Eine ESK-Tour der besonderen Art

07. mai 2005

trotz des nächtlichen terrors von dem mir mein zimmergenosse berichtet bin ich recht erholt aufgewacht. draußen herschen weiterhin winterliche bedingungen vor und wir erledigen die ersten pflichten des tages. zum frühstück bleibt nichts weiteres zu sagen (s.o.) und so beschließe ich die für heute avisierte tour mitzufahren. aufgrund eines übermittlungsfehlers durch den kaderinternen wetterdienst sowie kleinere logistische probleme gelingt es mir nicht die dem wetter entsprechende ausrüstung anzulegen. somit komme ich für die zu dieser jahreszeit unpassenden temperaturen völlig unzulänglich bekleidet und entscheide mich mich trotz aller gegenargumente dazu mitzufahren.

gegen 1100 brechen wir auf und es wird gemütlich geplaudert. das feld bewegt sich ruhig voran und man spricht über dies und das. hin und wieder wechselt sich die führung ab und es läuft alles nach plan, einzig meine langsam durchnässte kleidung macht mir ein wenig sorgen, aber da muß ich jetzt wohl durch. so geht es weiter, meter um meter trotze ich den naturgewalten. das feld ist immer noch komplett beieinander und wir kommen gut vorwärts. der regen zeigt heute eine beharrlichkeit die einem langsam das letzte bisschen wärme aus den knochen saugt. mitlerweile sind auch meine schuhe nass und langsam werden die füße kalt. es geht jetzt kotinuirlich bergauf und meine beine werden glücklicherweise etwas wärmer. wie freue ich mich schon auf die warme dusche nachher aber bis dahin ist noch ein stück zu fahren.

das tempo wird jetzt langsam erhöht doch alle bleiden dran und obwohl der regen nicht nachlassen will ist die stimmung noch ganz gut. ich beschließe jetzt mal ein bisschen weiter vorn zu fahren und gehe für einen kurzen zwischensprint aus dem sattel. irgendwie hätte ich doch mit in die therme fahren sollen geht es mir durch den kopf. ich mache jetzt wieder etwas ruhiger und komme neben den eiligen vater. vor mir sehe ich obi-wan-staubi mit eule quatschen. die feuchtigkeit fordert langsam ihren tribut, ist doch mitlerweile kein trockener faden mehr an meinem körper. an der nächsten steigung mache ich noch mal richtig druck und nach einer rechtskurve habe ich schon eine lücke zu feld herausgefahren.

jetzt kommt noch ein gerades stück und ich kurbel so vor mich hin wobei ich meine entscheidung von heute morgen langsam zu bereuen beginne. mitlerweile sind meine füße so kalt wie ein stück trockeneis und die hände verkrampfen sic ham lenker. durchhalten geht es mir durch den kopf und nur der gedanke an eine heiße dusche läßt mich das nächste stück ertragen. jetzt nchmal recht abgebogen und ich rolle bergab wobei ich ständig am bremsen bin, da der fahrtwind meine nasse kleidung auskühlt. also zieht sich die abfahrt dahin. die zeit verrinnt zäh wie kaugummi ich zitter vor mich hin. es kann jetzt nicht mehr so weit sein, die abfahrt ist zu ende und ich fahre noch eine scharfe rechtskurve.

ein letztes gerades flachstück zieht sich jetzt noch dahin, bald ist es geschaft. noch einmal links, mittlerweile läuft mir die nase ununterbrochen und ich zittere wie espenlaub. endlich tauchen unser unterkünfte auf und ich beeile mich vom rad zu kommen. als belohnung für die erlittenen strapazen gönne ich mir jetz ersteinmal ein zäpfle. rifli wie immer zu spät startet erst jetzt und die warmduscher sind auch noch nicht weg. kurz werden noch ein paar worte gewechselt dann entschwinden die saunajünger. eigentlich war das mal wieder eine nette tour geht es mir jetzt so durch den kopf frierend aber glücklich genieße ich mein bier.

nachdem ich mein bierchen vernichtet habe mache ich mich auf den weg zur dusche die ich mir heute auch redlich verdient habe. das heiße wasser läuft mindestens eine halbe stunde über meinen geschundenen körper und die wohlige wärme kriecht mir bis in die zehenspitzen. das abtrocknen ist mal wieder eine tortur da die sanitärräume nicht beheizt sind klappern mir die zähne bis ich endlich wieder voll eingekleidet bin. durch wabbernden wasserdampf bahne ich mir einen weg zurück in richtung unterkünfte.

es ist jetzt 1145 und ich setze mich in den aufenthaltsraum. aus der stereoanlage erklingen die auf allen weltmeeren bekannten weisen von hannes kröger dem singenden seemann aka Hans albers. ich lehne mich entspannt zurück und mache mich an die auswertung der heutigen tourdaten. 290m 3hm in 2min 45sek. ich bin zufrieden mit mir und der der welt.

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