Luigi (Aloisius) Galvani und ich

Ja, was haben Luigi und ich gemein? Die Liebe zu italienischen Essen wahrscheinlich, mehr fällt mir im Moment nicht ein. Und ein weiterer Umstand, den ich etwas weiter ausführen möchte.

Vor gut 4 Wochen bereitete ich das Früstück für meine Familie, drehte mich zum Herd und es zuckte durch meinen Rücken. Das macht es manchmal, doch meist hilft Bewegung und ein paar schmerzlindernde Produkte der Pharmaindustrie und die Sache ist am nächsten Tage vergessen. Nun sind die Straßen derzeit nicht gnädig zum Asphaltfreund und die ausgiebige Dehnungseinheit auf dem Unterlenker mußte ausfallen. Geländetouren biten keinen gleichwertigen Ersatz, auch wenn sie am runden Geburtstag bei eisigen Temperaturen mit guten Freunden gefahren wird.

Jedenfalls ging es irgendwann nicht mehr weiter, 4000mg Ibuprofen in 6 Stunden sind eine deutliche Überdosis, trotzdem waren meine Schmerzensschreie weit zu hören. Hilfe gab es letzten Freitag im  Schmerztherapiezentrum am Senefelder Platz. Eine Lokalanästhesie an der Wirbelsäule nahm die größten Schmerzen. Vielen Dank dafür an Frau Tung.

Diese durfte ich heute wiedersehen und da es mir deutlich besser geht, nahm ich ein paar Blumen mit. Wieder fragte sie nach den Schmerzen und wo und wie. Und da sie aus China stammt, ist sie eine Künstlerin mit der langen Nadel. Und so kommen wir zu Herrn Galvani.

Der größte Muskel des Menschen ist der Gesäßmuskel und dieser war bei mir zu einem kleinen harten Klumpen zusammengezogen. In diesen jagte Frau Tung nun eine Nadel und traf das elektrisierende Zentrum. Doch nicht etwa ließ sie mich einfach so ruhig liegen, nein, sie rührte mit der Nadel im Muskel. Wnn ich es nicht mehr aushalten würde, soll ich Bescheid geben.

Meine Frage: „Wie lange wollen Sie denn damit weitermachen?“

„Bis der Muskel entspannt ist.“

Darauf fragte ich, ob sie Medizin studiert hätte und die Versuche mit den Froschschenkeln kennt, die noch Jahre nach der Amputation auf Stromstöße reagieren . Wie solle sich also mein Hintern bei dieser Stimulation entspannen? Nach einigen Minuten brach ich die Folter ab, doch es ging mir besser.

Nochmals vielen Dank, auch für die Anteilnahme.

Twobeers

3 Antworten auf “Luigi (Aloisius) Galvani und ich”


  • ja die nadelfolter ist schon was geniales :-) gute besserung weiterhin

  • Gute Besserung! Das hört sich ja alles irgendwie nicht so entspannt an, wie es um Weihnachten herum eigentlich sein sollte.

  • Oha! Da fällt mir nur der dumme Satz ein „Schön, wenn der Schmerz nachläßt!“. Tobias, diese Rückennummer ist furchtbar. Ich konnte beim Schneeschippen etwas davon haben, jedoch hat mich bisher das Schicksal vor Schlimmerem bewahrt. Insofern wünsche ich Dir für 2011 Linderung und auf das wir bald wieder unten anfassen können und werden. Bis dahin… D.K.

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