Kreuzpeilung in „Abwärts“

Die folgende Geschichte soll sich genau so abgespielt haben. Zumindest gibt es für mich keinen Grund, Kreuzpeilungs Geschichte nicht zu glauben. Aber lest selbst, was er – befragt warum er nicht beim KSGC-Prolog erschienen ist (:schließlich lagen die Hoffnungen aller Göttinger Radsportenthusiasten auf ihm) – zu berichten hatte:

O-Ton Kreuzpeilung:

„…ach und zum Auftakt des ksgc wollt ich auch. Aber ich wurde von Hilfe-Rufen aus dem Fahrstuhl verhindert.
Und da hatte ich das Problem:
a) mit euch Spass zu haben und meinen Vorsatz unter die ersten Hundert zu fahren wirklich zu machen oder
b) dem Leitgedanken des ESK zu folgen und gute Taten zu wirken.
Ich entschied mich schweren Herzens für b.

Lag auch daran, dass durch die Rufe aus dem Fahrstuhl, gleich Sequenzen aus sämtlichen Äkschnfilmen die ich konsumiert hatte auftauchten. Bruce schrie mir zu: schieb die Tür auf, mache ich auch immer in meinen Filmen.
Nachdem ich mich mit aller Kraft gegen die Tür geworfen hatte und das Resultat des Öffnens sich im MÜH Bereich bewegte, beschloss ich bruce oder den Hausmeister zu rufen.
Da kam von drinnen der Kommentar: „der Florian hat die letzte Woche auch schon mal aufgeschoben.“

Wie vernichtend. Ich dachte mir :“na, super, Florian,du Sack, warum rufst du nicht einfach den Hausmeister oder den Störungsdienst, aber nee, der Herr muß ja den Bruce spielen, Danke Flo.“
Ich rief also nach drinnen, mit tiefer Stimme:“ Treten sie zurück m´am“ !
Irgendwie, ist wie sich später rausstellte, drinnen aber nen kratziges:“ ach“, und ein depremiertes :“na, dann“ , angekommen.
Mit voller Wucht stemmte ich mich also nocheinmal gegen die Tür. Und mit Bruce im Herzen und Florian vor den verschwimmenden Augen, bewegte sich die Tür. Immer weiter ging sie auf. Jaaa, ich konnte es sehen und dann sah ich es wirklich. Hinter der Außentür verbarg sich noch eine Innentür.
Deprimiert, weil der nicht beizukommen war und weil Äkschnfilme halt doch nicht auf den Alltag vorbereiten, sank ich in mich zusammen.
Doch da kamen Schritte näher . Der Hausmeister kam und ihm entfuhr ein : „Wat haste denn da gemacht?“
„Scheiße, da kommt doch keiner mehr ran“

Super, dachte ich, denn ich hatte mit nem : “ Gut gemacht, jetzt hast du die armen Leute vorm Erstickungstod gerettet,“ oder nen „einfach stark“, gerechnet.

Es stellte sich heraus, dass ich die Tür total verkantet hatte und dass ich die armen Leute zwar vorm Ersticken gerettet hatte, sie aber gleichzeitig mit der Aktion in den Hungertod schickte.
Beschämt, versuchte ich die Tür zurecht zu biegen. Fasste jedoch dabei in eine scharfe Kante des Fahrstuhls und fing an, wie nen Opfer vom Berserker im Blutrausch, zu bluten.
Ich rannte in die Wohnung und machte nen dickes Pflaster drüber. Als ich zurück kam, hatte der Hausmeister in Bruce-Manier sich einen Plan ausgedacht und ließ mich wenigstens teilhaben.
Manuell wollte er den Fahrstuhl in den Keller lassen und dort die Türen aufmachen!

Hmmm, kam mir bis auf das Absenken bekannt vor. Gut das Absenken gibt nartürlich Punkte in der B-Note aber ….
Okay, dass Absenken dauerte ne Weile , da die Punktgenaue Koordination nicht so einfach war.
“ Höher , Runter , zu weit. Höher .. mist , runter ..zu …. ach scheiße.“
Als der Fahrstuhl richtig stand, kam der Hauptteil des Planes!!!

Er wurschtelte an seinem Blaumann herum, der grau war und zauberte irgendeinen omminösen Schlüssel hervor. Setzte ihn in ein ebenso omminöses Loch und die Tür sprang ( dramaturgische Pause) nicht auf.

Haaaah!!!!

„da hab ich wohl den Sicherheitskreis vergessen“ sprachs und verschwand.
Tja , was soll ich sagen, als er wiederkam waren 40 min ohne ihn und 15 mit ihm vergangen und WIR hatten die Tür auf. Der ältere Herr hat sich die ganze Zeit beeumelt, „wegen der drolligen Geräuschkulisse von draussen“ und seine Frau gestand mir, dass Florian auch nen Bruce mit Blaumann von Beruf ist und auch son Schlüsseldings hatte.
Aber ich hab es versucht.
Und ja, ich weiß ne schwache Ausrede.“

Ganz und garnicht! Ich finde, dass ist die beste Ausrede seit langem. Und man kann nur hoffen, dass er auch künftig nicht kann und weiter so coole Geschichten schreibt…

3 Antworten auf “Kreuzpeilung in „Abwärts“”


  • in deiner anwesenheit kann man also nun beruhigt (mehr oder weniger) aufzüge besteigen :-)

  • Komisch, ich fand es ganz einfach, die Tür aufzuschieben. Ich musste dabei nicht mal aufhören, Mundharmonika zu spielen!

  • hey flo, ich schmeiß mich weg :]

    aber wirklich eine gekonnte ausrede, das macht dir keiner so schnell nach, kreuzpeilung! aber vielleicht schaffst du es ja in der nächsten zeit trotzdem einmal, im kreise deines kaders aufzutauchen – wenn du nicht gerade ein kleines kind aus dem brunnen befreien, katzen vom baum holen oder die welt retten musst…

    rb

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