Die sportliche Seite des 15.02 2003

Der Tourbericht von J-Coop

Pünktlich um ¾ 9 kamen Jockel und Neuzugang NautiLutz die Treppe im Potsdamer Bahnhof runter. Ich saß draußen. Die Luft war kalt und feucht und der Himmel war grau. Jockel machte den Vorschlag dem Hustenpeter auf seiner Galeere mal einen Besuch abzustatten und zu kontrollieren, ob er auch wirklich wie versprochen Sklaven trieb, oder es sich zu Hause bei Nektar und Ambrosia gut gehen ließ, während wir drei einsam im Süden den Bajuwaren die Stirne boten.

Zweitere Vermutung schien die richtige zu sein, denn um 10:00 war dort weder Trommelschlagen noch das Knallen einer Peitsche zu hören. Jedenfalls fuhren wir dann weiter über den Ruinenberg, vorbei an der historischen Mühle und am neuen Palais. Dann ging es in den Wald und Nautilus probierte erstmal, ob das Eis auch wirklich glatt war – war es auch. Per Eisenbahnbrücke, über welche Jockel eine Menge zu berichten wusste überquerten wir den Templiner See / die Havel. Wir fuhren noch einige Meter den Nesselgrund hinauf, bogen dann rechts ab und flogen vorbei am Einsteinhaus, Caputher See und Wollschweinen in Richtung Wietkikenberg. Kurz davor beschlossen wir aber vor der Erstürmung des mittelmärkischen Brockens erst einmal in Ferch zu dinieren, denn der harschige Schnee im Wietkikenmassiv hatte schon Kräfte gekostet.

Nach dieser Pause mit Blick über den verschneiten Schwielowsee wagten wir es dann aber und nahmen ihn in Angriff. Auf der anderen Seite ging es über eine rasante Abfahrt hinab zum Bahnhof Ferch-Lienewitz. Hinter der Autobahn ging es weiter auf vereisten Pisten und nicht allzu lange nach der Passage der „Adlerkopf“ Eisenbahnbrücke fanden wir diesmal sogar den Teufelssee (den einen von ???). Den Weg am Golfplatz wollten wir uns heute nicht antun und beschlossen den Seddiner See heute nördlich liegen zu lassen und auf direktem Weg nach Stücken durchzubrechen. Zwischen Stücken und Breite bogen wir nach rechts in die naturgeschützten Wiesen ein und bezwangen einen Steinzeitlichen Ringwall, wo wir anfangs Nautilus vergraben wollten. Doch nach einem von Jockels Traubenzückerli ging es dann doch zu dritt weiter. Irgendwann fanden wir dann auch eine Stelle den Königsgarben zu überqueren und fuhren gegen den beißenden Wind nach Körzin. In Stangenhagen bogen wir links ab und fuhren auf den Lanckendamm. Von dort oben hatte man einen wunderbaren Blick über den gesamten Blankensee. Ebenfalls dort oben befindet sich die Villa der 1943 hingerichteten Geschwister Scholl, oder das was davon übrig ist. Wir beschlossen diese mit den durch G. Angehäuften Finanzen zu renovieren und für unsere Empfänge zu nutzen.

Am Westufer des Blankensees ritten wir dann nach Norden und bogen schon bald auf den Kapellenberg und die Glauer Berge ab. Von dort oben wird bei gutem Wetter dem Blick nach Süden erst durch die Alpen, und dem nach Norden nur durch die Erdkrümmumg Einhalt geboten. Kurz nach Kleinbeuthen beschlossen Jockel und Nautilus dann Richtung Ludwigsfelde abzubiegen, da wir zu diesem Zeitpunkt bereits über 70km auf der Uhr hatten und der Weg zurück nach Potsdam wahrscheinlich nicht vor dem Eintreten der Dunkelheit bewältigt worden wäre. Ich hingegen fuhr vorbei am Gröbener See und durch Gröben nach Tremsdorf und von dort weiter durch den Wald nach Wildenbruch. An einem Feldrand brach dann ein einzelner Sonnenstrahl wie ein gigantischer Disco-Weltraumleuchtlaser durch die Wolken – es sah genial aus. Diesem einen folgten auf den letzen Metern in Wildenbruch noch mehrere.

Es war auf jeden Fall eine interessante Tour durch Gebiete, in den einem im Sommer auch ein Camelback nicht mehr weiterhilft – da braucht man schon das ganze Tier. Es gab viel Schnee, Eis, Kultur und natürlich Kilometer.

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