Sommer am Westwall – ein Reisebericht aus der Nordeifel

Tag 2
Nach ausreichendem Frühstück verabschiede ich mich von Schmidt (der Ort heißt wirklich so). Nach Kommerscheidt verlasse ich die offene Hochfläche und tauche ins dunkle Kalltal ein.
Route 66

Warum der Bach Kall heißt und mit dem Örtchen Kall in keinster Weise in Berührung kommt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Egal, es ist einfach schön hier und über Simonskall gehts immer traillastiger Flussaufwärts.
Entlang der Kall

Nach der romantischen Kalltalsperre führt mein Weg hoch auf die Monschauer Hochfläche.
Kalltalsperre

Über Simmerath gehts bei sengender Hitze in der offenen Landschaft nach Eicherscheid. Zwei wunderbare Naturdenkmäler in Form von riesigen Linden verschönern das Dorfantlitz.
Dorflinde in voller Bracht

Die Gegend hier ist geschichtsträchtig, ständig trifft man auf Zeugnisse irgendwelcher Weltkriege. Einmal stehe ich ganz plötzlich vor dem Westwall.
Westwall

Hundert Höhenmeter tiefer treffe ich auf die Belgenbacher Mühle, entlang des Belgenbachs gelange ich wieder zur Rur. Langsam wird es Zeit für eine Mittagspause. Das Waldmuseum Kohlenmeiler/Sägemühle bietet leider nichts, wahrscheinlich ist hier Mittwoch Ruhetag, und ich muss weiter rauf.
Trail am Bach

In Rohren an der Grotte kehre ich erstmal ein und gönne mir eine große Apfelschorle. Hier finde ich den Einstieg in den Heckenweg, meterhohe Hecken bestehend aus Rotbuchen schützen die Häuser gegen strenge Westwinde.
Heckenschutz

In Höfen verlasse ich das Heckenland und rolle runter zur Perlebachtalsperre. Am Fürtsbach entlang fahre ich zu den Narzissenwiesen. Einfach richtig schön hier, ziemlich einsam geht es wieder in die Kernzone des Nationalparks. Warum der Weg im Doppeskaul für Radler gesperrt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Lässt sich auf jeden Fall schön fahren.
Narzissenwiesen

So langsam wird es Zeit sich nach einem Nachtquartier umzusehen. Aber zunächst geht es wieder nur bergauf, Am Parkplatz Wahlerscheid erreiche ich den höchsten Punkt meiner Tour auf fast 630m ü. NN. Eine rasante Abfahrt lässt mich 150 Höhenmeter tiefer auf die Oleftalsperre treffen.
Oleftalsperre

Entlang ihres Nordufers fahre ich die letzten Kilometer nach Hellenthal. Irgendwie hatte ich mir von dem Örtchen mehr erhofft, aber alles ziemlich spießig angegraut. Als einzige Gaststätte empfiehlt man mir den Griechen im Keller der Sporthalle. Nö, dann ziehe ich das Tagesgericht im Hotel vor.
Hotel Berghof

Fleisch an Knochen mit Dosenbeilage, naja, dass war kein kulinarisches Highlight. Wehmütig denke ich an den gestrigen Abend bei Hamid. Dabei könnte man aus der tollen Lage doch so viel machen. Nach dem Gute-Nacht-Schoppen falle ich bald in den Schlaf, der heutige Tag war bei der Hitze trotz der geringen Kilometeranzahl ziemlich anstrengend.
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