März. Der Winter ist vorbei und nach Wochen ohne sportliche Aktivitäten konnten sich die Kader nicht einigen und so wurden das Feld geteilt. Der Oberst zog mit seinen unerschrockenen Mannen zu später Stunde durchs Unterholz während die Freunde des glatten Geläufs schon kurz nach Sonnenaufgang in Pankow starteten. Für die Fahrer mit Trainingsrückstand wurde ein Treffpunkt in Oranienburg ausgegeben, wohin ein Zug aus Berlin pünktlich kam. Letzte Wolken ließen einige wenige Tropfen fallen, doch im Löwenberger Land herrschte eitel Sonnenschein und die Kumpanei der Schwucken zog laut schwätzend auf menschen- und autoleere Strassen ihre Spur. Getrieben von einem auf den Punkt ausgearbeiteten Strecken- und Zeitplan, der die Befindlichkeiten der Ehefrauen, den Wind in Richtung und Geschwindigkeit und auch das Leistungsvermögen der Mitfahrer berücksichtigte, wurden herrliche Kilometer abgespult. Vom Hohen Timpberg aus wurde der Rand der Erdscheibe gesehen und die Route für die nächste Huschke-Fahrt gedanklich überarbeitet. Doch dies sind alles Nebensächlichkeiten….
Dank des unermüdlichen Einsatzes aller wurde der Getränkeausschank zu einer Zeit erreicht, daß alle sich entspannt setzen konnten, Getränke wurden geordert und fast entwickelte sich eine Unterhaltung, als ein mit den modernsten Kommunikationsgeräten ausgestatteter Athlet ausrief “Um 13:20 ist Massenstart! Wir müssen los.” Schon war die Zurückhaltung einiger Mitfahrer auf dem Stück Lehnitz-Summt erklärt, sie würden jetzt noch ein Rennen fahren. Doch nein, es handelte sich -wie ich auf Nachfrage erfuhr- um die Weltmeisterschaft der schießenden Skiläufer, wovon bewegte Bilder in die heimischen vier Wände übertragen würden. Und so blieb die Rechnung klein und das Weib freute sich über die frühe Heimkehr.





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