Lockendes Hüftgold

Ich versprach allen, die da pünktlich vor meiner Türe stehen würden, frische Pfannkuchen – in manchen Landstrichen werden diese Schmalzgebäcke auch unverständlicherweise Berliner genannt. Jedenfalls verbrachten meine Töchter und ich den grauen Samstagvormittag in der Küche und zauberten aus geheimen aber auf jeden Fall hochkalorischen Zutaten einen Teig, wie man ihn sich schöner niocht vorstellen kann. Als sich dann Charlotte zur Mittagsruhe zurückzog, kam noch feinstes Pflaumenmus zum Einsatz und dann gings ab ins tiefe Fett. Das Ergebnis sah so aus:



Doch dem Lockruf folgte einzig Staubi und der war auch noch satt. Nun denn, noch einen für mich und auf gings in den Sonnenuntergang Richtung Nord. Doch schon in der Schönholzer Heide zerlegte Staubi mit der Urgewalt seiner Schenkel die Kurbel oder zumindest löste sich die Kurbelschraube. Da ein 8er Imbus nicht greifbar war, dafür aber die Heimstatt nicht weit, eilte ich rasch zurück, warf noch eine Kraftkugel ein und war wenig später wieder beim langsam auskühlenden Staubi. Kurbel wieder fest, die Sonne untergegangen, so führte ich ihn ins Gelände. In Schildow sah es aus wie bei einem feinen Crossrennen in Belgien, die Wiese stand komplett unter Wasser. Der Schlamm war schmierig, das Laub seifig, die Wurzeln nicht zu sehen, beste Bedingungen also für eine kurze Runde, die Staubi als Rennvorbereitung für Sonntag nutzen wollte. Am Schloß Dammsmühle (http://www.schloss-dammsmuehle.de/) gab es noch eine Reifenpanne und ich wurde in der Wahl meiner Waffen bestätigt – Im Dunklen bleibt der Crosser daheim. Über Basdorf die Waldsiedlung gestreift und schwupps über Gorinsee und Karow nach Pankow zurück.

Doch kurz vor Pankow fingen die Augen an zu tränen. Der scharfe Geruch von Bibergeil stieg in unsere Nasen. Kann das wirklich sein, mitten in der Großstadt? Am nächsten Tag die Auflösung:

Pankow und damit das Ziel erreicht, hatte auch Staubi endlich Ruhe, Muße und auch genug Hunger, um einige Pfannkuchen zu essen.

Schade für alle, die das verpaßt haben.

Twobeers

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