Monatliches Archiv für April, 2011

Montags halb neun in Brandenburg

Vier Tage Strohwitwer, was kann man damit alles anfangen? Und dazu bestes Frühlingswetter. Also erstmal um einen Tag Urlaub betteln. Genehmigt, gut, dann kann man ja zu einer Tour aufrufen.Und siehe, Rifli nimmt auch einen Tag Urlaub, Boerge ist sein eigener Chef und Rob hat montags sowieso frei. Nach der ausgiebigen Straßenausfahrt am Samstag solls ins Gelände gehen und da ich mich dort nicht auskenne, sollen die anderen planen. Checkb will vielleicht seine MOLronda fahren, das wäre doch was. Doch er will dann doch nicht, so wollen wir Richtung Osten.

Am Sonntag wird das Rad  wieder verkehrstüchtig gemacht, neue Züge werden verlegt und das Hinterrad, welches dauernd Speichenbrüche hat, gegen ein gebrauchtes von Boerge getauscht. Rifli fordert das Eintreffen der Teilnehmer am Bahnhof Gesundbrunnen um 8:25, er selbst kommt 10min später. Auf dem Bahnsteig kann ich nur eine Shorts und ein Trikot erkennen, sollte rikman etwa mitkommen? Nein, es ist Rob, der um 22:00 schon müde war, dann bemerkte, daß er noch den Schlauch wechseln müßte, um 23:00 merkt, daß er keinen hat und in die Bude fährt und endlich nach Mitternacht ins Bett gekommen ist. Wieder werden die Merkwürdigkeiten des Tarifsystems bei der Bahn erkundet, Rob bezahlt 6,-€ für sein Fahrradticket, wir 4,50€.

Eberswalde am Morgen. Sonne und ein kurzer Aufenthalt. Und Zeit für Bild von der normalerweise arbeitenden Bevölkerung, die heute als Abenteuerburschen unterwegs sind.


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La Primavera

Da die Schönheit der Strecke von Oranienburg nach Usedom bekannt ist genauso wie die grandiose Stimmung bei Sonnenaufgang, möchte ich nur kurz von den Besonderheiten der diesjährigen Frühjahrsausfahrt berichten.  Wackelkandidat Bo möchte uns nichtmal ein Stück begleiten, Acke wird von einem Arzt knapp das Leben gerettet. Dann wäre da ein Staubi in der Bahn, der zwar unter Verstopfung leidet, jedoch friedlich mit dem Bahnpersonal umgeht. Da ist außerdem der mit einem gelben Kopftuch gekleidete Icke, der, würde sein Rad in den Proportionen angepaßt, wie Pantani aussehen würde. Und da ist außerdem zum ersten Mal Konnie, der sich noch nie auf eine solch lange Strecke gewagt hat. Er ist bekannt vom KSGC, wo er unerschrocken trotz eisiger Temperaturen halbnackt antritt. Beinlinge trug er diesmal, doch auf Handschuhe vezichtete er, zeigte doch sein Potsdamer Außenthermometer satte 10°C über Null. Nun ja, in Oranienburg und der Umgebung war Reif auf den Feldern und die Sonne sollte erst später an Kraft gewinnen. So steckte Konnie während der Fahrt teilweise die Hände in die Achselhöhlen, trotzdem wollte er am liebsten vor Schmerz schreien. Er bekam dann ein Paar Handschuhe geliehen.
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Die Radsportlerin – begehrt, geliebt, vergöttert

Als ich neulich früh zur Arbeit radelte, führte mich eine Lichtzeichenanlage mit einem sehr seltenen Gespann zusammen – zwei Radrennfahrerinnen in voller Montur, knackiger Erscheinung und auf echten Rennrädern, nix mit pink, keine Gummiente als Hupe, kein Lenkerkörbchen, nur ehrlicher Schweiß, Apfelpopo und Klickpedale. Paralysiert starrte ich ihnen nach, bis sie um eine Biegung verschwunden waren, wischte den Speichel von meinem Schlips und plötzlich wurde mir klar, dass ich das letzte Einhorn gesehen hatte, den weißen Wal, ich spiele jetzt in einer Liga mit den Menschen, die den Mond betreten haben- es gibt nur sehr wenige von uns.

Denn normalerweise geht Radsport damit einher, ein Scrotum zu tragen, das sich prima prellen und abquetschen lässt.

Der gemeine Radsportler ist also männlich und daher vor allem von Männern umgeben. Entsprechend verhält er sich auch:

jungs eben
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Staubi erklärt die Welt Teil 167

Bob’s Kommentar zu Staubis Rechtfertigung der abgenutzten Bremsklötze:

„Du hast ’nen Beckenschiefstand – das les‘ ich aus Deinen Bremsbelägen.
Leg‘ Dich schonmal auf die Couch.“

Flandern in Flammen

RVV 2011

Die Ronde van Vlaanderen gehört zu prestigeträchtigsten Eintagesklassikern im Radsport, am ersten Wochenende im April dreht sich in Flandern alles um die Rundfahrt. Die Begeisterung der Flamen für den Radsport und das Rennen lässt sich kaum beschreiben – ein Volk feiert sich und seine Helden.

Eindrücke der Jedermann und Profi-Veranstaltung aus dem Land der Hellingen en Kasseien gibt es auf den nächsten Seiten. ‚Flandern in Flammen‘ weiterlesen …

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Endlich Frühling!

Am Sonntag riß mich die senile Bettflucht aus den Federn, ich ließ die Familie schlafen und fuhr Richtung Liebenwalde. Und heraus kam dieses wunderbare Stilleben:

Two Beers

Buchtipp

Vor einigen Wochen erreichte mich die Frage von Janibal, ob er meine Ausführungen zu Hamburg-Berlin verwenden dürfe. Wofür? „Ich möchte die Erlebnisse des Jahres niederschreiben.“

Und vorgestern erreichte mich ein druckfrisches Exemplar. Überarbeitete Forumsbeiträge bilden das Gerüst, allesamt lesenswert. Und mal Radsport aus der Sicht eines Menschen, der nicht auf dem Podium steht, aber in einem Jahr Ablaß suchte in Santiago de Compostella, nach dem Rennen in Göttingen noch nach Hamburg mit dem Rad fuhr, die Tour transalp überstand, Tour of Wessex etc. und das Jahr mit Störtebeker-Rennen in Berlin beschließt, sollte dieses Buch dringend mal lesen. Eine Liebe zu den überschwänglichen Texten früherer Expeditionen auf unserer Seite ist nicht zu überlesen.

Bilder sind auch drin, leider nicht in Farbe z.B. auch dieses:

Zu finden ist das Buch hier:
Meilensteine der Radsportgeschichte 2010: janibals, der über die Alpen kommt