IRN exklusiv – Sportvergehen im ESK / skandalöses Eilurteil des CAS

IRN Berlin exklusiv.

Wie uns in den letzten Tagen bekannt wurde, kam es bei der traditionellen Bestimmung des ESK-Kohlkönigs 2012 zu einem eklatanten Betrugsversuch eines Teilnehmers.

Der bekannte ESK-Grande Rifli wurde von Wettkampfteilnehmern dabei beobachtet, wie er sich beim traditionellen Eingangswiegen vor dem Kohlverzehr, Barfuß und nur spärlich in dünner Seide gekleidet, auf die geeichte Präzisionswaage stellte.

Nach dem festlichen Gelage stieg, der bisher als Ehrenmann bekannte, Ritzelflitzer aber in umfangreicher Winterbekleidung auf die Waage. An den Füßen wurden Filzstiefel aus den Depots der aufgelösten NVA gesehen. Manche Beobachter sprechen sogar von einem im Tauchsport üblichen Bleigurt, welcher in einer, dem Betrüger zuzuordnenden Tasche, gesehen wurde.

Zorn und Unmut breitete sich aus, die Menge ließ sich nur mit Hinweisen auf ein gerechtes Sportgerichtsverfahren, welches jedem zusteht, beruhigen. Im Normfall werden solche Vergehen mit einem 24 Monate währendem Ausschluss von Wettkämpfen geahndet. Das hieße in diesem Fall, dass der Betrüger für die folgenden zwei Saisonen gesperrt wäre.

Ob dieses ungeheuerlichen Vorfalles wollen wir hier nur die Ergebnisse veröffentlichen, ohne weiter über das Ereignis zu berichten. Dies ist für uns eine schwere Entscheidung, bestraft es doch die ehrlichen Sportsfrauen und Sportsmänner.

Sieger Damenwertung: Ackebua, auch bekannt als Caster Semenya der Kohlkönige
Sieger Herren: Zwock

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Update, Berlin 20:20 Uhr

Wie uns eben aus zuverlässigen Quellen berichtet wurde, fällte der internationale Sportgerichtshof CAS in Luzern heute Abend ein Eilurteil, welches morgen im Verlaufe des Tages veröffentlicht wird.

Dieses, letztinstanzliche Urteil setzt folgende Strafe fest:

– Der Wettkämpfer erhält eine Wettkampfsperre von 15 Monaten.
– Die Wettkampfsperre tritt mit Beginn der Grünkohlsaison 2011/2012 in Kraft.
– Laut dem DWD trat der erste Nachtfrost im traditionellen Grünkohlgebiet in der Nacht zum
9.10.2011 auf.
– Die festgesetzte Sperre beginnt somit am 09.10.2011 und endet am 09.01.2013.
– Der Wettkämpfer darf in dieser Zeit an keinerlei Wettkampfveranstaltung teilnehmen, in welcher die Zufuhr von Nahrungsmitteln (exclusive Getränken) als Bewertungsbasis dient, Radsportveranstaltungen sind von der Sperre explizit ausgeschlossen.

Dieses Urteil wirft Fragen auf. Warum die Eile? Wieso tritt es rückwirkend in Kraft? Warum nur 15 Monate? Gibt es Verbindungen von Rifli und seinem Umkreis zum CAS, welche Einfluss auf das Urteil nehmen konnten?

Können so Betrüger wirksam abgeschreckt werden, wenn der Betrüger keinen Nachteil aus seinem Tun befürchten muss?

Diese offenen Fragen müssen beantwortet werden, sonst wird das Vertrauen in den Sport und in den bisher als tadellos beleumundeten CAS nachhaltig erschüttert werden. Ein den Betrüger abschreckendes Signal können wir hier nicht erkennen.

12 Antworten auf “IRN exklusiv – Sportvergehen im ESK / skandalöses Eilurteil des CAS”


  • Das Urteil ist in meinen Augen skandalös! Hier wird der Grünkohlwettkampf und alle Teilnehmer diffamiert. Ich habe immer an die Ehrlichkeit des Wettkampfes geglaubt. Und auch an der Unschuld von Rifli habe ich nie gezweifelt. Vielleicht ist der Grünkohl nicht ‚bio‘, aber sauber!

    Ein Glück hatten die Sportfunktionäre des CAS ein wenig Fingerspitzengefühl. Am kommenden Grünkohlwettkampf im Februar 2013 wird Rifli wieder teilnehmen können.

  • Wurde etwa auch der Sieg von Ritzlflitzer beim WvdVGC 2010 unlauter eingefahren? Das sollte untesucht werden, verjährt der Vorgang doch frühestens 2020.

  • Sportfreund Rifli hat sich einfach verzockt.

    Hätte er sich, wie es alte Radsportsitte ist, nur etwas gemäßigt und den Vorteil auf ein erträgliches und erklärbares Maß beschränkt. Niemand hätte Verdacht geschöpft.

    Die Einlassung des Ertappten, er hätte nie jemanden betrogen, muß als glatte Verhöhnung der Kontrahenten gewertet werden. Schon das geschickte Lancieren des Filius zur allgemeinen Ablenkung der Funktionäre offenbart die langfristige Planung und skrupellose Vorgehensweise.

  • Pedro del Ackebuero, renomierter Veterinärmediziner und persönlicher Betreuer RiFlis, ließ am heutigen Vormittag eine erste öffentliche Stellungnahme in Anlehnung an den unerklärlichen Vorfall des vergangenen Wochenendes verlautbaren:

    Liebe Menschen, liebe Fans von RiFli,

    zuallererst habt bitte Verständnis dafür, dass RiFli im Moment nicht zu den Behauptungen – und es sind nach bisherigem Wissensstand lediglich Behauptungen – nicht Stellung nehmen möchte. Er befand sich zum Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe der Anschuldigung mitten in der Vorbereitung auf die Saison 2012.
    Die Schlagzeilen, von den Medien lanciert, erwischten RiFli so unerwartet, dass er sich erst einmal auf sein Privatanwesen in Berlin-Mitte zurückzog und die nächste Zeit im engsten Kreise seiner Familie sowie seines Mediziner- und Betreuerstabs verbringen wird.
    Es wird zeitnah eine öffentliche Stellungnahme im Rahmen einer Pressekonferenz geben, wenn eine granulare Aufarbeitung der bisherigen Fakten erfolgt ist.

    Pedro del Ackebuero
    Veterinärmediziner und persönlicher Betreuer RiFlis

  • Nochmal: die ganze Verhandlung scheint mir eine Farce! Wieso soll man jemand für seine herausragenden sportlichen Leistungen, und die stehen außer Frage, abstrafen? Wer hier die Fäden zieht ist unklar und ich will mich auch nicht dazu äußern, aber hier werden wohl Schuldige gesucht, auf Biegen und Brechen.

    Rifli ist ein Wettesser erster Güte, Betrug hat er nicht nötig. Wie mir zu Ohren kam, hat er zwischen Grünkohlwettessen und Abschlußwiegen noch ein mehrpfündiges Steak verdrückt. Das ist Sportsgeist! Um mal einen Vergleich aus dem Radsport anzubringen: Soll man nun den Ersten einer Etappe disqualifizieren, nur weil er, weit in Führung liegend, oben am Tourmalet angekommen umdreht, runter und ein zweites Mal hochfährt?

    Die Entscheidung des Gerichtshofes entbehrt jeder Logik und untergräbt die Glaubwürdigkeit unseres Sports.

  • Boom im Auftrage Raphael Nadals

    „Die Rifli-Nachricht ist unglaublich. Es gibt keinen endgültigen Beweis, und sie geben ihm die Höchststrafe. Das ist zum Heulen. Nur Mut Champion! Du hast meine Unterstützung!“

  • Mensch Rifli, altes Haus, der Norden steht hinter dir und fordert den Videobeweis!

    Die Begründung des Sportgerichtshofes gleicht mit ihrem Stützen auf wage Vermutungen und postulierte Beschuldigungen einiger Kontrahenten mehr halbseidenen Tänzen auf einer offenen Eierpackung, als das adäquate Gründe für die Urteilsfindung gefunden waren. Auch fehlen Passagen darüber, welche Geschäftsordnung galt oder was bei solchen Messungen an zu tragender Bekleidung und/oder mitgeführtem Gepäck üblich ist, ganz. Weiter finden sich keine Aussagen, ob und welche Stichproben bei Kontrahenten durchgeführt wurden und wer ein Interesse daran gehabt haben könnte, dass der Beschuldigte disqualifiziert wird bzw. unvorsichtiges Handeln provoziert haben könnte oder durch arglistige Handlungen selbst dazu beigetragen hat. Unabhängig von den Umständen kann dem Athleten keine Verantwortung dafür zugesprochen werden, zu jeder Zeit über jegliches Inventar seiner Taschen informiert zu sein. Der Videobeweis würde die Ereignisse näher beleuchten und das eigentliche Ausmaß der Heimtücke aufzeigen. Nach meiner Einschätzung hätte der CAS dieses Strafmaß so nicht ausurteilen dürfen. Das hier ein Eilantrag zu Lasten des Beschuldigten durchgeboxt wurde, ist offenkundig. Zweifel an einem geordneten Verfahren sind begründet.

  • Papperlapapp!

    Der Mann ist Profi! Seit Jahren gewinnt er Grünkohlwettbewerbe weltweit. Der weiss was ein Bleigürtel zum Abschlusswiegen bedeutet! Wenn Staub und ich mit Nasenbluten am Start stehen, faseln wir auch nicht dumm rum und erzählen was von Bluthochdruck und das wir uns gerade gestoßen haben. Fakten sind Fakten, Seidenanzüge und Bleigürtel sind eben nicht das selbe. Also – zwei Jahre für den Mann! Mit sportlichen Grüßen… D. Kemper

  • Mich kotzt der ganze Profizirkus dermaßen an.

  • Also ich finde das Urteil gut und absolut richtig. Ebenso gut finde ich, dass Rifli betrogen hat. Ganz klar, dass Publikum will Blut sehen. Heutzutage reicht es eben nicht mehr, irgendwelche langweiligen Fresswettbewerbe auszutragen, auf welchen sich die Wettkämpfer gegenseitig versichern, wie toll sie die Leistung des jeweils anderen bewerten. Scheiss auf Fairness und dergleichen lala. Immer schon bescheissen, je dreister desto besser. Auch sollten Rangeleien oder anderweitige Handgreiflichkeiten immer mit dazu gehören. Die Athleten sollten wissen, was sie dem Publium daheim an den Geräten schuldig sind. Eine geile Show ohne wenn und aber!
    Wenn dann aber jemand erwischt wird, ja dann Rübe ab, ohne Jammern! Klar! Wie im richtigen Leben.
    In diesem Sinne macht Rifli alles richtig: Antreten, bescheissen, erwischt werden und Strafe akzeptieren ohne zu maulen. So gehört sich das.

  • „Die ganze Welt wollte mich an die Mauer stellen und dann bin ich instinktiv in Deckung gegangen, habe mich erst mal zurückgezogen“
    „Ich wollte schon damals, kurz nach meiner Suspendierung, den Fehler, den ich gemacht habe, öffentlich eingestehen, aber mir waren die Hände gebunden.“

    So’n ein wenig Gejaule ist aber auch ganz schön…

  • Was bedeutet schon Wahrheit, der Mann hatte ein Ziel. Das ist alles, einfach alles. Hier im Land der Sagen und Dichtung nimmt man es damit nie so genau und das ist mitunter gut so. Und überhaupt, im gegenwärtigen Interregnum bis zur neuen Bundespräsidentenwahl -selbst wenn wir bis 2015 warten müssen- ist alles erlaubt. Der Alte hat es so vorgelebt.

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