Archiv für die 'News' Kategorie

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Interview mit Siggi Staub

IRN Berlin Senftenberg sitzt im PräpelEck. Es ist Sonntagnachmittag, die Sonne brennt heiß. Verschämt betrachtet er die Schweißränder seines nicht mehr ganz sauberen Hemdes, als er im Biergarten eine Gruppe Rennfahrer sieht, unter ihnen auch Siggi Staub. Er traut seinen Augen kaum und sich selbst noch viel weniger. Er vertraut seinem Atem nicht, deshalb lieber noch ein Mampe Halb&Halb. Dann spricht er Staub an.

EISENSCHWEINKADER | Interview mit Siggi Staub 2011 09 04 17 52 56 DSC03602 Interview mit Siggi Staub
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Was für ein Einstand

EISENSCHWEINKADER | Was für ein Einstand icon nride Was für ein Einstand

Gestern ging es ausschließlich innerstädtisch durch Parks und Heiden und ich war überrascht, wie gering der Asphaltanteil ausfiel. Jedenfalls machte sich eine Perlenkette von 10 Fahrern auf die schmalen Trampelpfade (manche sprechen in diesem Zusammenhang von der “Trasse der Alleinstehenden”) von der Rummelsburger Bucht in die Wuhlheide. Ab der Spindlersfelder Brücke wurde das Gelände für mich unbekannt, an Gleisen entlang ging es in die Köllnische Heide. ‘Was für ein Einstand’ weiterlesen …

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Qualitätswege

Feiger Gedanken
Bängliches Schwanken,
Weibisches Zagen,
Ängstliches Klagen
Wendet kein Elend,
Macht dich nicht frei.

Allen Gewalten
Zum Trutz sich erhalten,
Nimmer sich beugen,
Kräftig sich zeigen,
Rufet die Arme
Der Götter herbei!

Endete die Beschreibung Lichtenbergs mit Goethe, so möchte ich die weiteren Ausführungen mit Goethe beginnen. ‘Qualitätswege’ weiterlesen …

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Lichtenberg

Der Wetterbericht verspricht einen Spätsommertag und auch wenn es ein Montag ist, so müßte dieser Tag doch entsprechend genutzt werden können. Da der Aufruf in den Weiten des Netzes vielleicht erst zu spät eventuelle Mitfahrer erreicht, wird noch eine schnelle Telefonkonferenz einberufen. Und siehe da, der Inhaber der Cikago Bude kündigt sich an, unterbreitet auch gleich einen Streckenvorschlag und will für entsprechendes Kartenmaterial sorgen. Er bittet außerdem um eine Verschiebung des Startortes und der Zeit, damit ihm mehr Nachtschlaf zuteil würde. Nun denn, so soll es sein, 9:34 ab Lichtenberg. ‘Lichtenberg’ weiterlesen …

W.v.d.V.G.C 2011

W.v.d.V.G.C 2011: Ich möchte hiermit dem blöden Arsch J-Coop seinen Pokal zum dritten mal überreichen!

Didi A. Senftenberg im PräpelEck

Dienstag. Ein Tag wie jeder andere, ereignislos. Didi A. Senftenberg sitzt im PräpelEck und kann sich nicht entscheiden. Solei oder Boulette? Egal, erstmal ne Molle mit Beifahrer. Einige Zeit und Mollen später geht er aufs Klo. Im Flur hat sich ein Stück Tapete gelöst, die Makulatur kommt zum Vorschein. Elektrisiert bleibt Senftenberg stehen.

“Das nach Wien-Berlin grösste Ereignis auf der Landstrasse brachte der 16. August mit dem Rennen “Rund um Berlin”. Noch nie hatte ein Strassenrennen eine derartig hohe Zahl von Nennungen erfahren, und da sich unter den Gemeldeten alle Fahrer von Namen befanden, war ein scharfes Rennen zu erwarten. Wie bei Wien-Berlin erfolgte auch hier ein gemeinsamer Start, und es war ein imposantes Bild, als sich am Morgen des 16. August 358 Radfahrer in Bewegung setzten.”

Verdammt, genau heute! Wieso bin ich nicht dabei? Und wieso hängt die Zeitung von heute schon jetzt als Makulatur an der Wand? Erstmal aufs Klo.
Zurück und erleichtert riskiert Senftenberg einen Blick und reißt die Tapete noch etwas weiter ab.

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Münsterland

1960 begann Walter Hölscher seine Lehre zum Zweiradmechaniker im ältesten heimischen Zweiradfachgeschäft Karl Reineke.

2011 steht er vor seinem Laden in Ascheberg-Herbern. Ich komme auf meinem Weg nach Münster daran vorbei und sehe die Reklame “Ständig über 500 Räder zur Auswahl”. Also hinein.

Folgendes Gespräch entwickelt sich, als mein Rad am Tresen lehnt und ich mich umsehe. Der Chef hebt mein Rad abschätzend an.
“uuund, alles Kaahbong?”
“Mmmhhhh.”
“uuund alles Uuulteegra?”
“Deswegen steht Dura Ace drauf.”
“Aaaaahhh, entweder Duura Eejs oder Kampanjolo!”

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„Vive La France!“ – Der ESK erweist der Grande Nation die Ehre


13. Juli, Cannes. Wir betrachten erstaunt dekadentes Geschmeiss in teuren Limousinen oder Yachten, welche in der Größe kaum von den Kreuzfahrtschiffen zu unterscheiden sind. Der Himmel verdunkelt sich, es grollen Donner in der Ferne. Über den Bergen dräut Furchtbares. Ein Unwetter lässt uns in Sekunden komplett durchweichen und Straßen im Nichts versinken.

Nein, nicht furchtbares, reinigende Katharsis. Es muss geputzt werden, denn morgen:

14. Juli – Nationalfeiertag; Grasse; 0600 Uhr Aufstehen!

EISENSCHWEINKADER | „Vive La France!“   Der ESK erweist der Grande Nation die Ehre 2011 07 14 11 36 09 100 300x218 „Vive La France!“   Der ESK erweist der Grande Nation die Ehre

Um sieben Uhr rasten Schuhe in Pedale und es geht in die Berge. Berge! Naja, die Alpes Maritimes, besseres Mittelgebirge. Aber immer schön von Meereshöhe aufwärts. Mit dem Grenouille im Kopf erklimme ich die steilen Straßen von Grasse in Richtung Himmel, immer Enfleurage, Mazerazion und solch Zeug in den Gedanken. Der Gallier in Gestalt von Gendarmen richtet die Stadt mit Flaggen und Blumenschmuck her, aber irgendetwas fehlt. Ahja, die Trillerpfeife! Louis de Funès als Polizist hatte immer eine solche im Munde und wies damit delinquente Personen zurecht. Heutzutage wird aber alles in Ruhe und Gelassenheit geregelt.
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Ich gegen die Bahn

“Willst Du nicht mitkommen zum Baden?” fragte mein Weib.
“Och nö, laß mal, ich setz mich lieber aufs Rad. Vielleicht komm ich an einem See vorbei und springe da rein.”
“Aber es wäre sehr schön, wenn wir mal wieder zusammen etwas Zeit verbringen würden…”
Diese Sätze fallen am frühen Mittwochnachmittag, der für die nächste Zeit letzte heiße Tag. Ich muß noch eine zwei Sachen erledigen und als ich wieder nach Hause komme, ist die Familie schon weg. Die S-Bahn würde um 12 abfahren, mit Umsteigen ist die Ankunft für 46 in Wandlitz geplant. Ob ich die Familie überraschen könnte? ‘Ich gegen die Bahn’ weiterlesen …

Von Tanke zu Tanke 2

Wer hätte das gedacht? Gestern gab es gerade mal die zweite Auflage des Paarzeitfahrens von Tanke zu Tanke, und schon ist dieses Sportereignis eine Institution! Die ursprüngliche Idee von TwoBeers, dem Zeitfahrtier schlechthin, fruchtete ja schon im vergangenen Jahr und sorgte für eine solide Basis, um ein weiteres Großereignis des ESK zu etablieren. Der Abend war rundum gelungen: Das Organisationskomitee perfekt besetzt und zahlenmäßig ideal aufgestellt, Kaltgetränke direkt am Start/Ziel-Bereich, feinstes Rennwetter und eine beinahe leere . Ich möchte nun als Teil des Siegerteams gern ein paar Impressionen aus meiner eigenen Wahrnehmung heraus – sofern überhaupt vorhanden – preisgeben.

Überpünktliches Erscheinen sollte mir die Möglichkeit geben, mich mit der Strecke und meinen verkümmerten Gliedmaßen vertraut zu machen. Radfahren kenne ich seit Monaten nur von der regelmäßigen Fahrt zum Bäcker und von 3 mordsanstrengenden Touren beim Harzsturm. Hinzu kommt, daß ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung Husten fragte, ob er nicht mit mir ein Team bilden wolle. Er sagte natürlich ja! Kurze Zeit später sah ich Husten bei einem Kriterium in Lichterfelde und muß gestehen, bereits dort nach Ausreden gesucht zu haben, warum ich leider absagen muß. Scheiße, sah der Mann schnell aus! ‘Von Tanke zu Tanke 2′ weiterlesen …

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Das war der Frankensturm 2011

Der erste Fahrer macht eine knappe Handbewegung nach rechts, biegt vom Kiesweg ab und verschwindet zwischen Brennnesseln und Sträuchern. Die folgenden Radler schalten und drücken nach. Auf einem trockenen Trail geht es abwärts, klappernde Ketten,verbrannte Bremsbeläge. Hinter einer Kurve plötzlich wieder Steigung, krachende Gangwechsel, mit Druck über Wurzelbollwerke. Stollen krallen sich in glatte Steine und loses Holz. Links rechts links um ein paar Findlinge gezirkelt, kurz in die Abfahrt beschleunigt, mit 120 Umdrehungen in den nächsten Anstieg. Dann am Rand eines Abgrundes balancierend durch trockenes Gras, Schotterabfahrt, über die Schienen, ein kurzes Stück Straße und ab auf die Wiese. Ein Helles, eine Dusche und dann zu Tisch! Sterneküche für müde Recken. Eine Runde Huckepack mit dem Nachwuchs, dann ab ans Lagerfeuer. Das Leben ist schön!

[23.6.] Paartanz zu Fronleichnam

EISENSCHWEINKADER | [23.6.] Paartanz zu Fronleichnam lapalma bdc024 [23.6.] Paartanz zu Fronleichnam

Und so ergeht der Erlass von Urban IV:

Daher tun Wir Euch kund und ermahnen Euch im Namen des Herrn und durch diese apostolische Anordnung, wir befehlen Euch kraft des heiligen Gehorsams und schärfen Euch ein, alle Jahre am fünften oben benannten Wochentag ein so herrliches Fest in allen Kirchen und Orten Eures Bistums feiern zu lassen. Weiter befehlen Wir Euch, Eure Untergebenen durch Euch und andere zu ermahnen, sich Sonntags vorher durch eine vollkommene und aufrichtige Beichte, durch Almosen, Gebete und andere gute Werke, welche an diesem Tage des allerheiligsten Sakramentes Gott wohlgefällig sind, sich so vorzubereiten, daß sie dasselbe mit Ehrfurcht genießen, und dadurch eine neue Vermehrung der Gnade erlangen können. ‘[23.6.] Paartanz zu Fronleichnam’ weiterlesen …

Kuchenrunde oder auf ein Bier nach Fojtovice

Legendär sind mittlerweile die Kuchenrunden von Acke. Kurz auf dem Rad sitzen, nicht transpirieren und dann gemütlich im oder noch besser vor dem Café in der Sonne sitzen und Kuchen essen. Das will ich auch mal, einzig die Handwerkskunst der Berliner Bäcker wirkt abschreckend.

Da kommt eine Einladung vom Mitstreiter, er wolle uns mal seine sächsische Heimat zeigen. Morgens Männer und Räder ins Auto, nach Dresden, ausladen und los. Abends zurück. An einem Mittwoch. Und so trafen wir uns gestern um 6:30 am Treptower Park und verpackten die Räder. 3 passten in den Kofferraum, mit viel quetschen hätte vielleicht auch das vierte noch reingepasst, doch so kam meins (weil am größten) an die Heckklappe. Wir fuhren in die Sonne und um 9:00 saßen wir in Dresden auf den Rädern. ‘Kuchenrunde oder auf ein Bier nach Fojtovice’ weiterlesen …

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Klimawandel

Donnerstag, 12. Mai. Der Wetterbericht kündigt eine leichte Abkühlung an, die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage sollen nicht mehr ganz erreicht werden.

8:47 Bismarckstrasse. Vor mir fährt ein Herr im Anzug auf einem klassischen Herrenfahrrad. Seine Reifen machen komische Geräusche. An der Ampel kann ich es erkennen. Er hat Spikereifen aufgezogen. Darauf angesprochen sagt er, daß er hoffentlich am Wochenende dazu kommt, diese gegen Sommerschlappen zu tauschen. Wenn das mal nicht zu spät ist….

La Primavera

Da die Schönheit der Strecke von Oranienburg nach Usedom bekannt ist genauso wie die grandiose Stimmung bei Sonnenaufgang, möchte ich nur kurz von den Besonderheiten der diesjährigen Frühjahrsausfahrt berichten.  Wackelkandidat Bo möchte uns nichtmal ein Stück begleiten, Acke wird von einem Arzt knapp das Leben gerettet. Dann wäre da ein Staubi in der Bahn, der zwar unter Verstopfung leidet, jedoch friedlich mit dem Bahnpersonal umgeht. Da ist außerdem der mit einem gelben Kopftuch gekleidete Icke, der, würde sein Rad in den Proportionen angepaßt, wie Pantani aussehen würde. Und da ist außerdem zum ersten Mal Konnie, der sich noch nie auf eine solch lange Strecke gewagt hat. Er ist bekannt vom KSGC, wo er unerschrocken trotz eisiger Temperaturen halbnackt antritt. Beinlinge trug er diesmal, doch auf Handschuhe vezichtete er, zeigte doch sein Potsdamer Außenthermometer satte 10°C über Null. Nun ja, in Oranienburg und der Umgebung war Reif auf den Feldern und die Sonne sollte erst später an Kraft gewinnen. So steckte Konnie während der Fahrt teilweise die Hände in die Achselhöhlen, trotzdem wollte er am liebsten vor Schmerz schreien. Er bekam dann ein Paar Handschuhe geliehen.
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Die Radsportlerin – begehrt, geliebt, vergöttert

Als ich neulich früh zur Arbeit radelte, führte mich eine Lichtzeichenanlage mit einem sehr seltenen Gespann zusammen – zwei Radrennfahrerinnen in voller Montur, knackiger Erscheinung und auf echten Rennrädern, nix mit pink, keine Gummiente als Hupe, kein Lenkerkörbchen, nur ehrlicher Schweiß, Apfelpopo und Klickpedale. Paralysiert starrte ich ihnen nach, bis sie um eine Biegung verschwunden waren, wischte den Speichel von meinem Schlips und plötzlich wurde mir klar, dass ich das letzte Einhorn gesehen hatte, den weißen Wal, ich spiele jetzt in einer Liga mit den Menschen, die den Mond betreten haben- es gibt nur sehr wenige von uns.

Denn normalerweise geht Radsport damit einher, ein Scrotum zu tragen, das sich prima prellen und abquetschen lässt.

Der gemeine Radsportler ist also männlich und daher vor allem von Männern umgeben. Entsprechend verhält er sich auch:

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Buchtipp

Vor einigen Wochen erreichte mich die Frage von Janibal, ob er meine Ausführungen zu Hamburg-Berlin verwenden dürfe. Wofür? “Ich möchte die Erlebnisse des Jahres niederschreiben.”

Und vorgestern erreichte mich ein druckfrisches Exemplar. Überarbeitete Forumsbeiträge bilden das Gerüst, allesamt lesenswert. Und mal Radsport aus der Sicht eines Menschen, der nicht auf dem Podium steht, aber in einem Jahr Ablaß suchte in Santiago de Compostella, nach dem Rennen in Göttingen noch nach Hamburg mit dem Rad fuhr, die Tour transalp überstand, Tour of Wessex etc. und das Jahr mit Störtebeker-Rennen in Berlin beschließt, sollte dieses Buch dringend mal lesen. Eine Liebe zu den überschwänglichen Texten früherer Expeditionen auf unserer Seite ist nicht zu überlesen.

Bilder sind auch drin, leider nicht in Farbe z.B. auch dieses:

EISENSCHWEINKADER | Buchtipp  Buchtipp

Zu finden ist das Buch hier:
Meilensteine der Radsportgeschichte 2010: janibals, der über die Alpen kommt

Meine erste Prüfung

Kurz nachdem im letzten Oktober die Schmerzen und die Kälte meinen Körper nach der überstandenen Fahrt von Hamburg nach Berlin verließen (siehe “Twobeers kaputt”) kam mir die Idee, meine Form über den Winter so zu halten, daß ich im Frühjahr bzw. am vorletzten Tag des kalendarischen Winters  unbeschadet  200km  würde fahren können.  Dafür würde sich der erste Brevet des ARA Berlin/Brandenburg anbieten,  die erste Prüfung für Paris-Brest-Paris in diesem Jahr. Leider machte mir mein Körper einen Strich durch die Rechnung und zwang mich zu längerer Bewegungslosigkeit, weswegen Notfallpläne erstellt werden mußten. Die Strecke führte von Moabit über Stahnsdorf, Zauchwitz, Luckenwalde nach Golßen und von dort über Halbe, Wünsdorf und Trebbin wieder nach Moabit. Leider fahren derzeit keine Züge auf der Strecke Lübben-Berlin, so daß die Ausstiegsmöglichkeiten begrenzt waren und auf jeden Fall 150km fällig wären.
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FeH1N1

In der heutigen Zeit in der jede Gattung seinen eigenen Grippestamm hat, kann sich selbst das gemeine Eisenschwein nicht davor verschliesen. Ritzelflitzer hat aus dem Kindergarten oder einer verseuchten U-Bahn-Griffhaltestange einen Erreger aufgewischt, der im Körper zu FeH1N1 mutierte – kurz Eisenschweingrippe.
Die allgemeinen Begleiterscheinungen wie Fieber, Schwindelgefühl und Schüttelfrost sind noch harmlos im Vergleich zum eklatanten Gewichtsverlust von 6kg.
Zur Zeit wird versucht mit Vitaminspritzen und Fressen vor dem Fernseher dem körperlichen Verfall entgegengewirkt. Der geistige Verfall wird durch Lesen verlangsamt, aber durch das Hartz4-Fernsehen leider wieder beschleunigt. Frau und Kind sind ausqartiert und der soziale Verfall ist unaufhaltsam.

Rinjehaun.

[8.2.] Anweizen

Schon für den heutigen Tag waren wärmende Sonnenstrahlen und lauer Wind angekündigt. Doch ich absolvierte die Krankengymnastik unter dichter Wolkendecke. Doch just als ich am Bahnhof Grunewald vorbeikam, lugte die Sonne hervor. Also gönnte ich mir ein erstes kleines Pils unter freiem Himmel. Doch morgen, ja morgen soll es soweit sein: blauer Himmel!

Also werde ich um 12:00 am Auerbachtunnel sein, dann ein wenig die Füße kreisen lassen und um 14:30 bin ich am Sing-und-schwing-das-Bein-Platz und werde das erst Weizen der Saison durch die staubige Kehle rinnen lassen.

Kommt jemand mit?

Twobeers

KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11

EISENSCHWEINKADER | KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11 icon ksgc KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11Über dem Sund zu Schønholz liegt Totenstille, beinahe beklemmend. Das dicke Eis, bereits Monate alt, hält den ersten dünnen Sonnenstrahlen noch stand. Doch diese erdrückende Ruhe verheißt nichts Gutes. Die Fischer sagen, ein Geisterschiff werde kommen, am 12. Tag des letzten Wintermonats. Klaus Störtebekers Geist allein führe das unheimliche Schiff hierher. Ein alter Mann, den sie hier den blinden Sventje nennen, sagt mit zitternder Stimme: “Nur die Tapfersten und Mutigsten, sie werden mit dem Leben davonkommen. Alle anderen wird Störtebeker mit auf seine Reise nehmen, auf daß sich sein Fahrwasser rot färbe!” Für all die, die es verstehen, das Schwert geschickt zu führen, soll 13 Glockenschläge nach Mitternacht die große Schlächterei beginnen.

Treff:
12:30 Schönholzer Heide, alte Steintreppe am östlichen Ende.

Wichtig:
Wir haben mindestens 20 Plätze in einer Schenke direkt in der Heide reserviert und werden die Siegerehrung unmittelbar im Anschluß an das Rennen dort abhalten. Also bringt ein wenig mehr Zeit, Hunger und Durst mit!
EISENSCHWEINKADER | KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11 20081206 d300 lr 0127 7155 KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11

EISENSCHWEINKADER | KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11 icon ksgc KSGC 2010/11 – Das Finale am 12.02.11ACHTUNG: Der Tiergarten

Mit letzter Kraft schreibe ich diese Zeilen: mein Schiff ist mit dem Packeis abgedriftet. Irgendwo in den vereisten Mangrovenwälden einer mir unbekannten Gegend bersten die Planken. Wir werden unser Ziel am Plänterwald nicht mehr erreichen. Nach meinen letzten Aufzeichnungen sind wir an einer Brücke zwischen einer Siegessäule und einer Spielbank festgefroren. Rettet Mich!

Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?

Erst ein Rennen konnte Jcoop in dieser Saison gewinnen, beim letzten Aufeinandertreffen zog er sich gar auf den Posten des Bilddukomentaristen zurück. Der Grund dafür ist nicht leicht zu finden: ist er einfach des Siegens müde. Oder verträgt er das kalte Siegerbier nicht mehr? Muß er dann nachts zu oft raus? Nur in zwei Jahren hat er den Gesamtsieg nicht geholt. Und noch ist alles möglich, eine hinreichend große Anzahl von Startern vorausgesetzt.

Gewohnt sind wir solche Szenen:

EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?  Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?  Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch? d70 00 0105 7724 01 Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch? d70 00 0091 7352 01 Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?  Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?  Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?

Oder taucht der ähnlich trinkfeste Volle wieder auf?

EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch? d70 00 0085 6727 01 Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?  Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch? 20081206 d300 lr 0127 7235 Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?EISENSCHWEINKADER | Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch? 20081122 d300 lr 0124 6561 Bruder Jacob, Bruder Jacob, schläfst Du noch?

Es bleibt spannend bis Samstag, 12.2. um 13:00.

Twobeers

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Der Fehdehandschuh

In loser Folge soll auf die kommenden Ereignisse eingestimmt werden.

EISENSCHWEINKADER | Der Fehdehandschuh 604819 Der Fehdehandschuh

Fehdehandschuh

Im allgemeinen war es üblich, einen leichten Handschuh aus Seide oder zartem Ziegenleder zu benutzen, um einen Ehrenhandel mit einem sanften Schlag ins Gesicht zu beginnen. Doch diesmal ging Siggi Staub in die hinterste Ecke der Waffenkammer und drosch zu mit allem was er hatte.

“Rob Du Pisser,
1,5 Punkte bis aufs Podium! Gratuliere, aber alles weitere kannst Du vergessen…
S. Staub”

Die Vorlage saß! Kurze Bedenkzeit. Dann parierte Stelzenacker:

“staub du hund, da du nun den handschuh aufgehoben hast, kannst du ihn auch gleich fressen: eat my shorts! die zwei runden fahre ich in der schönholzer heide einbeinig auf dich raus.”

Seitdem ist nichts mehr, wie es war. Stelzenacker baut an einem leichtgängigen Geländerad, will den Sieg allerdings auf gewohntem Material herausfahren. Staub dagegen schlägt sich listig in die Gunst des Veranstalters und will mit viel Training und Streckenkenntnis Vorteile erkaufen.

Es bleibt spannend. Gefangene werden auf jeden Fall nicht gemacht und mit Mitleid kann auch nicht gerechnet werden.

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Kleingartenkolonievereinsheim “Alte Baumschule”

Nachdem ich zuvor lauttönende Zeilen über die Öffnungszeiten von Kleingartenkolonieschänken geschrieben habe, wollte ich mich am letzten Sonntag von deren Richtigkeit überzeugen. Also die kleinste Frucht meiner Lenden dick angezogen, den Kinderwagen als Rollator benutzt und los zu einem schönen Spaziergang. Und was müssen meine noch fiebergeröteten Augen sehen? Eine geschlossene Pforte, runtergelassene Rolläden, kein Rauch am Schornstein. Eine kleine Zeile unter der ausgehängten Getränkekarte verweist auf den Inhaber und seine Telefonnummer. Wäre ich ein neumodischer Geck, ein gefragter Herztransplanteur oder irgendwie wichtig, hätte ich ein mobiles Telefon dabei und könnte diese Nummer wählen. Wäre ich auf jeden Unbill dieser Welt irgendwie vorbereitet, hätte ich viel sinnlosen Ballast in meinen Taschen und sicher auch einen Stift. Doch auch daran mangelts. Was also tun? 3 Sekunden auf die 11 Ziffern gestarrt, noch zweimal memoriert, fertig. Leider vergass ich im folgenden die Nummer anzurufen.

Gestern begegnete mir eine Pankower Radsportlegende, gerade zurück aus südlichen Gefilden, gebräunt, gestählt und mit dem Auftrag meiner Frau versehen, er solle mich für einige Zeit in ein Café ausführen. Dort frönten wir dem heiteren Plausch und kamen so auch auf das Rennen am 12.2. und die Einkehr danach. Und schwupps zog der hypermoderne Vertreter der Technologiegläubigkeit seine Kommunikationszentrale und ich sprach die zwei Tage zuvor gelesene Ziffernfolge in seine tippenden Finger. Besetzt. Minuten später ein Anruf von der gerade gewählten Nummer. Und es ist der Wirt!

Er öffnet erst wieder im März, wenn die ersten Kleingärtner mit dem Frühjahrsputz anfangen.

Ich schlage ihm vor, daß am 12.2. eine Horde verdreckter aber dafür geruchsintensiver Trinker vorbeikäme. Sofort ist er Feuer und Flamme, fragt, was wir bräuchten und freut sich auf uns. Und ich freu mich auch.

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KSGC 2010/2011 – Der 3. Streich

Ganz Deutschland liegt unter einer dicken Schneedecke, ich auf dem Krankenlager. Doch nach Wochen der Starre zieht laue Luft von Südwest heran und belebt die Geister. Nachdem in der Vergangenheit viele Schlachten geschlagen wurden, von denen es hieß, es wäre die härteste seit Menschengedenken/ Beginn der Aufzeichnungen/ aller Zeiten gewesen, sollte gestern ein weiteres Heldenepos geschrieben werden. ‘KSGC 2010/2011 – Der 3. Streich’ weiterlesen …