Radfahren verlernt man nicht!

In einem N.Ride Thread hatte der Oberst zu einer Tour für Sonnabend aufgerufen. Die Starterzahl war entsprechend gering.

Zu einer angenehmen Zeit beförderte Jockel, Rifli und mich ein RE von Gesundbrunnen nach Chorin.
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Dort angekomen ging es auch sofort los. Die ersten etwa 20km liefen noch flüssig und Jockel faselte etwas von einem 25er Schnitt. Doch aufgrund meiner Tourenabstinenz der letzten Monate wurde aus unserem Dreiergrüppchen bald ein Quartett. Zu mir gesellte sich der Mann mit dem Hammer und der hatte vor uns in zwei Zweigrüppchen zu spalten.
Zusätzlich brannte die Sonne erbarmungslos von Himmel und im Zusammenspiel mit dem steten Wind von vorne zog es mir das letzte bißchen Kraft und Flüssigkeit aus dem matten Leib.
Immer wieder mußten Jockel und Rifli auf mich warten und ermutigten mich nicht aufzugeben. Also fuhr ich mein Tempo und machte noch ein paar Fotos:

KLICK

Als wir uns Kilometer 80 und der ersten Pause näherten, lösten sich die eingerosteten Gelenke langsam und es lief etwas besser.
Schließlich gab es wie üblich bei Kilometer 90 die erste Pause in Boitzenburg auf der Schloßterasse.
Als uns die Bedienung schließlich mit “schönen Abend noch” verabschiedete, mußten wir feststellen, dass es bereits 17:00 war und bis Fürstenberg noch knappe 50km vor uns lagen.

Ab jetzt rauschte ein geschlossener ESK-Express durch die Wälder und in den Dörfern hörte man die Leute raunen: ” ist es ein Vogel? -Ist es ein Flugzeug? – Nein es ist der ESK!

Am Ende standen dann 135km und ein 23er Schnitt auf der Uhr und ich konnte wieder Fahrrad fahren.

Zum Glück hatte ich von den ersten, ehr zähen Kilometern ein paar Bilder gemacht, so dass es rückblickend doch eine sehr schöne Tour war!

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10 Antworten auf “Radfahren verlernt man nicht!”


  • 135km

    du meine fresse! na ein glück bin ich doch nicht mitgekommen, auch wenn ich mit sicherheit etwas verpasst habe.
    und danke j-coop für die kurze aber schöne berichterstattung.

    rob

  • Ach, herrlich! Vielleicht … eines schönen Tages … ach wär das schön.

  • Was ich noch zu erwähnen vergaß war, dass Rifli mir die schwere Last eines Dura Ace Schaltwerks vom Rücken nahm.

  • und wie gehts dem mann mit dem hammer :-) wow 135 km durch die wälder knallen, hut ab jungs.

  • 135 km, ihr Hunde!

    Ich bin der Stadt an selbigen Tage ebenfalls entflohen. Von Prenzlau ging es auch nach Fuerstenberg. 115 km. Immerhin.

    Im wunderschoenen Carwitz, noch knapp 50 km bis Fuerstenberg wurde mit einem anstaendigen Schweinefilet und zwei grossen Pils “Mittag” gegessen. Da ich wusste, dass ein Trupp mit dem Oberst unterwegs ist und auch Rifli teilnehmend war, rief ich ihn mal an, um auszuloten, ob wir uns vielleicht irgendwo in der nordbranden- bzw. suedmecklenburgischen Pampa treffen koennen. Leider wich der Fahrplan der Hass-und-Gewalt-Rotte etwas von meinem ab, so dass ich die letzten 50 km nach Fuerstenberg dann doch allein gefahren bin.

    Ich habe diesmal wieder die grosse Fotoausruestung dabei gehabt und werde einstweilen an dieser Stelle auch noch ein paar Bilder veroeffentlichen.

    Uckermark, du huegelige Mistsau!

  • Schön ist es gewesen. In mustergültiger Ordnung wurden die Kilometer verbrannt. Nichts und Niemand hierlt uns davon ab, durch die Heide zu glühen wie einst im Mai.

    Leider waren wir zum Zeitpunkt von rikmans Anruf noch ein gutes Stück von Carwitz entfernt, so das aus einem herzlichen Wiedersehen der Meute mit ihrem einstigen Starmoderator leider nichts wurde. Wer weiß, wie der Kerl inzwischen aussieht (…und ob er überhaupt von Carwitz aus angerufen hat)?

  • Wie wahr, wie wahr. Es war eine dieser Touren, deren Bilder noch hoffentlich lange auf der Netzhaut eingebrannt sind. Das saftige Grün die quitschgelben Lupinenfelder und ein strahlend blauer Himmel in der schönsten Ecke Brandenburgs. Man fühlte sich wie ein Fohlen, das zum ersten Mal in die weite der Natur gelassen wurde – die Stute Jockel ermahnte das junge Fohlen es doch ruhiger angehen zu lassen und den alten Hengst J-Coop wieder aufschließen zu lassen. So gallopierten wir geschlossen durch die Wälder und begegneten zu unserem Erstaunen keiner Menschenseele, außer Füchsen und Blindschleichen.

    Erschreckend war nur, wie ein Häfchen Elend nach 80km auf einmal seinen toten Punkt überwand und in die Pedale hielt, als ob die Tour erst gerade begonnen hätte. J-Coop, wie heißen die Pillen?

  • Kommt mir irgendwie bekannt vor mit der 80km-Schwelle…

    War gestern 60km mit dem Mounti im Taunus und das trotz Tanz in den Mai um 830 am Morgen, aua. Immerhin durfte ich so Chubi in der Spitzengruppe über die Bergwertung am Ruppertshainer Berg jubeln. Zwei Tage nach seiner famosen Leistung in Göttingen hat er erneut eine Top30 Platzierung eingefahren.

  • Was Jockel, Rifli, J-Coop (feiner Bericht und schöne Bilder!) und Rikman noch von Fürstenberg übrig gelassen hatten, machten Boerge und ich dann am Montag platt.

    Bei uns wurde es bei herrlichem Sonnenschein eine unfreiwillige Single-Speeder-Tour, da sich mein Schaltwerk bei km15 nach einem lauten Krachwummpeng direkt neben der Bremse wiederfand. Fachmännisch amputierte Boerge die Schaltung und kürzte die Kette, und so ging es mit einem Eingangrad weiter. Nur die Ganganzeige am Lenker litt noch lange unter Phantomschmerzen und behauptete, ich würde auf dem 18′er Kranz fahren ;-)

    Am Ende der Tour hatten wir viel Sand auf den Beinen (juchhuh wieder in kurzen Hosen unterwegs!), Sonne im Herzen und 95km auf der Uhr.

    Fazit: schweinemäßig schöne Gegend dort!

  • Na Mensch, da waren Eisenschweine am Samstag ja gar nicht allzuweit voneinander auf Streifzügen durch die heimische Pampa. Meinereiner hatte quasi als erste Standortbestimmung am Samstag kurzfristig gewonnene freie Zeit für nen 120 km Ritt von Neubrandenburg in die wunderschöne Neustrelitzer und Wesenberger Umgebung genutzt. Bildtechnisch war ich allerdings wie ein Schneider unterwegs und kann so nicht mit Bildbeweisen aufwarten, aber es war einfach klasse.
    Beste Grüße

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