Im Schweisse der Trans Germany 2008 – Teil 1

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Es ist Freitag Nachmittag der 30 Mai 2008, voller Spannung erwarte ich mein Mixed-Team das ich auf der Trans Germany 2008 eine Woche begleiten werde. Kaum hat das Wohnmobil geparkt, steigen die beiden Rennfahrer auch schon aus, geschafft von der Autofahrt gibt es erstmal ein kühle Bionade und einen Kaffee. Nach dem Gegenseitigen beschnuppern gibt es selbst gemachte Pizza und noch ein leckeres Weizen. Der Abend kam früh und so legten wir uns auch frühzeitig ins Bett um am nächsten Morgen frisch für die Anreise nach Erbach im Odenwald zu sein……

31-05-2008 Anreise

Ich bestücke das Wohnmobil noch mit meinen Utensilien und dann geht es auch schon ans Steuer. So eine große Kiste habe ich noch nicht gefahren, aber ich lasse mir nichts anmerken und steuer das Wohnmobil direkt nach Erbach. In Erbach angekommen suchen wir erst einmal nach einem Standplatz für unser Womo. Die RV-Praking Schilder weisen uns hier den Weg. Unten Am Sportplatz stehen auch bereits die ersten Camper. Wir stellen uns dazu und suchen erstmal das Raceoffice. Die Akkreditierung läuft problemlos vonstatten. Die Fahrer bekommen Ihre Unterlagen mit Startnummern, Funktionsshirt, Roadbook usw. aber auch wir Camperfahrer bekommen ein kleines Paket worin ich den Aufkleber für das Auto finde, ebenfalls ein Roadbook und die Wegbeschreibungen für die Anfahrt zu den Etappenorten.

Das fängt ja gut an, wir verlassen das Raceoffice und es regnet in Strömen. Schnell laufen wir zu unserem Stellplatz und kochen im Wohnmobil erst mal Kaffee. Doch es war nur ein kleiner Schauer und so können wir gleich zum ausladen beginnen. Inzwischen füllt sich der Stellplatz weiter und es ist interessant dem regen treiben zuzusehen. Räder werden noch geschraubt, noch mal gerollert oder einfach nur in bequemen Stühlen relaxed. Ich mache mich auf den Weg in den Expo Bereich um mich dort ein wenig umzusehen. Hier ist dann auch der morgige Start, und auch hier wuselt es vor Rennfahrern und Betreuern.

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Zurück am Wohnwagen laufen oberhalb des Stellplatzes auch schon die Vorbereitungen der heutigen eröffnungs Pasta Party. Um 18 Uhr holen wir uns dort Essen und Trinken und lauschen den ersten Instruktionen zur Veranstaltung. Inzwischen ist auch das zweite ESK Team angekommen. Nach einem kurzen Plausch machen wir uns fertig und legen uns an diesem Abend früh zu Bett, denn morgen geht es los, 1 Woche quer durch Deutschland.

01-06-2008 1 Etappe – Erbach >Frammersbach 102,08 Km / 2257 Hm

Obwohl der Start heute erst um 11 Uhr erfolgt, sind wir frühzeitig wach (6:00). Die Sonne hat uns durch die Fenster geweckt, ich pelle mich aus meinem Schlafsack und bereite das Frühstück für das Mixed Team. Draussen ist ebenfalls bereits ein wildes Treiben rund herum um den Campbereich. Die Zeit vergeht schnell an diesem Vormittag und da man frühzeitig zum ersten Start check in da sein sollte, machen wir uns auch etwas früher auf den Weg Richtung Start. Jeder Starter bekommt nun doch noch eine extra Rückennummer die es zu tragen gilt, zudem wird das Rennen leider die ersten knapp 30 km neutralisiert gestartet, da man in Hessen keine Renngenehmigung gegeben hat, das geht ja schon gut los. Die Startblöcke füllen sich, noch ein letzter Schluck aus der Wasserflasche, eine Banane und dann ertönt schon aus dem Lautsprecher das Lied welches uns die nächsten Tage bei jedem Start begleiten wird – highway to hell – .

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Jetzt habe auch ich Gänsehaut und muss mir doch ein paar Tränen verdrücken. Schon ein komisches Gefühl so an einem Start zu stehen und das ganze mal aus einem ganz neuen Blickwinkel zu beobachten. Als der Startschuss fällt klicken alle in die Pedale und rollen los. Nico und ich gehen hingegen mit strammen Schritt Richtung Stellplatz um uns auf Richtung Frammersbach zu machen. Wir kommen gut los, einige Camper sind bereits unterwegs und es sind nur noch wenige am Stellpaltz. Wir verlassen Erbach und folgen der Karte hinaus aus Hessen nach Frammersbach. Gut 2 Stunden später erreichen wir den neuen Etappenort. Wir folgen der RV-Parking Beschilderung und kommen so schnell zu unserem Stellplatz für diese Nacht. Wir packen schnell aus, spannen die Vordächer, checken Toiletten, Duschen, Strom und Frischwasser Möglichkeiten. Nach dem alles hergerichtet ist machen Nico und ich uns auf den Weg in den Zielbereich, der zu Fuß wirklich nicht besonders Nah ist (Kritik hier an die Orga). Als wir in den Zeilebereich mit Expo eintreffen sind die ersten bereits im Ziel. Wir errechnen uns nun die zu erwartende Ankunftszeit unserer Teams.

Zuerst kommt unser Master Team ins Ziel, Niko kümmert sich sofort um die Beiden und zeigt ihnen wo es die Zielverpflegung gibt. Aber bereits keine 15 Minuten später kommt auch das Mixed Team über die Ziellinie, ich bin begeistert. Die erste Etappe ist geschafft. Im Zielbereich ist inzwischen einiges los, unsere Teammitglieder verpflegen sich schnell mit essen und Trinken bevor es dann gleich Richtung Camp geht. Ich mache mich inzwischen auch auf die Sohlen.

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Am Womo angekommen wir erstmal alles abgestellt und die Jungs und Mädels werden unter die Dusche geschickt. Wir Betreuer kümmern uns derweil um weitere Getränke/Kaffee und Essenszufuhr.

Um 18 Uhr verlassen uns das Mixed Team Richtung Pasta Party, während die Anderen und ich uns am Stellplatz verköstigen, es gibt auch hier einen Teller Nudeln. Ich nutze noch die Zeit um meine heutige Etappenmütze fertig zu häkeln. Gegen 20:30 schließen wir die Tür von innen und legen uns in die Kojen. Morgen geht es bereits um 9:00 an den Start.

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Fortsetzung folgt…

4 Antworten auf “Im Schweisse der Trans Germany 2008 – Teil 1”


  • Zur Zeit stelle ich mir die Betreuung spannender vor, als so ein Rennen zu fahren. Liegt das jetzt an deiner Schreibweise oder an meinem schlechten Trainingszustand….

    Ich freue mich auf deine Fortsetzung!

  • Ehrlich – Rifli, der Gedanke ist mir hin und wieder auch schon gekommen. Aber wenn die Etappe gefahren ist, dann hat man schon ein echtes Hochgefühl und noch jetzt flimmern mir nur die tollsten Bilder durch den Kopf – quer durch Deutschland auf Trails mit dem MTB – das war 10mal besser als ich es mir vorgestellt habe! Insofern glaube ich, dass beide Seiten ihr Vor- und sicher auch ihre Nachteile haben… menis

  • Schön das Ihr alle wohlbehalten, erfolgreich ins Ziel gekommen seit!
    Kompliment!

  • Ja auch einen Glückwunsch von meiner Seite zu den tollen Ergebnissen an alle und Dank für die Berichterstattung!
    stw

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