Die 12 Stunden von Külsheim – ESK-Außenposten beim Mannschaftstanz

Tom im Ziel
Das 12-Stunden Rennen von Külsheim ist ein MTB-Event für Groß und klein am dritten Wochenende im Juli. Die Regeln sind einfach, ein bis vier Personen gehen an den Start und versuchen möglichst viele Runden in zwölf Stunden zu absolvieren. Pro Team darf immer nur einer auf die Strecke, Transponderübergabe in der Wechselzone im Start- und Zielbereich. Die Strecke hat ca. 150 Höhenmeter auf 10km Länge und führt größtenteils durch der ehemaligen Truppenübungsplatz der Bundeswehr.
Für die Eisenschweinfraktion gehen Mischiflix, Tom:-) und Darkdesigner an den Start.

Bei in diesem Sommer fast traumhaftem Wetter geht es Samstags Morgens um 900 an der Start im nordöstlichen Zipfel Baden-Württembergs. Als erster darf ich den Rundkurs absolvieren, der Stau in den hinteren Reihen kommt mir entgegen, alles dauert ein wenig länger. Dementsprechend benötige ich über 34 Minuten für die erste Runde, unser Plan auf 24 Runden zu kommen geht dahin. Als zweiter ist niemand anderes, als unser Langstreckenspezialist Muschifix am Start. Dritter Fahrer ist Tom, unser Lokalmatador, er kennt so gut wie jeden hier sowie deren Eltern, Kinder, Geschwister und sonstige Verwandten. Dank ihm haben wir einen Spitzenplatz mit unserem Teamzelt. Wir sind direkt gegenüber der Wechselzone und haben über die gesamte Dauer einen guten Überblick über das Geschehen.

Lokalmatador Tom
Lokalmatador Tom im feinen Gewand

Überhaupt ist die Veranstaltung ein großes Lob wert. Liebevoll engagieren sich viele Einheimische aus allen möglichen Vereinen und Firmen für das Rennen. Den ganzen Tag über werden die Teilnehmer mit allem versorgt, was das Herz begehrt. Es werden belegte Brote gereicht, immer wieder neue Kuchensorten kredenzt, zur Mittagszeit gibt es eine ordentliche Portion Nudeln, und und und…
Selbst entlang der Strecke wird an neuralgischen Punkten den ganzen Tag über Stimmung gemacht. Und die machen das freiwillig, ganz ohne Geld! Wer keine Lust hat auf die großen, meist überlaufenen Veranstaltungen, dem sei das 12h-Rennen in Külsheim wärmstens empfohlen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Teams haben wir unseren Transponder in einer leeren Trinkflasche untergebracht. Das erspart uns das lästige Wechseln am Fußgelenk und einige Sekunden pro Runde. Auch Muschi, unser dritter im Bunde, gibt alles und fährt wie Tom Zeiten knapp unter 30 Minuten. Ich bekomme unter 31min leider nichts zu Stande und wir konzentrieren uns auf unser neues Ziel 23 Runden zu absolvieren.

Übergabe unseres Staffelstabes
Wechselzone

Mit jeder gefahrenen Runde wird die Fahrtechnik besser, dafür die Kondition schlechter. Der Kurs hat es konditionell in sich, gleich nach dem Start geht es eine maximal fiese Rampe mit über 20% hoch. Ich bewältige diese laufend, die gesparte Kraft braucht man noch später. Anschließend führt ein schmaler Singletrail immer bergauf entlang des Zauns der ehemaligen Kaserne. Endlich oben kann man etwas verschnaufen und die Schotterpiste auf dem großen Blatt drücken, bevor es auf einen teilweise verwurzelten Stück wieder bergab geht. Eine langgezogene schnelle Rechtskurve auf Schotter, scharf links, lang rechts und wieder kurz steil bergab bevor nach einem sehr schnellen Wiesenstück der anstrengenste Uphill wartet. Oben angekommen fast das gleiche Spiel wie nach dem Starthügel, verschnaufen, schnelle Schotterpiste und wieder steil runter. Ein stetiges auf und ab bei wechselndem Untergrund und technischen Anforderungen. Ein Highlight sind die Panzerhügel mit riesigen Pfützen dazwischen. Hier kann man jede Menge Spaß haben und ordentlich was für die Galerie zeigen, siehe unten.

Muschifix in Action
Abschlusssprung am Ende der Panzerhügel – Muschi in Action

Als am Ende meiner sechsten Runde das traditionelle Sommergewitter einsetzt, ahne ich böses. Zum Glück sind jetzt erstmal die anderen beiden dran, denke ich mir so und schaue respektvoll meiner nächsten Runde entgegen. Während teilweise kaum Wasser an den Boden zu gelangen scheint, verwandeln sich andere Streckenteile in tiefes Geläuf. Kein Zuckerschlecken und ziemlich kraftraubend gestalten sich nach dem ersten Schauer die weiteren Kilometer. Aber es geht ja allen so. Schon komisch, aber als Tom übernimmt, scheint wieder die Sonne. Beim zweiten Schauer, nicht ganz so heftig wie der erste, trifft es erneut Muschifix. Gerade auf der Strecke, prasselt es von oben herab. Tom und ich sitzen im trockenen in unserem Zelt und schauen den armen Teufeln da draußen auf der Strecke zu. Mittlerweile liegen die Rundenzeiten weit über 30min und auch eine 23. Runde scheint in weite Ferne zu rücken. Macht aber gar nichts beschließen Tom und ich, Muschi als jüngster hat am Schluss 8 Runden, wir anderen beiden 7 Runden gefahren. In der Gesamtwertung liegen wir am Ende auf Platz 49 von 161 Teams, Platz 10 in der Dreier-Wertung. Gemütlich lassen wir den Abend im mittlerweile verdammt kühlen Külsheim ausklingen, 8°C an einem Juli-Abend, Sommer 2012 – verpiss Dich!

Vielen Dank allen Külsheimern für die schöne Veranstaltung und große Gastfreundschaft!!!

Alles im Griff - Mischiflix und Darkdesigner
Uns gehts gut hier!

Weitere Bilder gibts hier

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10 Antworten auf “Die 12 Stunden von Külsheim – ESK-Außenposten beim Mannschaftstanz”


  • jawoll, hat wieder spaß gemacht!
    Danke für den Bericht!

  • Danke Euch beiden für das Wochenende. Ohne ein Rennen konnte das Jahr auch nicht zu Endebgehen. Die Stimmung war echt toll und das Essen über den Tag auch wirklich lecker (Schalzstullen). Danle auch für den Bericht, er spiegeld die Stimmung sehr gut wiedee.
    Gruß

  • Hui, ich hatte wohl leicht einen sitzen :-)

  • Jetzt erst gesehen, was Ihr da während meines wohlverdienten Urlaubs zu knechten hattet. Klingt heftig, aber sieht geil aus. Vor allem Muschis Posersprung!

    So Teamevents kann es gar nicht genug geben.

  • große klasse, jungs. das sieht nach viel spass aus. so ein teamrennen wäre auch mal was für mich.

  • Fein gemacht, und genau das Richtige um die Existenz des ESK in die weite Welt hinauszutragen. Musste ich doch in der letzten Zeit vermehrt verwunderte Kommentare
    über ‚originelle‘ Teamnamen vernehmen. Hallo?!
    So braucht es um so mehr große Geschichten von Blut und Schweiß von den dreckigen Pisten der Welt.

  • Schöne Aktion, feiner Bericht und …. Muschi lebt! Auch eine schöne Nachricht.

  • Oh Mischi lebt, bzw. fährt mal wieder Rad. Irgendwie sind dieses Jahr einige ehemalige Turbobienen aufgewacht.

    Aber warum ist er nur auf dem einen Foto zu sehen, gabs nur eine Runde? :P

    Ich hoffe man sieht dich irgendwann mal wieder auf dem Rad… also jetzt so real nicht nachträglich im ESK-Bericht!

    :winken:
    Thomas

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