L`Eroica 2006 (3)

– Dritter und letzter Teil –

Der Veranstalter konnte für die Verpflegung in der Regel ganz besondere Örtlichkeiten zur Verfügung stellen. In diesem Fall bot die Osteria „Torre a Castello“ auf einem malerischen Hinterhof hochwertigste Speisen und Getränke an. In Trachten gekleidet wurden die Fahrer bedient und man las den Akteuren förmlich die Wünsche von den Augen ab. Ein ungeduldiger Blick auf eine leere Korbweinflasche und schon wurde ein volle gereicht, ein Griff zum letzten Kuchenstück und schon wurde ein frisches Blech kredenzt. Es war zweifellos so, dass diese Art der Verköstigung, den strapazierten Sportlern neuen Mut, frische Kraft und ungestümen Elan in die Adern pumpte.

Die Ausweise wurden in aller Ruhe gründlich geprüft und schließlich gestempelt.


(Bilder sind per “Klick” zu vergrößern)

Die regelmäßige Nahrungsaufnahme war ein wesentlicher Schlüssel, um die L`Eroica zu überstehen. So steckte sich Kemper möglichst viel Stullen, Bananen und Käsestücke in die Trikotaschen, um fortlaufend in kleinen Portionen, auch während der Fahrt, dem Körper den notwendigen Brennstoff zuzuführen.

Doch von Wurst und Käse allein, kann kein Organismus auf Dauer funktionieren. Deshalb wurde bei jeder Gelegenheit die Trinkflasche mit dem typischen Traubensaft der Chiantiregion gefüllt. Welch ein Luxus, welch ein Labsal, wenn auf staubiger Strecke der aromatische Wein die trockene Kehle benetzte! Es wäre zu überdenken, ob diese Art der Sportlernahrung nicht auch in den nördlichen Gegenden Europas Schule machen sollte.

Sobald Boggi und Kemper ihre verstaubten Maschinen wieder zur Hand nahmen, sprang die begleitende Journalie in ihre Fahrzeuge. Jetzt nur nicht den Anschluss verpassen, denn auf den steilen Schotterpisten hatten die Kraftfahrzeuge ihre liebe Not und nicht selten blieb das ein oder andere qualmend, oder mit Reifenpanne am Straßenrand stehen.

Gut versorgt ging die Fahrt weiter und Kemper konnte an dieser Stelle nicht ahnen, dass seine eigentliche Prüfung noch bevorstand. Vom „Torre a Castello“ aus, nahm die Strecke weiterhin einen sehr hügligen Verlauf. Eine Steigung reihte sich an die nächste und jedes Hinweisschild in Richtung Gaiole wurde von den Architekten dieser mörderischen Veranstaltung ignoriert. So ging es ein um das andere Mal, statt in die Richtung der ersehnten Ziellinie, in entgegen gesetzte Richtung und hinein in die nächste Steigung. Etwa 20km vor dem Ende dieser Höllenqualen führte ein kilometerlanger Anstieg hinauf in das Dorf Radda. Serpentine, nach Serpentine ließen die Steigung schier endlos erscheinen.

Kemper biss, denn er ahnte um die formidablen Kletterqualitäten seines Begleiters und wollte, so kurz vor dem Ziel, nun keine Schwäche mehr zeigen. Doch es kam, wie es sonst nur Hörgerätexperten aus fernen Ländern kennen: Der Hammer schlug zu!

Kemper sah sich, von der einen Sekunde zur nächsten, einer starken Unterzuckerung ausgeliefert. Zeit und Raum verschwammen, die dramatische Agilität Boggis im Steilhang verschlimmerte die subjektive Einschätzung seiner Situation noch weiter. Meter, um Meter schoben sich zwischen die beiden Fahrer und Kemper musterte jeden Stein, jede Mauer, jeden Kantstein auf die potentiellen Qualitäten als Sitz-, oder gar Liegemöbel. „Dort sitzen und über die Landschaft schauen!?“ ging es ihm durch den Kopf, “Die Radfahrer sich an mir vorbei quälen sehen und in Ruhe ein Weinchen trinken“ dachte er. Das objektiv so nahe Ziel entschwand seinem zu einem Tunnel verengten Blick. „Das Ende…“, schoss es ihm durch den Kopf.

Blass schimmerten die Bilder seines Sohnes vor seinen Augen, wie dieser im Ziel Boggi um die Ecke rauschen sehen und Kempers Ankunft vergeblich erwartend, langsam in eine tiefe Enttäuschung versinken würde. Zittrig tastete sich seine Hand zur Trikottasche vor. Es war kein Brot, kein Obst und kein Käse mehr vorhanden, doch die bunten Perlen befanden sich noch dort, wo sie die argentinische Ärztin vorsorglich untergebracht hatte. „Zucker!“ durchzuckte es Kemper.

Inzwischen lagen sicher 50 Meter zwischen Boggi und Kemper. Boggi drehte sich immer wieder um und nahm etwas Geschwindigkeit heraus. Immer wieder sah er nach Kemper, der sich wie im Wahn, Kurbelumdrehung, für Kurbelumdrehung den Berg langsam hinauf schraubte. Nach etwa vier, fünf Minuten flackerte das Licht der innern Laterne Dieter Kempers etwas auf. Wie eine staubige Neonrohre, die im kalten Keller nach vielen Jahren wieder erwacht, wurde aus dem flackernden Licht eine brauchbare Beleuchtung und schon kurz hinter Radda spannte sich Kemper wieder in den Wind, um dankend Boggi die erbrachte Fairness zu vergüten. So liefen die letzten Kilometer in rauschender Fahrt und schon bald leuchtet das Ortsschild des Zielortes den beiden Rennfahrern entgegen. Gemeinsam bogen sie auf die Zielgerade ein und ein letzter Blick besiegelte diese Männerfreundschaft in Wollhemden.

Gaiole wartete mit bunten Musikanten, Fanfaren und örtlichen Schönheiten auf, die italienische Nationalflaggen vor sich hertrugen. Kemper und Boggi rollten durch die Menschenmenge und genossen die laute und ausgelassene Stimmung, hielten sich an den angebotenen Speisen und Getränken gütlich und wurden sich langsam der Tatsache bewusst, dass dieses schauerlichschöne und einmalige Ereignis nun endlich, leider vorüber war.

Selbst der eigens herausgeputzte Bürgermeister von Gaiole blickte, durch die Zwiespältigkeit der Gefühle arg mitgenommen, entrückt aus seiner wunderschönen und sehr würdevollen Uniform heraus.

Ein letztes Mal wurden die Fahrerausweise gestempelt.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, schüttelten sich Boggi und Kemper zum Abschied, wortkarg wie immer, die Hände. „Santa Maria“ sagte Kemper, ohne das Boggi die leiseste Ahnung zu haben schien, was er wohl damit gemeint haben könnte, aber auch Kemper wusste das nicht so genau. So lächelten beide verständig, nickten sich zu (was soviel heißen konnte, wie „im nächsten Jahr wieder?!“, oder „Ich mag dein Wollhemd!“) und gingen glücklich ihrer Wege.

Kemper wurde von seiner Mannschaft empfangen und rollte mit frischem Wasser und etwas Brot im Mund noch einige Meter durch den Trubel der Stadt, um sich innerlich für ein weiteres Jahr von dieser großartigen Veranstaltung zu verabschieden. Ihm war deutlich anzusehen, dass die widerliche Erfahrung von 2005, ein wenig an Bedeutung verloren hatte und gar ein bisschen Freude den Gedanken an einen neuerlichen Start in 2007 begleitete.

Die treue Kölner Maschine aus dem Hause RUFA hatte Kemper nicht ein einziges Mal im Stich gelassen.

Kein Plattfuss, kein Speichenbruch, kein Knirschen und kein Knacken, der RUFA-SPORT hatte seinen Teil zum Gelingen dieses Abenteuers beigetragen und wird somit einen ewiglichen Ehrenplatz in Kempers Werkstatt einnehmen dürfen. Allenfalls ein weiterer Start in Gaiole könnte diese verdiente Ruhe nochmals stören.

Zurück im Mannschaftsquartier verschlang Kemper alles, was in seiner Reichweite zu finden war. Besonders der alte Pecorinokäse, garniert mit dem Kastanienhonig der Region, füllte das vorhandene Zuckerloch. Auch der langsam anschwellende Kater konnte mit einer weiteren Flasche roten Weins erfolgreich niedergerungen werden. Erst am späten Abend, in einer nahen Osteria, schlug Kemper hart mit dem Schädel auf die Tischplatte und konnte vor Ort nicht wieder geweckt werden. So hinterließ Dieter Kemper wieder einmal einen nachhaltig schlechten Eindruck, den es im nächsten Jahr in eben derselben Osteria aufzupolieren gilt.

– Ende –

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28 Antworten auf “L`Eroica 2006 (3)”


  • Bravissimo Dieter!!!

    Du bist unser Held von Gaiole, danke! Dieser Bericht und die Bilder erst, vielleicht ist es bald an der Zeit unsere besten Werke in einem Hardcover zu verewigen?!?

    Eule (wenn die Umstände wie Arbeit es zulassen, dabei 2007!)

  • Mensch Dieter erst kommen die Geschichten mit deinem Sohn, die einen zu Tränen rühren und im nächsten Augeblick solche Kracher wie der Bürgermeister und „Santa Maria“, die einen vor Lachen vom Stuhl fallen lassen.
    Eine ähnliche Achterbahnfahrt, sowohl psychisch als auch physisch, muß auch diese Sport- und Kulturveranstaltung gewesen sein.

  • Lieber signore Kemper,
    sono lieto di aver fatto la sua conoszenza! Bravo – ciclista efficiente e grande!!!
    „Rufa-Sport“ – ich kann nur sagen, fatti con le mani – Handarbeit wie inne Italia. molto bene.

    Grazie mille per il Bericht.
    secundo e frieda

  • Da mußte ich mir doch glatt eine Träne aus dem Augenwinkel wischen, so schön ist der Bericht!!!
    …und Sport und Lebensqualität können doch Hand in Hand gehen. Die Landschaft und die Köstlichkeiten lassen alle Vostellungen von Quälerei sofort vergehen!

  • Wow! Die Sonderwertung “Poesie im Kernledersattel” geht ganz klar an unseren Dieter! Seine Klasse demonstriert er – wie alle wahren Könner – in den dramatischen Momenten. O.k.: die Lacher sind ja ganz nett zur Auflockerung… Aber wie er uns an seinem heldenhaften Kampf am Anstieg nach Radda teilhaben lässt – wann kriegt man schon mal Vergleichbares zu lesen? Das steht schon fast auf einer Stufe mit Krabbés “Rennen”!
    Und dazu diese Bilder! Die ganze Dimension des Leidens und Dramas ist den Akteuren im Gesicht abzulesen. Das schreit ja schon fast nach einem Schwarz-weiß-Film im nächsten Jahr!? Danke, lieber Sportkamerad Kemper – mit diesem wunderschönen Album werden auch meine Erinnerungen nicht so schnell verblassen. Ach ja: wenigstens in einem klitzekleinen Punkt konnte ich mithalten: denn wer länger über die “strade bianche” fährt, hat auch mehr “Patina” auf der Maschine… ;-) Und auf den Beinen (genial, dieses Bild von Boggi!) hatte ich auch mehr Staub: ohne Rasur – als Amateur darf man darauf ja noch verzichten? – wurde die dunkle Wolle richtig blond!

  • Herzlichen Glückwunsch und dicken Respekt für erbrachte Taten und geschriebene Prosa und ein herzliches „Santa Maria“ aus dem Eingangradforum.
    Großes Kino!

  • ich bin ganz hin und weg von dieser posie der worte. wecken sie doch so viele erinnerung an die wollene zeit meiner ersten tage auf dem rad. lang wurden die hosen und trikots im regen, nie trocken das echte leder in der hose, die schuhsohlen so dünn, das man das pedal bis in die hüfte spürte. ich bin fasziniert von deinen erlebnissen. schon im letzten jahr war ich neidisch bis über beido ohren, doch heuer könnte ich im boden versinken das ich keine zeit hatte. weiter so dieter :-)

  • Auch ich habe gerade Tränen in den Augen.
    1. ) eine wahre Freundschaft ( fast wie Winnetou + Old Shatterhand )
    2. ) es gibt keinen Teil 4 mehr…..

    Dieter, vielen Dank für diesen Bericht. Ich kann mich immer so intensiv in die Situation reinversetzen und jetzt bin ich auch ganz durchgeschwitzt und schwindelig ist mir auch noch…

    Hochachtungsvoll
    S.

  • Wusste ich doch, dass Du so viele Agfa-Color-Filme doch nicht dabei hattest! Die kosten ja auch fast 2 Mark pro Stück!

    Bravo, Dieter, Bravo!!!

  • Ganz groß! Und welche Steigerung, statt des einen Bieres während einer Einkehr unterwegs Chianti aus der Trinkflasche zu genießen….

    Voller Bewunderung

    Twobeers

  • In tiefster Verbeugung
    Danke

    Ritzelflitzer

  • Danke für euren Zuspruch! Es war großartig. Nur eine Mannschaft in einheitlichen ESK-Wolltrikots könnte diese Veranstaltung noch toppen. Ach, ich wäre so gern jetzt wieder dort! Die herbstliche Toskana (seufz)… Diet – äh – menis

  • mille grazie, man fühlt sich wie live dabei…
    Und diese mediterranen Gaumenfreuden lassen einem das Wasser im Mund zusammenfießen. Warum sitze ich eigentlich vor dem Bildschirm und Weile nicht in der Toscana bei Brot und Wein und lasse das Auge schweifen auf die sanften Hügel…

  • Hei Menis!
    Ich habe lange überlegt, was ich auf deinen Bericht schreiben könnte. Eine so wunderbare Geschichte über Strapazen, Selbstüberwindung und wortloser Freundschaft – fantastisch! Und doch bin ich nicht neidisch – ich freue mich einfach dich zu kennen!

    Boerge

  • Kemper, Du zäher Kanten!

    Ich gestehe Neid. Und das vor allem, weil ich Dich ursprünglich begleiten sollte. Ich hatte meinen Schröder bereits mit auf dem letztwöchigen Flohmarkt, denke aber, ich lasse ihn besser noch ein Jahr im Keller.

    Es ist, wie es ist. Du machst vor, wovon ich ich stets nur in meinen Träumen erleben darf. Erst TransAlpChallenge und nun das zweite Mal L’Eroica – es wäre meinerseits nur eine ungekonnte Kopie, wenn ich Dir nacheiferte.

    Ehrerbietend und hochachtungsvoll,
    Acke

  • Sehr geehrter Herr van Ackegrim!

    In der Tat sah die sportliche Leitung des ESK zunächst vor, einen jungen und dynamischen Fahrer aufzustellen, statt der Welt dieses faltige Lederhandtuch zu präsentieren. So wäre es ein Leichtes für dich gewesen, diese Rolle zu übernehmen und wahrscheinlich wäre Kemper, allerdings dann auf eigene Kappe, trotzdem am Start erschienen, um im knapp bemessenen Windschatten deines gertenschlanken Körpers Platz zu nehmen.

    Übrigens wartet am Sonnabend die nächste Mitteldistanz auf ihre Bezwinger: Dieter Kemper wird um 07.04 In Hamburg aufbrechen, um den Kampf gegen die Zeit und gegen den Wind aufzunehmen. Dafür wurde ihm eine passende Maschine der belgischen Rahmenschmiede MERCKX zur Verfügung gestellt… menis

  • …?!?
    Nochmal zurück zu den Bildern. Die sind – in einer ruhigen Minute vergrößert betrachtet – ja eine wahre Fundgrube! Was es da alles an Details zu entdecken gibt…
    Zum Beispiel Kempers Trikottaschen: da lugt doch neben der Schinkenstulle das Ende einer SPRITZE heraus! Nun weiß zwar ich, wofür er die brauchte, aber die Offiziellen haben unseren Meister nach der Zielankunft wahrscheinlich dezent zur Dopingkontrolle gebeten…
    Oder der im Text nicht erwähnte Moment, als dem guten Kemper schlagartig bewusst geworden sein musste, daß seine LED-Lampe 1. längst nicht mehr benötigt wurde und 2. selbige an seinem RUFA völlig deplaziert wirkte. => Preisfrage: Wo montierte Dieter die Lampe (erst) ab?
    Oder der Bürgermeister: als Zeichen seiner Amtswürde trägt er tatsächlich die Federn des Wappentiers der Region – die des schwarzen Hahns.
    Dann die letzte Stempelstelle: Kemper hat den guten Boggi im Finale ja offenbar völlig aus den Schuhen gefahren! Der Arme kämpfte allerdings mit unlauteren Mitteln: unter dem Wollhemd schaut sein Funktionsunterhemd raus – er hätte mal besser den Reißverschluß zugemacht, wie ein echter Profi!
    Bitte gib an den/die Fotografen/in ein ganz dickes Lob weiter, Menis – denn im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, ist auch eine Kunst!

  • 11.10. – 19:30 argentinische zeit: ich sitze mit dem laptop auf dem dach unseres wohnhauses, 50m ueber den strassen von buenos aires, direkt am abgrund, weil nur hier der wlan-empfang moeglich ist. direkt vor mir geht die sonne am horizont ueber den daechern der stadt glutrot unter. ich goenne mir ein quilmes und lese einen phantastischen bericht aus fernen welten. fern, nicht nur raeumlich, nein, auch zeitlich und gefuehlt. aber die einmalige beschreibung und die tollen bilder versetzen mich von dem roten dunst der grossstadt auf den gleissenden schotter altehrwuerdiger italienischer pisten. ich spuere die waerme am koerper, der schotter unter den reifen, das brennen in beinen, den roten auf der zunge.
    danke dieter fuer die grossartige teilhabe.

    ich war in italien noch nie suedlicher als riva del garda. lasst uns die esk-wolltrikots stricken lassen, damit im oktober 2007 mein somec jene pisten unter den reifen spuehrt, fuer die es gebaut wurde!

    rob

  • Segafredo, nun habe ich mich eben angesichts deiner sehr genauen Beobachtungen wirklich vom Stuhl geworfen! Hut ab, mein Lieber! Also zunächst: Die Lampe war bei Bild 3 des zweiten Teils noch am Lenker, jedoch bei Bild 8 entfernt… .

    Zu der Spritze sage ich garnichts! Es gibt keine positive A-Probe und mir ist nichts zu beweisen! Danke für deine sehr netten Kommentare! Ich werde in den nächsten Tagen deinen Bericht noch einstellen, ok? Bis bald… menis

  • Eine Spritze? Pahhh! So wie ich den guten Kemper kenne, war dies die Antenne seines Kurzwellenempfängers, mittels dessen er während der wilden Fahrt seinem Lieblingssender „Spreeradio – Oldies & Goldies“ lauschen konnte.
    Lieber Dieter, ich hoffe, Du kommst mit der Indexschaltung dieses neumodischen belgischen Sportgerätes klar. Sind dort etwa bereits Klickpedale verbaut? Angstvoll…

  • „….damit im oktober 2007 mein somec jene pisten unter den reifen spuehrt, fuer die es gebaut wurde!“

    Rob, so gefällst Du mir! Ich bin mir ziemlich sicher, dieses Rennen wenigstens einmal in meinem Leben zu fahren. Also warum nicht Seite an Seite in klassischen ESK-Trikots, nach alter Väter Sitte!

    Staubi

  • Dieter, ein wunderschöner Bericht. Vielen Dank

  • Ganz großer Sport von ganz großen Sportlern!

  • Was soll man dazu noch sagen. Klasse Dieter! Und Danke!

    Wenn man bisher unbestätigten Meldungen Glauben schenkt, stehen ähnliche Herausforderungen bald auch vor der heimischen Tür. Ob dann zur Regeneration allerdings Rotwein gereicht wird, muss bezweifelt werden. Eher noch Korn.

  • Hallo Du alter Kemper,

    ich schmeiss mich mal wieder vor lauter Ehrfurcht vor Dir auf die Knie!

    Ciao
    Der Frosch
    C.

  • Du hast schon Recht, Menis: “Die Lampe war bei Bild 3 des zweiten Teils noch am Lenker, jedoch bei Bild 8 entfernt…“ Und alle Bilder wurden an der dritten Verpflegung aufgenommen. Die hat Kemper (laut Eintrag in seiner Stempelkarte) um halb Zwölf passiert und er war bis dahin über vier (!) Stunden bei Tageslicht mit der Lampe rumgefahren. Die Bildunterschrift zum Bild „Kemper mit Chianti“ könnte also auch anders lauten ;-)…
    „Kemper genoss den roten Traubensaft, seine Muskeln entspannten sich und auch seine Hirnwindungen. Beim Betrachten seines treuen RUFA (rechts außerhalb des Bildes abgestellt) kam er ins Grübeln: irgendetwas war daran nicht ganz stilgerecht… Nachdenklich senkte Kemper das Haupt, im nächsten Moment ließ seine linke Hand das Schinkenbrot fallen und klatschte an die Stirn. Die LED-Lampe! Wie konnte einem erfahrenen Profi wie ihm nur ein solcher Fauxpas passieren? Vier Stunden hatte er sich hart an der Grenze des äußerst strengen Reglements bewegt! In einem unbeobachteten Moment montierte der alte Fuchs die Lampe ab und steckte sie einem seiner Betreuer zu. In seinen Trikottaschen war kein Platz mehr dafür, denn diese Spritze konnte ja vielleicht noch sehr nützlich sein…“

  • Ein toller Bericht menis. Als diesjähriger 200-Finisher von Gaiole kann ich meinen Respekt für diesen ausgezeichneten und realitätstreuen Bericht aussprechen. Übrigens, ich hab Dich am Samstag vor dem Rennen in Gaiole gesehen und mir sogar den Namen gemerkt. Wie wird man eigentlich Mitglied in diesem Eisenschweinkader ??

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