size-full wp-image-1593 colorbox-1587" /></a><br /><small>Widerständler zeigen subtil ihre Verbundenheit mit uns</small></p>
<p>Das Ziel des Tages war den Grenzverlauf bis vor Wittenberg wiederherzustellen. J-CooP und rik folgten der Schwarzen Elster flussabwärts bis zur Mündung in die Elbe. Dort kam ihnen die Idee!</p>
<p>Was, wenn Brandenburg nicht nur im äußersten Süden und im Nordwesten die Elbe als Grenzfluss haben würde, sondern auch noch hier?</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/2010-04-02_d300_ap_2202_DSC_3969.jpg.html"><img src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2010/04/07_elbe.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 07 elbe Grenzverläufe und Landgewinne" title="07_elbe" width="520" height="345" class="alignnone size-full wp-image-1603 colorbox-1587" /></a><br /><small>An der Provinzgrenze</small></p>
<p>Die Augen der beiden Helden glitzerten bei dieser Vorstellung wie die feinen Strahlen der heutigen Sonne. Irgendwann würde dann womöglich sogar Wittenberg wieder zu uns gehören?</p>
<p>So leicht, wie man es sich vorgestellt hatte, wurde es leider nicht. Aber es gewinnt immer der, der genug Zähigkeit besitzt. Das war heute oft genug der vom Hochwasser getränkte Untergrund aber schlussendlich obsiegte doch wieder nur einer.</p>
<p>Der Eisenschweinkader.</p>
<p>Rechts von Elster und Elbe wurde der Grenzverlauf zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt neu definiert. Brandenburg ist seit dem 2. April 2010 dank zweier Unerschrockener Kämpfer um 549 km<sup>2</sup> größer. </p>
<p>Wer weiß, ob wir es irgendwann schaffen, den linkselbischen Flächenbesitz unseres Landes auf mehr als die aktuellen 0,5 km<sup>2</sup> zu vergrößern.</p>
<p>(<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402/">Bilder</a> und <a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/touren/20100402_Jueterbog-Wittenberg/">Bilder</a>)</p>
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		<title>[Tourbericht] Skilanglauf-Paradies Berlin</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2010/01/21/tourbericht-skilanglauf-paradies-berlin/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 00:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rob</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Solange ich lebe, und das sind nun auch bald 30 Jahre, lag in Berlin nicht so viel Schnee. Das Umland zeigt sich schon seit Wochen in ein paradisch weißes Kleid gehüllt. Der Schnee lässt einem mit dem Geländerad kaum voran kommen. Aber wer auch immer sie erfunden hat &#8211; der alte Norweger oder Ötzis Urenkel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45966-1/P1000160_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45966-1/P1000160_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000160 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a><br />
Solange ich lebe, und das sind nun auch bald 30 Jahre, lag in Berlin nicht so viel Schnee. Das Umland zeigt sich schon seit Wochen in ein paradisch weißes Kleid gehüllt. Der Schnee lässt einem mit dem Geländerad kaum voran kommen. Aber wer auch immer sie erfunden hat &#8211; der alte Norweger oder Ötzis Urenkel &#8211; für Zeiten wie diese gibt es zum Glück zwei lange Bretter und zwei lange Stöcke, um sich in unwegsamen Terrain fortzubewegen. Für den selten von viel Schnee verwöhnten Berliner eine tolle Gelegenheit, das Umland ganz neu zu entdecken.<br />
<span id="more-1555"></span></p>
<p>Bei dickem Schneefall startete ich meine Skitour am vergangenen Sonntag von der elterlichen Behausung aus. Durch den Berliner Stadtwald nahm ich eine der zahlreichen, von anderen Skiläufern schon ausgefahrenen Loipen, um von Rahnsdorf nach Wilhelmsagen zu gelangen.<br />
Der Schnee war etwas pappig, doch zügig ging es durch die Eichberge nach Woltersdorf und dann von der Schleuse aus hinein in die Kranichsberge.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45973-1/P1000161_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45973-1/P1000161_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000161 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45979-1/P1000162_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45979-1/P1000162_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000162 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Vom Aussichtsturm aus gleitete ich weiter gen Osten, dem Auf und Ab des Hügelweges folgend quer durch die Kranichsberge. Die teilweise steilen Abfahrten verlangten schon einen sicheren Stand auf dem Ski, durch den etwas nassen Schnee konnten jedoch leider auch bergab keine allzu hohen Geschwindigkeiten erreicht werden, als das eine Backennotbremse aushelfen hätte müssen.<br />
Ich unterquerte den Berliner Ring. Das Terrain Richtung Grünheide ist nun sehr flach. Auf langen Waldwegen folgte ich der ein oder anderen Spur. Hier konnte ich die charismatische Eigenheit des Skilaufens voll auskosten. Alleine durch den verschneiten Wald gleitend, stellte sich ein annähernd meditativer Zustand ein. Körper und Geisten flossen zusammen. Leicht irre Tagträume wechselten sich ab mit der Feststellung, die letzten zehn Minuten überhaupt keinen Gedanken im Kopf gehabt zu haben. Der Kopf wird frei, die Natur lädt zum Genießen ein.</p>
<p>Irgendwo in diesem Nichts aus plattem Land und Stangenacker plötzlich eine Markierung am Wegesrand, die hier fehl am Platze zu sein schien.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45985-1/P1000165_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45985-1/P1000165_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000165 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Immerwieder tauchten diese Langlaufmarkierungen kurz vor Grünheide auf. Ein Regionalentwickler, der sich einen Spass erlaubte? Oder ein skisportambitionierter Förster? Wer weiß es schon.</p>
<p>Ich durchquerte Grünheide fast ohne Abschnallen der Bretter und gelangte, den Ortsausgang von Fangschleuse tangierend, ins Löcknitzal. Nun dämmerte es schon etwas. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45991-1/P1000169_sw.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45991-1/P1000169_sw.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000169 sw [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Die Brücke über die Löcknitz nahe des Bahnhofs Fangschleuse überquerend trat ich, das Löcknitztal flussabwärts folgend, den Heimweg an. Der schmale Pfad war tief verschneit. Die Löcknitz windete sich rechterhand durch das auenartige, flache Tal. Einsamkeit. Stille. Nun wurde es schon richtig dunkel. Fast etwas unheimlich.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45997-1/P1000172_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45997-1/P1000172_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000172 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Die kleine Stirnlampe sorgte für ausreichend Licht. Und es war fast besser nicht zu viel zu sehen. Die großflächigen Umgrabungen des Bodens zeugten von vielen aktiven Wildschweinen. Einer Rotte mag ich hier jetzt ungerne über den Weg laufen, dachte ich zu mir.<br />
Unter der Froschbrücke hindurch überquerte ich kurz später wieder die Löcknitz und näherte mich Erkner.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46003-1/P1000176_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46003-1/P1000176_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000176 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Um nicht zu Fuß durch Erkner laufen zu müssen wählte ich den Umweg über Woltersdorf. Der schwere Schnee und die mangelnde Sklilaufkondition zollten nun schon ihren Tribut. Die Konditorei an der Schleuse hatte zum Glück noch offen, sodass ich mittels Kirsch-Quarkkuchen neue Motivation für die restlichen Kilometer tanken konnte. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46009-1/P1000178_n.jpg" target="clear"><img class="colorbox-1555"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/46009-1/P1000178_n.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | P1000178 n [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | [Tourbericht] Skilanglauf Paradies Berlin" /></a></p>
<p>Der Rest der Strecke zurück war der selbe wie hinwärts. Total kaputt aber guter Dinge und geistig bereinigt erreichte ich den elterlichen Herd. Eine großartige Runde. Man muss den Schnee vor der Haustür nutzen, solange er liegt. Wer weiß, wann sich wieder eine solche Möglichkeit bietet.</p>
<p>rb</p>
<p>(nächstes Mal Bilder mit geringerem ISO-Wert, hab ich nicht drauf geachtet, fällt schon auf)</p>
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		<title>Glühweintour nach Belzig &#8211; Der ESK gegen Väterchen Frost</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 15:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>twobeers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses historische Ereignis verlangt nach einem Bericht, auch weil die Erinnerungen wegen des grandiosen Abschlusses auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu verschwinden drohen&#8230;Doch von vorn. Der Aufruf erfolgte zu einer Zeit, als der Winter noch weit weg war und laue Lüfte wehten. Doch Boerge fand einen Termin am letzten Tag des Herbstes und ohne weitere Recherche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45456-1/f03.JPG"><img width="250" height="375" class="alignleft colorbox-1465" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45458-2/f03.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a>Dieses historische Ereignis verlangt nach einem Bericht, auch weil die Erinnerungen wegen des grandiosen Abschlusses auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zu verschwinden drohen&#8230;Doch von vorn. Der Aufruf erfolgte zu einer Zeit, als der Winter noch weit weg war und laue Lüfte wehten. Doch Boerge fand einen Termin am letzten Tag des Herbstes und ohne weitere Recherche -auch dazu später mehr- wurde  eine Flämingbefahrung angesetzt. Da die Tour ordentlich ausgeschrieben war, meldeten sich im Vorfeld insgesamt 12 Mitfahrer, nichtahnend, was die Zukunft bringen würde. Und dann kam er, der Winter. Erstaunlich früh und mit unerbittlicher Härte. Wegen der öffentlichen Teilnahmebekundung ging zwar allen der Arsch auf Grundeis, wurden doch Tageshöchsttemperaturen von -12°C erwartet, doch alle kamen!<br />
<span id="more-1465"></span><br />
Mit leichter Verspätung und außer Atem kam ich am Bahnhof Alexanderplatz an, Grund war der eingefrorene Schaltzug, der mein Rad zum Singlespeeder machte. Das Weltnetz hatte bereits eine Verspätung des Zuges vermeldet, so blieb genug Zeit für Espresso und mit dem mitgeführte Türschloßenteiser wurde der Schaltzug wieder seiner Funktion zugeführt. Im vereinbarten Zug saßen dann aber nicht die angekündigten Mitfahrer (die auch die Ticketinhaber waren). Grund war die Verspätung und falsche Beschilderung im Ostbahnhof, nach einem Telefonat wurde jedoch die Reisegruppe am Hauptbahnhof zusammengeführt. Die Unmutsäußerungen von Staubi über die Bahn und deren Personal sind legendär und wurden um ein weiteres Kapitel angereichert. In Babelsberg und Wilhelmshorst stiegen die ziemlich durchgefrorenen Piratpilot und Jcoop zu, wobei Jcoop noch einen Sprint durch die Unterführung nehmen mußte, da der Zug nicht am sonst üblichen Gleis hielt. Jockel hielt sich nur durch Einnahmen von pharmazeutischen Proukten aller Art auf den Beinen. Im gut  beheizten Zug wurde bedeutungsschwanger orakelt, daß wir noch unseren Enkeln von dieser Tour berichten würden.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45491-1/f10.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45493-2/f10.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a></p>
<p>Endlich in Brück angekommen -wo noch der letzte Fahrer dazustieß-, gab der Sondertropfenbeauftragte die Anweisung, die Netto- und Bruttozeit mögen annähernd gleich bleiben. Doch schon bald war er es,der über mangelnde Luft klagte. Er wollte uns schon alleine weiterahren lassen, wir fanden aber die Nähe des Bahnhofes für ihn zu verlockend. Weiter ging es durch die erstarrte Landschaft, die Sonne schien und die gefühlte Temperatur erwies sich als garnicht so schlimm. Nach einem Drittel der geplanten 90km riß der Schaltzug von Marcel, sein Arbeitsgerät wurde zum Dreigangrad modifiziert.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45516-1/f15.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45518-2/f15.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a></p>
<p>Schloß Rabenstein erlebte im folgenden ein Spektakel, welches sich so darstellte: ein Dutzend laut krakeelender entledigt sich der Kleidung, um diese auf den Heizkörpern des Gastraumes zu deponieren. Egal, ob eine Familie gerade bei der Gänsekeule sitzt, ein freundliches &#8220;Moment mal eben, ich muß nur meine Socken auf die Heizung. Wenn Sie sie ab und zu wenden könnten?&#8221; wirkte Wunder. Die Kellnerin tat kund, daß sie &#8220;auch nicht mehr wie nur arbeiten&#8221; könne. Doch Kuchen,Suppen und Heißgetränke beflügelten uns. Die Sonne näherte sich bereits dem Horizont und Boerge wurde unter Androhung von Waffengewalt zu einer Streckenverkürzung genötigt. Jetzt folgten längere Strecken mit gefrorenen Pfützen, deren Eis unserer Gewalt nicht standhielt. Spektakulär brach Boverhannes mit dem Vorderrad ein, überschlug sich und durchbrach das Eis auch noch mit Hintern und Rücken, worauf die Klamotten nass waren. Eine Erfahrung, um die ich ihn nicht beneide. Doch Belzig war schon nah und damit auch der legendäre Weihnachtsmarkt. Doch der Weihnachtsmarkt war nicht da! Also in die Brauerei, leckeren Weihnachtsbock, davon noch ein Fäßchen für unterwegs, fand die Tour einen guten Abschluß.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45536-1/f19.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45538-2/f19.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a></p>
<p>Der Sondertropfenbeauftragte führt seitdem einen neuen Namen. Als wir am Alex ankamen und den Weihnachtsmarkt sahen, gabs kein halten mehr. Ich wäre dankbar, wenn sich die Glühweintrinker für das verauslagte Geld erkenntlich zeigen würden.<br />
Alles in allem: hervorragend. Und da Jockel krankheitsgeschwächt die Route alleine modifizierte, konnte ich dem Tempo gut folgen.</p>
<p>Twobeers</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45496-1/f11.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45498-2/f11.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a><br />
Die Eiseskälte lässt nicht nur Wassertropfen in Sekundenschnelle zu Eis erstarren.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45501-1/f12.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45503-2/f12.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a><br />
In Formation übers Feld.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45506-1/f13.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45508-2/f13.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a><br />
Wo der ESK ist, ist auch ein Weg.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45521-1/f16.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45523-2/f16.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a><br />
Burgbräuhaus Bad Belzig</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45526-1/f17.JPG"><img class="colorbox-1465"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/45528-2/f17.JPG" alt="EISENSCHWEINKADER |  Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost"  title="EISENSCHWEINKADER | Glühweintour nach Belzig   Der ESK gegen Väterchen Frost" /></a><br />
Professionelle Zugfahrt-Bewirtschaftung.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Glühweintour, 20.12.</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/12/14/gluhweintour-20-12/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 18:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Boerge</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ESK ruft zur Glühweintour in den Fläming! Am kommenden Sonntag geht es nochmal in die Gegend, wo die Norddeutsche Tiefebene am höchsten ist. Wiedereinmal stehen Körperertüchtigung und natürlich das Überleben in unwirtlichen Gegenden unter extremen Bedingungen in aussichtslosen Situationen im Vordergrund dieser wagemutigen Expedition. Es gibt jede Menge Schnee und Eis und zum Schluss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img width="80" height="80" alt="ESK Tour" title="ESK Tour" class="alignleft colorbox-1460" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2006/09/icon_tour.gif" />Der ESK ruft zur Glühweintour in den Fläming!<br />
Am kommenden Sonntag geht es nochmal in die Gegend, wo die Norddeutsche Tiefebene am höchsten ist.<br />
Wiedereinmal stehen Körperertüchtigung und natürlich das Überleben in unwirtlichen Gegenden unter extremen Bedingungen in aussichtslosen Situationen im Vordergrund dieser wagemutigen Expedition.<br />
Es gibt jede Menge Schnee und Eis und zum Schluss wird auch noch für wenigstens eine Stunde im Dunkeln gefahren.<br />
Leuchtmittel sind angezeigt! Die Tour findet nach ca 95Km ihren Abschluss auf dem Bad Belziger Weihnachtsmarkt.</p>
<p>RE 38873 &#8211; erster Wagen, Berlin Alexanderplatz, Abfahrt 8.47Uhr bis Brück(Mark)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/10/20/1438/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 18:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[IRN Frankfurt. Beim Stöbern auf dem Dachboden fand der Frankfurter Radsportler Turgau kürzlich eine verstaubte Kiste mit altem Kartenmaterial und Bildern. Das Studium selbiger brachte erstaunliches zu Tage, so sei es möglich an einem Tage sieben deutsche Bundesländer per Pedale zu bereisen. Einst hatten die bekannten Heroen Siggi Staub und Dieter Kemper diese abenteuerliche Tortur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>IRN Frankfurt. Beim Stöbern auf dem Dachboden fand der Frankfurter Radsportler Turgau kürzlich eine verstaubte Kiste mit altem Kartenmaterial und Bildern. Das Studium selbiger brachte erstaunliches zu Tage, so sei es möglich an einem Tage sieben deutsche Bundesländer per Pedale zu bereisen. Einst hatten die bekannten Heroen Siggi Staub und Dieter Kemper diese abenteuerliche Tortur auf sich genommen. In diesem Jahr hatten die zwei ihre Körner bereits im toskanischen Gaiole verschossen, so dass der Weg frei schien für zwei unerschrockene Fahrer aus dem Team Schwalbe International.<br />
<img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44342-2/02_Historische+Karte.jpg" alt="Historisches Kartenwerk" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
<span id="more-1438"></span></p>
<p>Eigentlich war geplant gleich drei Fahrer ins legendäre Zeitfahren Hamburg – Berlin zu schicken. Der englische Sprintspezialist Nic „the Crow“ Cavendish fiel jedoch einem heimtückischen Anschlag zum Opfer. An beiden Knien plagen ihn seit Wochen merkwürdige Schmerzen, die eines Morgens urplötzlich auftauchten. Die Mediziner vor Ort vermuten eine gezielte Plutoniumvergiftung seines wertvollen Bewegungsapparates. </p>
<p>Aber nicht nur das Team Schwalbe International war von Ausfällen gezeichnet, auch einen Fahrer der Berliner Fraktion, den Ausdauerathleten Zweibier von Schultheiss erwischte es heftig. Lediglich dem jungen, hoch aufgeschossenen C. Hans Hamburg blieb es übrig, die Farben des Berliner Kaders zu vertreten. Begleitet wurde er von einer schnellen Gruppe aus seiner Wahlheimat Hamburg. Lesen Sie hier den unzensierten Augenzeugenbericht von Didi Turgau in voller Länge:</p>
<p>Zu zweit reisen L. Pantaninni und ich per Bahn über Hamburg nach Bergedorf. Von dort können die letzten Kilometer mit dem Bus nach Geesthacht zurückgelegt werden. Unsere Radtaschen erweisen sich als durchaus praktisch, kein Problem im ICE und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln.<br />
<img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44335-2/01_Abfahrt+Frankfurt+Hbf.jpg" alt="Pantaninni &#038; Turgau" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Pantaninni und Turgau bei der Abfahrt in Frankfurt</p>
<p>Wir schlagen unser Quartier für eine Nacht in einem kleinen unscheinbaren Hotel auf. Abends essen wir leckeren Hamburger Pannfisch gemeinsam mit ChristianHH und FrenkHenk. Ersterer war bereits im letzten Jahr am Start und konnte nur positives berichten. Entsprechend gering sind meine Befürchtungen, selbst ein letzter Blick in die Wettervorhersagen verspricht einen einigermaßen akzeptablen Tag. </p>
<p>Als am nächsten Morgen um 515 unser Wecker klingelt und wir das Fenster öffnen, trauen wir unseren Ohren und Augen kaum. Es prasselt eine Sinnflut hernieder, es gießt aus Eimern, es schüttet. Wir beschließen bei diesen Bedingungen auf keinen Fall zu starten. Noch bleiben gut 90 Minuten bis zu unserer Startzeit und wir machen uns fertig zum Aufbruch. Mittels Taxi lassen wir uns im Gegensatz zu einigen anderen Hotelgästen trocken zum Startort nach Altengamme transportieren. Wenigstens trocken starten ist unsere Hoffnung.<br />
<img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44354-2/04_Fr__hst__ck+im+F__hrhaus.jpg" alt="Fährhaus-Frühstück" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Turgau vor dem Start</p>
<p><img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44360-2/05_Fr__hst__ck+im+F__hrhaus+II.jpg" alt="Pantaninni" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Pantaninni vor dem Start</p>
<p>Und tatsächlich, je näher wir dem Fährhaus in Altengamme kommen, umso weniger wird der Regen. Wir frühstücken erst einmal, immer noch 30 Minuten bis zum Start. Plötzlich vergehen die Minuten wie im Flug, ich packe mein Rad aus der Reisetasche, gebe mein Gepäck bei Christians Team ab und schon ruft jemand „Eisenschweinkader als nächster am Start“. Die letzten Einstellarbeiten sind noch nicht beendet und wir verlieren knapp 2 Minuten. Aber egal, besser jetzt alles in Ordnung, als später Probleme. </p>
<p>Um 645 rollen wir endlich los, kaum sind wir unterwegs fängt der Regen doch tatsächlich wieder an stärker zu werden. Aber es kommt noch besser, nach 920 Metern hat Lorenzo seinen ersten Platten. Wir halten an und beheben das Problem, verlieren weitere 10 Minuten. Doch dann geht es endlich los, wir fahren.</p>
<p>An der Elbbrücke die ersten Irritationen bezüglich der Strecke. Wir können in der Dunkelheit bei mittlerweile wieder strömendem Regen kaum etwas erkennen und biegen zu früh, an einem Kanal wieder ab. Doch mit einem Einzelstarter finden wir zu dritt wieder zurück. Nach vielleicht 10 Kilometern will ich aufgeben, ich bin komplett durchgeweicht, mir ist eiskalt und ich verspüre nicht die geringste Lust dieses Gefühl eines Feuchtbiotops in meinen Schuhen die nächsten zwölf Stunden zu ertragen. </p>
<p>Lorenzo muntert mich auf, schließlich sind wir nass und mehr kann es kaum werden. Wir rollen weiter. Ich halte mich mit den Blicken auf die Bushaltestellen des HVV (Hamburger Verkehrsverbund) am Leben. Später als diese verschwunden sind, denke ich an meine in Lüneburg lebende Schwester, abholen kann die mich ja. Und als Lüneburg von den Wegweisern verschwunden ist, denke ich an den Transporter aus Hamburg, der muss ja in Dömitz auch noch durch. </p>
<p>Mittlerweile ist es hell geworden, es regnet nur noch ab und zu und an der Elbuferstraße zwischen Bleckede und Hitzacker kann man sich an den einzigen Hügeln des ganzen Tages tatsächlich etwas warm fahren. Doch jedes Mal wenn meine Schuhe etwas abgetrocknet scheinen, kommt wieder ein Schauer von oben und unten. In Hitzacker kauft sich Lorenzo eine Regenhose, wir warten einen Schauer im Laden ab und sehen einige Teams an uns vorbei ziehen.</p>
<p>Im Gegensatz zu scheinbar allen anderen, entscheiden wir uns gegen den von den Organisatoren vorgeschlagenen Elbuferradweg und wählen eine Nebenstraße über Seerau und Pisselberg nach Dannenberg. Von dort noch ein paar Kilometer bis zum einzigen Kontrollpunkt des Tages – dem mecklenburgischen Dömitz. Die belegten Brote und Brötchen sind ein Traum, der heiße Tee wirkt Wunder. Ich bemerke bereits seit Dannenberg das bei mir der Knoten geplatzt ist. Nach 75 wehleidigen Kilometern im Windschatten, na eher in der Regengischt meines Mitfahrers, fahre ich nun vorne. </p>
<p><img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44366-2/06_Regenbogenkrieger.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | 06 Regenbogenkrieger 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer"  title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Regenbogenkrieger bei der Elbbrücke von Dömitz</p>
<p>Dafür geht es bei Lorenzo mit den ersten Krämpfen los. Ich bin endlich warm und wir rollen entlang des nördlichen Elbufers durch die herrliche Landschaft des Biosphärenreservates. Wir kommen durch mal mehr, mal weniger schöne Dörfer. In Lenzen wählen wir erneut eine Alternative und fahren über den Elbuferradweg bis Cumlosen. In Wittenberge zwingt uns und die meisten anderen eine fiese Baustelle zum Crossen. Leider ist die Brücke nach Garsedow unpassierbar und wir weichen zwangsweise über Groß-Breese, Kuhblank und Klein Lüben aus. </p>
<p>Während der Großteil des Feldes wohl über Bad Wilsnack und Quitztöbel in Richtung Havelberg fährt, gönnen wir uns etwas fürs Auge. Wir steuern direkt auf den Gnevsdorfer Vorfluter zu und nehmen den Damm zwischen Havel und Elbe. Über 20 km Einsamkeit und Natur pur, echt eine tolle Alternative. Der Weg ist zunächst asphaltiert, später dann mit gutfahrbaren Betonplatten belegt. Südlich von Havelberg fahren wir entlang der Havel weiter gen Rhinow. </p>
<p><img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44372-2/07_Einsamkeit+auf+dem+Gnevsdorfer+Damm.jpg" alt="Gnevsdorfer Damm" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Einsamkeit auf dem Gnevsdorfer Damm zwischen Elbe und Havel</p>
<p>Dort stärken wir uns am lokalen Nahkauf, den Verkäufern ist deutlich anzumerken, dass wir nicht die ersten völlig fertigen Radler an diesem Tag im Laden sind. An diesem Punkt ist mir endgültig klar, dass wir es schaffen werden. Trotzdem machen mir die gesundheitlichen Probleme meines Mitfahrers und der enge Zeitplan am Ziel etwas Sorgen. Passieren darf nicht mehr viel, ein Platten oder stärker werdende Krämpfe können das Aus bedeuten. Ich sehe wie er leidet, aber ist tapfer und beißt auf die Zähne.</p>
<p>Als wir in Friesack die B5 queren und nicht wie andere nach Süden abbiegen, kommen Lorenzo Zweifel. Ich beruhige ihn, mit meiner zuvor geplanten Strecke ist alles im Plan. Über Vietznitz, Warsow und Jahnberge kommen wir nach Lobeosfund. Dort sind tausende Kraniche und Gänse auf den Feldern und stärken sich für ihre Winterreise in den warmen Süden. Welch ein faszinierendes Naturschauspiel!</p>
<p>Über Königshorst, Deutschhof und Dreibrück fahren wir weiter, absolutes Niemandsland. Jetzt kommt ein Teil, von dem mir bereits bei der Planung klar war, hier kann das Projekt scheitern. Aber auch 5km Feldweg können uns nicht stoppen, an der Waldsiedlung Weinberg queren wir die B 273 und rollen direkt nach Falkensee. </p>
<p>Jetzt kommen mir Zweifel, wie lange 16km doch sein können. Ich verzweifele fast, als einfach nicht das gelbe Schild kommen will. Doch dann endlich ist Falkensee da, der Verkehr nimmt zu. Die lange Gerade von Falkensee nach Spandau hat unzählige Ampeln, starken Verkehr und keinen brauchbaren Radweg. Ich bin genervt. Doch da der Abzweig, wir biegen rechts ab. Nun immer südlich „Am Kiesteich“, überholen eine große Gruppe, queren die Heerstraße und rollen weiter auf dem Magistratsweg. </p>
<p>Mittlerweile ist es wieder stockfinster, so wie heute morgen, zwölf Stunden zuvor am Start. Nur der Regen fehlt. Dann sehe ich endlich die Gatower Straße am Horizont. Lorenzo ist so schwach, dass er für die letzten 2km noch ein Gel benötigt. Eine letzte Welle, dann heißt die Straße „Alt-Gatow“ und auf der linken Seite sehe ich das Wassersportheim. Wir rollen nach knapp 12 Stunden im Ziel ein. </p>
<p>Und wer erwartet uns da? Niemand geringeres als der alte Stelzenacker! Mit einer Kanne heißen Tee mit Wodka bringt er die Lebensgeister zurück in unsere nassen, kalten und völlig ausgelaugten Körper. Danke Stelze!!! </p>
<p><img class="colorbox-1438"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44378-2/08_Wassersportheim+Gatow.jpg" alt="Im Ziel in Gatow" title="EISENSCHWEINKADER | 7 – Eine Reise durch sieben Bundesländer" /><br />
Der Italiener und Stelzenacker im Ziel in Gatow</p>
<p>Eine schöne Veranstaltung, sollte jeder mal mitgemacht haben. Und es gibt auch sonst in Deutschland kaum die Gelegenheit 7 Bundesländer an einem Tag mit dem Rad zu befahren. Der Reihe nach kamen wir durch Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, erneut Brandenburg und natürlich Berlin. </p>
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		<title>Besuch in Böhmen</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 20:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder einmal zog es einen Teil des Kaders um den Einheitstag herum ins Böhmische Gebirgsland. Eine Hütte oberhalb Tanvalds entlang der Grenze zwischen Iser- und Riesengebirge war Heimat für eine Woche. Eingebettet in die herrliche Gebirgslandschaft bietet das Domizil eine perfekte Basis für Touren in die Umgebung. Fünf volle Tage standen zur Verfügung und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder einmal zog es einen Teil des Kaders um den Einheitstag herum ins Böhmische Gebirgsland. Eine Hütte oberhalb Tanvalds entlang der Grenze zwischen Iser- und Riesengebirge war Heimat für eine Woche. Eingebettet in die herrliche Gebirgslandschaft bietet das Domizil eine perfekte Basis für Touren in die Umgebung.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44067-2/IMG_2058.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44069-2/IMG_2058.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2058 Besuch in Böhmen" width="526" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" /></a><br />
<span id="more-1431"></span></p>
<p>Fünf volle Tage standen zur Verfügung und die wurden voll genutzt. Gleich am ersten Tag sollte das beste Wetter der Woche sein, so lautete das Programm &#8220;Türmetour&#8221;. Die legendäre Runde mit 10 Türmen blieb uns zwar verwehrt, aber immerhin 3 Türme und einige Höhen konnten erklommen werden. Zunächst von Velke Hamry hoch zum Muchov, dann über den Cerna Studnice zum Bramberk.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/43935-2/IMG_2025.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/43937-2/IMG_2025.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2025 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Trail zwischen Muchov und Studnice</p>
<p>Der Trail besticht immer wieder durch seine anspruchsvollen Steine, die in allen Größen gut verteilt den Weg bilden. Trotzdem fahrbar und bei trockenem Wetter eine Menge Spaß. Nach der Abfahrt vom Studnice folgt der Anstieg zum Bramberk und anschließend nach kurzer Abfahrt der Slovanka.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/43977-2/IMG_2031.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/43979-2/IMG_2031.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2031 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Der letzte Spätsommertag am Stunice</p>
<p>Nach dem Slovanka ließen wir die Türme zurück und wendeten uns dem Hauptkamm des Isergebirges zu. Am Stausee von Josefstal hieß es nur kurz verschnaufen bevor wir in Richtung Cerna Hora und Jizera fuhren. An der Smedava Baude vorbei hieß das nächste Ziel Bukovec.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44001-2/IMG_2039.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44003-2/IMG_2039.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2039 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Trinkwasserreservoir von Josefuv Dul</p>
<p>Eine kurze Rast bei Obstkuchen gab die nötige Kraft für die spektakuläre Abfahrt nach Desna. Bei Regen ein einziger Wildbach, selbst bei trockenem Wetter für die ein oder andere Wässerung gut, beansprucht der Trail Fahrer und Fahrzeug.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44019-2/IMG_2044.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44021-2/IMG_2044.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2044 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Desna-Trail, der Blaue Weg</p>
<p>Müde und erschöpft kehrten wir zur Hütte zurück und genossen den letzten Sommertag bei heimischen Hopfenkaltschalen. </p>
<p>Der zweite Tag begrüßte uns mit dem gewohnten Isergebirgswetter: Graue Wolken und Dunst zog aus dem Tal herauf. Regen.</p>
<p>Trotzdem hielt uns das Wetter nicht von einer kleinen Runde ab. Über unseren Hausberg, den Stepanka ging es in Richtung Harrachov. Höhepunkt war neben dem Certova Hora die Mauer von Paseky. Einfach immer wieder schön diese umbarmherzige Rampe mit bis zu 29% Steigung zu erklimmen. Nach gerade einmal 30km fröhnten wir lieber wieder den kulinarischen Genüßen der Böhmen. </p>
<p>Der dritte Tag zeigte sich wieder von einer freundlicheren Seite. Ein Wechsel von Sonne und Wolken ließ den doch teilweise sehr tiefen Boden etwas angenehmer befahren. Zunächst ging es nach Vysoke und dann immer talabwärts in Richtung Kamenice ab Bach entlang.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44164-2/IMG_2068.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44166-2/IMG_2068.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2068 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Traumhafte Fernsicht auf das Riesengebirge</p>
<p>Der Trail entlang der Kamenice zeigte heute oftmals die Grenzen auf. Ein ums andere Mal waren Tragepassagen das einzige Mittel um voran zu kommen. Manchmal wurden auch kleine Bodenproben genommen.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44212-2/IMG_2081.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44214-2/IMG_2081.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2081 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Matschepampe im Großformat</p>
<p>Trotzalledem ein schöner Tag mit jeder Menge Spaß an Natur und Weg. Irgendwann war Tanvald erreicht und müde die letzten 200hm hoch zur Hütte gekurbelt.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44218-2/IMG_2083.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44220-2/IMG_2083.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2083 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Kamenicetrail und Triebtäter am Werk</p>
<p>Am Donnerstag teilten wir uns in Zweier-Fahrgemeinschaften auf, während OnkelW und Triebtäter gegen den Uhrzeigersinn über Korenov und Bukovec zum Stausee fuhren, machten Muschiflix und ich es genau umgekehrt. Von diesem teilweise nassen Tag gibt es leider kaum Bildmaterial, viel zu sehen außer Grau in Grau gab es auch kaum. </p>
<p>Am letzten Tag sollte es dann doch noch eine Art Königsetappe geben. Ziel war der Smrk, mit 1124 m ü. NN eine der höchsten Erhebungen des Isergebirges unmittelbar an der Grenze zwischen Polen und Tschechien. Wie am Tag zuvor ging es über Korenov runter zum Wildbach Jizera. Irgendwo unterhalb des Bukovec überquerten wir die Grenze nach Polen. Durch die urspüngliche Hochmoor-Landschaft näherten wir uns dem Großen Swieradowicz.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44260-2/IMG_2099.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44262-2/IMG_2099.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2099 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Feiner Trail unterhalb vom Bukovec</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44290-2/IMG_2104.jpg"><img class="colorbox-1431"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/44292-2/IMG_2104.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Besuch in Böhmen" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 2104 Besuch in Böhmen" /></a><br />
Seilbahn hoch zum Swieradowicz</p>
<p>Die letzten Kilometer zum Smrk wurden dann verdammt hart. Ein felsiger Trail, dazu fieser Wind und kurz unterhalb des Gipfels setzte dann bei 3°C Graupelschauer ein. Dieser ging dann bei der Abfahrt zur Smedava-Baude in heftigen Regen über. Klatschnaß und eiskalt bedient nahm ich die Abfahrt über Desna nach Tanvald. Die letzte Auffahrt zur Hütte konnte kaum aufwärmen, erst die heiße Dusche, der warme Ofen und einige Hopfenkaltschalen ließen wieder ein Lächeln in meinem Gesicht auftauchen.</p>
<p>Fazit dieser Woche: keine 250km, dafür fast 7000hm. </p>
<p>Wenn Profile und weitere Bilder interessieren, der darf <a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/specials/Tanvald_2009/?g2_page=1">hier</a> klicken.</p>
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		<title>Versuch über das Freireiten &#8211; rein subjektiv, weiblich, ahnunglos.</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/09/04/versuch-uber-das-freireiten-rein-subjektiv-weiblich-ahnunglos/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 23:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohhhh, give it to me straight from the heart, // tell me we can make, another start. // You know i&#8217;d never go, // but as long as I know its commin straight from the heart. Eigentlich hatte ich schon seitenweise Schmu über eine super-geheime Geheimoperation zweier ESK-Agenten geschrieben, die so gut getarnt war, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="colorbox-1334"  alt="Das Kader-Freireitkommando" src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=5351&#038;g2_serialNumber=2" title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /><br />
<em>Ohhhh, give it to me straight from the heart, // tell me we can make, another start. // You know i&#8217;d never go, // but as long as I know its commin straight from the heart.</em></p>
<p>Eigentlich hatte ich schon seitenweise Schmu über eine super-geheime Geheimoperation zweier ESK-Agenten geschrieben, die so gut getarnt war, dass selbst Mitglieder des Politbüros des ESK-Spinnerzentralkommittees die Mission anfänglich für einen Bastelnachmittag mit Nagetieren hielten. Eigentlich ließ sich aus dieser Geschichte ein Essay stricken über Sinn und Unsinn von Trendsportarten oder eine philosophische Abhandlung über das Altern schreiben. Aber es geht einfach nicht. Ich kann das nur streng subjektiv beschreiben – und zwar subjektiv versehen mit den Attributen weiblich (warum weiblich ist ja wohl klar) und ahnungslos (das erkläre ich später). Aber was genau ist dieses das &#8211; eigentlich?</p>
<p>„Das“ ist eine amüsante, kader-untypische Art einen Tag auf zwei Rädern in den Bergen zu verbringen. Aber nun der Reihe nach: Es war Sommer. <span id="more-1334"></span>Meister Boerge und Burgfräulein Jen hatten das ganze Jahr hart geschufftet und eigenhändig versucht, die Wirtschaftskrise abzuwenden. Doch es half nichts: die Finanzkrise griff auf die Realwirtschaft über. Opel, Arcandor, die Commerzbank – alle waren sie pleite und unsere beiden Recken mussten dringend mal ihre müden Knochen müde Knochen sein lassen und so etwas tun, was in den Achtzigern noch voll angesagt war: Urlaub machen. Meister Boerge holte den Globus aus dem Schrank, drehte ihn wild, verbannt dem Burgfräulein die Augen und als der Globus quietschend zum Stillstand kam, zeigte Jens langes, zartes Fingerchen auf einen Flecken namens Slowakei.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=6549&#038;g2_serialNumber=2" title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p><strong>Tag 1 in der Niederen Tatra</strong>: Von unserer Bleibe fuhren wir mit den eigenen Rädern los und wollten die Gegend in ganz klassischer Kadermanier erkunden. Doch wir waren in einem unter Naturschutz stehenden Revier gelandet, permanent drohten Schilder mit saftigen Strafen, allenthalben begegneten uns Piktogramme von durchgestrichenen Radfahrern und grimmig dreinschauende Ranger. Irgendwann kamen wir zu einer Liftstation, wo viele Fahrräder rumstanden. Wir schauten uns ein wenig um und siehe da: wir waren in einem sogenannten Bikepark gelandet. Doch es war schon spät, Abendbrothunger grummelte in meinem Magen und wir fuhren erst mal wieder nach Hause.</p>
<p><strong>Tag 2</strong>: Heute sollte der Bikepark erkundet werden, aber wir wollten nicht gleich von Anfang an schummeln und so quälten wir uns einen steilen, steinigen, aber landschaftlich sehr schönen Weg, den wir am Abend zuvor runter gedonnert waren, hoch zur Liftstation. Hier konnte man diese hochmodernen, ultraschweren Räder leihen, doch blieben wir erst mal bei den eigenen. Mit noch puterrotem Kopf kaufte ich uns Tickets für den Sessellift, die Räder wurden daran gehängt und wir wurden ohne eine einzige Schweißperle zu vergießen auf 1481m gebracht.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7289&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Unterhalb des Sessellifts führt die schwarze Downhill-Strecke entlang. Die Streckenmarkierungen sind wie beim Skifahren: blau für Anfänger, rot für Fortgeschrittene und schwarz ist Aua. Ich hatte ja bisher in meinem Leben nur die Downhill-Strecke in den Müggelbergen gesehen. Ich muss bekennen, dass ich noch nie die einschlägigen Youtube-Videos konsumiert habe oder mir die Bildchen von all den jungen Menschen, die im IBC schreiben und veröffentlichen, angeschaut hatte. Da saß ich also mit zwei Slowaken auf diesem Sessellift, der Wind piff mächtig, mein Fahrrad eierte rechts an der Halterung neben mir und ich schüttelte nur unentwegt den Kopf und äußerte meine Bestürzung in allen mir zur Verfügung stehenden Sprachen: Holy Fuck, ach Du Scheiße, merde!, bu zuo. Da unter mir ging es in engem Zickzack verdammt steil den Berg runter; Rampen, Sprünge, Hühnerleitern allenthalben, dicke Steine und Stufen usw. Ich hatte ja keine Ahnung!</p>
<p>Oben angekommen wartete ich auf Meister Boerge, die Schreckensbilder von der schwarzen Abfahrt wollten nicht aus meinem Kopf verschwinden. Ein paar von den Kids stürzten sich auf ihren dicken Schaukelstuhlrädern und mit all dem Protektorengelumps am Körper den Berg hinunter.<br />
<em><br />
Back in the summer of &#8217;69. // Man, we were killin&#8217; time, // We were young and restless, // We needed to unwind. // I guess nothin&#8217; can last forever, // Forever, no.</em></p>
<p>Wenn ich hier von Kids rede, so sind das junge, männliche Personen slowakischer Nationalität, die sogar nicht aussehen, wie die Radfahrer, die ich kenne. Weder waren sie von der langen, dünnen Sorte wie die Ackes-Menisens-Riflis, noch waren sie von der kleineren, drahtigen Statur wie PDa, Robsen oder Bo. Alle unter 1,80cm und unter 30 Jahre, meine Oberschenkelchen sind ausdefinierter als die von dem slowakischen Jung(ens)volk. Sie kannten sich zwar untereinander und posten rum (nur eben in Jungmenschenposen statt dieses altväterlichen Gehabes des ESK), aber weder wurde da gelacht, noch gab es einen einzigen knackigen Hintern weit und breit zu erspähen.</p>
<p>Ups, da sprang Boerge auch schon von seinem Sessellift. Nun standen wir also wie zwei lila Schokoosterhasen zwischen einem Rudel echter Hermänner: in unseren engen ESK-Pellen, mit quasi filigran anmutenden Helmen auf dem Kopf und zusammen so viel Federweg an beiden Rädern, wie einer von denen an einem seiner Puffer hinten hatte, wie Steffi sagen würde. Glücklicherweise ist die ESK-Montur wenigstens schwarz, in dem Orange-Bunt der Köpenicker hätte man sich ja vollends zum Horst gemacht.</p>
<p>Sogleich rollten wir zum Eingang des Bikeparks, wo sämtliche Strecken begannen. Und da waren sie schon direkt vor mir: die großen Löcher und dicken Klamotten. Der Angsthase in mir zog kräftig an den Bremshebeln, ich lavierte mich durch den ersten Abschnitt, scharfe Linkskurve an der Boerge wartete, kurz angehalten, durchgeatmet, weiter ging es eine standard-mäßige Waldautobahn mit etwas viel losem Geröll runter, das Vorderrad kurz über die erste Entwässerungsrinne gehoben, das Hinterteil gelupft, ppppffff flapp flapp, Hinterreifen platt. Boerge war schon vorgefahren, also hielt ich erst mal an, holte den Ersatzschlauch raus und fing an zu basteln. Nach einer Weile kam Boerge den Berg hochgeackert, übernahm dankenswerterweise die mühselige Pumparbeit, Rad wieder eingebaut, weiter gefahren. Die Waldautobahn war zwar nicht in einem preußisch-korrekten Zustand, überall lagen Steine und Geröll rum, vom Schmelzwasser gegrabene Rinnen verliefen parallel zur Fahrtrichtung, die Entwässerungsrinnen quer dazu, aber sie war doch recht lässig befahrbar. Als wachsame Hardtailfahrerin suchte man sich eine hübsche Linie zwischen dem unordentlichen Kram hindurch und kam so ganz gut voran.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7377&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Dann ging es einen kleinen Stich hoch und jetzt verlief die blaue Downhillstrecke auf einer roten Skipiste. Erst lullerte man einen wenig geneigten Hang entlang, dem folgte nach 100 Metern eine Kuppe und von dort ging es steil hinunter. Aber siehe da: da hatten die Slowaken lustige Bretterbahnen in die Landschaft gebaut und blaue Planen dran gehängt, auf denen in einer auswärtigen Zunge was von Giganten stand. Ich sah die Holzwege und musste sofort an Staubis auf einem solchen gebrochenen Finger denken. Nee, nee, sagte ich zu mir, so’n Blödsinn machst Du nicht. Stattdessen rutschte ich auf dem die Bretterwege umgebenden Schotter herum, rutschte auch mal auf die Holzplanken drauf, der Angsthase griff immer noch kräftig in die Bremsen und überhaupt fand ich das alles doof in dem Augenblick.</p>
<p>Wo war die Landschaft, wo waren die Wurzeln und Steine entlang eines mir lieblich ins Ohr säuselnden Baches, zwischen denen man so schön nifftelig hindurch fahren konnte? Keine schöne Natur hier, kein schau mal hier, Schatz, und gucke mal da. Nee, nur an diesen vermaledeiten steilen Hängen die ganze Zeit mit dem Hintern über’m Hinternrad hängen, in den Bremsen hängen, die Augen nur auf das olle graue Steinzeugs vor einem geheftet und dann noch diese dämlichen Chickenrun-Dinger. Und wer überhaupt hat sich diesen albernen Namen dafür ausgedacht?!</p>
<p>Ich für meinen Teil hatte genug an dem Tag. Boerge schaute mich enttäuscht an und fuhr tapfer noch ein paar Mal mit dem Lift hoch und auf seinem Rad wieder runter. Nach zwei Versuchen auf der blauen fuhr er dann auch die rote Strecke. Unten angekommen erzählte er was von stinkenden Bremsen und krassomatzky steil und so. Eines von den Kids nickte anerkennend und ermunterte ihn weiterzumachen mit dem nach oben zeigenden Daumen.</p>
<p>Während ich unten an der Liftstation auf meinen Liebsten wartete, starrte ich in den knallblauen Himmel, die Augen immer auf die Bergkuppe fixiert, über die sich erst die Kids mit den Flatterklamotten stürzten &#8211; geschwind wie der Hase auf der Windhundrennbahn- gefolgt von meinem Boerge in seiner engen schwarzen ESK-Pelle. Wie ich da so saß und starrte, hatte ich viel Zeit, die ersten 10 Tage des Urlaubs Revue passieren zu lassen.</p>
<p>Die Slowakei ist ein herrliches Land reich beschenkt mit liebreizender, teils atemberaubend schöner Natur. Die Slowaken sind freundliche Menschen und auch von Piroggen und Sauerkraut könnte ich mich mehrere Wochen ernähren. Nur einen Grund gibt es, warum ich ihnen doch noch einmal 1000 Jahre Fremdherrschaft an den Hals wünschen würde. Und dieser Grund dröhnte mal wieder lautstark in meinen Ohren.</p>
<p>Die Slowaken, oder vielmehr der Slowake, wie Jockel jetzt sagen würde, der Slowake also hat nämlich die unschöne Angewohnheit, überall laute, plärrende Musik zu spielen. So bald es eine Sitzgelegenheit und Strom an der gleichen Stelle gibt, beschallt der Slowake den Sitzenden laut mit Musik. Man könnte jetzt einwenden, dass das höchstens ein wenig nervig sei und kein Volk dafür 1000 Jahre Fremdherrschaft verdient hätte, vielleicht nur 100. Dem wäre eventuell so, aber der Slowake spielt immer dieselbe Scheibe, egal wo wir waren: das „Best of“ von Bryan Adams. Egal welches Volk auf dieser Welt sein eigenes Liedgut völlig ignoriert, um stattdessen tagaus tagein Bryan Adams zu hören. Dieses Volk hat 1000 Fremdherrschaft verdient!</p>
<p>Und da kam Boerge auch schon wieder die Abfahrt hinunter geschossen.</p>
<p><em>I love the way ya look tonight // With your hair hangin&#8217; down on your shoulders // I love the way ya dance that slow sweet tango&#8230; Let&#8217;s make a night &#8211; to remember</em><br />
<strong><br />
Tag 3</strong> wurde wandernd, <strong>Tag 4</strong> rumlotternd verbracht. In der Nacht zu Tag 5 überlegte ich mir, dass ein Ruck durch diesen Körper gehen müsse und ich Boerges Wunsch nachkommen und mit ihm zusammen Schaukelstühle und Protektorengelumps ausleihen würde.</p>
<p><em>I would fight for you &#8211; I&#8217;d lie for you // Walk the wire for you &#8211; ya I&#8217;d die for you // Ya know it&#8217;s true // Everything I do &#8211; I do it for you</em></p>
<p><strong>Tag 5</strong>. Gesagt, getan. Die Wanderhosen über die Radhosen gezogen, die Turnschuhe fest verschnürt, Knie- und Schienenbeinschoner angelegt, Ellbogenschoner übergestreift, den riesigen Helm aufgesetzt, den Rückenpanzer angelegt und auf dem Freireit-Fahrrad ein bisschen eingeschaukelt.</p>
<p><em>i wanna be- your lipstick- when you lick it // i wanna be- your high heels when ya kick it // i wanna be- your sweet love babe- ya when you make it // from your feet up to your hair- more than anything i swear- // i wanna be- your underwear.</em></p>
<p>Dann erst mal große Erleichterung: Trotz dieser martialischen Montur erkannten mich die freundlichen älteren Herren am Sessellift als Vertreterin des schwachen Geschlechts und hängten mir das Rad an den Haken (dafür musste man diese halbe Tonne auf etwa 1,60m Höhe heben) und oben nahmen sie es auch wieder davon runter. Die männlichen Fahrer mussten das alle selbst machen &#8211; mein Downhill-Abenteuer wäre ohne das Erbarmen, das die freundlichen älteren Herren mit mir hatten, an genau diesem Punkt bereits beendet gewesen.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=6645&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Da standen wir also oben an der Downhillstrecke mit Freeride-Rädern und dem kompletten Outfit dafür. Zuerst ließen wir die Kids passieren, machten dann noch ein „Kader im Alienoutfit“-Foto und schon ging’s los.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7273&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Lenker festhalten (dieses Mal nicht nur die Bremshebel!) und das Rad hoppelte mit mir oben drauf über all die dicken Steine drüber. Es machte mich gerade zu lenkfaul: ach was, das schluckt das Fahrwerk schon, einfach laufen lassen, dachte ich. Boerge wartete wieder an der ersten scharfen Linkskurve, wir grinsten uns bloß an und weiter ging’s. Waldautobahn runter, auf die Skipiste rauf und schon waren wieder diese Chickenrun-Dinger vor mir. Staubis gebrochener Finger verhakelte sich nicht wieder in meinen Gedanken und so nahm ich die erste Hälfte der Holzkurven gleich beim ersten Mal mit &#8211; ohne anzuhalten. Bei der zweiten Abfahrt auf der blauen Strecke hab’ ich sie dann auch komplett geschafft. Den langen gerölligen Ausläufer einer Skipiste runter, das letzte Teilstück der blauen Radstrecke führte auf einer Straße entlang, dann noch einen kleinen Stich hoch durch ein Wäldchen und man war wieder auf 1000 Metern an der Liftstation. Jedenfalls fast: bei der ersten Abfahrt riss an Boerges Leihrad die Kette genau an diesem kleinen Stich.<br />
<em><br />
I got my first real six-string // Bought it at the five-and-dimes // Played it till my fingers bled // It was the summer of &#8217;69.</em></p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7301&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Glücklicherweise hatte der Verleih ein weiteres Rad in seiner Größe da, so konnten wir gleich wieder mit dem nächsten Sessellift hochfahren. Wir wollten noch ein Mal die blaue Strecke fahren, schossen die Waldautobahn hinunter und plötzlich fährt Boerge ganz langsam vor mir: Platten am Hinterrad. Also eierte er im Stehen und nur auf der Felge die ganze Strecke hinunter. An seinem ersten Rad hatten sie mittlerweile die Kette getauscht, so dass er dieses wieder nehmen konnte. Danach blieben uns weitere Pannen erspart.</p>
<p>An dieser Stelle jedoch piekst einen die Erkenntnis mit der Unvermeidlichkeit mit der Rifli jedes Mal 5km nach Tourbeginn einen Platten hat: Ab hier gibt es nichts mehr zu berichten. Ich habe das Prozedere vier Mal durchgezogen (am Lift anstellen, Fahrrad hochheben lassen, Protektorengelumps anlegen, runter sausen, am Lift anstellen…), Boerge noch einige Male mehr. Zum Schluss gab’s ein Bier. Das war’s. Mehr ist nicht passiert.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7385&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Mein ganz subjektives, weibliches und jetzt nicht mehr ganz so ahnungsloses Fazit: Es war recht amüsant, mal mit so einer voll gefederten Möhre den Berg „runter zu heizen“ (jedenfalls für meine Verhältnisse). Hey, ich bin sogar gesprungen und das Gefühl, wenn das Fahrwerk so unter einem einsackt und man einfach weiter fährt, ist schon sehr abgefahren. Aber unter dem Protektorengelumps schwitzt man fürchterlich und wie El es so schön formulierte, in dem Helm ist es dunstig wie in einem Aquarium.</p>
<p>Ich liebe den Geländeradsport deshalb so sehr, weil er mir diese unvergleichlichen Naturerlebnisse schenkt. Doch das kommt beim Freireiten nicht vor, außer auf dem Sessellift kriege ich von der Natur nix mit. Auch auf die Gefahr hin, das es altmodisch klingt: Den Respekt vorm Berg, den ich mir beim Hochfahren mit Schweiß und Schmerzen erarbeite, der stellt sich nicht ein, wenn man nur runter saust. Damit verkommt das Ganze zu einem reinen Konsumerlebnis: Es braucht so viel Strom, wie eine slowakische Familie in einem halben Jahr verbraucht, um mich und das schwere Rad auf den Berg zu befördern. Es braucht freundliche ältere Herren am Sessellift. Es braucht freundliche Sponsoren, die den Streckenbau finanzieren und dann ihre Werbung in die Natur hängen. Und es braucht viele Megawatt, um dort, wo das Abschlussbier gezischt wird, Bryan Adams gegen den Berg schreien zu lassen.</p>
<p><img class="colorbox-1334"  src="http://pixels.mongoclique.de/main.php?g2_view=core.DownloadItem&#038;g2_itemId=7365&#038;g2_serialNumber=2" alt="EISENSCHWEINKADER |  Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos."  title="EISENSCHWEINKADER | Versuch über das Freireiten   rein subjektiv, weiblich, ahnunglos." /></p>
<p>Mein Verhältnis zum Freireiten war einfach mal nur ein One-Night-Stand. Ab jetzt wieder Brandenburg: Sand, Trails, das weite Land und die herrliche Stille in den Wäldern.</p>
<p><em>When you love a woman you tell her that she&#8217;s the one // Cuz she needs somebody to tell her // that it&#8217;s gonna laaaaaaaaaaaaast forever.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>TyrannoStaubus Rex</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 15:42:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sollte es auf eine gemütliche Kuchenrunde über 100km in den Norden gehen. Staubi im Ankündigungsthread: &#8220;Wenn nicht so gerast wird, könnte ich mich durchaus dafür erwärmen&#8230;&#8221;. Ha ha. Nach seinem Sieg beim Einzelzeitfahren sehr glaubwürdig. Als sich dann noch Dieter Kemper ankündigte, schwante Acke und mir nichts Gutes. Beim Treffpunkt erwähnte ich meine Formschwäche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sollte es auf eine gemütliche Kuchenrunde über 100km in den Norden gehen. <strong>Staubi im Ankündigungsthread: &#8220;Wenn nicht so gerast wird, könnte ich mich durchaus dafür erwärmen&#8230;&#8221;</strong>. Ha ha. Nach seinem Sieg beim Einzelzeitfahren sehr glaubwürdig. Als sich dann noch Dieter Kemper ankündigte, schwante Acke und mir nichts Gutes. Beim Treffpunkt erwähnte ich meine Formschwäche nach den vier großen Bieren gestern (die in Wirklichkeit nur drei waren, aber ich fühlte mich wirklich schwächlich). Staubi beklagte natürlich ebenso wie Acke sofort, dass er im Aaasch wäre. Alles klar&#8230;<span id="more-1325"></span></p>
<p>Los ging es mit Rückenwind, der sich bei Dieters erster Führung mit einer 4 auf dem Tacho prompt in Gegenwind und dann in Kantenwind verwandelte, so dass Acke und ich mit kalten Beinen abplatzten. Müssen Staub und Kemper sich nicht warmfahren? Da stimmt doch etwas nicht!</p>
<p>Die beiden nahmen etwas raus, während wir uns der schrecklichsten Strasse von Brandenburg näherten, der zwischen Börnicke und Albertshof. Die sieht aus wie der Rücken von Moby Dick. Rissig und mit dicken Kratern übersät. Ich verwickelte Staubi in ein Gespräch über Geschwindigkeiten beim Radfahren, besonders heute.</p>
<p><strong>Staubi: &#8220;Ich fahre jetzt sowieso nicht schnell&#8221;</strong>.  Angenehme Gefühle durchströmten mich. Bis mir klar wurde, dass Staubi eben <strong>sehr </strong>schnell fahren wollte. Am Ende der schrecklichsten Strasse von Brandenburg stand 49,55 als Vmax auf meinem Tacho. Okay, bei Rückenwind, aber auf dem Terrain? Ich wollte ruhig fahren! Ich fing an zu überlegen, ob ich noch Führung fahren könne und ob ich überhaupt mit den dreien zusammen ankommen würde. Acke kam wieder zu uns und schlug vor, ich solle Staubi und Dieter allein den Weg zum Kuchen in Lehnitz zeigen. Na toll. Wir fuhren dann doch zu viert weiter.</p>
<p>Der Wind kam noch eine Weile ein bißchen von hinten und dann von der Seite oder schräg von vorn. Immer wenn die beiden Wilden in Führung nach dem Unterlenker griffen, wurde mir übel. Besonders bei Staubi hat das etwas echt Beängstigendes und Grauenhaftes. Der greift die Dinger wie Waffen&#8230;</p>
<p>Mittlerweile hatte ich mir vorgenommen, auf jeden Fall bis zum Ende mitzufahren, da es sonst zu niederschmetternd wäre. Ich lies &#8220;einige&#8221; Führungen aus, ich hatte meine eigenen Probleme in Form dicker Beine.  Leider stand ich als Schlußmann bei Kantenwind immer im Regen, denn die Strassen im Norden sind schmal und recht viel befahren.  Also besser doch mal wieder mit nach vorn wandern. Im Wind von Stolzenhagen sah ich nackte Legomännchen mit Schokoladenkuchen in den Händen, die mir vom Strassenrand aus zuwinkten und ging zur falschen Seite aus der Spitze. Sorry, ich war grau. In der Nähe von Wensickendorf holte Staubi mal einen Riegel aus der Tasche und aß ihn. Oder er tat jedenfalls so. Sicher nur aus Höflichkeit mir und Acke gegenüber.</p>
<p>Kurz vor Kuchendorf konnte ich noch einmal ein paar Minuten führen, aber fast bei Maximalpuls. Acke kramte bei meiner wiederholten Erwähnung der Biere vom Vorabend eine Und-ich-habe-vorgestern-5-Guinness-getrunken-das-war-viel-schlimmer-Geschichte hervor. Dafür hat er aber gut Tempo gemacht.</p>
<p>Endlich war unser geliebter Bäcker in Sicht! Wir orderten Gebäck und Kaffee und hockten uns in die Sonne. Staubi quetschte sich ein paar Schweißperlen auf die Stirn und behauptete, es hätte ihm sehr weh getan (das Tempo, nicht die Schweißperlen). Auf unser mildes Lächeln: &#8220;Doch, echt! Ich hatte richtig zittrige Hände!&#8221;<br />
Ja, wahrscheinlich, weil es ihm so einen Spaß gemacht hat, uns zu quälen und er sich ein irres Kichern verkneifen mußte. Dieter Kemper drückte auch seine Bewunderung von Staubis Form aus: <strong>&#8220;Staubi, das wird echt krass mit Dir bei der L&#8217;Eroica. Ich mache mir richtig Sorgen um die Strassen dort.&#8221;</strong> Und: <strong>&#8220;Die Weintrauben dort werden verbrannt von den Reben fallen.&#8221;</strong></p>
<p>Nachdem alles verdrückt war, machten wir uns auf den Heimweg von ca. einer Stunde. Staubi und Kemper&#8230;bla bla bla. Jedenfalls mußte Staubi fast mit dem Knüppel aus der Führung vertrieben werden, unglaublich! Er verbiß sich wie ein Kampfhund. Ich glaube, heute hatte sogar der Wind Angst vor ihm.</p>
<p>Am Ende hatte ich knapp über 100km auf der Uhr bei einem 35er Schnitt. Sicher bin ich nicht tot, aber es war sehr anstrengend. Und Staubi macht mir echt Angst. Darum schreibe ich das hier überhaupt. Gottseidank ist er nicht mein Feind.<br />
PS: glaubt ihm kein Wort, wenn er jetzt hier etwas von Erschöpfung schreibt oder so&#8230;</p>
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		<title>Taunusumrundung 2009 &#8211; Mission complete</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 10:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Shorties]]></category>
		<category><![CDATA[Touren]]></category>
		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Taunusumrundung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mission complete! Konnte die Schmach nicht auf mir sitzen lassen und bin gestern an einem wunderschön heißen Augustsamstag die Schei$$e mit dem Rennrad gefahren. In Wetzlar hatte ich 3 Platten, als ob mich ein Fluch verfolgen würde&#8230; Danach lief es aber, zumindest mein Rad. In Braunfels spürte ich erste ernstzunehmende Schwächeanfälle. Der Treisberg hat mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mission complete! </p>
<p>Konnte die Schmach nicht auf mir sitzen lassen und bin gestern an einem wunderschön heißen Augustsamstag die Schei$$e mit dem Rennrad gefahren. In Wetzlar hatte ich 3 Platten, als ob mich ein Fluch verfolgen würde&#8230;<span id="more-1292"></span></p>
<p>Danach lief es aber, zumindest mein Rad. In Braunfels spürte ich erste ernstzunehmende Schwächeanfälle. Der Treisberg hat mich dann zerpflückt, die im Anschluss geplante Rampe von Seelenberg wurde ausgelassen. Selbst rollen im Weiltal fiel schwer. </p>
<p>Zum Feldberg bei KM 170 nur soviel: Noch niemals nie habe ich an diesem Berg so gelitten wie gestern!!! Mehrfach habe ich Sterne gesehen und musste anhalten&#8230;</p>
<p>Die anschließende Abfahrt über Schotter im Wald zur Saalburg war einfach nur genial. Und dann mit 70 Stuckis die Saalburg runter&#8230;</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42857-1/150809_Taunusumrundung2009_RR.jpg"><img class="colorbox-1292"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42857-1/150809_Taunusumrundung2009_RR.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Taunusumrundung 2009   Mission complete" alt="EISENSCHWEINKADER | 150809 Taunusumrundung2009 RR Taunusumrundung 2009   Mission complete" /></a></p>
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		<title>Das verflixte 8. Mal &#8211; Pleiten, Pech und Pannen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 21:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie in den vergangenen Jahren fand auch an diesem ersten Samstag im August die traditionelle Taunusumrundung statt. In diesem Jahr wollte ich mal etwas anders machen, zum einen bereits von Frankfurt an den Startort Kronberg rollen, zum anderen endlich die 200km-Schallmauer MTB an einem Tag durchbrechen. Die Wetteraussichten schienen grandios für diesen &#8220;längsten&#8221; Tag im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie in den vergangenen Jahren fand auch an diesem ersten Samstag im August die traditionelle Taunusumrundung statt. In diesem Jahr wollte ich mal etwas anders machen, zum einen bereits von Frankfurt an den Startort Kronberg rollen, zum anderen endlich die 200km-Schallmauer MTB an einem Tag durchbrechen. Die Wetteraussichten schienen grandios für diesen &#8220;längsten&#8221; Tag im Hausgebirge der Mainmetropole. Doch es sollte ein nicht zu erwartendes Ende nehmen&#8230;<br />
<img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42693-2/IMG_1003.jpg" alt="Wachturm auf Römisch - Gaulskopf" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /><br />
<span id="more-1290"></span></p>
<p>Um 620 starte ich mit Nic im Norden Frankfurts, gemütlich zügig radeln wir rauf nach Kronberg zum vereinbarten Treffpunkt. Außer uns haben sich  noch Lorenzo, Gipetto, Everstyle und Torpedo64 am Vereinsheim des MTV eingefunden. Pünktlich um 735 starten wir zur großen Fahrt.</p>
<p>Die ersten Kilometer dienen dem warm Fahren, die Muskulatur locker an die Strapazen gewöhnen und natürlich ein möglichst harmonisches Tempo für die Gruppe zu finden. Letzteres ist gar nicht so einfach, einem Teil ist es eindeutig zu schnell. Nach Möglichkeit versuche ich rauszunehmen wo es nur geht. </p>
<p>Normalerweise fahren wir nicht über den Mamorstein, dieses Jahr schon. Ein paar Höhenmeter mehr können nicht schaden, so denke ich zu diesem Zeitpunkt noch. Bereits bei unserer Abfahrt in Ffm bemängelt Nic den mangelhaften Sitzkomfort an seinem Rad, scheinbar hat sich die Einschrauben-Fixierung der Ritchey-Sattelstütze zerbröselt. Trotz festzurren rutscht der Sattel immer wieder nach Hinten. Am mittlerweile aus unverständlichen Gründen aufs hässlichste eingezäunten Römerkastell Saalburg sieht man das Problem deutlich. </p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42669-2/IMG_0999.jpg" alt="Sattelständer..." title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>An der Saalburg schießen wir leicht verspätet unser Startfoto. Dann geht es auf die rasend schnelle Abfahrt zur Lochmühle, um gleich wieder die verlorenen Höhenmeter zum Munitionsdepot wettzumachen. </p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42662-2/IMG_0998.jpg" alt="Startbild am Saalburgzaun" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Just in dem Augenblick als die unheimliche Plattenserie des vergangenen Jahres Thema der Gespräche ist, macht es einen lauten Schlag. Unfassbar, ein Stollen vom hinteren Reifen an Lorenzos Rad hat sich pulverisiert. Das Loch im Mantel wird notdürftig gestopft, ein neuer Schlauch mit frischer Luft sorgt für den nötigen Fahrkomfort. Na das kann ja heiter werden, er fährt immer noch das gleiche (schlechte) Material wie im Vorjahr.</p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42681-2/IMG_1001.jpg" alt="Platten Nummer 1" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Mir bleibt Zeit ein paar Bilder am Gaulskopf zu schießen.</p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42687-5/IMG_1002.jpg" alt="Gaulskopf" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42699-2/IMG_1004.jpg" alt="Hausberg am Horizont" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /><br />
In weiter Ferne das nächste Bergziel &#8211; der Hausberg oberhalb von Butzbach.</p>
<p>Noch vor dem Erreichen des Usatals der nächste Glücksmoment. An einem kleinen Gegenanstieg reißt dem Engländer die Kette &#8211; PENG!<br />
Zum Glück habe ich eine Ersatzniete und Torpedo64 den nötigen Kettennieter im Gepäck. Nach einer gefühlten Ewigkeit geht es endlich weiter.</p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42729-2/IMG_1009.jpg" alt="No-Chain-Drive" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Nachdem wir das Usatal durchquert haben, geht es rauf zum Hausberg. Wegen der bereits verlorenen Zeit halten wir uns nur kurz am Gipfel auf und rollen weiter in Richtung Cleeberg. Dort verpflegen wir uns am lokalen Getränkemarkt, bei den heutigen Temperaturen äußerst wichtig. </p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42759-2/IMG_1014.jpg" alt="Wetzlar hinter dem Berg" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Weiter nach Wetzlar, ständig fährt die Angst vor der nächsten Panne mit. Doch irgendwie erreichen wir tatsächlich um 1200 die Stadt Wetzlar an der Lahn. Nach kurzem Palaver mit Eingeborenen finden wir den örtlichen Bikedealer. Eine Sattelstütze in der benötigten Größe ist nicht vorrätig, dafür eine Ersatzkette für Nic. Lorenzo hat mehr Erfolg und ersteht gleich zwei neue Mäntel und passende Schläuche dazu. Der zweite Mantel für vorne ist notwendig, als just vor dem Laden auch der vordere Schlauch urplötzlich Luft verliert. </p>
<p>Ich scherze noch, man sollte am besten gleich ein ganzes Rad kaufen und die Teile schlachten und mitnehmen. Hätte ich es mal lieber gemacht&#8230;</p>
<p>Von der Lahn geht es wieder rauf, am Trail vor dem alten Militärgelände besucht Nic mal kurz die Botanik. Zugegeben, mein Fahrfehler, aber anstatt an mir vorbei zu fahren, versuchen alle gutgläubig meine Linie zu halten. Zum Glück ist nichts passiert und er ist nicht den ganzen Abhang runter gekugelt. </p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42771-2/IMG_1016.jpg" alt="Absturz in die Botanik" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42783-2/IMG_1018.jpg" alt="Pulloverschweine vor Braunfels" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>In Braunfels ist heute Schafstag, die Pulloverschweine versperren uns den Weg. Egal, der Anstieg zur Altstadt ist schnell gemeistert. Oben gönnen wir uns endlich eine Verpflegungspause. Ein kurzer Schauer sorgt kaum für Abkühlung. Als es wieder aufhört geht die Tour mit einer schnellen Abfahrt weiter. Immer rauf und runter bis ins Lahntal bei Weilburg.</p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42819-2/IMG_1024.jpg" alt="Braunfels" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Dazwischen liegt die berühmte Kristallhöhle von Kubach. Die sucht sich Nic für den nächsten Defekt aus, Hinterrad platt. Egal, mittlerweile geübt im Wechseln, ist der Defekt schnell behoben und es kann weiter gehen. Die Senke von Kubach hat auf der anderen Seite einen steilen Stich im Angebot. Den versuche ich fahrenderweise zu bewältigen. Ein Fehler &#8211; es macht Peng und mein Hinterrad klemmt an der Bremse.</p>
<p>Zunächst vermuten wir noch eine gebrochene Speiche, doch die ist nicht zu finden. Dann sehe ich das wahre Ausmaß der Katastrophe &#8211; es hat meine Hügi zerborsten. Trotzdem versuche ich die Reise fortzusetzen, egal was auch kommen mag, die Taunusumrundung ist mir heilig! </p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42837-2/IMG_1027.jpg" alt="Ex-Hügi" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Doch am nächsten Berg, beim rauffahren und durchrutschen des Antriebs ist mir klar, dass ich heute nicht fahrend das Ziel erreichen werde. Einen letzten Buckel schiebe ich noch hoch, dann rollen wir gemeinsam zur Lahn nach Weilburg. Unten übergebe ich die Karte an die anderen und verabschiede mich frustriert in Richtung Bahnhof Weilburg. Gute zweieinhalb Stunden später treffe ich mit meinem Haufen Schrott in Frankfurt ein.</p>
<p><img class="colorbox-1290"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42843-5/IMG_1028.jpg" alt="Fertig!" title="EISENSCHWEINKADER | Das verflixte 8. Mal   Pleiten, Pech und Pannen" /></p>
<p>Die anderen haben es auf der von mir vorgeschlagenen Alternativroute dann noch zu Ende gefahren. Einige Wellen sind dabei auf der Strecke geblieben, immerhin hat es Nic am Ende auf 195km gebracht. Es bleibt also noch ein Ziel offen für das nächste Jahr: An- und Abfahrt von/nach Frankfurt und die Originalroute, dann mit 200km und deutlich über 3000hm! </p>
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		<title>Neulich in Frankfurt</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/08/04/neulich-in-frankfurt/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 17:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wind, Schauer und nen Samstag ganz allein auf dem Rad &#8211; was will Mensch mehr?!? Nachdem ich eine Woche zuvor mit den Amerikanern 256km durch drei Bundesländer fuhr, sollte mein Rekord an Kilometern noch etwas nach oben korrigiert werden. Mein Ziel: Main, Rhein, Nahe, Aar und die nicht zu verachtende Wisper an einem Tag zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wind, Schauer und nen Samstag ganz allein auf dem Rad &#8211; was will Mensch mehr?!? </p>
<p>Nachdem ich eine Woche zuvor mit den Amerikanern 256km durch drei Bundesländer fuhr, sollte mein Rekord an Kilometern noch etwas nach oben korrigiert werden. Mein Ziel: Main, Rhein, Nahe, Aar und die nicht zu verachtende Wisper an einem Tag zu überqueren. Dabei streifte ich noch Taunus, Hunsrück (Soonwald) und die Rheinhessische Schweiz und fuhr durch drei gänzlich unterschiedliche Weinbauregionen (Mittelrhein, Nahe und Rheinhessen).<br />
<img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42161-2/PICT0506.JPG" alt="Blick auf Kronberg und Falkenstein" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
<span id="more-1287"></span></p>
<p>Da viel Text die meisten von Euch langweilt, belasse ich es bei ein paar ausgewählten photografischen Dokumenten. Weiter Bilder sind &#8220;<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/v/kader/darkdesigner/FBW-Tour/">hier</a>&#8221; zu finden. </p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42167-2/PICT0508.JPG" alt="Blick auf Frankfurt, links die Burg von Kronberg" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Bei Königstein, KM 20</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42191-2/PICT0513.JPG" alt="Anhöhe vor dem Wispertal" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Irgendwo im nirgendwo, kurz vor Langenseifen, KM 66</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42271-2/PICT0523.JPG" alt="Rheinfähre Lorch-Niederheimbach" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Das Mittelrheintal bei Bacharach, KM 95</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42427-2/PICT0527.JPG" alt="Rheinböllen am Hunsrück" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Die Einsamkeit des Soonwaldes vor Augen, KM 115</p>
<p>An dieser Stelle eine kleine Episode: Einer der wenigen Menschen an diesem Tag, mit dem ich sprach, zeigte mir den einzigen Radladen, der Samstags nach 14Uhr in dieser Region offen hat. Es war vermutlich der einzige, den er kannte. Danke für den schönen Umweg, die 20km und ca. 200hm mehr haben den Bock auch nicht mehr fett gemacht. Ja, ich hatte zu diesem Zeitpunkt schlechte Laune&#8230;</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42439-2/PICT0529.JPG" alt="Soonwald - Holzrücker" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Hinter dem Traktor hat der Kerl sich bergab im Windschatten versteckt.</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42445-2/PICT0531.JPG" alt="Kathedrale von Waldböckelheim" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Endlich im Weinland an der Nahe, KM 165</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42457-2/PICT0533.JPG" alt="Rothenfels bei Bad Münster am Stein" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Ungeheuer in der Ferne, Rothenfels &#8211; mein Ventoux an diesem Tag, KM 175</p>
<p>Nächster Texteinschub: Bei KM 190 schmeißt ein etwa neunjähriger Bub mit ner Flasche nach mir. Er wird nie wieder mit Gegenständen nach Radfahrern werfen. Das zweite Mal musste ich (laut) sprechen an diesem Tag.</p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/42553-2/PICT0544.JPG" alt="Rheinhessisches Weinland" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Weinberge so weit das Auge reicht, bei Zornheim, KM 215</p>
<p>Der Rest war absolutes Nirvana, nach der Rheinfähre von Nierstein nach Kornsand bin ich konstant mit 30km/h die letzten 60km nach Frankfurt. </p>
<p><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41140-1/Regenl__cke.jpg" alt="Regenlücke - Wetterfenster" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" /><br />
Durch die kleine Regenlücke südlich von Rüsselsheim bin ich durchgeschlüpft, KM 250</p>
<p>Fazit: Um 745 gestartet, um 2015 wieder zu Hause &#8211; 285km mit knapp 3000hm. Leider hab ich meinen Tacho erst nach 2,5km angemacht und einige Bergab-Passagen hat er nicht aufgezeichnet (alles über 60km/h).</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41134-3/250709_FBW-Tour.jpg"><img class="colorbox-1287"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41136-2/250709_FBW-Tour.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Neulich in Frankfurt" alt="EISENSCHWEINKADER | 250709 FBW Tour Neulich in Frankfurt" /></a></p>
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		<title>3-Länder-Tour</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/07/19/3-lander-tour/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 20:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>
		<category><![CDATA[3-Länder-Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Odenwald]]></category>
		<category><![CDATA[Spessart]]></category>

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		<description><![CDATA[645, Samstag der 18.Juli 2009, Sommer, das Wetter hat das nicht mitbekommen. Den ganzen letzten Tag und die Nacht hat es gewittert, geschauert und heftig geweht. Ein Temperatursturz, das Thermometer ist von 30° auf 15°C gesunken. Alles nur ein Traum? Mein Handy klingelt, am anderen Ende der Leitung Nic the Crow &#8220;Was geht? In einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>645, Samstag der 18.Juli 2009, Sommer, das Wetter hat das nicht mitbekommen. Den ganzen letzten Tag und die Nacht hat es gewittert, geschauert und heftig geweht. Ein Temperatursturz, das Thermometer ist von 30° auf 15°C gesunken. Alles nur ein Traum? Mein Handy klingelt, am anderen Ende der Leitung Nic the Crow &#8220;Was geht? In einer Stunde Treffpunkt bei Dir, wir fahren die Runde!&#8221; Mit die &#8220;<a href="http://www.bikemap.net/route/242792">Runde</a>&#8221; ist eine, in der Woche zuvor ausbaldowerte Tour durch drei Bundesländer gemeint.<br />
<img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40710-2/IMG_0726.jpg" alt="Hohe Straße" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" /><br />
<span id="more-1257"></span></p>
<p>745, ich stehe mit meinem Renner vor der Tür, beobachte schnell am Himmel ziehende graue Wolken und überlege, ob die Knielinge nicht doch angebracht sind. Der Italiener (Lorenzo) steht neben mir und weiß auch nicht was er eigentlich hier soll. Kurze Zeit später taucht der Engländer (Nic the Crow) auf und wir starten gen Norden aus der Stadt raus. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40702-2/IMG_0725.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40704-2/IMG_0725.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0725 3 Länder Tour" /></a><br />
Vorfreude</p>
<p>Zum warm werden geht es erst mal leicht rauf, wir legen die ersten KM über den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lohrberg_(Frankfurt)">Lohrberg</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Via_Regia#Mainz-Leipzig">Hohe Straße</a> in Richtung Hanau zurück. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40720-2/IMG_0728.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40722-2/IMG_0728.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0728 3 Länder Tour" /></a><br />
Hohe Straße</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40738-2/IMG_0731.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40740-2/IMG_0731.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0731 3 Länder Tour" /></a><br />
Blick auf den Hahnenkamm</p>
<p>Nach Hanau verlieren wir die ersten hundert Höhenmeter, der Weg führt über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelbuchen">Mittelbuchen</a> und Hohe Tanne nach Wilhemsbad rein. Über Hanau werden viele Legenden berichtet, einst soll hier mit plutionomhaltigem Material experimentiert worden sein, excellente Reifen wurden angeblich produziert und zwei Brüder sind hier geboren, welche verückte Märchen in alle Welt trugen. Heute streitet man sich oft, ob <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanau">Hanau</a>  vielleicht doch häßlicher als Offenbach ist. An manchen Stellen kann man diesen Eindruck tatsächlich bekommen&#8230;</p>
<p>Kurz nach Hanau überqueren wir die erste Landesgrenze, auf dem Weg nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kahl_am_Main">Kahl am Main</a> zeigt ein unscheinbares Schild mit blau-weißen Karos uns den Eintritt nach Bayern an. Hier liegt übrigens die tiefste Stelle Bayerns. In Kahl werden wir dann fast Opfer eines Hochgeschwindigkeitszuges, entgegen unserer Annahme das dieser Übergang dauerhaft geschlossen sei, geht er dann nach der zweiten Durchfahrt doch nach oben.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40750-2/IMG_0733.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40752-2/IMG_0733.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0733 3 Länder Tour" /></a><br />
Geisterübergang</p>
<p>Von Kahl fahren wir die wunderschöne asphaltierte Versorgungsstraße entlang der Baggerseen nach Hörstein. Dort sind wir am Fuße der ersten Bergwertung des heutigen Tages. Gute hundertfünzig Hm klettern wir auf den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hahnenkamm_(Spessart)">Hahnenkamm</a>, den westlichsten Ausläufer des Spessarts. </p>
<p>Wir durchqueren Rückersbach, lassen die Schlucht rechter Hand liegen und erreichen nach Sternberg das beschauliche Oberafferbach. Der erste Schauer holt uns bei Kilometer 50 ein. Wir stärken uns in der örtlichen Metzgerei und warten den Guss ab. Keine zehn Minuten später geht es auch schon weiter. Die Abfahrt von Johannesberg über Breunsberg nach Wenighösbach ist ob des nassen Belages ein kleines Roulettespiel. Alles geht gut und wir fahren weiter nach Hösbach. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40762-2/IMG_0735.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40764-2/IMG_0735.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0735 3 Länder Tour" /></a><br />
Metzgerei in Oberafferbach</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40780-2/IMG_0738.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40782-2/IMG_0738.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0738 3 Länder Tour" /></a><br />
Schauer über dem Hochspessart</p>
<p>Dieses Nest ist wenig beschaulich, eine breite Straße mit viel Verkehr und Autobahnanschluss nervt. Auf der A3 zwischen Frankfurt und Würzburg ist an diesem Sommerferienwochenende mal wieder die Hölle los dank einiger Stau-Umfahrer. Wir sind froh als wir diesen Teil hinter uns lassen und endlich in die grünen Wälder des tiefen Spessarts eintauchen. Kurz nach Unterbessenbach überqueren wir nochmals die A3 (nicht zum letzten Mal am heutigen Tag) und kommen nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waldaschaff">Waldaschaff</a>.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40798-2/IMG_0741.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40800-2/IMG_0741.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0741 3 Länder Tour" /></a><br />
Warteposition in Waldaschaff</p>
<p>Gerade richtig warm gefahren für die anstehende zweite Bergprüfung, läßt der Italiener uns am Straßenrad stehen und füllt seine Flasche nach. Eine gefühlte Ewigkeit später rollen wir endlich weiter, der Anstieg zum Hirschkopf ist eigentlich ziemlich gleichmäßig, zieht sich aber doch in die Länge. Knapp 300 Hm sind zu bewältigen, ehe es wieder runter nach Rothenbuch geht. Dort biegen wir ausnahmsweise nicht nach links in den Ort, sondern gleich nach rechts gen Hafenlohrtal.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40816-2/IMG_0744.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40818-2/IMG_0744.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0744 3 Länder Tour" /></a><br />
Hafenlohrtal</p>
<p>Uns erwartet der Traum eines jeden Radlers, eine fast 20 kilometer lange, fast nicht befahrene Straße. Konstant leicht abfallend führt sie ohne Ansiedlungen durch ein Tal ostwärts, lediglich drei Weiler liegen auf dem Weg. Selbst ein weiterer Schauer kann uns nicht die Laune auf diesem Abschnitt verderben. Der Tip schlechthin: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hafenlohr_(Fluss)">Hafenlohrtal</a></p>
<p>In der Gemeinde Hafenlohr stoßen wir auf den Main, fahren ein kurzes Stück flussabwärts und werden von einem heftigen Schauer zum pausieren gezwungen. Ein Holzverarbeitender Betrieb spendet Unterschlupf, anscheinend wird hier Kohle produziert, zumindest ist der Steiboden angenehm warm. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40876-2/IMG_0754.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40878-2/IMG_0754.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0754 3 Länder Tour" /></a><br />
Pausenclowns</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40882-2/IMG_0755.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40884-2/IMG_0755.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0755 3 Länder Tour" /></a><br />
Schauer über dem Main</p>
<p>Mit gewärmtem Rücken geht es dann über den Main nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marktheidenfeld">Marktheidenfeld</a>. Anstatt eines fleischverabeitenden Betriebes lenkt der Engländer die Aufmerksamkeit auf die Filliale einer Drogeriemarktkette: &#8220;Ey, bei DM gibts Powerbar&#8221;.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41124-2/IMG_0758.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40902-3/IMG_0758.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0758 3 Länder Tour" /></a><br />
Powerbarparty</p>
<p>Wie blöde kaufen wir den klebrig-süßen Kram, was ein Hungerästchen alles im Gehirn ausschaltet. Mir hat es jedenfalls nicht gut getan, doch dazu später mehr. Lorenzo läßt nicht nur zu seiner eigenen Überraschung einen Teil der Riegel vor der Tür liegen. Das merken wir erst am Ortsausgang und rollen weiter mainabwärts. Nach Lengfurt kommen wir in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Triefenstein">Homburg am Main</a> an, dort findet gerade Weinfest statt.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40912-2/IMG_0760.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40914-2/IMG_0760.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0760 3 Länder Tour" /></a><br />
Homburg am Main</p>
<p>Der Weg dorthin wurde von der Krähe mit 40+ gedrückt. Die Wirkung meiner Riegel läßt auf sich warten, mit geht es hundselend. Da wartet in Homburg eine Rampe, die es in sich hat. Noch kann ich meine Probleme einigermaßen kaschieren, die knapp hundertfünzig Höhenmeter setzen mir mehr zu, als mir lieb ist. Wir verlieren sie sofort wieder auf der Abfahrt nach Wüstenzell. Dort wartet auf der gegenüberliegenden Hangseite ein furchteinflößender Anstieg schon beim Anblick.</p>
<p>Ich versuche mein bestes um nicht zu resignieren, aber es hilft alles nichts. Ich platze gnadenlos auf und muss sogar kurz vom Rad. Anhalten, Luft holen, ein paar Schritte laufen, ich versuche es wieder und kurbel auf dem kleinsten Gang die Rampe hoch. Der Wind weht mittlerweile stramm von vorne, Windstärke 4 &#8211; wie im Wetterbericht angekündigt.</p>
<p>Am höchsten Punkt überqueren wir erneut die A3 und rollen endlich wieder bergab. Noch vor dem unterfränkischen Holzkirchhausen biegen wir rechts ab. Die kleine Straße führt über die nächste Landesgrenze, von Bayern gelangen wir nach Baden-Württemberg. Das nächste Dorf ist eine der nördlichsten Kommunen des Bundeslandes, Kembach zur Stadt Wertheim gehörend. </p>
<p>Von Kembach führt der Weg wieder bergauf über den Knollenberg, es geht nach Höhefeld. Ein bezeichnender Name, langsam geht es mir auch wieder besser, ich kann mich trotz des ständigen Auf- und Abs erholen. Von Höhefeld führt ein asphaltierter Weg durch den Wald runter nach Gamburg. Eine spektkuläre Abfahrt, wir verlieren fast 200 Höhenmeter. In Gamburg überqueren wir die Tauber. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40924-2/IMG_0762.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40926-2/IMG_0762.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0762 3 Länder Tour" /></a><br />
Gamburg</p>
<p>Jetzt geht es wieder bergauf, endlos zieht sich der Anstieg nach Uissigheim. Selbst im Ortskern ist die Kuppe noch nicht erreicht, irgendwann muss es doch vorbei sein. Endlich, wir sehen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BClsheim_(Baden)">Külsheim</a>!</p>
<p>Im badischen Frankenland, so nennt sich die Region auch, findet heute das 12-Stunden Rennen von Külsheim statt. Einst nahm auch ich dort mit den beiden 2003er Harzsturm-Teilnehmern Tom und Rieni teil. Heute bin ich gekommen, um die beiden zu überraschen und ihnen ein wenig Motivation zukommen zu lassen. Auf dem Gelände der aufgegebenen Prinz-Eugen-Kaserne ist der Austragungsort des Spektakels.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40990-2/IMG_0768.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40992-2/IMG_0768.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0768 3 Länder Tour" /></a><br />
12-Stunden-Rennen Külsheim</p>
<p>Wir treffen Tom bei den Startvorbereitungen zu seinem nächsten Einsatz. Er ist unschwer aus der Masse der Fahrer am Trikot erkennen. Mit Stolz trägt er unsere Farben bei diversen Rennveranstaltungen! An dieser Stelle mal ein Dankeschön dafür.</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40972-2/IMG_0765.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40974-2/IMG_0765.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0765 3 Länder Tour" /></a><br />
Eule &#038; Tom</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41126-2/IMG_0770.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41004-3/IMG_0770.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0770 3 Länder Tour" /></a><br />
Warmverpflegung</p>
<p>An der Kuchen- und Nudeltheke stärken wir uns gegen einen kleinen Obulus und halten noch einen kleinen Plausch mit Rieni. Dann heißt es für uns Aufbruch zur Rückfahrt nach Frankfurt. Die nächsten Kilometer führen über eine weitgehen offene Hochebene. Die leichten Wellen machen die Fahrt im strammen Gegenwind nicht wirklich angenehmer.</p>
<p>Zum Glück habe ich die Pause gut nutzen können, die Nudeln tun Wunder, ich bin wieder da. Über Steinbach, Hundheim, Tiefental und Neunkirchen kommen wir an eine Geländekante. Mittlerweile haben wir auch wieder Bayern erreicht. Die Erf hat sich tief in den Odenwälder Buntsandstein eingeschnitten, es geht von 360m ü. NN runter nach Miltenberg auf gerade einmal 125m. Dazwischen liegt die herrliche Serpentinenabfahrt nach Eichenbühl. Dort müssen wir einen erneuten Schauer abwarten. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41020-2/IMG_0773.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41028-2/IMG_0774.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0774 3 Länder Tour" /></a><br />
Weinberge von Großheubach</p>
<p>Von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miltenberg">Miltenberg</a> fahren wir entlang des Mains flussabwärts nach Kleinheubach und Laudenbach, nochmal ein Schauer, nochmal Zeit Nahrung aufzunehmen. Von Laudenbach geht es stramm hoch auf die Höhen des Odenwaldes. Wir überqueren die Landesgrenze von Bayern zurück nach Hessen. Erkenntnis des Tages: Ein harter Anstieg bei Kilometer 190 tut weh. Oben haben wir wieder gute 200 Höhenmeter gut gemacht und rollen entlang des Mömlingtales bis Breuberg. In Hainstadt entdecken wir in einem Hinterhof das Sommerfest eines Dorfgastronomen. Mit Zungenblutwurst- und Presskoppbrötchen stärken wir uns, ein Pils dazu, so läßt sich der nächste Schauer ertragen. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41056-2/IMG_0779.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41058-2/IMG_0779.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0779 3 Länder Tour" /></a><br />
Pilsstation Hainstadt</p>
<p>Das dieser Schauer sogar zum Abruch des 12h-Rennens in Külsheim führen sollte, können wir da nicht ahnen. Wir entschließen uns trotz Regens wieder aufzubrechen. Es geht nochmal rauf, nach Wald-Amorbach, eine kurze Abfahrt und wieder rauf nach Dorndiel. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41062-2/IMG_0780.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41064-2/IMG_0780.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0780 3 Länder Tour" /></a><br />
Austreten im Regen</p>
<p>Etwas oberhalb des Dorfes biegen wir rechts in den Wald ein. Ungläubig murren meine Mitfahrer über den Schotterweg im Wald, doch es ist die kürzeste Verbindung nach Radheim. Nach wenigen Metern ist wieder asphaltierter Untergrund erreicht, eine schnelle Abfahrt auf gefährlich nassem Geläuf. </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41098-2/IMG_0786.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41100-2/IMG_0786.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0786 3 Länder Tour" /></a><br />
Blick auf den Spessart oberhalb von Radheim</p>
<p>In Radheim eine letzte Welle, dann sind wir in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schaafheim">Schaafheim</a>. Von dort führen ewig lang geradeaus führende Straßen über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Babenhausen_(Hessen)">Babenhausen</a> in den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rodgau">Rodgau</a>. Am Opeltestgelände vorbei kommt es mal wieder heftig von oben. Mittlerweile ist das &#8220;Marathongefühl&#8221; da, völlig befreit von allen Schmerzen fahren wir abwechselnd im Wind mit über 30km/h die letzten 20km bis Offenbach. </p>
<p>Kurz vor OF noch eine allerletze Stärkung in Heusenstamm, dann über die Lederstadt der letzte Anstieg hoch zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goetheturm">Goetheturm</a> und wir stehen über Frankfurt. Über den Main und hoch ins Nordend, wir sind am Ziel angekommen. Nass von oben bis unten scheint zum Abschluss sogar nochmal die Sonne. 2030, Ffm-Nordend, 254km liegen hinter uns, die 300 können kommen&#8230;</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41104-2/IMG_0787.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/41106-2/IMG_0787.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | IMG 0787 3 Länder Tour" /></a><br />
Zurück in der Sonne</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40676-1/180709_3-L__nder-Tour.jpg"><img class="colorbox-1257"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40678-2/180709_3-L__nder-Tour.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | 3 Länder Tour" alt="EISENSCHWEINKADER | 180709 3 L  nder Tour 3 Länder Tour" /></a></p>
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		<title>3 &#8211; Tage, Brocken, Stürze</title>
		<link>http://eisenschweinkader.org/archives/2009/07/08/3-tage-brocken-sturze/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 08:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>g-punkt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>
		<category><![CDATA[Harz ESK 2009 Brocken Hirtenstieg Wernigerode Eckerstausee]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kurzer Abriss eines Ausflugs zum Ursprungsort der Kader-Himmelfahrtsveranstaltung. Mit dem Zug ging es am Donnerstag mit 5 anderen Nichtkaderisten von Berlin gen Harz. Zwei Umstiege, etliche Bier und dumme Sprüche später erfolgte die Ankunft im historischen Stadtkern von Wernigerode. Abgestiegen in der örtlichen Jugendherberge („Schönste Jugendherberge der DDR &#8211; 1988“) erfolgte die fast aussichtslose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Ein kurzer Abriss eines Ausflugs zum Ursprungsort der Kader-Himmelfahrtsveranstaltung.</strong></span></p>
<p>Mit dem Zug ging es am Donnerstag mit 5 anderen Nichtkaderisten von Berlin gen Harz. Zwei Umstiege, etliche Bier und dumme Sprüche später erfolgte die Ankunft im historischen Stadtkern von Wernigerode. Abgestiegen in der örtlichen Jugendherberge („Schönste Jugendherberge der DDR &#8211; 1988“) erfolgte die fast aussichtslose Nahrungssuche – nach 22:00 war nur der örtliche Vertreter der Hellasgemeinde zur Herausgabe bereit – und die Rückkehr ins Quartier.<span id="more-1209"></span></p>
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Tag 1:</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Um 9:30 ging es gemütlich gen Drei Annen Hohne und von dort auf direktem Weg zum Brocken. Nach dem Glashüttenweg, den restlichen 3 km zwangsläufig auf der Straße und einer Pause auf dem Gipfel ging es auf dem Hirtenstieg auf der anderen Seite wieder bergab. Unerfreulicherweise entschied sich ein Teilnehmer auf dem Panzerplattenweg zu einer eingesprungenen Kniescheiben-Zeh-Bremseinlage.</p>
<p style="text-align: left;">Also Knie verbunden, Schock überwunden und weiter gen Tal. An der Hermannsklippe links gen Steinerne Renne und wieder zurück nach Drei Annen Hohne. Obwohl schon mehrmals mit dem ESK im Harz, war es doch mein erstes Mal auf dem Brocken, dazu noch bei perfektem Wetter. Selbst auf dem Brocken beste Fernsicht und 20 Grad &#8211; genial.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-large wp-image-1225 colorbox-1209" title="Harz3" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2009/07/Harz31-1024x768.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Harz31 1024x768 3   Tage, Brocken, Stürze" width="614" height="461" /></p>
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Tag 2:</strong></span></p>
<p>Diesmal direkt von Wernigerode ins Gelände. Der Bremser zog einen schnöden Arztbesuch der Tour vor, ein anderer hatte sich bei einer im Nachbardorf stattfindenden Hochzeit angemeldet und schied somit auch aus. So erfolgt mit reduzierter Mannschaft die Anreise gen Plesseburg und vorbei an Kochstein und Jägerkopf wieder zum Brocken. Die üblichen letzten 3 km hinauf zum Gipfel, Gipfelbier und durchs Gelände gen Drei Annen Hohne.</p>
<p>Etwas unerfreulich war, dass samstags auch die örtliche Saufjugend den Weg gen Gipfel nahm. Da es ein Rowdy bei der Auffahrt vorzog an meinem Sattel zu ziehen, musste der rasante Aufstieg kurz unterbrochen, mit ein paar gezielten Schlägen und Worten erzieherisch eingegriffen, um dann mit dem nötigen Adrenalinschub und erhöhter Trittfrequenz den Gipfel zu erreichen &#8211; zum Wetter passend mit etwas vernebelter Stimmung.</p>
<p><img class="aligncenter size-large wp-image-1220 colorbox-1209" title="Harz1" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2009/07/Harz11-1024x768.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Harz11 1024x768 3   Tage, Brocken, Stürze" width="614" height="461" /></p>
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Tag 3:</strong></span></p>
<p style="text-align: left;">Da die Wunde des Bremsers noch keine Dauerbelastung zuließ, erfolgte die Abreise wieder ohne ihn. Von Wernigerode nach Schierke, von dort gen Dreieckigen Pfahl und über den Goethe Weg wieder auf den Brocken. Am Königsberg die Panzerplatten hoch und wieder die letzten 3 km gen Gipfel. Ein Gipfelbier später ging auf dem allseits beliebten Hirtenstieg gen Eckerstausee. Der nördliche Aufstieg erfreute sich an diesem Tag besonderer Beliebtheit – uns begegneten mindestens 10 Personen den Panzerplattenweg radelnd – bergauf.</p>
<p style="text-align: left;">Nach einer für mich durchaus üblichen Erdung aufgrund einer Lenkerfehlhaltung im Kurvenbereich ging es weiter auf der Ostseite des Sees gen Staumauer. Der letzte Teil der Strecke weist einen nicht zu verachtenden Wurzelbestand auf. Auch hier erfolgte nach 2/3 der Strecke ein weiterer Abgang, bei dem ich gerechterweise das andere Knie im Mitleidenschaft zog. Leicht lädiert erreichten ich die Staumauer, auf der noch der alte DDR Grenzpfahl die damals in der See/Staumauermitte verlaufende Grenze ausweist. Zurück ging es gen Ilsenburg etwas früher als geplant wobei sich das Straussenei am Knie weniger hinderlich erwies als gedacht.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter size-large wp-image-1223 colorbox-1209" title="Eckerstausee" src="http://eisenschweinkader.org/wp-content/uploads/2009/07/Harz22-1024x768.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Harz22 1024x768 3   Tage, Brocken, Stürze" width="614" height="461" /></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Am Ende der 3 Tage waren knapp 150 km gefahren, 3200 hm erklommen und das bei einmaligem Wetter.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><span style="color: #ffffff;"><strong>Auch wenn bis 2017 die Harzstürme in fernen Ländern stattfinden werden – spätestens 2018 sollte der ESK zu seiner Quelle finden!</strong></span></p>
<p>zyb2vai8t9</p>
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		<title>Der kleine Peter und die heilige Odilia</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 09:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>darkdesigner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>
		<category><![CDATA[Alsace]]></category>
		<category><![CDATA[Elsaß]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[TMV]]></category>
		<category><![CDATA[TransMassifVosgien]]></category>
		<category><![CDATA[Vogesen]]></category>
		<category><![CDATA[Vosgien]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wenige Franzosen die gerne Fremdsprachen sprechen und noch weniger die gerne Deutsch sprechen. Lediglich in einem Landesteil ist das kein Problem, da dort die Muttersprache ein alemannischer Akzent ist &#8211; das Niederelsässisch. Das allein macht natürlich nicht den Reiz aus, eine solche Gegend zu besuchen. Vielmehr sind es die regionalen Spezialitäten, wie das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wenige Franzosen die gerne Fremdsprachen sprechen und noch weniger die gerne Deutsch sprechen. Lediglich in einem Landesteil ist das kein Problem, da dort die Muttersprache ein alemannischer Akzent ist &#8211; das <a href="http://als.wikipedia.org/wiki/Els%C3%A4ssisch">Niederelsässisch</a>. Das allein macht natürlich nicht den Reiz aus, eine solche Gegend zu besuchen. Vielmehr sind es die regionalen Spezialitäten, wie das gute Essen, der leckere Wein oder die traumhafte Landschaft. Letztere veranlasste mich nach einem <a href="http://eisenschweinkader.org/archives/2007/04/05/das-doppelte-biergit-oder-der-verwunschene-prinz-vom-schwarzwald/">gescheiterten Versuch 2007</a> endlich das Elsaß zu bereisen. Mehr zur Geschichte des Elsass <a href="http://als.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Elsass">hier</a>.</p>
<p>Bei Recherchen im Internet findet man einen ausgeschilderten Weg von Wissembourg nach Thann. Eine MTB-Transvogesenroute auf ca. 420km von der nördlichen Grenzstadt Wissembourg bis ins westlich von Mulhouse gelegene Thann. Den &#8220;<a href="http://www.tmv-alsace-vtt.com/">Traversée Massif Vosgien à VTT</a>&#8220;, kurzum auch als TMV bezeichnet. Neben einer informativen Website auf französisch, englisch und deutsch, besteht zudem die Möglichkeit den gesamten Reiseführer mit Kartenmaterial in Papierform zu erwerben.  </p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40019-1/IMG_0269.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40021-2/IMG_0269.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
<span id="more-1130"></span></p>
<p><strong>1. Etappe</strong></p>
<p>Die zeitige Anreise erfolgte mittels dreier Regionalzüge von Frankfurt aus über Mannheim und Neustadt.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40025-1/IMG_0263.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40027-2/IMG_0263.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Bahnhof Frankfurt</p>
<p><a href="http://www.tourisme-alsace.com/de/typische-dorfer/dorf-wissembourg.html">Wissembourg</a> geographisch an der Grenze zwischen Südpfalz und Nordvogesen gelegen, begrüßt mit dem typischen Charme einer französischen Kleinstadt. Ein kleiner Fluss, nette Fachwerkhäuser und jede Menge kleiner Bars und Cafés. Leider bleibt dafür an diesem Morgen keine Zeit, schließlich sind noch etliche Kilo- und Höhenmeter bis an das erste Etappenziel zu absolvieren.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40030-1/IMG_0270.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40032-2/IMG_0270.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Wissembourg</p>
<p>Der TMV ist in 14, bzw. 20 Abschnitte eingeteilt, diese haben Längen von 8,5 bis 31km. Nach unserem Plan sollten am ersten Tag 4 Abschnitte bewältigt werden, 75 Kilometer mit ca. 1600hm. Die ersten Kilometer verlaufen im Lautertal bevor es zum ersten Mal nach &#8220;oben&#8221; geht. Die Ausblicke von den Kuppen und die tief eingeschnittenen Täler lassen die Landschaft weitaus höher erscheinen, als sie tatsächlich ist. Am ersten Tag erreicht man nie mehr als 400m über Normalnull, trotzdem hat man ständig das Gefühl sich in weitaus höheren Mittelgebirgen zu befinden.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40035-1/IMG_0277.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40037-2/IMG_0277.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Am Gimbelhof I</p>
<p>Aus der Landschaft emporstehende Felsformationen entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Reste von alten Festungen.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40040-1/IMG_0278.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40042-2/IMG_0278.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Am Gimbelhof II</p>
<p>Kurz vor der Burg Fleckenstein wird über die Bedeutung von französischen Verkehrsschildern philosophiert, ehe es in einen anspruchsvollen Trail runter ins Sauertal geht.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40045-1/IMG_0282.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40047-2/IMG_0282.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Schilderwelsch</p>
<p><a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40216-2/IMG_0283.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40052-3/IMG_0283.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Abfahrt nach der Burg Fleckenstein</p>
<p>Es folgen weitere Kilometer im stetigen auf und ab entlang der Sauer, immer wieder garniert mit tollen Ausblicken. In Obersteinbach nach gut 30km ist es an der Zeit sich zu stärken. Neben der örtlichen Gastronomie kann man seine Trinkflaschen auch an einem der 12 Brunnen auffüllen.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40055-1/IMG_0289.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40057-2/IMG_0289.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Obersteinbach</p>
<p>Falls noch jemand nach einem neuen Familienfahrzeug sucht, dem kann hier ebenfalls geholfen werden.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40060-1/IMG_0288.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40062-2/IMG_0288.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Familienfahrrad</p>
<p>In Obersteinbach verläßt man das Sauertal, um über die Ruine von Wittschlössel, das Soultztal, den Heidenkopf und zahlreiche andere Kuppen nach Niederbronn zu gelangen. In Niederbronn-Les-Bains fällt uns neben seiner keltischen Quelle (welche zum Kurort berechtigt), dem Kasino und einer alten Fabrik natürlich sofort die ansässige Park-Brauerei auf. Ein kleiner Geschmackstest kann vor Weiterfahrt nicht schaden&#8230;<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40215-2/IMG_0285.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40067-3/IMG_0285.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Parkpils</p>
<p>Nach Niederbronn folgt Oberbronn, von der gegenüberliegenden Talseite hat man ein schönes Panorama auf &#8220;das Mutterhaus der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser&#8221; (O-Ton Reiseführer). Oder einfach nur hübsches Dorf mit vielen Fachwerkhäusern&#8230;<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40070-1/Oberbronn.jpg"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40072-2/Oberbronn.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER | Oberbronn Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Oberbronn Panorama</p>
<p>Ab hier sind noch ein paar Täler und Kuppen zu überwinden, ehe es in den letzten Anstieg des Tages nach Lichtenberg geht. Imposant ragen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Lichtenberg_(Elsass)">Burg</a> und Kirchen aus der Landschaft heraus, das Ziel vor Augen lassen sich die steilen Höhenmeter leichter bewältigen.<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40075-1/IMG_0296.JPG"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40077-2/IMG_0296.JPG" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER |  Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Lichtenberg</p>
<p>Bei einigen Isotonischen Getränken und sehr leckeren Gerichten lassen wir den ersten Abend im Hotel Zur Post ausklingen. Der erste Tag war von vielen Wellen im Buntsandstein geprägt. Die Wege waren oftmals vom Sand überspült, ob das bei trockenen Verhältnissen nicht sehr schwer zu fahren sei, wollen wir besser nicht wissen&#8230;<br />
<a href="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40175-1/160609_1_EtappeTMV.jpg"><img class="colorbox-1130"  src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/40177-2/160609_1_EtappeTMV.jpg" title="EISENSCHWEINKADER | Der kleine Peter und die heilige Odilia" alt="EISENSCHWEINKADER | 160609 1 EtappeTMV Der kleine Peter und die heilige Odilia" /></a><br />
Profil Tag 1</p>
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		<item>
		<title>Eine der letzten großen Expeditionen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 21:48:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J-CooP</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorwort: Wie der regelmäßige Besucher dieser Seiten sicher schon festgestellt hat, stagniert die Anzahl aktueller Berichterstattung seit einiger Zeit auf einem unerfreulichen Level. Diese Tatsache liegt unter anderem darin begründet, dass es sich beim ESK nicht, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, um einfache Radfahrer im herkömmlichen Sinne, sondern um eine Gesellschaft handelt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorwort:</p>
<p>Wie der regelmäßige Besucher dieser Seiten sicher schon festgestellt hat, stagniert die Anzahl aktueller Berichterstattung seit einiger Zeit auf einem unerfreulichen Level.<br />
Diese Tatsache liegt unter anderem darin begründet, dass es sich beim ESK nicht, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, um einfache Radfahrer im herkömmlichen Sinne, sondern um eine Gesellschaft handelt, die auch anderen Aufgaben nachzukommen pflegt. Zu diesen Aufgaben zählt unter anderem das studieren historischer Archive, vor allem auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit und zur Richtigstellung falscher Lehrmeinungen.<br />
Das folgende Fundstück stammt aus dem Hochsommer des Jahres 1912 – der Zeit der letzten großen Expeditionen.<br />
<span id="more-1111"></span><br />
Etwa drei Jahre zuvor wollen sowohl ein gewisser Peary, als auch ein Cook, zuerst den Nordpol erreicht haben und im vergangen Winter stand Amundsen als erster Mensch am Südpol. Damit war die Erde erschöpfend erforscht, mag der ungebildete Kleingeist denken – aber weit gefehlt!<br />
In einer öden und menschenleeren Region, dem Süden Brandenburgs, tobte der Kampf um die Tilgung großer weißer Flecken von der Landkarte in unvermindertem Maße weiter. Eine wichtige Schlacht in dessen Verlauf soll im  folgenden geschildert werden.</p>
<p><strong>Mai / Juni 1912</strong><br />
Für die Jahreszeit gab es in Brandenburg ungewöhnlich häufige Niederschläge und selbst aus den südlichsten ständig besiedelten Gebieten wurde gelegentlich Regen gemeldet:<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e01 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39881-1/e01.jpg" title="Regen in Brandenburg" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em> Regen in Brandenburg</em></p>
<p>Im Normalfall wäre es absolut töricht gewesen eine Expedition in den Süden Brandenburgs Mitte Juni zu starten, doch der Leiter der geographischen Gesellschaft des ESK, ein gewisser Stelzenacker, meinte, um später nicht wie Scott als Verlierer da zu stehn, müssten die einmaligen Wetterbedingungen genutzt, und schnellstmöglich eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt werden.<br />
Schnell war die Auswahl auf den erfahrenen Oberst Wilhelm Herking, den kampferprobten, ehemaligen Braumeister Hans Tuchman, den Maschinenschlosser Ulrich Kühn und auf Paul Viktor Stelzenacker selbst gefallen. Bei einem nächtlichen Radausflug verunfallte Tuchman jedoch und fiel aus.<br />
Also beschlossen Herking, Kühn und Stelzenacker sich der Herausforderung als Trio zu stellen und in den frühen Morgenstunden des 20. Juni aufzubrechen.</p>
<p>Die folgenden Zeilen und Bilder entstammen Kühns Reisetagebuch und wurden am 26. Juni in einer regionalen Zeitung abgedruckt.</p>
<p><strong>Tag 1 – 20. Juni 1912</strong><br />
Mit der, in der späten 80er Jahren im Rahmen des Kanonenbahnprojektes eingerichteten, Eisenbahn gelangt mein Kamerad Oberst Herking zum Startpunkt unseres kleinen Abenteuers. Er ist allein angereist, weil wie sich später herausstelle, Stelzenacker nach seiner letzten Reise den Wecker nicht wieder an unsere Zeitzone angepasst hatte. Da die Umstände einen Aufschub nicht zulassen, beschließen wir, trotz mangelnder geographischer Kenntnisse, das Wagnis auf uns zu nehmen und zu zweit zu starten. Die Unterstützung in der ortsansässigen Bevölkerung scheint groß, denn selbst an den Wänden der Gebäude erspähen wir das Kürzel unserer ehrwürdigen Gesellschaft.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e02 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39885-1/e02.jpg" title="Zustimmung" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Zustimmung</em></p>
<p>Wie so oft haben wir uns dazu entschlossen die Weite der märkischen Landschaft mit dem Fahrrad zu ergründen. Herking setzt dabei auf neu entwickelte Reifen der Firma Continental, die auf dem zu erwartenden schwierigen Untergrund besonders gute Arbeit leisten sollen.<br />
Es dauert nicht lange, da haben wir die Siedlung verlassen und sind fortan auf uns selbst gestellt. Noch bieten kleine Seen die Möglichkeit unsere Vorräte in Form von frischem Fisch aufzufüllen, den wir bei Wanderfischern im Tausch gegen eine Flasche billigen Fusels erstehen. Auch die Flora birgt in diesen Breiten noch so manchen Reiz: (Foto mittels digitaler Bildbearbeitung partiell nachcoloriert)<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e03 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39888-1/e03.jpg" title="Farbenpracht" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Farbenpracht</em></p>
<p>Doch der Sand dehnt sich schon bald bis an die Ufer der immer seltener werdenden Wasserstellen aus und in der Mittagshitze gesellt sich zum glühenden Flimmern über der Ebene auch noch ein durch Wassermangel hervorgerufenes Flimmern vor meinen Augen. Wir nutzen den Schatten einer knorrigen Kiefer um eine Rast zu machen und den bisherigen Verlauf unserer Route kartographisch zu skizzieren.<br />
Mit sinkender Sonne steigen wir wieder in den Sattel und setzen unsere Reise fort. Ziel ist der Teufelssee, der nur in feuchten Sommern wie diesem noch einigen Kubikmetern brackigen Wassers seine Bezeichung als See zu verdanken hat. Doch nach den Strapazen des Tages ist uns selbst diese lauwarme Brühe eine wahre Segnung.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e04 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39891-1/e04.jpg" title="Teufelssee" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Teufelssee</em></p>
<p><strong>Tag 2 – 21. Juni 1912</strong><br />
Nach einer, aufgrund der Myriaden von Mücken, durchwachten Nacht besteigen wir noch vor Sonnenaufgang unsere Räder und scherzen, dass wir uns, derart leergesaugt, wenigstens nicht blutig fahren könnten. Die Bäume sind inzwischen fast ausschließlich Gras und Buschland gewichen und so beschließen wir, um bei späteren Expeditionen das Vorwärtskommen zu erleichtern, einfache Wege anzulegen.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e05 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39894-1/e05.jpg" title="Wegebau" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Wegebau</em></p>
<p>Diese Art zu reisen ist kräftezehrend und dörrt unsere Körper aus, bis wir schließlich nur noch einen zähen Schleim in den Mündern haben. Die Reste warmen Wassers in unseren Vorratsbehältern sind mehr warm als Wasser und außerdem trüb und schlammig. Doch unter Einsatz dieser letzten Reserven gelingt es uns aus zwei mitgebrachten Baumstämmen auf einer, die anderen überragenden, Sandkuppe ein Kreuz zu errichten. Der Sandkuppe geben wir aus Spott und Verzweiflung den Namen Weinberg.<br />
Wieder warten wir die Mittagsstunden ab, wobei sich diesmal jeder von uns mit einer Hälfte des Schattens des Querbalkens des zuvor errichteten Kreuzes begnügen muß. Noch bevor wir die Weiterreise antreten, erklimme ich das Kreuz und kann in weiter Ferne einen glitzernden Schimmer  erspähen.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e06 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39897-1/e06.jpg" title="am Kreuz" class="aligncenter colorbox-1111" width="533" height="800" /></p>
<p align=center><em>am Kreuz</em></p>
<p>Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Oase. Auf dem Quellsee schwimmt ein Schwan, den wir uns zum Abendessen braten.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e07 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39900-1/e07.jpg" title="Schwan" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Schwan</em></p>
<p>Zum Nachtisch verlustieren wir uns an den Früchten der prächtig behangenen wilden Kirschbäume.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e08 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39903-1/e08.jpg" title="Kirschen" class="aligncenter colorbox-1111" width="533" height="800" /></p>
<p align=center><em>Kirschen</em></p>
<p><strong>Tag 3 – 22. Juni 1912</strong><br />
Die Nacht in der Oase verlief erholsamer und so fühlen wir uns fit genug den Herausforderungen dieses neuen Tages entgegen zu treten. Mittlerweile prägen hohe Sanddünen das Gelände, die nur auf der dem Wind zugewandten Seite teilweise befahrbar sind.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e10 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39909-1/e10.jpg" title="Düne" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Düne</em></p>
<p>Plötzlich vernehmen wir von der Leeseite einer solchen Dühne den Lärm versterbender Motoren. Und schon im nächsten Augenblick streift ein Flugzeug nur knapp über unsere Köpfe hinweg.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e11 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39912-1/e11.jpg" title="Flieger" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Flieger</em></p>
<p>Eine französiche Expedition hatte versucht uns das Gebiet streitig zu machen, doch wie es scheint, hat der feine Sand dem Motor ihrer Maschine den Garaus gemacht und so zerschellen sie an der folgenden ansteigenden Dünenflanke. Wir denken uns, wer derart unritterlich kämpft, hat es auch nicht verdient ritterlich zu sterben, lassen die toten Franzosen tote Franzosen sein und ziehen weiter unseres Weges. Wobei von Weg eigentlich keine Rede mehr sein kann, denn hinter den Dühnen erstreckt sich ein schier endloses Meer aus mannshohem Steppengras, das sich beim Versuch es zu durchqueren regelrecht verknotet. Doch unter dem ständigen Rezitieren von Sprüchen wie „ Vorwärts immer, Rückwärts nimmer“ und „Wir trampeln durchs Getreide, wir trampeln durch die Saat&#8230;hurra, wir verblöden, für uns bezahlt der Staat!”, sowie einiger Flüche, meisterten wir auch diese Anstrengung.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e12 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39915-1/e12.jpg" title="Steppengras" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Steppengras</em></p>
<p>Mit Einbruch der dritten Nacht finden wir ein geeigentes Lager und nehmen uns vor am folgenden Tag den Rückweg anzutreten.</p>
<p><strong>Tag 4 – 23. Juni 1912</strong><br />
Direkt vor uns liegt ein gewaltiges Massiv aus feinstem Sand rot glühend in der Morgensonne. Der Wind hat zugenommen und kommt aus Nordwesten, also der Richtung in die wir uns bewegen müssen, wenn wir hier nicht verrecken wollen. Aus den kärglichen Resten unserer Vorräte bereiten wir uns ein Frühstück und schlingen es herrunter. Nur schwer können unsere ausgemergelten Körper die Nahrung bei sich behalten, doch wir müssen uns dazu zwingen und notfalls eben nochmals schlucken.<br />
Gleich nach dem Aufbruch erwartet uns loser, knietiefer Sand und Anstiege die jeglichen physikalischen Gesetzen die lange Nase zu zeigen scheinen. Ich mache ein letztes Bild, nehme den Film aus der Kamera und lasse den Ballast zurück.<br />
<img alt="EISENSCHWEINKADER | e13 Eine der letzten großen Expeditionen" src="http://bildarchiv.eisenschweinkader.org/d/39918-1/e13.jpg" title="Sand" class="aligncenter colorbox-1111" width="800" height="533" /></p>
<p align=center><em>Sand</em></p>
<p>In den folgenden Stunden kann Herking den Vorteil seiner Reifen voll ausspielen. Ich hingegen ermatte immer mehr. Doch Herking erweist sich, wie schon so oft, als erstklassiger Kamerad und kundschaftet die besten Routen aus, während ich im Schatten einiger toter Bäume liegend meine letzten Kräfte sammle.<br />
Wie im Traum erscheint es mir als  er gegen Abend meint am Horizont Rauch gesehen zu haben. Und tatsächlich hat am nordwestlichen Fuße des Massivs eine britische Expedition ihr Basislager aufgeschlagen. Im Schatten einiger Kiefern warten wir den Einbruch der Nacht ab und machen uns sodann über ihre Vorräte her, um anschließend gut gestärkt wieder in der Dunkelheit zu verschinden.</p>
<p><strong>Tag 5 – 24. Juni 1912</strong><br />
Wir nähern uns merklich der Zivilisation. Langsam werden aus Pfaden Wege und aus Wegen Straßen. Bereits am Nachmittag erreichen wir unser Ziel wo Stelzenacker schon auf uns wartet. Wir sähen müde aus meint er – wären wohl zeitig aufgestanden.<br />
Doch es gab frisches Bier und Gegrilltes und so war Stelzenackers neckische Bemerkung schnell vergessen und er, der Geograph, darf nun den ganzen Sand in der Karte verzeichnen.</p>
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		<title>Was nach dem Harz kam</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 19:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritzelflitzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Touren]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem uns die Berge des Harzes zeigten, wie unterfordert wir sind, suchten wir nach einer neuen Herausforderung. Im großzügigen, radfahrerfreundlichen Haus Christine, Zimmer Jantje schlugen wir unser Trainingsquartier auf. Wir machten uns am 1. Tag gegen 10:00 Uhr mit den respekteinflößenden Örtlichkeiten vertraut. Wir erkundeten Weg um Weg und jedes Mal, wenn wir die Richtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem uns die Berge des Harzes zeigten, wie unterfordert wir sind, suchten wir nach einer neuen Herausforderung. Im großzügigen, radfahrerfreundlichen Haus Christine, Zimmer  Jantje schlugen wir unser Trainingsquartier auf. <span id="more-1045"></span></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild016.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild016.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>Wir machten uns am 1. Tag gegen 10:00 Uhr mit den respekteinflößenden Örtlichkeiten vertraut. Wir erkundeten Weg um Weg und jedes Mal, wenn wir die Richtung wechselten, taten sich neue Eindrücke auf. </p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild030.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild030.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild031.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild031.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>Das gut ausgebaute Radwegenetz ist an die verschiedenen Niveaustufen sämtlicher Rennradfahrer, Crosser, Mountainbiker und Downhiller angepasst.</p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild032.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild032.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild035.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild035.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild036.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild036.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild020.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild020.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>Wir nutzten natürlich ausschließlich die Wege gehobeneren Niveaus, die uns alles abverlangten. GI-Jane war sogar gezwungen zu schalten. Nachdem wir ¾ der Insel erkundeten, meldete sich der Hunger  es war schließlich schon halb zwölf! Beim Verspeisen regionaler Köstlichkeiten, dargereicht mit friesischem Charme, besprachen wir unser Trainingsprogramm für die nächste Woche. Dabei stellten wir fest, dass uns die örtlichen Gegebenheiten an unsere Leistungsgrenze bringen würden. So beschlossen wir, zunächst unsere Grundfitness durch Ausgleichssportarten zu verbessern. </p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild037.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild037.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>Frühstück, Eisessen schlafen, schminken Aufgrund besonderer Umstände wurde zur Erreichung des Primärtrainingsziels  Verbesserung der Rückenmuskulatur von One  der Trainingsplan verschärft mit Kajakfahren, Wandeln über das Wasser und Wrackwanderung. Das Wrackwandern entpuppte sich als Wüstenmarathon. Als wir uns kurz vor dem Ziel wähnten, teilten uns freundliche und sabbernde Wandersleut mit, dass wir die schon die Hälfte geschafft hätten. Jetzt war unsere Flexibilität gefragt. Also erstellte One eine Prognose und GI-Jane ein Gutachten. Beide kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Wracks langweilig sind und keinen Lerneffekt haben und so eine sofortige Rückkehr notwendig wurde.<br />
Doch genug der Nebenschauplätze, zurück zum Wesentlichen. Es galt, die Fahrtechnik beim Downhill zu verbessern. Dazu war es nötig, die perfekte Downhillstrecke zu finden. Wir kon-taktierten den örtlichen Reiseveranstalter für Fahrradtouristik.</p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild015.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild015.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>Nachdem reichlich Bakschisch floss, empfahl dieser seinen persönlichen Geheimtipp. Als wir vor der furchteinflößenden Downhillstrecke, die Gott sei Dank auch einen Chickenway hatte, standen, entledigten wir uns aller überflüssigen Details wie Bremsen  frei nach dem Motto: Einfach laufen lassen! Inzwischen war es reichlich spät geworden und wir verschoben den Downhill auf den nächsten Tag. Am nächsten Morgen frühstückten wir gut,</p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild018.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild018.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>um optimal für die Bezwingung der Strecke gerüstet zu sein. Nach dreimaliger Inselumrundung waren wir bereit, das Wagnis zu beginnen. Das Sektionstraining konnte beginnen</p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild014.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild014.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p><img class="colorbox-1045"  src="http://www.eisenschweinkader.org/g1/album/album151/Bild009.sized.jpg" alt="EISENSCHWEINKADER | Bild009.sized Was nach dem Harz kam"  title="EISENSCHWEINKADER | Was nach dem Harz kam" /></p>
<p>GI-Jane und One</p>
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