Manche Tage sind nicht so gut….

5:00, der Wecker klingelt, beschwingt verlasse ich das Bett und freue mich auf einen Arbeitstag, der mich hoffentlich schnell zu einer sonnigen Feierabendrunde entläßt.

5:25, ich setze mich auf das Rad und bemerke ungewohntes, der hintere Reifen ist platt. Ist der gestern geflickte Schlauch also doch nicht richtig dicht, nicht weiter schlimm, nehme ich ein anderes Rad. Ab in den Keller, das Geländerad genommen, fahr ich heute nachmittag eben etwas im Grunewald. Auch bei diesem Rad ist etwas wenig Luft, normal bei Latexschläuchen. Ein paar hundert Meter bis zur Tankstelle, der Kompressor macht seinen Job, ich rolle zufrieden Richtung Werkbank.

5:50, ich werde durch einen lauten Knall aus meiner morgendlichen Meditation gerissen, gleichzeitig fängt das Hinterrad an zu poltern. Nicht weiter schlimm, das Hinterrad ausgebaut, ein Griff unter den Sattel, wo der Ersatzschlauch lagert. Lagern müßte, denn die Tasche mit dem Ersatzschlauch hängt am anderen Sattel (Ich wechsele Sattel und -stütze, wenn ich, wie vorgestern, mit Kinderanhänger unterwegs bin). Nicht weiter schlimm, denke ich, kaufst du in der Mittagspause bei der Fahrradapotheke um die Ecke eben einen überteuerten Schlauch und hast noch einen schönen Nachmittag.

6:05, ich erreiche schiebend den Berliner Hauptbahnhof, schlängele mich durch die umliegenden Baustellen, kaufe Tickets für mich und das Rad. In der nur 2 oder 3 Minuten verspäteten Bahn habe ich die Muße, das Hinterrad genauer in Augenschein zu nehmen. Der Mantel hat einen langen Schlitz an der Flanke, da hilft ein neuer Schlauch auch nicht weiter….

Insgesamt kein schöner Morgen, doch bin ich froh, nicht mit zerfetztem Reifen bei einem Nightride im Wald verscharrt zu werden.

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